Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

You only life once

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
OC (Own Character)
21.04.2021
14.10.2021
40
91.017
2
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
14.10.2021 1.383
 
Ich will das Universum entdecken und Kuchen essen (Tavaril Feara) :
Ich blinzelte. Ich hatte mir nicht wirklich irgendwas vorgestellt, was er sagen würde, da ich erstens nicht enttäuscht werden wollte und ich ihn zweitens zu lange nicht gesehen hatte. Doch das hatte ich nicht erwartet. Er konnte doch nicht wirklich vollständig mit uns abgeschlossen haben. Er war mein Bruder! Und wir hatten uns nie im Stich gelassen! Was sollte das jetzt? Reichte ein solch armseliger Streit wirklich aus, um Geschwister zu entzweien? Nein. Das konnte nicht sein. Tingilya und Celomnial haben sich auch öfters gestritten und sind immer noch wie Geschwister. Also musste es auch bei uns funktionieren. „Du weißt genau, wie du mir dabei helfen kannst, Thranduil. Und ich werde nicht gehen, bevor du es auch getan hast. Denn auch wenn du sauer bist, oder was auch immer dein Problem ist, du bist mein Bruder. Und das wirst du auch immer bleiben egal, ob dir das passt oder nicht.“
Er trank noch einen Schluck aus seinem Glas. Dann drehte er in Zeitlupe sein Gesicht zu mir und sprach etwas träge: „Wenn du nun fertig bist kannst du gehen.“ „Ich bin nicht fertig!“, ich machte noch einen Schritt auf den Thron zu und funkelte ihn erbost an. „Und das weißt du ganz genau!“ „Ich weiß nur, dass ich von einer Dame mit übersteigertem Selbstbewusstsein bedrängt werde und langsam die Wachen rufen sollte.“ „Dann tue es doch! Ruf deine verdammten Wachen und sieh zu, wie ich in den Kerker geschleift werde! Wie ich den Rest meiner Tage von der Natur getrennt werde und in einer einsamen Zelle vor mich hin sieche. Wenn du das mit gutem Gewissen tun kannst, kann ich mich auch selber einsperren. Du bist mein Bruder! Ob du willst oder nicht! Und wenn du dich nicht damit abfinden kannst, dann schön! Dann gehe ich und lasse dich zurück, wie ich es wegen einer Verkettung ungünstiger Umstände schon einmal getan habe! Aber das tue ich nur, wenn du das wirklich willst! Denn ich will das nicht! Ich will es nicht! Wenn du mich dazu zwingst, dann werde ich es tun. Aber du wirst in meiner Erinnerung bleiben, als fauler, arroganter, spießiger, dummer, egoistischer Sack, der sich nicht aufraffen konnte, um seiner Schwester oder seinem Sohn zuzuhören, weil er lieber sein Leben wegwarf, als etwas zu riskieren oder anderen zu helfen! Aber das bist nicht du!“, während ich redete, war ich immer lauter geworden und näher an ihn herangetreten, doch jetzt wich ich zurück, als Zorn in seinem Gesicht aufflammte und er innerhalb weniger Sekundenbruchteile direkt vor mir auftauchte.
„Du hast keine Ahnung, wie ich gelitten habe, als nicht nur meine Gefährtin, sondern auch meine Schwester mich verließ! Du hast keine Ahnung, wie sehr ich mich bemüht habe Legolas ein guter Vater zu sein, ich habe ihm alles gewährt, was er haben wollte! Also halt ihn da raus!“
„Ach tatsächlich! Alles? ALLES! Und was ist mit der Zuneigung und Bewunderung eines Vaters! Die hat er nämlich offensichtlich nicht bekommen. Und schon allein das macht dich zu einem schlechten Elben! Niemand sollte gezwungen sein ohne Vater oder mit einem Mistkerl als solchem aufzuwachsen! Aber gut, dann lassen wir ihn da raus! Damit hätten wir aber immer noch den Punkt, dass ich nicht freiwillig verbannt wurde! Ich bin nicht freiwillig gegangen! Und glaubst du echt, dass ich in der anderen Welt saß und mir gedacht habe: `Party! Endlich sind wir diese dummen Mittelerdepfeifen los! Das Leben fängt jetzt erst wirklich an!` Denkst du das wirklich?!? Denkst du das wirklich?“
„Warum denn nicht! Es ist ja nicht so, als hätte dich mein Rat geschert, dass du deinem liebsten Gil Galad nicht hinterherrennen solltest, weil das absolut hirnlos ist! Es ist nicht so, als hätten dich mein Schmerz und meine Probleme jemals interessiert! Es ging ja immer nur um dich und die Leute, die gemein zu dir sind. Meine Schwierigkeiten haben dich nicht interessiert! Niemals!“
„DAS STIMMT NIICHT! Wie oft habe ich denn bitte gefragt, wie es dir geht, ob man dir helfen kann! Aber du hast immer abgeblockt! Schiebe also jetzt nicht mir die Schuld zu, dass du dein beschissenes Leben nicht mehr auf die Reihe bringst! Du hättest nach meinem Tod und vor meinem Tod weiterkämpfen können! Aber du hast nicht weitergekämpft! Du hast dich aufgegeben! Du hast dein Leben aufgegeben und dem Rausch des Alkohols verschrieben! Also wie kannst du es wagen mir die Schuld zuzuschieben! Denkst du, ich hätte dir damals schon gerne zugesehen, wie du dein Leben und das deines Sohnes zerstört hast? Aber du wolltest ja keine Hilfe! Der werte Herr Thranduil ist dafür ja zu stolz und akzeptiert keine Hilfe!“
„Wie kannst du es wagen? Es tut mir ja echt total leid, dass ich keine Hilfe von einer Schnepfe angenommen habe.“
Das reichte. Ich holte weit aus und haute ihm eine runter. Es herrschte einen Moment Stille, dann kippte er um. Ich bremste seinen Fall bevor er mit seinem Kopf auf dem Boden aufschlug. Noch im selben Moment schwangen die Flügeltüren auf und einige Wachen stürmten herein. Sie schienen nicht sicher, ob ich eine Gefahr war. Einerseits kannten sie mich wohl noch von früher, andererseits hatte ich gerade ihren König ko geschlagen. „Worauf wartet ihr denn noch! Holt einen großen Eimer mit heißem und einen mit kaltem Wasser! Aber schnell!“, ertönte auf einmal eine mir gut bekannte Stimme. Während die Elben leicht überfordert abdampften, kniete Ilya sich neben mich auf den Boden und sah belustigt auf Thranduil. „Dein rechter Haken ist wohl sehr gut. Oder du bist einfach zu umwerfend. Vielleicht spielt aber auch noch der Alkohol eine Rolle....“
Sie macht eine kurze Pause, dann sprach sie weiter. „Alles in Ordunung?“
Ich versuchte zuzustimmen, aber irgendwie klappte das Ganze nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, weshalb ich einfach nickte. Dann umarmte ich sie so fest ich konnte. „Luft.....“, stöhnte sie nach einigen Sekunden, worauf ich sie losließ und in die Seite boxte. „Lass dich das nächste Mal bitte erst entführen, wenn ich vorgewarnt bin.“ „Mal sehen, was sich so einrichten lässt.“ Die folgenden Minuten sprachen wir kein Wort, während die Zeit wie Teer an uns vorbeizog. Dann kamen dankenswerterweise die Elben wieder. Thranduil wurde abwechselnd kopfüber in das kalte und das heiße Wasser getunkt, bis er wieder bei Bewusstsein war. Er schien erst ziemlich verwirrt, dann befahl er seinen Truppen sich zu sammeln. Er sah zu mir und nickte. Das Gespräch war noch nicht vorbei, aber zumindest pausiert.


Als die Geduld verteilt wurde, war ich draußen, um jemanden zu suchen, den ich nerven kann (Celomnial):

Ich blickte auf und sah Bilbo, der mich fragend anlächelte. Ich nickte und sah wieder auf den Boden.  Dann fühlte ich auf einmal, wie mich etwas von der Seite her umarmte. „Ich dachte du könntest eine Umarmung gebrauchen...“, flüsterte er leise. Mir schossen Tränen in die Augen und ich drückte den Hobbit ebenfalls. Ich klammerte mich an ihn. Er war so ziemlich der Letzte in diesem Berg, dem ich jetzt noch vertraute oder mit dem ich reden konnte. Die letzte Faser eines Seiles, das im Begriff war zu reißen. Irgendwann löste ich meine Arme und lächelte ihn niedergeschlagen an. „Ich kann einfach nicht damit umgehen. Ich hatte zwar die ganze Reise Zeit, um einen Plan zu entwerfen und war so sicher, was ich tun und sagen wollte, aber jetzt ist alles weg. Immer wenn ich ihn treffe und er noch was asoziales tut, ist mein Kopf wie leergeblasen und ich kann gar nichts mehr sagen. Ich kann mich nicht mehr wirklich wehren. Es geht einfach nichts mehr. Mein Konter wird stümperhaft und alles verschwimmt und die Verzweiflung hält mich gefangen, sodass wirklich nichts mehr geht.“ Bilbo sah mich herausfordernd an. „Ich bin eigentlich wirklich enttäuscht von dir. Ich dachte immer, du könntest dich selber vertreten und wärst nicht auf irgendeinen dummen Zwerg angewiesen. Offensichtlich habe ich mich geirrt und du bist eine von diesen Frauen, die nur herumheulen und ihrem Mann auf Schritt und Tritt folgen. Und bist du wirklich so eine? Willst du dich wirklich von einem durchgeknallten Zwerg schlagen lassen, der dir nicht im Entferntesten das Wasser reicht?“ Ich schüttelte empört den Kopf. „Dann steh auf und zeig Thorin, wer die Hosen anhat. Und wenn er nochmal will, dass du den Eingang vereist, dann vereise doch mal ihn?“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast