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Schicksalhafte Begegnung

von Rerafina
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Blaise Zabini Draco Malfoy George Weasley Magische Wesen OC (Own Character)
21.04.2021
20.06.2021
27
69.906
7
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Dieses Kapitel
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21.04.2021 2.273
 
Hallo meine Lieben,
ich habe schon immer viel geschrieben, doch das ist mein erster Versuch etwas zu veröffentlichen =)
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir mal Feedback geben würdet wie ihr die Geschichte findet. Gerne auch, ob euch mein Schreibstil gefällt!

Viel Spaß beim Kennenlernen meines OC und einer anderen Seite unseres lieben Dracos.

Schreibt mir!
Eure Ref
(Und ja mein Account Name heißt genauso wie mein OC, ich kann nichts dagegen tun, ich hab etwas für den Namen übrig x))

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Draco

Wütend stapfte er die Stufen zu den Kerkern herunter. Konnte dieses Schuljahr noch schlechter für ihn enden? Erst war er nicht so erfolgreich wie erwartet in den Prüfungen, dann hatten sich Potter und seine komischen Freunde ständig aus der Schlinge gezogen und ihm abschließend den Hauspokal vor der Nase weggeschnappt.
Potter. Dieser vermaledeite Potter. Erst schaffte er es in die Hausmannschaft zu kommen und dann wurde er auch noch für seine Liebe belohnt. Liebe, das man für sowas belohnt werden konnte war Draco bis zu diesem Zeitpunkt nicht mal klar gewesen. Er schnaubte angewidert. Eilig bog er um eine Ecke die zum Gemeinschaftsraum der Slytherins führte.
Mit schnellen Schritten lief er weiter den Gang entlang. Die kalten grauen Mauern der Kerker waren noch immer von den flackernden Fackeln erhellt und Draco fragte sich flüchtig, ob diese das ganze Jahr brennen würden oder erloschen, sobald sich die Schüler in die Sommerferien aus dem Schloss verzogen.

Als er vor der massiven Mauer stand, hinter der sich der geheime Eingang zum Gemeinschaftsraum verbarg, murmelte er ungeduldig das Passwort.
„Schlangenzunge.“
Draco betrachtete wie die Mauer einen Durchgang bildete und rannte in seinen Schlafsaal. Er musste sich beeilen. Er war spät dran. Der Hogwarts Express würde in knapp einer halben Stunde losfahren und er musste auch noch irgendwie zum Bahnhof kommen.
„Wo ist das verfluchte Ding?“, murmelte er während er auf sein Bett zu rannte und seinen Nachtschrank betrachtete.
Er teilte sich den Schlafsaal mit den anderen Slytherinjungen der ersten Klasse, doch die Betten waren bereits verweist. Das Bett von Crabbe und Goyle war wild verwüstet, während sein Himmelbett und das von Blaise mit ordentlich zusammengefalteten Bettdecken auf ihre Rückkehr wartete.
Der Junge zog die Schubladen des Kästchens auf doch er fand – absolut nichts.

Als er gerade mit Crabbe und Goyle in die Kutsche steigen wollte, war er zufällig an seine Hosentasche gekommen, in der nicht wie erwartet das schwere Abzeichen der Malfoy Familie lag. Panisch hatte er sich umgesehen, doch auf dem Weg war das Wappen nicht gelegen. Sein Vater würde ihn umbringen, wenn er ohne die Brosche zurückkam. Lucius erwartete eigentlich, dass Draco das Abzeichen täglich trug, was er jedoch nicht tat. Er fand den Anstecker hässlich und wollte nicht damit rumlaufen. Also war er mit einem hastigen Halbsatz an seine Freunde aus der Kutsche gesprungen und wieder ins Schloss gerannt.

Wütend blickte er sich um. Fieberhaft überlegte er, wo er das schwere silbrige Medaillon hingelegt hatte. Eigentlich sollte es auf seinem Nachttisch liegen, dort war es aber nicht. Verzweifelt durchwühlte er die Laken seines Bettes, doch auch dort fand er nichts. Draco raufte sich die Haare und lies sich kurzer Hand auf den Boden fallen um unter sein riesiges Himmelbett zu schauen.
Dort lag es. Auf dem blitzblanken Boden unter seinem Bett als hätte es dort immer gelegen. Ruckartig nahm Draco das Ding in die Hand und atmete erleichtert aus.
Als er sich erhob sah er sich nochmal in seinem Schlafsaal um. In seiner Magengegend spürte er ein leichtes Stechen. Trotz des ungeplanten Endes dieses Schuljahrs mit der Meisterschaft der Gryffindors, war es ein tolles Jahr gewesen. Er war gerne auf Hogwarts. Nun würde er wieder 8 lange Wochen warten müssen, bis er wieder hier sein würde.

Draco seufzte und beeilte sich. Der Gang im Kerker flog förmlich an Ihm vorbei, während sich die Steinmauer hinter ihm wieder schloss und er in Richtung Treppe rannte.
Jetzt wurde es doch wirklich knapp. Mit klopfendem Herzen rannte er die letzten Stufen zur Eingangshalle hoch. Beinahe wäre Draco mit einem Mädchen zusammengestoßen, dass plötzlich vor ihm stand, konnte jedoch noch bremsen.
Keuchend musterte Draco die vor ihm Stehende und legte den Kopf fragend schief.
Wer war Sie und was machte Sie hier? Er war doch schon fürchterlich spät dran.
Beim genaueren betrachten stellte er fest, dass er sie noch nie gesehen hatte. Sie musste in seinem Alter sein, war etwas kleiner als er und sehr zierlich, fast feengleich. Ihre braunen Haare wellten sich leicht über ihre Schultern, während ihn leuchtend grüne Augen entsetzt anblickten. Mit ihren Händen hatte sie ein Buch an die Brust geklammert. Ein Stück hinter ihr schwebte ein Koffer.
Seltsam, es sah eher so aus als würde sie kommen und nicht wie alle anderen, die vermutlich bereits im Zug waren, aus Hogwarts gehen.
Ihre Züge entspannten sich, während ein kleines Lächeln sich über ihre Lippen stahl und sie das Buch etwas lockerer hielt. Sie trug ein marineblaues Kleid über einem schwarzen Umhang. Mit einem Blick auf Ihre Brust versuchte er herauszufinden welchem Haus sie angehörte, doch das Abzeichen das Sie trug war nicht in den Hausfarben, sondern silbern.
Bevor er etwas sagen konnte, trat sie zur Seite und sagte schmunzelnd: „Beeil dich, sonst verpasst du noch den Zug.“
Wieder blinzelte Draco das schöne Mädchen an. Denn das war sie, sie war einfach schön. Er wollte gerade etwas erwidern, als er seinen Namen hörte.

„Draco Malfoy!“, brüllte die Stimme seines Hauslehrers zornig und Draco wandte sich zu ihm um. Snape kam auf ihn zugestürmt und sein Umhang wehte um ihn, was ihm die Gestalt einer wütenden Fledermaus verlieh. Kurz wandte sich Draco nochmal zu dem Mädchen um, um festzustellen, dass sie nicht mehr da war. Suchend blickte er sich nach den grünen Augen um und konnte gerade noch die fliegenden Koffer sehen, die in Richtung Kerker verschwand.
Professor Snape packte Draco am Kragen. Schimpfend zog der Lehrer ihn mit zum Tor. „Wissen Sie eigentlich wie spät es ist, der Zug fährt jeden Moment ab und wie wollen Sie dann nach Hause kommen?“
„Wer war das, Professor?“, fragte der Junge und sah noch immer in Richtung der Treppen.
Doch Professor Snape antwortete ihm nicht, sondern hob seinen Zauberstab. Etwas Silbriges brach aus diesem hervor und verschwand in Richtung der Schulmauern. Nach einem weiteren Schlenker sah der Lehrer durch seine fettigen schwarzen Haare in Richtung der Ländereien. Draco folgte seinem Blick das erste Mal. Zwei Besen kamen auf ihn zuflogen. Noch immer vor sich hin schimpfend zog Snape Draco auf einen der Besen und wies ihm an ihm zu folgen.
Draco drehte sich ein letztes Mal zum Schloss um. Hoffnungsvoll suchte er die Fenster des Schlosses ab, um das Mädchen noch einmal zu sehen. Doch sie war weg und er stieß sich enttäuscht vom Boden ab.
Als er an den Schlossmauern vorbei flog bildete er sich ein an einem der Fenster grüne Augen zu sehen, doch als er erneut hinschaute waren dort keine. Draco konzentrierte sich und folgte seinem Lehrer in Richtung des Bahnhofs Hogsmeade.

Rerafina

Mit klopfendem Herzen stieg Rerafina aus dem Zug. Sie zitterte leicht obwohl es ein warmer sonniger Tag war. Alleine in diesem Zug zu fahren hatte sie einsam werden lassen, obwohl die nette Frau vom Servierwagen sowie der Schaffner und der Zugführer sich öfter mit ihr unterhalten hatten. Sie hatten das junge Mädchen in das vorderste Abteil gesetzt, als die Reise von London in Richtung Hogwarts begann.
Neugierig blickte Rerafina sich auf dem Bahnsteig um. Es war schön hier und sie konnte zwischen den Bahnhofsgebäuden die Häuser des Zaubererdorfs Hogsmeade sehen. Sie kannte den Ort von Büchern und Fotos, war aber noch nie dort gewesen.
Am anderen Ende des Bahnsteigs tauchte plötzlich ein Mann auf. Ein riesiger großer Mann mit wildem krausen Haar und Bart. Wie versteinert stand Rerafina da. Mit großen Augen sah sie den Hünen gebannt an, der gemächlich auf sie zu schlenderte. Neben ihm war ein großer Saurüde, der begann mit dem Schwanz zu wedeln. Bellend rannte er auf sie zu und schnüffelte anschließend begeistert an ihr.
Nervös drückte Rerafina ihr Buch an die Brust und streckte dem Hund vorsichtig eine Hand entgegen, die der Hund fröhlich anfing abzuschlecken. Sie lachte und kraulte den riesigen Hund hinter den Ohren.
„Sein Name ist Fang,“ sagte die große bärtige Gestallt mit donnernder Stimme. Sie blickte mit großen Augen in das Gesicht des Riesen. Erleichtert stellte sie fest, dass dieser Lächelte und seine kleinen schwarzen Augen blitzen. Rerafina wandte sich wieder dem Hund zu. Grinsend sagte sie: „Hallo Fang, mein Name ist Rerafina.“
Fang antwortete laut bellend und begann wild herumzuspringen.
„Platz Fang“, knurrte der Mann, „du bist also die kleine Rerafina.“
Rerafina nickte, lächelte und antwortete höflich. „Ja Sir, die bin ich.“
„Mein Name ist Hagrid. Ich werde dich zum Schloss begleiten.“ Wieder lächelte der Mann. Mit seiner riesigen Pranke zeigte er in Richtung des Bahnsteigendes. Langsam setzte sie sich in Bewegung und lief neben Hagrid der mit ihr gemeinsam bis zu einem Schotterweg ging. „Bist du nervös?“, fragte er.
Rerafina schluckte und sah zu ihm hoch „Ich sterbe gleich vor Aufregung.“
Hagrid lachte bellend und führte sie zu einem Steg am Wasser. Dort wartete ein kleines Boot auf sie. Zögernd blieb Rerafina stehen. Misstrauisch beäugte sie das Boot vor sich.
Hagrid sah zu ihr herunter und lächelte: „Es ist Tradition, dass die Erstklässler am ersten Tag mit den Booten ins Schloss fahren. Und da ja auch heute dein erster Tag ist, dachte ich mir, das sollten wir auch tun.“
Rerafina sah ihm ins Gesicht und lächelte über die Aufrichtigkeit in Hagrids Blick. Anschließend kletterte sie vorsichtig ins Boot, während Fang schon schwanzwedelnd auf sie wartete.
Gemeinsam mit Hagrid fuhr sie gemächlich über den großen schwarzen See und sah das erste Mal in ihrem Leben Hogwarts.

Als das kleine Boot am Ufer ankam und die drei Gefährten ausgestiegen waren, bemerkte Rerafina eine große Anzahl von Kutschen die vom Schloss wegfuhren.
Das mussten die Kutschen sein, die die anderen Schüler in die Sommerferien brachten. Traurig dachte sie daran, wie schön es wäre jetzt ebenfalls mit ihren Klassenkameraden in die Sommerferien zu fahren. Doch anstatt das Schuljahr zu beenden, begann erst ihre Ferienkurs.
„Kommst du?“, fragte Hagrid, der bemerkt hatte, dass sie stehen geblieben war und folgte ihrem Blick. „Du wirst auch eine tolle Zeit haben in Hogwarts, das verspreche ich dir.“
Rerafina blickte zu ihm und lächelte traurig. Hagrid schien gespürt zu haben, dass sie der Anblick der wegfahrenden Schüler betrübt hatte. Tröstend legte ihr eine seiner riesigen Hände auf die Schultern.
Zusammen gingen die Beiden vom Ufer des Sees in Richtung des großen Tors. Rerafinas Herz schlug wie wild, als sie das Ausmaß des riesigen Schlosses in sich aufsog. Schließlich verflog die Traurigkeit und die Aufregung über die nächsten Wochen brachten sie wieder zum Lächeln.

Am Tor angekommen, verabschiedete sich Hagrid von ihr. Er wolle sich noch von Freunden aus der Schule verabschieden und müsse deshalb schnell wieder zurück zum Bahnhof. Er winkte ihr nochmal, drehte sich dann gemeinsam mit Fang um und lies sie alleine stehen.
Rerafina presste ihr Buch wieder an sich. Zögernd lief sie in die leere Eingangshalle. Man hatte ihr bereits gesagt, dass die Schüler weg sein würden, wenn sie ankäme und das Schloss deshalb bis auf die Lehrkräfte leer. Sie sah ihre Koffer in der Mitte der Eingangshalle stehen. Eilig lief sie auf diese zu. In diesem Moment hörte sie Schritte und sah eine große schlanke Frau auf sich zuschreiten. Sie hatte ihre Haare in einen strengen Knoten gebunden. Die Lehrerin trug einen langen schwarzen Umhang und eine Brille. Streng blickte sie auf Rerafina herab, doch beim Anblick des aufgeregten kleinen Gesichts wurde ihr Blick weicher.
„Willkommen in Hogwarts, ich hoffe Sie haben gut hergefunden.“
Rerafina nickte lächelnd und sagte „Ja Mrs., das habe ich.“
„Ich bin Professor McGonagall, ich werde Sie in Verwandlung unterrichten. Aber vor dem Essen beziehen Sie am besten erstmal ihr Zimmer. Sie gehen die Treppe runter und treffen dort auf Professor Flitwick der Ihnen ihr Quartiert zeigt. Anschließend kommen Sie wieder in die große Halle, das ist hier durch die Flügeltüren und wir werden Ihnen alles Weitere erklären.“
Wieder nickte das Mädchen. Sie sah zu wie Professor McGonagall sich umdrehte und wieder davonlief. Unschlüssig blickte sie auf ihre Koffer und wollte diese gerade hochheben, als diese sich erhoben. Ein paar handbreit über dem Boden begannen die Koffer vor ihr zu schwebten. Sie blinzelte und machte einen Schritt in die ihr genannte Richtung, während die Koffer ihr folgten. Lächelnd lief sie voller Vorfreude auf die Treppe zu. Prompt wurde Rerafina beinahe von einem blonden Jungen umgerannt der die Treppe hinaufgestürmt kam und keuchend vor ihr stehen blieb.

Er war ein klein wenig größer als sie und hatte die weißblonden Haare seltsam nach hinten frisiert. Sein Atem ging schnell, anscheinend war er gerannt. Rerafina entspannte sich etwas und trat lächelnd zur Seite um ihn vorbei zu lassen. „Beeil dich, sonst verpasst du noch den Zug“, sagte sie. Überrascht blickte sie auf als ein weiterer Lehrer auf den Jungen zu stürmte.
Rerafina musterte den Lehrer nochmal, trat dann allerdings Eilens weiter auf die Treppe zu. Sie drehte sich nochmal zu dem Jungen um und dann verschwand er aus ihrem Blickfeld. Mit klopfendem Herzen folgte sie der Anweisung von Professor McGonagall. Nervös lief Rerafina den Gang weiter entlang. Plötzlich schwang eine Tür auf und ein kleiner Mann mit weisen Haaren trat lächelnd vor sie. Er war fast genauso klein wie sie. Strahlend begrüßte er sie: „Willkommen auf Hogwarts. Ich hoffe Sie hatten eine angenehme Reise und freuen sich auf Ihren Sommerkurs, Miss Grindelwald?“
Rerafina blickte ihn mit ihren leuchtenden grünen Augen an und nickte lächelnd: „Ja Professor, ich kann es kaum erwarten.“
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