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Hira

von Kitana02
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Kakashi Hatake OC (Own Character) Yamato (Tenzo)
20.04.2021
14.01.2022
32
206.754
14
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.07.2021 5.374
 
So ihr Lieben,
nun geht es weiter. Gespickt mit einigen Feinheiten, lässt euch das Kapitel erahnen, dass es bald zum Finale geht. Es folgen aber noch der ein oder andere Filler und das ein oder andere Kapitel zur Hauptgeschichte. Ich bin gespannt auf euer Feedback.
Vielen Dank meinem Lieben Kommischreiber für die fleißige Resonanz. :*

17.

Von weit entfernt konnte ich Hikari und Kakashi diskutieren hören, die Stimmen von Tenzou und dem Mann, den ich nicht kannte, gesellten sich dazu, ich schaffte es aber nicht meine Augen zu öffnen, um mich dem zu stellen.
„War das wirklich notwendig Senpai?...Ich kann ja verstehen..“ Er wurde durch das wütende Knurren meines Bruders unterbrochen.
„Gar nichts verstehst du, keiner von euch...“ Ich hörte das Zischen der anderen, jeder war sich im klaren darüber, wenn Kakashi so drauf war, würde man mit ihm nicht reden können. Es kam äußerst selten vor, zumindest Früher, doch die Stimmung, die er derzeit an den Tag legte, schien von solchen Ausbrüchen gespickt zu sein. Sein müdes Seufzen erklang: „Tut mir leid.. das war nicht so gemeint... Ich weiß, wie schwer es auch für dich war Tenzou. Sie gehen zu lassen, hat dir das Herz gebrochen... wenn es einer versteht, dann du...“
Himmel, warum war ich so unfähig mich zu bewegen, ich hatte so viele Fragen und wollte wissen, was das alles zu bedeuten hatte. Ich war nur so unendlich müde, bekam von dem Gespräch kaum etwas mit, nur mir zusammenhangslos erscheinende Fetzen.
„Kakashi, vielleicht solltest du dich etwas hinlegen, du siehst aus, als hättest du auf deiner letzten Mission kaum Schlaf gefunden und sie war mit Sicherheit anstrengend.“ Das tiefe Brummen des bärtigen Shinobi, dessen Name ich nicht kannte, hatte eine beruhigende, besonnene Wirkung, wie ich fand. Mein Bruder reagierte, ließ sich von ihm dazu bringen, denn das Rascheln seiner Kleidung zeugte davon: „ Du hast vielleicht recht...entschuldigt mich..“ Er ging? Ohne ein weiteres Wort?
„Er sollte sich erst mal bei ihr entschuldigen..“ Noch immer klang Tenzou zornig.
„Tenzou bitte, lass ihn...“ Hikari versuchte einzulenken: „ Du solltest mit am besten wissen, wie er unter allem leidet... Ich gehe davon aus, dass er selber weiß, was für ein Unsinn er von sich gegeben hat..“
„Manchmal würde ich ihn gern schütteln...“ resignierend, ließ sich Tenzou auf einen Stuhl neben mir sinken, wenn ich das richtig wahrnahm. „Das geht uns wohl allen hin und wieder so..“ ein Lachen ging durch die Runde, dann verlor ich den Faden, konnte mich nicht mehr länger wach halten.

Mühsam öffnete ich meine Lider. Hikari saß neben mir an meinem Bett und lächelte erfreut, als sie bemerkte, dass ich erwacht war.
„Wie geht es dir?“ der besorgte Ausdruck auf ihrem Gesicht, machte mir deutlich, dass ich den Anderen wohl einen Schreck eingejagt hatte und doch nicht so unwillkommen war, wie es mir gestern vorkam.
„Tut mir leid, dass ich euch Umstände gemacht habe... Wo ist Kakashi?“ Ich klang nur halb so kräftig, wie ich es gern gehabt hätte. Zu meiner Verwunderung seufzte Hikari tief, ließ die Schultern hängen, bevor sie ansetzte.
„Er ist neben an, schläft endlich etwas und ich muss ehrlich sagen, nach gestern habe ich mich nicht getraut ihn zu wecken...“ Ich schluckte, er war wütend gewesen, unbeherrscht, alles wirkte verändert, er wirkte verändert. Doch wie sollte er auch nicht? Sein Auge war blind und wer wusste schon, ob er nicht dauerhaft Schmerzen ertragen musste durch das Sigel, welches man ihm verpasst hatte.
„Hira, ich möchte mich entschuldigen...bestimmt weiß er, dass es nicht richtig war, was er gesagt hat und ich lege die Hand dafür ins Feuer, dass er dich nicht verletzen wollte...“
Wir fuhren erschrocken zusammen, als plötzlich Kakashis Stimme erklang, leise, noch immer müde: „ Das wollte ich auch nicht...aber ich habe es...“ Er machte ein Schritt auf mich zu, vermied es jedoch mich direkt anzusehen.
„Nein, du hast die Wahrheit gesagt...Wie konnte ich auch nur annehmen, dass es euch gut ging, die letzten Jahre....Wie konnte ich davon ausgehen, dass man dir nichts antun würde... Und wie konnte ich nach all den Jahren einfach hier auftauchen und glauben, ich würde dir damit nicht noch mehr schmerzen zufügen...Du hattest recht mit dem, was du gesagt hast...“ Ich begann zu zittern: „ Kakashi, die letzten Jahre hat mich nur der Gedanke am Leben gehalten, dass ich euch dieses Mal helfen konnte, dann sehe ich euch und es ist alles anders ..“ Verzweifelt griff ich mir in die Haare, zog meine Beine an und schluchzte. Die Matratze neben mir senkte sich, die großen schützenden Hände meines Bruders fuhren über meinen Rücken und er drückte mich zaghaft gegen seine Brust.
„Wie solltest du das wissen? Ich mag mir nicht ausmalen, was er dir angetan hat und ich wage zu bezweifeln, dass er dich einfach so frei lässt... Hira, wie soll die Zukunft aussehen?“ Seine Stimme klang schwach, der Schmerz in ihr greifbar. Er hielt mich, ließ mich weinen, während ich seine Wärme spürte, seinen beruhigenden Duft genoss und mich fallen ließ. Meine Dämme brachen und die vergangenen 8 Jahre flossen in großen breiten Strömen aus meinen Augen, direkt von der Seele kommend und rissen alles mit, was sich angestaut hatte. Für den Moment vergaß ich meinen Bruder, seinen Schmerz, sein Auge, sein Kummer. Ich musste erst einmal meinen Ballast loswerden, damit ich ihn stützen konnte und das würde ich nun tun.
Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, sah ich zu ihm auf, fuhr mit meinen Fingern zärtlich zu seinem Auge und bat ihn es zu öffnen. Widerwillig kam er meiner Bitte nach und ich erschrak, schon gestern hatte ich gesehen wie trüb es war, doch so milchig, wie es mir nun erschien, schockte es mich noch einmal.
„Einer der Ärzte im Krankenhaus meinte, sie können mir nicht versprechen, dass es noch vital ist wenn die Ältesten mein Chakra aktivieren und meine Hoffnung, dass ich es behalten werde schwindet...“ Ich schnappte nach Luft, schloss meinen Mund aber wieder ohne, dass ich etwas sagen konnte.
„Hira, er hat starke Schmerzen durch das Auge... Immer wieder Fieberschübe, sein Körper wehrt sich dagegen... wenn es nicht wieder mit Chakra versorgt wird...“ Kakashi drehte sein Kopf zu Hikari, er lächelte, doch auch sein eigenes Auge wirkte trüber als es sein sollte.
„Es ist schon gut Hiakri, mach dir keine Sorgen...“nur kurz berührte er ihre Hand, sah dann wieder zu mir, erkannte in meinem Blick die Sorge die ich hatte.
„Dir ist es aufgefallen....Auch mein anderes Auge ist betroffen, der Prozess schreitet voran, meine Sehschwäche kann ich, momentan noch, mit meinen Sinnen und Fähigkeiten kompensieren, doch wenn es so weiter geht, werde ich bald nicht mehr in der Lage sein auf Missionen zu gehen..Ich wäre eine Gefahr für mein Team...Und bevor du fragst, ein medizinisches Gutachten ist bereits eingereicht worden...der Ältestenrat wird dennoch an ihrer Strafe festhalten, koste es was es wolle.“
Seine Lider schlossen sich, er lehnte sich vor und vergrub sei Kopf an meiner Schulter. Meine Arme umschlossen ihn und obwohl die Situation furchtbar surreal wirkte, wusste ich, dass es die harte Realität war.
„Es muss doch eine Möglichkeit geben Kakashi...Was sagt denn der Hokage?“ Ein abschätzend klingender Laut entfuhr ihm: „Hira, mein Auge ist nicht wichtig.. wir brauchen ein Plan, wie wir dich da heraus holen...sonst war das Opfer umsonst...“  
Plötzlich, völlig unerwartet schob er mich von sich.
„Ich hab eine Idee...“ er strahlte, Blickte zwischen Hikari und mir hin und her: „ Ich hab eine Idee, eine völlig verrückte Idee aber eine Idee..“ er lachte, küsste Hiakri und war eine Sekunde später verschwunden.
„Was zum Henker ist in den gefahren?“ Verwirrt starrte ich Hikari an, die nicht mindert irritiert aussah.
„Ich glaube so etwas nennt man einen Geistesblitz..“ kurz grinste sie breit und schüttelte den Kopf: „ Nun gut, wir warten bis er zurück kommt....Da wäre noch jemand, der gern mit dir sprechen würde... Ist das Ok? Ich mach uns in der Zeit etwas zum essen..“ Nickend, fragte ich mich, wer da noch mit mir sprechen wollte und staunte, als sich Tenzou durch die Tür schob.  
„Hey...“ irgendwie wirkte er schüchtern, verlegen auf mich und das brachte mich zum schmunzeln.
Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf, kam dann näher: „ Darf ich mich zu dir setzen?“
Peinlich berührt stieg mir die Röte ins Gesicht, ich dachte einfach nicht darüber nach, wie ich im Moment wohl aussehen musste. Meine Haare hatte noch immer die störrische Angewohnheit in alle Richtungen abzustehen, wenn ich sie nicht bändigte und heute Morgen war ich noch nicht bis ins Badezimmer vorgedrungen.
„Natürlich, warum nicht?“ Schweigend starrten wir auf unsere Hände, auch Tenzou war ein gewisser rötlicher Schimmer anzusehen und aus welchem Grund auch immer, machte mich das glücklich. Mein Herz schlug schneller, mir wurde bewusst, wie sehr ich diese selbstverständlich wirkende Vertrautheit zwischen ihm und mir vermisst hatte. Er war schon vor vielen Jahren eine beständige Konstante in meinem Leben gewesen, mehr noch, seine sanfte Art brachte mich dazu zärtliche Gefühle für ihn zu entwickeln. Damals hätte ich mich nie getraut etwas in dieser Richtung zu erwähnen, nur so wie er sich jetzt zeigte konnte es tatsächlich sein, dass er ähnlich empfand.
„Ich..hab dich auch sehr vermisst Hira..“ er spielte nervös mit seinen Fingern, was mir Zeit verschaffte ihn genauer zu mustern. Er war erwachsener geworden, wirkte männlicher und auch sein Geruch war mir nach alle den Jahren so vertraut, dass ich mich am liebsten an ihn gelehnt hätte. Es zeigte mir, dass ich hierher gehörte und wie sehr meine Abwesenheit jeden einzelnen verletzt hatte.
„Darf ich dir sagen, dass du sehr schön aussiehst...?“ ich prustete los, er fand mich schön? Nach dem Aufstehen? Doch schon in der nächsten Sekunde erkannte ich die Ernsthaftigkeit in seinen Augen und wusste, dass es der verzweifelte Versuch gewesen war, mir ein Kompliment zu machen, mir zu verdeutlichen, was er für mich empfand.
„Entschuldige, ich habe nur gerade daran denken müssen, wie meine Haare wohl aussehen und dass ich wahrscheinlich im Erdboden versinken wollte, wenn ich sie sehen würde.“ Ich senkte mein Blick, spürte dann seine Finger, die mir zärtlich eine Strähne hinter mein Ohr strichen. Diese warmen Finger hinterließen ein kribbelndes Gefühl, sendeten eine unglaubliche Wärme in mein Innerstes und wie die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ließ es mich aufleben.
Sanft ergriff ich seine Hand, als er sie zurück ziehen wollte: „Nein bitte...“ ich legte sie mir wieder an die Wange, lange fühlte ich nicht mehr diese Geborgenheit, weshalb ich einige Sekunden meine Augen schloss, es fühlte sich so vertraut an: „ Ich habe dich, euch auch so sehr vermisst...Und es bricht mir das Herz, dass ich nicht viel Zeit habe...Auf der anderen Seite macht es mich mutig...“ meine Hand glitt zu seinem Gesicht. Er war neben meinem Bruder so ziemlich der einzige Mann, dem ich vertraute und das schon so lange, wenn ich darüber nach dachte. Die Zeit, die wir gemeinsam in dem Gefängnis verbracht hatten, war unheimlich intensiv und mir präsent, als wäre es gestern gewesen. Ich strich ihm über die Wange, hielt seinen Blick gefangen und spürte nichts als Zuneigung. Lächelnd sank meine Hand wieder, ich schüttelte den Kopf uns sah ihn traurig an: „ Was mach ich hier? Ich werde dir weh tun, ich werde in zwei Tagen wieder verschwinden, dir und Kakashi das Herz aus der Brust reißen...und dennoch wünsche ich mir euch zu berühren, das ist nicht fair..“ Meine Finger krallten sich erneut in meine Bettdecke, warum konnte ich mit dem Gefühl abgelehnt zu werden gestern, besser umgehen, als mit der Liebe und der Hoffnung, die mir heute entgegen gebracht wurde. Ich verstand, dass die Lehren von Danzou absolut nichts bewirkt hatten in mir, sobald ich sie alle wieder sah, rissen die Emotionen alle Mauern nieder, die ich aufgebaut hatte. Ich war tatsächlich ein Hoffnungsloser Fall. Schmunzelnd machte mich die Erkenntnis beinahe ein bisschen glücklich, ich war nicht das emotionslose Monster geworden, was man aus mir machen wollte, lediglich meine Wut hatte ich besser im Griff, ein Vorteil, der mir hoffentlich den Umgang mit Kakashi erleichtern würde.
Der Mann vor mir war erbleicht: „ Zwei Tage? Warum nur zwei Tage..“ Ich sank ein wenig zusammen: „ Weil Danzou mir nur gestattete mich zu vergewissern, dass es euch gut geht.. er meinte, es würde mir vielleicht dabei helfen mich auf das wesentliche zu besinnen. Doch nach dem, was ich gestern gesehen habe, denke ich, dass er mir nur zeigen wollte, wie unheimlich überflüssig ich bin. Kakashi beißt sich durch, irgendwie und irgendwie auch nicht... durch meinen Besuch wird nichts besser für euch, alles nur noch schlimmer.“ Zornig packte Tenzou mich bei den Schultern.
„Hira, keiner von uns hat all die Jahre daran zu glauben gewagt, dich wieder zu sehen und plötzlich stehst du vor uns. Natürlich kann gerade Kakashi nicht da weiter machen, wo ihr aufgehört habt, nicht in seiner physischen Verfassung und schon gar nicht, mit dem emotionalen Ballast, den er mit sich herum trägt. Ich bin genauso verwirrt, ich bin wütend auf dich, auf ihn, auf mich. Du hast uns die Chance genommen dir weiterhin helfen zu können, du bist gegangen und hast uns keine Wahl gelassen. Kakashi wäre bis zum bitteren Ende an deiner Seite geblieben und ich auch. Das Gefühl, dich aufgeben zu müssen, keine Möglichkeit zu haben dir zu Helfen, es hat uns alle zermürbt..“ Verzweifelt ließ er sich zurück sinken: „ Ich bin so wütend Hira, ich wollte dich schützen...nicht nur für Kakashi, sondern weil du mir so unendlich viel bedeutest...Und nun bist du da, wunderschön, eine Frau und ich sage dir hier und jetzt nur dieses einmal , dass ich es nicht ertrage, wenn du wieder gehst...Ich glaube nicht, dass Danzou damit rechnet, doch niemand von uns wird dich wieder gehen lassen, wirklich niemand...“ Ich stoppte seinen Ausbruch, in dem ich meinen ganzen Mut zusammen nahm, einem Impuls folgend, meine Lippen auf seine legte.
Und was soll ich sagen, es fühlte sich großartig an, es war spontan, überwältigend und einfach wundervoll. Noch besser wurde es, als Tenzou seine Hand wieder an meine Wange legte, den Kuss mit einer sanften Sehnsucht erwiderte und ich alleine durch diese Berührung verstand, was er all die Zeit durchgemacht hatte.
Mir rannen die Tränen, sie trafen seine Finger, weshalb er sich erschrocken löste und mich fragend musterte: „ Hab ich etwas falsch gemacht?“ Ich lachte, heulte und fluchte gleichzeitig.
„Nein, bei Kami nein, da war nichts falsch dran. Es war wunderschön...Ich bin nur so egoistisch, ich hatte mir geschworen nicht mehr so egoistisch zu sein....Tenzou bitte helft mir, ich habe Angst, ich will nicht dahin zurück, ich will nicht weg von euch...Verdammt ich habe solche Angst...Ich hatte gehofft es wird leichter, wenn ich euch noch mal gesehen habe, doch kaum wart ihr da, war es, als hätte es die letzten 8 Jahre nicht gegeben...“
Schützend legten sich seine Arme um mich: „ Nichts daran ist egoistisch Hira, wir finden einen Weg.. was soll ich sagen, wie ich deinen Bruder kenne hat er bereits eine Strategie...“
Plötzlich räusperte es sich hinter uns: „ Die habe ich bereits...“ belustigt starrte er uns beide an, wir waren schuldbewusst auseinander gerutscht und hatten unsere Köpfe reuevoll gesenkt.
„Ich lass euch gern noch einige Momente, kommt ins Wohnzimmer, wenn ihr soweit seid...Ach, Tenzou, denk daran, das ist meine Schwester..“ Genauso schnell, wie er erschienen war, entfernte er sich wieder, betonte streng den letzten Teil und lachte kehlig, als Tenzou zusammen zuckte. Bei Kami, wie ich dieses Lachen die letzten Jahre vermisst hatte.
„Meinst du, er hat was gesehen?“ Kleinlaut, fragend sah Tenzou mich an und ich grinste fies: „ Ja, er hat alles gesehen und er wird dir den Kopf abreißen, fürchte ich..“ Meine Hände legte sich an seine Wangen: „ Danke, dass du, genau wie er, mich nicht aufgibst... Ich kann eure Wut, verstehen. Bitte glaube mir, es geschah in dem Gedanken, euch schützen zu können...Ein Mal in meinem Leben wollte ich etwas für euch tun...“ Seufzend lehnte er sich ein bisschen vor: „ Hira, genau das macht uns doch so wütend... Du wolltest das alleine auf dich nehmen, du bist aber nicht alleine, das warst du nie, auch wenn sich das hin und wieder für dich so angefühlt haben musste. Kakashi hat alles dafür getan, dich niemals wirklich alleine zu lassen. Hira er hat so unendlich gelitten bei dem Gedanken, dich zurück gelassen zu haben.“ Er rieb sich die Stirn, sein Gesicht verzog sich zu einer undefinierbaren Fratze: „ Ich...Wir.. hatten einen Streit. Ich habe ihm schlimme Vorwürfe gemacht...Obwohl ich gesehen habe, wie schlecht es ihm damals ging. Keiner von uns beiden hat es ertragen können. Hikari kümmerte sich um ihn, bis er sich erholt hatte und wir endlich ein klärendes Gespräch führen konnten. Danach war nichts wie vorher. Er denkt ich würde kein Vertrauen mehr in ihn hegen, hat sich distanziert, redet kaum mit mir.Es erscheint mir eher so, als hätte ich sein Vertrauen in mich zerstört... Ich war ein Idiot, ich bin noch immer einer...“ Ich lachte leise: „ Aber ein besonders liebenswerter Idiot...“ Behutsam strich ich ihm über den Kopf, grinste, als er sich einige Sekunden meinen Streicheleinheiten hingab, bevor ich ihn dann doch leicht besorgt musterte. Er wirkte genauso müde, wie mein Bruder, die dunklen Ringe unter seinen Augen zeugten von den Sorgen, die auch ihn die letzten Monate verfolgt haben mussten. Mein Herz durchfuhr ein schmerzhafter Stich, die Menschen die mir am meisten bedeuteten litten auf Grund meiner egoistischen Entscheidung zu Danzou zu gehen und mich dieser Therapie zu unterziehen. Ich kam mir so lächerlich vor. Auf der anderen Seite welche Wahl hatte ich gehabt. Mein Chakra hatte mich zerfressen, es hätte mich zerstört ohne die Therapie und auch wenn ich es derzeit noch nicht kontrollieren konnte, hatte mein Körper einen Abwehrmechanismus entwickelt, zumindest in dem Punkt war es ein Erfolg. Meine Gefühle für meinen Bruder hatten sich stabilisiert, der drängende Hass gewichen, die Stimme in meinem Inneren, die mir befohlen hatte ihn zu töten, war verstummt und ich hoffte sie nie wieder hören zu müssen.  
„Es tut mir alles so leid...“ ich kniete mich ins Bett, umarmte seinen Kopf und hielt ihn, während er sich erst kurz anspannte, es dann allerdings zu genießen schien.
„Das braucht es nicht..“ Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen entfernte er sich etwas von mir. Hoffnung blitzte in seinen Augen auf, Enthusiasmus, der prompt auf mich abfärbte.
„Komm wir hören uns mal an, was sich Kakashi-Senpai in seinem genialen Kopf zusammen gebastelt hat.“ Grinsend ergriff ich die mir gereichte Hand, kleine Stromschläge durchfuhren mich und einige Augenblicke lang wünschte ich mir, er würde meine Hand nie wieder loslassen. Jede scheinbar beiläufige, unschuldige Berührung entflammte in mir eine Sehnsucht, die ich so nie gespürt hatte, Liebe durchflutete mich. Liebe zu der ich vor dieser Therapie nicht im Stande gewesen war. Ich fühlte mich befreit, der Druck aus meinem Inneren war verschwunden und es befähigte mich dazu, meine Gefühle auch anderen zu zeigen. Ein letztes Mal hielt ich inne, zog, als sich Tenzou zu mir herum drehte, sanft an seinem Kragen und stahl mir ein erneuten Kuss. Grinsend schüttelte ich den Kopf: „ Entschuldige, ich wollte nur wissen ob das real war..“ Zur Betätigung lehnte er sich vor, berührte meine Lippen mit seinen, während seine Hände sich an meinen Kopf legten und mich zärtlich hielten.

Im Wohnzimmer angekommen sahen wir beide uns besorgt an. Kakashi hatte seinen Kopf nach hinten auf die Lehen der Couch abgelegt, die Augen geschlossen und Hikari strich ihm über die verschwitzte Stirn. Er wirkte blasser als heute Morgen, während ich nicht verstand, was dieses Bild zu bedeuten hatte, seufzte Tenzou neben mir.
„Ist es schlimmer geworden?“ Die Frau wollte nicken, wurde aber durch ein leises Knurren aus der Kehle meines Bruders unterbrochen. Auf die Frage hin, hatte er die Augen geöffnet, gab einen missmutigen Laut von sich, bevor er sich etwas aufraffte: „ Geht schon, nur Kopfschmerzen..“ Hikari schnaubt: „ Genau, nur Kopfschmerzen... Ich mach uns einen Tee...“ Kurz sah ich Tenzou in die Augen, bevor ich meine Hand aus seiner löste und ihr in die Küche folgte. Sie wischte sich über die Augen, als sie mich bemerkte, wischte die Tränen hinfort. Kläglich versuchte sie sich an einem Lächeln, doch ich erkannte die Lage, die Sorge um Kakashi zerfraß sie.
„Hikari, sprich mit mir....“ vorsichtig näherte ich mich ihr, legte eine Hand auf ihre Schulter, ein wenig bedenken machten sich breit, dass sie vielleicht gerade mit mir nicht reden mochte.
„Ich ertrag es nicht mehr ihn so zu sehen. Es ist furchtbar, aber ich glaube ihm wäre geholfen, wenn man ihm das Auge entfernen würde.“ Erschrocken wich ich zurück.
„Ist das dein Ernst?“ Sein Auge, bedeutete ihm so viel, er hatte versprochen darauf zu achten und nun wollte man es ihm einfach so nehmen. Würde mein Bruder diesen Verlust ertragen können? Ich wollte ihm das nicht zumuten, es war bei Kami einfach nicht fair.
„Hira, er hat Tag und Nacht Schmerzen, weshalb er kaum schlafen kann. Nach jeder körperlichen Belastung, seinen Missionen, ist er tagelang Krank, hat hohes Fieber und extreme Kopfschmerzen. Wie soll es weiter gehen..? Wir haben Cortison Therapien versucht, doch die Ärzte sagen, wenn es nicht wieder mit Chakra versorgt wird, stirbt es ab....Das Auge vergiftet ihn Stück für Stück, wenn wir nichts machen, wird er daran sterben...“
Zornig ballte ich die Fäuste, wie konnte der Ältesten Rat dem beiwohnen? Wieso tat man ihm das an? Wieso? Wieso?Wieso? Es wollte nicht in meinen Schädel. Im Grunde hatte ich die Oberhäupter Konohas immer für friedlich, gütig gehalten. Mir wurde bewusst, dass ich da meiner Naivität erlegen war, ich hatte neben den vielen kleinen Sticheleien aus der Bevölkerung, zumindest vom Hokage viel erwartet. Es enttäuschte mich maßlos.
„Bitte, verliere noch nicht den Mut Hikari... Wir werden ein Weg finden..Ich weiß nicht, ob es für Kakashi nicht furchtbarer wäre, sein Auge zu verlieren, als die Schmerzen zu ertragen.“ Ich bemühte mich Zuversicht auszustrahlen, war mir aber nicht ganz sicher ob es gelang, schließlich hatte ich noch keinen definitiven Plan und mein Bruder sah wirklich nicht gut aus. Wir mussten ihm irgendwie den Rückenfreihalten, damit er sich ausruhen konnte, der Krankheitsprozess nicht voran schritt und wir eine Lösung finden konnten, sein Auge zu erhalten.
„Hira ich habe Angst ihn zu verlieren...“ leise weinend gab sie die Worte von sich, weshalb ich sie in die Arme schloss und sie einige Minuten einfach nur hielt.
Irgendwann hatte sie sich beruhigt, wir schnappten uns die Teetassen, um zu den Männern zurück zu kehren.

Kakashi nahm die ihm entgegen gestreckte Tasse dankend entgegen, trank einige Schlucke, bevor er sich dazu durchrang einfach zu beginnen.
„Ich war mit meiner Idee vorhin bei Hokage-Sama und sie hat meiner Bitte, beziehungsweise meinem Vorschlag zugestimmt.“ Er sah in die Runde und ich hielt die Spannung kaum aus.
„Tenzou, ich möchte, dass du mir erst zuhörst, bevor du mir wütend an die Gurgel gehst ok?“ Der Angesprochene stöhnte genervt, weshalb ich nach seiner Hand griff und mich neben ihn setzte. Ich vertraute Kakashi und eigentlich gab es eine Zeit, in der Tenzou ihm eben so blind tat, doch dieses Gegenseitige Vertrauen schien tatsächlich nicht mehr gegeben.. Lag es daran, dass Kakashi mich zurück gelassen hatte? Oder einfach daran, dass Tenzou Gefühle für mich entwickelte? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein einfacher Streit die beiden so entzweit haben könnte, vielleicht mochte ich mir das auch einfach nur nicht ausmalen.
Er drückte meine Hand sanft, strahlte leise vor sich hin, schien beruhigt, weshalb wir uns wieder auf meinen Bruder konzentrierten.
„ Hira, du wirst als Spion zu Danzou zurückkehren... wir werden dir alle Möglichkeiten offenbaren, die du haben wirst, mit uns in Kontakt zu treten und zu bleiben. Solltest du dich über einen Bestimmten, von uns definierten Zeitraum, nicht melden, treten wir in Aktion und holen dich da raus. Das ist deine Rückversicherung. Deine Aufgabe wird es sein, uns über die Forschungsergebnisse im Bereich der Genmodulation auf dem laufenden zu halten. Die Pläne, die Danzou damit verfolgt.“ Mein Bruder rieb sich die Stirn, ein leichter Schweißfilm bedeckte seine Haut und meine Augenbrauen wanderten nach oben. Sein Zustand war alles andere als gut, seine Ausführungen waren knapp, nicht so Detailliert, wie man es gewohnt war, ich verstand die Sorge von Hikari und entschlossen wollte ich mich zu Wort melden. Tenzou kam mir zu vor: „ Du willst sie wirklich dieser Gefahr aussetzen? Sie ist nicht wie du Kakashi. Was, wenn sie ihr die Dinge antun, die sie Hiakri angetan haben..“ Kakashi biss heftig auf die Zähne, die Wut, die aus seinen Augen sprach richtete sich nicht gegen Tenzou sondern gegen die Situation, nein gegen sich selbst. Verstört musterte ich ihn weiterhin, verstand nun gar nichts mehr.
„Was.. Was wurde Hikari angetan...“ Alarmiert schaltete ich mich nun doch ein, verwarf allerdings, mit meiner Idee aufzuwarten. Ich sah von einem zum andern, doch keiner der Beiden schien eine Antwort geben zu wollen.
„Ich wurde vergewaltigt Hira....“ Augenblicklich verlor Kakashi an Farbe, eine Hand legte sich auf seinen Magen. Was war hier los? Hikari sah Kakashi nicht an, untypisch für die sonst so hilfsbereite Frau, die meinen Bruder so zärtlich umsorgte.
„Beruhig dich Kakashi, das mit dir.... Es ist und war anders.“ Leise richtete sie die Worte an ihn, sein Atmung hatte sich beschleunigt, er wirkte, als hätte man ihn an ein schlimmes Trauma erinnert und sein ohnehin miserabler Zustand verschlechterte sich sichtlich.
„Was hat Kakashi ..er hat doch nicht..?“ Meine Frage brachte das Fass bei ihm zum überlaufen, ruckartig stand mein Bruder auf, verschwand beinahe hektisch im Badezimmer, er war bleich, Kreidebleich und Hiakri seufzte. Unwissentlich hatte ich den Nagel auf den Kopf getroffen. Mein Bruder hatte sich an Hikari vergangen, doch seiner Reaktion nach zu urteilen, geschah das alles nicht, weil er sich etwas einfach nehmen wollte. Ich wurde in meiner Annahme bestätigt, als Hikari zu einer Erklärung ansetzte.
„Er wurde gezwungen Hira, einer der großartigen Dinge, die uns unter Danzou widerfahren sind. Im Gegensatz zu den anderen, hat es Danzou, bei ihm, einiges an Überzeugungsarbeit gekostet. Sie haben ihm Schmerzen zugefügt, Drogen eingeflößt, ihm Schlaf, Wasser und Nahrung entzogen, doch egal was sie gemacht haben, er hat mich nicht angefasst. Erst als man drohte mich zu töten und mir das Messer an die Kehle drückte, gab es keine Wahl mehr.“ Ein zynischer Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht: „ Wir kannten uns zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich gut, verstanden uns, ich hatte mich in ihn verliebt. Das war auch der Grund, weshalb mein Vater es wohl für angebracht hielt, ihm und mir eine Lektion zu erteilen, allerdings bewirkte er damit das Gegenteil. Hira, er war unglaublich zärtlich in Anbetracht des gesamt Kontextes. Man hatte ihm Medikamente verabreicht, sie sollten ihn stimulieren, lösten bei ihm aber schwere Halluzinationen aus. Er realisierte erst, dass es wirklich geschehen war, als er über mir erwachte...“ wir schwiegen, die Erzählungen reichten, um mir einen groben Überblick zu verschaffen und Kakashi ließ auf sich warten.
„Vielleicht sollten wir mal nach ihm...“ Tenzou erhob sich, während er seinen Gedanken laut äußerte, wurde dann aber unterbrochen, bevor er ihn beenden konnte.
„Nicht nötig...“ Kakashi ging vor seiner Freundin in die Knie, legte sein Kopf auf ihren Schoß und flüsterte reuevoll: „Es tut mir so leid...“ sein Körper zitterte und ich zog geräuschvoll die Luft ein.
Hikari strich ihm über die Haare: „ Mir nicht... nicht eine Sekunde habe ich mich in dir getäuscht. So extrem diese Erfahrung auch war Kakashi, sie hat auch bewiesen, was für ein Mensch du bist...“
Ich hatte ja geahnt, dass die beiden ein gemeinsames Erlebnis verbannt, weshalb sie unheimlich vertraut miteinander umgehen konnten, doch das. Mitfühlend musterte ich meinen Bruder, welcher noch immer krampfhaft um Fassung rang, bis schlussendlich seine Muskulatur einige Sekunden nach gab. Schlaff verharrte er, die Finger an seinem Kopf strichen weiterhin liebevoll durch die grauen Haare, bis er sich soweit erholt hatte, dass wieder Leben in ihn kam.
Mühevoll, leicht ächzend stemmte er sich hoch, ließ sich neben Hikari sinken und rieb sich wiederholt die Stirn.
„Ich werde dir einige Verhaltensmuster erklären, die verhindern, dass du in eine solche Situation gerätst. Es zählt nicht zu Danzous bevorzugten Dingen sexuelle Bindungen zu fördern. Was Hikari damals zugestoßen ist, steht auf einem anderen Papier...“
„Kakashi, was erhoffst du dir damit zu erreichen? Ich verstehe noch nicht ganz, wie ihr das helfen soll..“ Tenzou lehnte sich vor, blickte seinen Senpai herausfordernd an.
„Ich weiß, dass du das Vertrauen in meine Entscheidungen verloren hast Tenzou, doch ich bitte dich, ich brauche deine Unterstützung dabei. Wir verschaffen ihr erst mal die Möglichkeit nicht mehr isoliert von uns agieren zu müssen. Ich erkläre euch auch gleich, wie das funktioniert. Zu dem, wenn wir über seine Pläne informiert sind, können wir anhand dessen eine Strategie erarbeiten, wie wir sie da heraus bekommen, ohne das Dorf zu gefährden. Ich bin derzeit nicht im Vollbesitz meiner Kräfte, werde also nur bedingt die Möglichkeit haben, Hira zu unterstützen. Ein Grund mehr Tenzou, weshalb ich auf dich angewiesen bin.“ Mein Bruder schloss die Augen, mehr und mehr stieg die Sorge in mir, er kommunizierte seine Schwäche wiederholt offen, was nur bedeuten konnte, dass er wirklich nicht handlungsfähig war. Die Sequenzen an sein gebrochenes Bein kamen mir in den Sinn, selbst damit war er damals gelaufen. Himmel, was war es, dass ihn derartig beeinträchtigte.
„Ich weiß nicht, wie lange ich noch sehen kann oder ich überhaupt in der Lage bin, meinen Aufgaben nachzukommen. Deshalb Tenzou, vertraue ich dir meine Schwester an.“ Wie um seine Aussage zu untermalen, verlor er wieder etwas an Farbe, kleine wässrige Perlen zierten seine Stirn und Hikari stieß einen missmutigen Laut aus.
Nun war es an mir meine Gedanken zu äußern, bisher hatte ich mich zurück gehalten.
„Ich habe eine Bedingung, die erfüllt sein muss, damit ich bei deinem Plan mit mache...“
Ich genoss einige Sekunden den triumphalen Moment, als meinem Bruder die Kinnlade hinunter fiel, er mich schockiert und irritiert ansah. Er blinzelte: „Wie bitte?“
Lachend strich ich mir die Haare zurück: „ Ich erwarte von Hokage-Sama, dass er dir das Siegel entfernen lässt... So lange du es trägst und ich mir um dich sorgen machen muss, werde ich gar nichts der Gleichen tun..“ Tenzou grinste, erahnte sofort, was ich vorhatte und lehnte sich mit einem beipflichtenden Ausdruck im Gesicht zurück.
„Ich werde mich nachher auf den Weg zum Hokage machen, werde ihn darum bitte. Kakashi, hier geht es nicht alleine um mich. Hier geht es um Hikari, um dich und um Tenzou...Ich bin nicht gewillt einen von euch zu verlieren. Und so wie ich Danzou kennengelernt habe, wird er es irgendwann durchschauen, sich denken können, von wem dieser Plan kommt und du bist dem Schutzlos ausgeliefert? Nein, das werde ich nicht akzeptieren.“
Hikari brach sofort in Tränen aus, weshalb Kakashi sanft an ihr Kinn griff und sie zwang ihn anzusehen: „ Ich weiß nicht, ob es in der Hand des Hokage liegt. Aber vielleicht kann sie mit diesen Argumenten etwas erreichen, was vorher unmöglich erschien...“ müde ließ er die Hand sinken, lehnte sich zurück, schien nicht so recht zu wissen, ob er hoffen durfte oder sich, mit dem derzeit unvermeidlich wirkenden, abfinden sollte. Fahrig strich er sich über die Haare, in diesem Moment wirkte es, als hätten er und ich die Rollen getauscht. Ich fühlte mich stark, hatte die Möglichkeit ihn zu beschützen, während er hilflos, kraftlos und schutzlos etwas befolgen musste, was ich mir ausgedacht hatte.
„Hira, ich weiß nicht, was ich sagen soll..“ Kakashi ließ die Schultern hängen, wie automatisch folgte mein Blick der Bewegung und ich kam nicht umhin festzustellen, dass er ein Schatten seiner Selbst war. Es traf mich unendlich, er war schwach und ausgemergelt, man hatte ihm seine gesamte Kraft, seine Zuversicht und sein Leben gestohlen. Unglaubliche Wut durchströmte mich und es verlangte mir einiges ab mich zu beherrschen.
„Du musst gar nichts sagen... Hiakri, ich hätte eine Bitte...würdest du bitte dafür sorgen, dass er sich ausruht... Ich habe nicht viel Zeit, wir besprechen alles weitere später...“ Mein Griff um Tenzous Hand verstärkte sich: „ Würdest du mit mir gehen?“ Ein kurzes glückliches Aufblitzen in den Augen von Tenzou war zu erkennen, es bestärkte mich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mit einem Mal war ich wie elektrisiert, innerhalb kürzester Zeit hatten wir einen Plan, er musste nur noch aufgehen und ich hoffte, vor allem für Kakashi  und Hikari, auf ein gutes Endergebnis.
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