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Hira

von Kitana02
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Kakashi Hatake OC (Own Character) Yamato (Tenzo)
20.04.2021
14.01.2022
32
206.754
14
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.05.2021 7.917
 
Hallo ihr Lieben,
Ich hoffe ihr seid bereit für die nächste Runde.
Dieses Kapitel hat mir einiges abverlangt und trotzdem hoffe ich, dass es euch gefällt.
In den, auf dieses folgenden, Kapiteln nehmen wir wieder etwas Fahrt auf.
Aber lasst euch überraschen und ich hoffe ihr bleibt gespannt.
Vielen Herzlichen Dank für die Kommentare, die Favoriteneinträge und die Sternchen, ich bin happy...nur weiter so :P
liebste Grüße und nun viel Spaß, eure Kitana


9.

Ich war so furchtbar aufgeregt, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Leise vor mich hin murrend drehte und wälzte ich mich hin und her, versuchte nicht an die Schule zu denken und musste es dann erst recht. Himmel, warum hatte ich solche Angst und wo vor? Ich hatte Ori-sensei überstanden, da würden mir doch so ein paar Halbstarke, aus meiner Klasse, oder der Akademie, keine Angst machen. So sehr ich auch versuchte mir das einzureden, es missglückte.
Ich hörte mein Bruder neben  mir Mitleidig schnauben: „ Bist du so nervös?“
„Solltest du nicht schlafen?“ konterte ich schnippisch.
Kurz herrschte Stille, dann lachte er leise.
„Das klingt nach einem ,Ja. Du zappelst die ganze Zeit neben mir, normalerweise schläfst du recht schnell ein...“ Die Matratze bewegte sich, als er  sich mühsam zu mir drehte und mich im dunkeln ansah. Eine Sekunde zu spät erkannte ich das Rote Auge, dann war ich eingeschlafen.

„Mist..“ auf dem Nachtschrank umher tastend versuchte ich den Wecker abzustellen und erreichte mein Ziel, nach dem fünften, sechsten Versuch. Das Bett neben mir war bereits leer und ich fragte mich ob Kakashi überhaupt geschlafen hatte. Kur blitzte das rote Auge in meinen Erinnerungen auf, es ärgerte mich, dass er es schon wieder eingesetzt hatte.
Murrend schlurfte ich zum Badezimmer hinüber, drückte die Klinke, doch die Tür sprang nicht auf. Von der anderen Seite waren keine Geräusche zu hören, heiße und kalte Wellen schlugen durch meinen Körper. Vielleicht war er in der Dusche gestürzt und hat sich den Kopf in der Badewanne angestoßen. Sein Bein hatte gestern wirklich furchtbar ausgesehen, wenn er es jetzt nun aus Versehen belastet hatte, die starken Schmerzen, ein Sturz. Wie auch immer, ich kam nicht hinein, um nachzusehen. Fahrig drückte ich erneut auf die Klinke, klopfte: „ Kakashi? Alles ok?“  Ich malte mir sämtliche Szenarien aus, befürchtet das Schlimmste und atmete erleichtert auf, als er dann endlich die Tür öffnete.
„Entschuldige, ich bin noch nicht so fix, wie ich gern wäre..“ verlegen lachte er und schob sich an mir vorbei. Einige Sekunden ließ ich den Kopf hängen, wenn ich nicht schon weiße Haare gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich die einzige 12 Jährige mit grauen Haare. Mehr platz für Gespött, dachte ich und machte mich fertig.
Kakashi hatte in der Zeit mein Frühstück vorbereitet und mir eine Bento-Box gepackt, während mein Blick gedankenverloren auf den Stundenplan fiel.
„Dir wird ein ANBU-Team folgen, sollte sich Orochimaru erneut in deine Nähe begeben, werden wir es zeitnah erkennen und dich schützen...davon ist aber nicht auszugehen, du brauchst keine Angst zu haben...“ er hatte sich noch nicht zu mir umgedreht, also erahnte er, was in mir vor sich ging. Zu meiner Verwunderung, als hätte er meine Gedanken gelesen, setzte er noch nach: „ Ich habe mit meinem Auge deine Gedanken nicht manipuliert, ich habe lediglich dafür gesorgt, dass du in den Schlaf findest und zumindest vier Stunden schläfst...Der Tag wird sonst verdammt lang..“ Nun lächelte er mich direkt an und ich kam nicht umhin, sein Verhalten komisch zu finden. Ich wusste nicht genau was es war, aber er verheimlichte mir etwas.

In einem gemütlichen Tempo machten wir uns auf den Weg, mein Bruder belastete sein Bein kaum, weshalb wir auch nicht sonderlich schnell laufen konnten. Er musste also wirklich noch starke Schmerzen haben und vielleicht war das mit der Grund, dass er wenig, oder gar nicht geschlafen hatte. Allein die Tatsache, dass er freiwillig ins Krankenhaus ging, gab mir zu denken und während ich ihn von der Seite musterte, fragte ich mich, ob er schon den ganzen Morgen blasser wirkte, als gestern.
Ich versuchte meine Sorge zu vertreiben, nicht zu viel hinein zu interpretieren, schließlich hatte er auch wegen mir schlecht geschlafen. Eine Zeit lang liefen wir schweigend nebeneinander her, dann blickte ich ihn wieder von der Seite an: „ Sag mal, treffen wir uns dann nachher zu Hause, oder kommst du mich abholen?“ ich grinste leicht, er schien tatsächlich zu überlegen, wie es am besten für mich wäre.
„Ich weiß nicht genau, wie lange ich brauchen werde... Wäre es in Ordnung, wenn wir uns zu Hause treffen?“ Natürlich war das Ok für mich, es machte mich nur stutzig, weil er anscheinend davon ausging, dass die Untersuchung mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.
„Muss ich mir Sorgen machen? Ich meine, du gehst freiwillig zu einem Arzt und gehst davon aus, dass es länger dauert?“
Seine Lippen verzogen sich unter seiner Maske zu einem Grinsen: „ Nein, ich habe nur einfach kein Termin und weiß nicht, wie lange ich ggf warten muss, bis jemand Zeit für mich hat...das ist alles...“
Ich gab mich mit der Aussage zu Frieden, obwohl ich wiederholt das Gefühl hatte, dass er mir etwas verschwieg.
Es war kühl geworden, die letzten Blätter fielen von den Bäumen und der nahende Winter kündigte sich an. Ich liebte den Geruch, wenn der Schnee kam. Mich faszinierte das eisige Schauspiel der fallenden Flocken, wenn Eisblumen sich an den Fenstern bildeten und die Eiszapfen von den Bäumen und Dächern wuchsen. Ich freute mich jedes Jahr darauf. Mein Bruder war da das genaue Gegenteil. Wenn ich ihn einschätzen sollte, würde er wahrscheinlich das Frühjahr bevorzugen. Die Temperaturen waren angenehm, die Welt erwachte zu neuem Leben und man konnte sich die dicken Mäntel sparen, die ihn in der Bewegung einschränkten. Überhaupt war es für seine berufliche Ausübung deutlich angenehmer, als im Winter. Ich konnte mir kaum vorstellen, bei Schnee und Eis draußen zu schlafen und zum Teil, nicht einmal Feuer machen zu dürfen.
Es schüttelte mich, bei dem Gedanken begann ich zu frieren.

In der Zwischenzeit hatten wir den Schulhof erreicht, einige der Schüler standen noch in kleinen Grüppchen zusammen und sprachen über irgendwelche furchtbar interessanten neuen Schuhe, oder über was sich die Jugend sonst so unterhielt. Mir persönlich war es tatsächlich befremdlich geworden. In den letzten Wochen hatten sich meine Ansichten und Prioritäten komplett verschoben und es überraschte mich selbst.
Innerlich verdrehte ich die Augen, als eine der drei Zimtzicken aus meiner Klasse sich zu mir umdrehte: „ Na sieh mal an, wer auch mal wieder...“ sie verstummte.
Mein Bruder hatte sich hinter mich gestellt und obwohl er verletzt war, an einer Gehstütze ging, schien seine Anwesenheit alleine bedrohlich genug zu sein, um ihr die Farbe weichen zu lassen.
„Ist das der weiße Dämon?“ flüsterte eine der anderen Beiden andächtig in die Runde und wurde ebenfalls blass. Keiner der Umherstehenden hatte ihn jemals mit mir zusammen gesehen, oder ihn generell groß zu Gesicht bekommen. Mein Bruder war ein Mythos in in dessen Schatten ich wandelte. Naja, die meisten hatten Angst vor ihm, wie ich feststellen musste und das war mit Sicherheit kein schönes Gefühl, wenn man bedachte, dass er sein Leben für jeden einzelnen Bewohner einsetzte. Doch er beschwerte sich nicht und würde es auch nie.    
Ich wollte vortreten, ihnen sagen, dass sie nicht so ein Müll erzählen sollen, doch Kakashi hielt mich zurück. Seine Hand auf meiner Schulter drückte leicht und ich drehte mich zu ihm.
Sanft nahm er mich in die Arme, sprach leise direkt neben meinem Ohr: „ Lass sie ruhig in dem glauben...wenn sie dir doof kommen, erinnerst du sie daran, wer dein Bruder ist...Hab dich lieb bis später..“ Damit ließ er von mir ab, lächelte und zwinkerte mir kurz zu, bevor er dann seinen Weg fortsetzte. Ich blieb zurück, gefasst darauf mir die nächste Hänselei anzuhören, doch alles was ich hörte war hohles Gestammel, der verzweifelte Versuch sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen und ich genoss die Unsicherheit.
„Ist das wirklich dein Bruder? Ihr habt nicht mal den selben Namen...“ ich setzte ein grinsen auf die Lippen, das süßer nicht hätte sein können.
„Ja, das ist mein Bruder, sieht man doch an der Haarfarbe... Im Übrigen war er höchst erfreut zu sehen, wie nett alle zu mir sind...“
Ich machte ein Schritt weiter in Richtung des Eingangs und die Anderen wichen zurück.
„Du wirkst verändert...ist was anders mit deinen Haaren..?“ Die Ziege von eben räusperte sich, lächelte verlegen.
„Ja, sie sind geschnitten...wenn sonst nichts ist, würde ich dann gern zum Unterricht...“ so beiläufig wie möglich, strich ich mir eine meiner weißen Strähnen hinter das Ohr. Sie ließen mich passieren und auch sonst wagte es keiner nur ein böses Wort zu sagen. So entspannt hatte ich mir mein Schultag nicht vorgestellt. Selbst die Lehrer hatten Verständnis für mein fehlen, meinten, dass mein Bruder bereits ausführlich erklärt hätte, dass ich anderweitigen Verpflichtungen nach kommen mussten und mir den versäumten Stoff gereicht. Alles in allem langweilte mich der Tag schon fast und ich grinste in mich hinein, so durfte es bleiben.
In der großen Pause, setzte ich mich mit meinem Bento an eines der großen Fenster, die Sonne schien und strahlte warm herein, obwohl draußen der Herbstwind die Blätter durch die Straßen trug.
Ich hatte gestern noch eines der Tagebücher von Kakashi in meine Tasche geräumt und öffnete es.

„Du bist nun schon fast 1,5 Jahre bei mir, wir sind zusammen gewachsen und langsam habe ich das Gefühl dir eine Grundlage schaffen zu können. Wir sind umgezogen in eine größere Wohnung, hier bekommt jeder von uns einen eigenen Rückzugsort. Sie ist etwas teurer als die Alte, doch ich habe mit Minato-Sama gesprochen, er wird bei der Verteilung der Missionen Rücksicht auf den Verdienst nehmen. Meine Schulter ist gut verheilt und du sprichst gut auf die Emotionskontrolle durch mein Sharingan an. Deine Albträume haben sich gelegt. Ich habe mich entschieden eine Art Tagebuch zu führen, ich kann nicht mit Sicherheit sagen, das die Beeinflussung durch das Sharingan ohne folgen für dich sein wird. Der Ausbruch im Krankenhaus jedoch hat mir gezeigt, dass wir alles versuchen müssen um Chakraentladungen zu verhindern. Meinen Nachforschungen nach gab es bereits einmal ein Kind mit der selben Familiären Konstellation...Ich bin nicht bereit das selbe Schicksal für dich zu sehen...“

Ich rechnete kurz, also war sein erster Eintrag etwa ein halbes Jahr vor meinem großen Ausbruch und der Versieglung meines Chakra. Sein Schreibstil war da schon sehr erwachsen, wie ich fand und er machte sich große Sorgen, um unsere gemeinsame Zukunft. Irgendwie war mein Bruder der einzige, der bisher nicht ein Mal an unserer Zusammengehörigkeit gezweifelt hatte. Nicht ein Mal habe ich von ihm gehört, du bist ja nur meine Halbschwester und nie hat er etwas für sich verlangt.
Einige Momente drifteten meine Gedanken zu ihm und seiner Untersuchung im Krankenhaus.
Wie es ihm wohl ging? Musste ich mir vielleicht doch Sorgen machen?
Ich überflog die nächsten Einträge:

„Wir haben heute dein Zimmer gestrichen. Du hast dir ein Himmelblau gewünscht, also habe ich es blau gestrichen. Vor lauter Begeisterung bist du auf und ab gesprungen und hast in die Hände geklatscht vor Freude. Im Anschluss gingen wir los, um eine neues Bett für dich zu kaufen und du hast gestaunt, dass du es alleine Aussuchen durftest. Deine Fröhlichkeit und deine Freude waren so ansteckend, dass ich den halben Tag mein Grinsen nicht los wurde. Ich glaube, das habe ich richtig gemacht. Den Plüschhasen, an dem du nicht vorbei gehen konntest, habe ich dir gekauft, aber davon weißt du noch nichts, den werde ich dir aufs Bett setzen und er wird dir die erste Nacht in deinem neuen Zimmer Gesellschaft leisten. Vielleicht hilft er dir dabei, besser zu schlafen. Die letzten Nächte warst du sehr unruhig, die Leute im Dorf haben sich Geschichten erzählt. Sie haben von einem weißhaarigen Jungen und einem weißhaarigen Mädchen erzählt, sie sollen von einem Dämon abstammen und verderben bringen, wenn man sich ihnen nähert. Sie erzählten davon, dass der Junge bereits in die Fußstapfen des Dämonen Vaters getreten war und mordend durch die Lande streifte. Ich musste schwer schlucken, wie sollte ich dir das erklären. Wie sollte ich dir jemals erklären, womit ich unser Geld verdiene? Wie sollte ich dir sagen, dass es war ist, dass dein Bruder anderen Menschen das Leben nimmt und das schon sehr lange. Du hast mich angelächelt und für einen kurzen Moment hatte ich die Hoffnung, dass du es einfach noch nicht verstehst, was diese Menschen sagen. Doch deine Augen verrieten mir, wir sehr dein kleines Herz schmerzte...“

„Der Tag war so furchtbar und verdammt anstrengend. Für dich, für mich, für uns Beide und zum ersten Mal seit langem war ich wirklich Hilflos. Ich fühlte mich krank, so richtig krank, doch hatte ich Hemmungen um Hilfe zu bitten. Durch das Gerede der Leute wurde ich immer unsicherer, ich fragte mich, ob jemand irgendwann versuchen würde dich mir weg zu nehmen. Ob es vielleicht so aussehen könnte, dass ich nicht mit dir zurecht käme, wenn ich ständig jemanden bat, nach dir zu sehen. Gegen Abend ging es mir wirklich nicht mehr gut, du hast angefangen zu weinen, ich verstand nicht warum, verlor die Geduld und schrie dich an. Bei Kami,  ich wollte das nicht. Du hast so erschrocken ausgesehen, das ich dir die Schuhe und die Jacke angezogen habe und wir gemeinsam mit deinem Hasen zu Minato-Sama gegangen sind. Er war der Einzige, der mir einfiel. Mulmig wurde mir erst wieder vor seiner Haustür, es war spät und eigentlich wollte ich ihn in seinem Feierabend nicht stören, dennoch wusste ich nicht weiter. Die nächsten drei Tage bekam ich nicht richtig mit, ich hatte mir wohl doch etwas ernsteres eingefangen und verschlief durch das Fieber, alles. Minato meinte, dass es eine sehr erwachsene Entscheidung gewesen wäre, sich einzugestehen, dass es nicht ging und man Hilfe brauchte. Ich war mir da nicht so sicher, ich hatte dich alleine gelassen, in deinem Kummer und deiner Angst.“

„Du wirst es nicht glauben, aber ich denke ich habe ein Weg gefunden dir zu Helfen. Es gibt ein Jutsu mit dem ich dein Chakra versiegeln kann. Ich weiß irgendwann wirst du mich dafür wahrscheinlich verachten, doch ich hoffe, dass du bis dahin so Groß geworden bist, dass du dein Platz in deinem Leben gefunden hast und nicht mehr darauf angewiesen bist, dass ich an deiner Seite bin.Versteh das nicht falsch, ich möchte nicht das sich unsere Wege trennen, aber vielleicht möchtest du das eines Tages. Die Zeit drängt, ich muss gleich auf eine Mission, doch ich wollt dir das unbedingt erzählen.“

Ich schluckte, für ihn war es wirklich großartig einen Weg gefunden zu haben, dennoch fragte ich mich, wie meine Geschichte wohl verlaufen wäre, wenn es nicht versiegelt worden wäre. Hätte mich das Chakra dann getötet so, wie es in der Höhle draußen im Wald, beinahe geschehen wäre? Oder gab es vielleicht noch eine Möglichkeit mir die Chakrakontrolle beizubringen?
Es wäre ungerecht gewesen von Kakashi zu fordern, einen Anderen Weg zu finden, als den den er gewählt hatte, er hatte in so jungen Jahren bereits alles in Bewegung gesetzt, um mir ein sicheres Leben zu ermöglichen. Dennoch wollte dieser winzig Kleine Teil in meinem Inneren nicht den Funken Hoffnung verlieren, irgendwann auch über die Dächer Konohas zuspringen und in den Bäumen zu verschwinden.
Es klingelte zur letzten Stunde und ich freute mich darauf nach Hause zu können. Ich hatte das Bedürfnis mit Kakashi zu reden. Außerdem wollte ich wissen, wie es seinem Bein ging. Die Stunde zog sich, wir hatten Geschichte und ich musste zugeben, das war wirklich nicht mein Fach, aber auch da musste ich durch. Dann endlich hatte die Schulglocke ein Einsehen mit mir und ich war eine der Ersten die den Raum verließen.

Beschwingt machte ich mich auf den Heimweg, genoss den kühlen Wind in meinen Haaren und balancierte vergnügt auf einer kleinen Mauer. Mit einem Mal legte sich ein Schatten über mich. Schlimmer noch als die Mädchen aus meiner Klasse, waren die Jungs aus der Akademie. Sie bauten sich wieder einmal vor mir auf. „ Hey Halbblut, ist das jetzt neue Mode, dass dein Bruder mit dir durch die Gegend rennt, oder hast du etwa schiss vor uns...“
Ich lachte auf: „ Ich? Warum sollte ich Angst vor euch haben?“ Und ob ich schiss hatte, die waren definitiv stärker als ich und das schon ohne Chakra.
Die drei Jungs vor mir grinsten fies: „ Na dann wollen wir dir mal zeigen, dass es sich lohnt Angst zu haben... Denk an deinen Bruder, den fürchtet jeder, weit über die Dorfgrenzen hinaus. Und das nicht ohne Grund....“ Mein Gesicht verzog sich trotzig: „ Ich habe keine Angst vor meinem Bruder...Ihr habt keine Ahnung, wer er eigentlich ist...“
Wieder lachte der größte der Drei: „ Und ob wir eine Ahnung haben...er ist der effizienteste und schnellste Shinobi... Er tötet jeden, der ihm im Weg steht, ohne mit der Wimper zu zucken....Doch ob du das wusstest? Anscheinend bist du nicht im Bilde, er ist der, den wir den weißen Dämon nennen..“ er schnippte mir mit seinem Finger gegen die Stirn: „ Jemand der so viel mordet, wie er, ist irgendwann selbst dran. Und er scheint es ja wirklich darauf anzulegen. Ich hab gesehen wie er dir heute hinterher gehumpelt ist, ist ja schon fast armselig, das soll der große Hatake Kakashi sein?..“
Ehe ich mich versah, war ich ein Schritt an ihn heran getreten und hatte ihm mit meiner Faust ins Gesicht geschlagen. Seine Arroganz und seine Überheblichkeit brachten mich zum kochen.
„Halts Maul, du hast keine Ahnung, was wir in den letzten Wochen durchgemacht haben, vor allem was er durch gemacht hat, um Leuten wie dir den Arsch zu retten.. zumindest vor ihm solltet ihr Respekt haben, wenn ihr sonst vor nichts und niemandem welchen zu haben scheint...“
Sie umzingelten mich und ich wusste genau, dieses Mal würde ich Schmerzen erleiden.
„Du Missgeburt, dein Vater hat ein X-Beliebige geschwängert, dich will doch niemand haben... Irgendwann wird dein Bruder dir das auch sagen, wie kann man so etwas wie dich auch beherbergen, das ist eine Verpflichtung die er sich aufgebürdet hat...jemand wie er sollte sich von jemandem wie dir lösen...“ er spie mir die Worte angeekelt entgegen und rümpfte die Nase.
Nun kullerten doch die ersten Tränen über mein Gesicht, es tat immer noch weh, obwohl ich es besser wusste, ich wusste es besser und doch heulte ich. Eine Faust traf mich im Gesicht, ich wehrte mich nicht, rutschte einige Meter über den Steinigen Untergrund und zog mir Schürfwunden zu.
„Was ist hier los..“ die strenge Stimme von Kakashi, die Kälte in ihr, schnitt mir die Luft zum Atmen ab. Ich sah auf und erblickte ihn neben mir. Er hatte keine Gehstütze dabei und stand fest auf beiden Beinen. Noch bevor ich ein Wort sagen konnte, machte er ein Schritt weiter und wiederholte seine Frage: „ Was ist hier los?.. ich erwarte eine Antwort...“
Ich hatte sein Gesicht gesehen er schwitzte, seine Kiefermuskulatur spannte sich an und er presste die Zähne aufeinander.
Betont lässig, lief er weiter auf die Jungs zu, fuhr sich durch die Haare: „ Habt ihr so großes Interesse an uns, dass ihr es nicht schafft, euch von meiner Schwester fern zu halten? Ich sage es hier und heute ein letztes Mal, danach melde ich euch beim Hokage und veranlasse eure Suspendierung...Ihr seid in der Akademie und lernt andere Menschen zu schützen, nicht sie mit euren Fähigkeiten zu tyrannisieren....“
Nun stellte sich der Junge, der mich geschlagen hatte vor meinen Bruder: „ Du kannst überhaupt nichts ausrichten, mein Großvater sitzt im Ältestenrat und außerdem hat sie angefangen...“
Kakashi lachte: „ Möchtest du wirklich, dass ich dem Hokage berichte, dass ein Mädchen, noch dazu ein Normalo, dich geschlagen hat und du aus dem Grund heulend zu deinem Großvater rennst?Wolltest du wirklich die Shinobi Laufbahn einschlagen?“ er stieß ein zynisches Lachen aus.
Uh, das hatte gesessen. Der Kopf des Jungen lief rot an.
„Ich mach euch ein Angebot, wenn ihr es schafft gegen mich anzukommen, wird meine Schwester euch ihren Respekt zollen und sich auf Knien bei euch entschuldigen. Solltet ihr es allerdings nicht schaffen, lasst ihr in Zukunft die Finger von ihr...“
Im Baum über meinem Bruder bewegte sich ein Schatten, das mussten die ANBU sein, von denen er erzählt hatte und irgendwie beruhigte mich das. Mein Bruder war verletzt und wollte sich dennoch auf eine Schlägerei einlassen? Zu meinem Entsetzen griff der Mann in dem Baum nicht ein, er ließ sich auf einem Ast nieder und betrachtete sich die Szene, die sich unter ihm abspielte.

Die Jungs jedoch stiegen auf das Spielchen ein, wahrscheinlich auch nur, weil sie wussten, dass er verwundet war und genau so war es auch.
„ Mao, Tomo, lenkt seine Hände ab, ich konzentriere mich auf sein Bein...dann haben wir ihn schneller in den Knien, als es ihm lieb ist....Das Großmaul sollte uns nicht unterschätzen.“ Die Drei rannten auf ihn zu umrundeten ihn, sprangen ab und schlugen zu. Mein Bruder wich nicht aus, fing die Fäuste ab und ließ sich kräftig gegen das Bein treten. Ich zog scharf die Luft ein, doch er zuckte nicht mit der Wimper, grinste unter seiner Maske: „ Wenn ihr schon so hinterhältig seit und eine Verwundung ausnutzt, dann solltet ihr vorher sicher sein, welche Seite es betrifft... Das war das falsche Bein...“ Er formte Fingerzeichen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit, das Schauspiel faszinierte mich, dann ließ er das Chakra frei. Mit einem Windstoß fegte er die Schüler von den Füßen und beförderte sie gegen den nächsten Baum, während ich verwirrt blinzelte. Sie hatten definitiv das richtige Bein getroffen, da war ich mir sicher.
„Damit wäre es wohl entschieden.. haltet euch von ihr fern....“ Mit den Worten drehte er sich um und reichte mir dir Hand. Ich ließ mich auf die Füße ziehen, merkte aber schon an seiner Hand, wie er zitterte, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Oh ja, das war definitiv das richtige Bein.
Der ANBU aus dem Baum brachte sich neben ihn, raunte ihm ins Ohr: „ Das war so nicht abgesprochen, dass du es immer übertreiben musst Senpai...“
Ein erleichtertes Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus, das war Tenzous Stimme, die durch die Maske zwar seltsam verzehrt klang, ich aber inzwischen gut kannte.
„Das war auch nicht geplant...Ich...“ er brach ab, sackte ein wenig in sich zusammen, weshalb der ANBU ihm unter die Arme griff. „Ich bring ihn nach Hause.. sein Kreislauf muss sich erst mal beruhigen.. ich warte da auf dich..“ In der nächsten Sekunde waren sie in einer Rauchwolke verschwunden.

Als ich nach 20 Minuten zu Hause ankam, fand ich meinen Bruder in eine Decke gewickelt auf der Couch. Die Augen hielt er geschlossen, doch verriet mir seine Atmung, dass er mich kommen hörte.
„Geht es deinem Bein gut?“ besorgt kniete ich mich neben ihn, sein Lid öffnete sich träge und sah mich an. „Ja, geht schon..“
Tenzou wiederum schnaubte: „Vielleicht sollten wir Hira noch erzählen, wie begeistert der Arzt über dein Bein gewesen ist und das deine sportliche Einlage eben genau das war, was er sich gewünscht hatte....“
Kakashi lachte leise: „ Seit wann hast du den Sarkasmus für dich entdeckt Tenzou..?“
„Anders ist es mit dir nicht auszuhalten Senpai...“ Der ANBU hatte bis eben noch in einer Zeitschrift geblättert und versucht so unbeteiligt wie möglich zu wirken, ließ sie aber nun sinken und sah zu uns herüber.
„OK, Kakashi was hat der Arzt genau gesagt..?“
Mein Bruder schloss stöhnend die Augen, murrte dann: „ Tenzou ?“
Der Angesprochene legte seine Maske auf dem Tisch ab, rieb sich selber über die Stirn und wirkte unzufrieden: „ Erwarte aber nicht, dass ich irgendwas beschönige...“
„Tue ich nicht... es hängt nur nach, bin müde...“ Kakashi legte sich einen Arm über die Augen, während ich nun fragend zu Tenzou blickte. Was war da wieder gelaufen, von dem ich nichts wusste? Manchmal fragte ich mich, wer hier älter war, mein sturer Bruder oder ich Normalo.
„Ich habe ihn heute Morgen im Krankenhaus getroffen, zu meinem Leidwesen... Sein Bein hat sich ordentlich entzündet, der Arzt hat sich gefragt, wie er mit den Schmerzen überhaupt noch gelaufen ist. Sie haben sich entschieden die Wunde zu eröffnen und zu spülen und ihn dafür kurz in Narkose gelegt, die Medikamente spürt er immer noch, wie es aussieht...“ amüsiert deutete er zur Couch, mein Bruder war eingeschlafen.
„Hira, das Bein sieht wirklich übel aus, wenn er jetzt nicht langsam macht verliert er es doch noch.. Ich habe es neu eingebunden, die Aktion vorhin von ihm, hätte wirklich nicht sein müssen“
Ich schluckte hart, fühlte mich verantwortlich und ich würde auf jeden Fall versuchen zu verhindern, dass man ihm das Bein nehmen musste.
„Ich habe hier die Medikamente, die er nehmen soll...“ er reichte mir ein kleinen Beutel: „Der Arzt meinte, dass er in den nächsten Tagen nicht Fieberfrei sein wird, er soll Bettruhe einhalten und sich schonen, wo es nur geht. Im Grunde hätte er Stationär aufgenommen werden sollen...“ Einige Sekunden ruhte sein Blick mit einer Mischung aus Sorge und Wut auf Kakashi und langsam verstand ich die Anmerkung „zu seinem Leidwesen“. Kakashi hatte dem Arzt wahrscheinlich weiß gemacht, dass Tenzou ihn nach Hause bringen würde und als Freund nach ihm sah, das ganze war ziemlich unfreiwillig abgelaufen.
Ich grinste Mitleidig: „ Danke, dass du ihn her gebracht hast..“  Sanft strich ich meinem Bruder über den Kopf, er schlief wirklich ziemlich fest: „ Ich pass jetzt auf ihn auf...“ Der ANBU setzte seine Maske wieder auf und nickte: „ Ich verlass mich auf dich....Ich schau morgen noch mal nach euch..“

Zufrieden blätterte ich in den nächsten zwei Stunden in meinen Schulaufgaben, schließlich hatte ich einiges an Stoff nach zu holen. Kakashi schlief neben mir auf der Couch, hin und wieder murmelte er vor sich hin, er schien also zu Träumen und ich musste mir das Lachen verkneifen, als er mir im Schlaf befahl endlich mein Zimmer aufzuräumen.
Die friedliche Stimmung änderte sich allerdings schlagartig, als mein Bruder am frühen Abend Schüttelfrost bekam. Ich verdrehte die Augen, ging das also schon wieder los, tastete dann aber nach seiner Temperatur und sah mich in meiner Vermutung bestätigt. Behutsam rüttelte ich an seiner Schulter, worauf sich beinahe augenblicklich sein Auge öffnete.
„Du siehst nicht gut aus...“ ich versuchte neutral zu klingen, konnte aber meine Sorge nicht ganz fern halten.
„Mir ist auch nicht so gut...“ Er griff sich an die Stirn und schnaufte geräuschvoll.
„Komm, vielleicht solltest du lieber ins Bett wechseln, da hast du es etwas bequemer...“ verhalten schüttelte er den Kopf, musste sich konzentrieren, wie es aussah, überhaupt klar sehen zu können.
„Mein Kreislauf steht Kopf, ich glaube ich bleib wo ich bin...“ Meine Augenbrauen wanderten nach oben, das war mir neu, dass mein Bruder sich nicht bewegen wollte, selbst mit dem Gebrochenen Bein ist er gelaufen, obwohl mir immer noch nicht ganz klar war, wie er das gemacht hatte.
„Soll ich Tenzou zurück holen?...“ Ich wurde nervös, was man mir auch deutlich anhörte.
„Nein schon gut... würdest du mir nur die zweite Decke geben..Bitte?“
Anstatt der zweiten dünnen Wolldecke, lief ich in sein Zimmer und holte seine Bettdecke, damit würden wir seinem Schüttelfrost eher entgegenwirken können und wenn das nicht reichte, dann bekam er halt eine Dritte. Während er seine Schultern fest einwickelte und zitternd versuchte sich Wärme herbei zu sehnen, schlug ich die Decke an seinen Beinen zurück und erstarrte. Es war feuer Rot, geschwollen, also deutlich dicker, als es noch gestern gewesen war und leicht bläulich verfärbt.
„Was zum ...“ ich hielt in meiner Bewegung inne und starrte Kakashi ungläubig an: „ Warum sieht das so furchtbar aus? Was hast du gemacht?“
„Das ist einfach Pech...die Wunde hatte sich bereits in der Schlucht infiziert, ist nicht abgeklungen..“ Behutsam berührte ich mit den Fingerspitzen die Haut, sofort biss er auf die Zähne und zuckte zusammen, ich schreckte zurück.
„Glaubst du nicht, dass du im Krankenhaus besser aufgehoben wärst? Mana-San und ich hätten uns bestimmt gut versorgt...“ ich versuchte mich an einem aufmunternden Grinsen, doch seine Züge veränderten sich in eine Richtung, die mir nicht gefiel.
„Hira, da gibt es etwas worüber wir Reden müssen...“ er stieß erneut die Luft geräuschvoll aus und setzte sich umständlich auf. „Heute Morgen, bevor du aufgestanden warst, gab es ein Hilferuf von einem der Nachbarn...so gegen 2:00... Mana-San war gestürzt, sie hat einen schweren Herzinfarkt erlitten...Ich habe versucht sie wiederzubeleben, aber es war nichts mehr zu machen...“ er pausierte kurz, rieb sich die Stirn: „ Hira, es tut mir leid, aber sie ist heute Morgen gestorben...“
Dumpf drangen die letzten Worte an meine Ohren, erreichten mein Bewusstsein nur noch ganz weit entfernt. Mir wurde heiß und kalt, während mir, wie von selbst, die Tränen über die Wangen rannen. Ich starrte ins Nichts, es gab noch so vieles, was ich ihr hätte sagen wollen, wofür ich mich entschuldigen wollte, nur gab es nun keine Möglichkeit mehr.
Kakashi berührte mich an der Schulter, ein Blitz durchfuhr mich und mein Nacken begann zu brennen. Ich brachte mich instinktiv aus der Reichweite seiner Hand: „ Nein, bitte... ich ertrag dich jetzt nicht...“ geschockt weiteten sich seine Augen einige Sekunden, dann nickte er und erhob sich schwankend. Ich ließ ihn ziehen, blickte ihm nicht nach, als er sich humpelnd, an der Wand entlang tastete, seine Decke unterm Arm geklemmt.
Kein Wort kam ihm über die Lippen und obwohl ich genau wusste, wie sehr ihn mein Verhalten mitnahm, konnte ich einfach nicht anders. Als die Tür zu seinem Zimmer ins Schloss gefallen war, ließ ich mich auf den Boden sinken und weinte. Mein Herz tat so weh, es tat so furchtbar weh, dass Mana- San nicht mehr bei uns war. Es fühlte sich wahrscheinlich so an, wie es sich anfühlte, wenn man seine Oma verlor. Ein Stück von mir wurde mitgerissen, meine Selbstkontrolle schwand und einige Sekunden ließ ich mich gehen, schrie meinen Schmerz hinaus. Sie war mir über die Jahre so unendlich vertraut, stand mir nah, so nah wie mir sonst niemand stand, nicht einmal mein Bruder, konnte diese Lücke füllen. Einige Sekunden verfluchte ich ihn für sein Versagen Mana zu retten, ich erwischte mich dabei und fühlte mich schlecht.
Mein Zeitgefühl hatte sich mal wieder verabschiedet, nach einer Ewigkeit, wie es mir vor kam, versiegten meine Tränen, weshalb ich mich mit letzter Kraft auf die Couch hievte und zusammengerollt einschlief.

Mitten in der Nacht erwachte ich, alles wirkte Kalt und Leer, vergaß einige Momente, dass mein Bruder im Nebenraum sein musste, ich also gar nicht alleine war. Gähnend streckte ich mich ausgiebig und stieß gegen die Packungen auf dem Tisch, seine Medikamente, erst jetzt kam mir sein Zustand wieder in den Sinn. Eilig erhob ich mich, würde zumindest nach ihm sehen, auch wenn ich für mich beschlossen hatte, heute nicht bei ihm zu schlafen, sondern in meinem Bett. Meine Hand hielt ich erhoben zum klopfen, entschied mich dann aber einfach hineinzugehen, sollte er schlafen würde ich ihn wahrscheinlich wecken und das wollte ich nicht.
Er lag schwer atmend in seinem Bett, das grüne Shirt, welches er trug, wies große dunkle Flecken auf und der Schweiß lief ihm über das Gesicht. Sein Augen öffneten sich, sahen mich an, richteten sich dann zur Decke. Mir lief es eiskalt den Rücken runter, beim klang seiner Stimme: „ Du darfst dich nicht zu schnell bewegen, sonst werden sie dich finden Rin...Ich beschütze dich, ich hab es Obito versprochen... Wir sind umzingelt halte dich ruhig...“
Verwirrt blickte ich ihn an, seine Augen waren offen, ganz sicher. Fantasierte er? Besorgt machte ich ein Schritt auf ihn zu, doch schon im nächsten Moment rollte er sich von seinem Bett, riss mich mit sich und drückte mich zu Boden. „Ich hab dir gesagt, du musst dich in Acht nehmen...“
„Kakashi, du tust mir weh...“ Keuchte ich, er saß auf mir und presste seine Hände über meine. Er hatte unheimliche Kraft, die ich ihm nach heute Mittag nicht zugetraut hätte. Sein heißer Atem streifte Stoßweise meine Wange, während er mir ins Ohr raunte: „ Sie sind über all... Sie warten nur darauf, dass wir unvorsichtig sind...“ Sein Sharingan blitzte auf, seine Tomoe rotierten und wirr schweifte sein Blick in der Gegend umher.
„Kakashi, ich bin es Hira...Du bist zu Hause...Du hast Fieber, alles ist gut, Rin ist...“ Ich stockte, sollte ich das in seinem Zustand wirklich äußern? Doch ich hatte wohl schon zu viel gesagt, denn mit einem gequälten Laut sank er neben mich. „Ich hab sie verloren, konnte sie schon wieder nicht schützen...das Blut, es ist überall...“ Sein Gesicht hatte sich zu einer entsetzten Fratze verzogen, er stemmte sich hoch und rutschte, mit starrem Blick auf seine Hände, in die nächste Zimmerecke.
Ich holte erst mal tief Luft, das, was hier gerade abging, war krass, er erkannte mich nicht einmal.
„Kakashi? Ich bin es Hira...“ Sein Kopf schnellte hoch und er blickte mich direkt an, dann verengten seine Augen sich: „ Das kann nicht sein... Das ist ein Genjutsu...Mein Sharingan wird es mir zeigen... Hira ist gestorben, ich konnte sie nicht beschützen...Alle sterben weißt du, einfach alle...Jeder einzelne, der mir was bedeutet, wirklich jeder...“ erneut starrte er auf seine Hände.
Oh je, ich hatte in meiner Trauer nicht beachtet, wie es für Kakashi sein musste Mana zu verlieren, auch noch derjenige zu sein, der ihr nicht helfen konnte und sich erneut machtlos zu fühlen, die Menschen zu beschützen, die er in sein Herz gelassen hatte.
Meine Hand fand ihren weg zu seinem Gesicht, er glühte, der Fieberwahn hatte ihn fest in seinem Griff, die traumatisierenden Ereignisse seiner Vergangenheit holten ihn ein und er konnte nicht unterscheiden, was wirklich war und was nicht.
„Ich bin hier Kakashi, du hast mich nicht verloren...Ich lebe..“ mit einem Ruck wurde ich fest gegen die Wand gepresst, seine Finger Schraubzwingen artig um meinen Hals geschlungen. Woher nahm er nur die Kraft? Ich spürte die Hitze die von ihm ausging, obwohl er noch etwa zwei Handbreit von mir entfernt stand
„Du kannst mich so lange foltern wie du willst Danzou, du kannst versuchen mir weiß zu machen, dass du meine Schwester bist, ich werde mein Dorf nicht verraten... Ich weiß welche Experimente Orochimaru betreibt, ich hab es gesehen...Die Genmanipulation...“
Meine Luft wurde knapper, meine Hände, die sich verzweifelt um seine Gelegt hatten, krallten sich fest hinein, in einem letzten Versuch ihn zu lösen.
Plötzlich ließ er mich sinken, lehnte benommen mit dem Kopf neben mir an der Wand: „ Diese ekelhaften Experimente, nur Tenzou hat das überlebt, nur er... Ihm fehlte das Gen zur Chakrakontrolle und du kannst ihn benutzen...schon faszinierend...“ ein raues, freudloses Lachen erklang.
Behutsam, ohne hektische Bewegungen, duckte ich mich unter seinem Arm hindurch und brachte mich etwas von ihm weg.
Erschöpft hörte ich ihn sprechen: „ Die Behälter mit den grotesk entstellten Leichen hab ich beseitigt, jeden einzelnen...nie werde ich zulassen, dass du sie bekommst, niemals...Sie wird kein Versuchsobjekt... Doch sie ist tot.. meine Hira...“ sein Körper gab nach, sein Verstand verabschiedete sich und dumpf schlug er auf dem Boden auf.
Noch leicht verstört krabbelte ich auf allen Vieren zu ihm hinüber, zog an seiner Schulter um ihn ansehen zu können und drehte ihn auf den Rücken. Angestrengt rang er nach Luft. Himmel er war so furchtbar heiß. Ich rannte ins Bad tränkte Handtücher mit kaltem Wasser und deckte ihn damit ein. Mir war egal, dass die halbe Wohnung schwamm, nach der Aktion und lief eilig um das Thermometer zu holen. Ich schluckte, als ich die Zahl betrachtete. Das war gefährlich, 41,6 war verdammt gefährlich, soviel wusste ich, es erklärte aber, warum er so fantasierte.
Wieder fühlte ich mich nicht in der Lage zu reagieren, überfordert heulte ich los, bis mir ein Gedanke kam. Die ANBU, die mein Bruder organisiert hatte, sie würden mich auch Nachts beschützen, da war ich mir sicher.
Ich riss die Fenster auf und schrie hinaus: „ Ihr ANBU, ich weiß, dass ihr da seit... holt Tenzou, bitte...“ Ok, meine Stimme überschlug sich vor Panik, ich heulte gleichzeitig und klang nicht so gefasst, wie ich es gern gehabt hätte, aber es regte sich augenblicklich etwas in dem Baum zu meiner rechten. Den Mann mit der Katzenmaske habe ich da nicht im Ansatz bemerkt, doch er stellte sich auf und nickte, war in der nächsten Sekunde verschwunden.

Es dauerte mir zu lange, mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich heulte, raufte mir die Haare und trat kräftig gegen das Bett, als eine bekannte Stimme mich vom Fenster aus begrüßte: „ Hira, was ist passiert...“
Ich fiel ihm um den Hals, es war mir egal, dass er meine Umarmung erst wenige Sekunden später erwiderte, mich dann allerdings sanft von sich drückte und auf meinen Bruder zu ging.
„Kakashi-Senpai?..“ Tenzou rüttelte an seiner Schulter, bis er sich benommen regte.
„Senpai? Kannst du mich hören? Was ist passiert?“ Erleichtert stellte ich fest, dass mein Bruder klarer wirkte, Tenzou sofort zu erkennen schien.
„Was machst du hier, Tenzou?“ Kakashi wollte sich erheben, scheiterte aber an seiner Schwäche.
„Hira hat mich rufen lassen, was ist hier passiert?“ Eindringlich sah der ANBU meinen Bruder an, der einige Sekunden verstört zurück blinzelte, sich dann jedoch erneut erheben wollte.
„Hira...? Wo ist sie?“ Mit Mühe, konnte Tenzou verhindern, dass Kakashi nach vorn stürzte, deutete hinter sich, wo ich in diesem Moment zum Vorschein kam: „ Ich bin hier...alles gut...Ich bin hier...“
„Tenzou.. mir ist schlecht...“ Seufzend, hievte er meinen Bruder auf die Füße, half ihm ins Bad, deutete mir an, im Zimmer zu warten.
Es war mir recht, bis hierher konnte ich hören, wie sich mein Bruder würgend erbrach, selbst der ANBU hatte sich vor die Badezimmertür gestellt und angewidert, gleichzeitig Mitleidig das Gesicht verzogen. Nach Minuten langer Wiederholung, ebbten die Geräusche ab und es wurde ruhiger im Bad, weshalb Tenzou es wagte die angelehnte Tür zu öffnen und hinein zu schauen. Kakashi hatte sich neben die Toilette gelegt, sein Körper bebte und Mitleid regte sich in mir.
Tenzou kniete sich neben ihn: „ Geht es wieder?“ Mein Bruder nickte, stöhnte geplagt, als er am Arm gepackt wurde.
„Mein Bein..“ schwach wehrte er sich gegen die Aufwärtsbewegung, die Tenzou forderte, wurde dennoch auf die Füße gezogen und folgte humpelnd.
Gemeinsam schaffte wir es, meinem Bruder neue Kleidung über zu ziehen und ihn ins Bett zu verfrachten. „ Senpai du musst schlafen... Wenn du morgen früh noch genauso scheiße aussiehst, bring ich dich ins Krankenhaus und wenn ich dich dafür Bewusstlos schlagen muss...“ Tenzou klang streng, während sich mein Bruder zurück lehnte und den Kopf schüttelte.
„Geht schon...“ seine Lider hatten sich geschlossen und ich stieß die Luft geräuschvoll aus. Er hatte mir Angst gemacht: „Wage es nicht noch ein mal zu behaupten, es würde schon gehen Kakashi..“ Zum hundertsten Mal an diesem Tag kämpfte ich mit den Tränen, ich war schon ganz ausgetrocknet.
„Hira, ich KANN nicht ins Krankenhaus... Wer passt auf dich auf? Mana-San ist...“ er brach ab, doch seine erschreckend klare Äußerung, traf den Nagel auf den Kopf. Selbst wenn er wollte, er KONNTE mich nicht alleine lassen, es war niemand mehr da, der für mich sorgte und ich war nicht in der Lage für mich selbst zu kochen, ohne die Küche in Brand zu setzen. Großartig, Kakashi setzte seine Gesundheit aufs spiel, weil ich die letzten Jahre, die Versuche von ihm, mir grundlegende Dinge zu zeigen, abgelehnt habe. Es hätte ihm verdammt noch mal einiges an Druck genommen, auf seinen Missionen, wenn er Krank oder Verletzt war. Er hätte gewusst, es ist nicht schlimm, dass es etwas länger dauert, ich würde alleine zu recht kommen. Doch dem war nicht so, ich kam nicht zu recht und ich schämte mich dafür.
Tenzou neben mir seufzte ergeben: „ Ich werde Yugao benachrichtigen, sie wird dir etwas Flüssigkeit verabreichen, ich glaube nicht, dass du momentan etwas bei dir behältst...“
„Ich fürchte, da wirst du recht haben...“ Mein Bruder fuhr sich über den Magen, wahrscheinlich war ihm immer noch schlecht, weshalb der ANBU nickte und verschwand.

Einige Minuten schwiegen wir uns an, ich hoffte, dass er einfach einschlief und wollte gleichzeitig Antworten. Kakashis Nachttischlampe legte ungünstige Schatten über sein Gesicht und ich saß neben seinem Bett auf dem Boden, weshalb ich nicht sah, ob er die Augen offen hatte oder nicht.
„Du hast behauptet, es gab keinen anderen Weg, als mein Chakra zu versiegeln....Doch den gab es. Tenzou ist der Beweis dafür, dass es funktioniert. Warum also nimmst du mir alle Möglichkeiten, die ich jemals haben könnte?“
Ich hörte ihn neben mir zischen, wahrscheinlich war er sich nicht bewusst, was er in seinem Delirium von sich gegeben hatte und die Erkenntnis, eine Wahrheit preisgegeben zu haben, die unmittelbar Folgen mit sich bringen würde, traf ihn tief.
„Hira, das ist keine wirkliche Alternative...Ich bin nicht bereit, dir das zu zumuten..“ er klang schwach, doch das was er sagte machte mich wütend, mein Verstand verabschiedete sich, ignorierte die Tatsache, dass Kakashi vor Fieber fantasiert hatte und meine Wut übernahm die Führung.
„Du, Du, Du.. alles dreht sich immer nur um dich... Du entscheidest über mein Leben, ohne die Konsequenzen für MICH zu bedenken... Das ist EGOISTISCH Kakashi..“ wütend hatten sich meine Fäuste geballt, während ich ihn zornig anstarrte.
„Du hast das nicht gesehen.. du hast nicht gesehen, was so vielen Kindern da unten zugestoßen ist...Rede nicht so über Dinge, die du nicht nachvollziehen kannst...“ er knurrte bedrohlich, meine Worte hatten anscheinend Erinnerungen wach gerufen, die besser im Verborgenen geblieben wären.
Nur wie schon so häufig in meinem Leben, schaffte ich es nicht mich zurück zu halten.
„Du hast einfach nur Angst.. Das ist erbärmlich, der große Hatake Kakashi möchte nicht alleine sein und nur aus dem Grund verhinderst du, dass ich mich in die selbe Richtung entwickle, wie du...“ schon in der nächsten Sekunde biss ich mir auf die Lippen, wie konnte ich nur.
Es dauerte einige Momente, ich dachte schon er würde nicht mehr mit mir reden, doch es schien als hätte er versucht sich zu fassen. Der Zeitpunkt war auch mehr als unfair von mir, er musste sich furchtbar fühlen und es musste verdammt anstrengend sein, überhaupt zu sprechen. Ich konnte aber nicht wirklich was dagegen tun, es sprudelte aus mir heraus.
„Ja, Hira.. Ich habe Angst davor, dich zu verlieren. Ich könnte mir fast nichts schlimmeres vorstellen...Ist das verwerflich? Würdest du es besser finden, dass es mir egal wäre, was aus dir wird?“ seine Zähne knirschten leicht, dann erklang seine Stimme nur noch schwach: „ Warum tust du mir das an? Hasst du mich wirklich so sehr?“
Moment, wie kam er denn jetzt darauf? Ich stemmte mich auf die Knie und blickte ihm ins Gesicht.
Er wirkte fahl, seine Lippen hatten die Farbe verloren, weshalb seine geröteten Wangen grell hervorstachen. Seine Haare klebten ihm im Gesicht, der Stirn und noch immer atmete er schwer. Wieder hielt ich nicht den Mund, wieder stach ich mit einem Messer in sein Herz, ich wusste was ich sagen sollte, doch kam etwas anderes aus mir.
„Ich würde es nicht als Hass bezeichnen Bruder... Ich verachte dich dafür, dass du mir die Chance genommen hast, ein anderes Leben zu führen...“
Seine Hand streckte sich nach mir aus: „ Komm her, ich will dir etwas zeigen...“

Kaum hatte ich mich auf meine Füße gestellt, starrte mich sein Chakra geladenes Sharingan an, die tropfenförmigen Tomoe kreisten erneut um die Pupille und im nächsten Moment fand ich mich in einem unterirdischen Raum wieder. Es war dunkel, nur leicht erhellt durch ein grünliches Licht, welches die vielen riesenhaften Reagenzbehälter, um mich herum, spendeten.
Mit einem mulmigen Gefühlen in der Magengegend näherte ich mich einem der Behälter und rieb leicht an der gläsernen Oberfläche, um den Dunst, der sich darauf kondensiert hatte, hinfort zu wischen und die Sicht zu klären. Ich starrte in eine Milchig grüne Flüssigkeit und erkannte zu erst nur dunkle Umrisse, unklare Konturen, bis sich das, was sich im Inneren befand, bewegte und sich so näher an die Scheibe brachte. Ich erschrak, die seltsamen Formen, die aus dem Körper vor mir ragten, ähnelten Ästen, die aus dem Kopf, den Beinen und dem Rumpf entsprangen. Zu meinem Leidwesen, zuckte der Mensch erneut, krampfte, riss die Augen auf und im nächsten Augenblick stach ein neuer Ast aus dem Rücken hervor.
Mir wurde schlecht, konnte allerdings noch verhindern, dass ich mich erbrechen musste, wie es noch vor wenigen Minuten mein Bruder getan hatte. Ich tätigte tiefe Atemzüge, sammelte mich und schritt ein Behälter weiter.
Noch bevor ich den Nebel auf der Scheibe hinfort wischen konnte, legte sich von innen eine Hand an das Glas, Augen starrten mich an, Lippen formten die Worte: „Hilf mir“ und im nächsten Augenblick legten sich um das Gesicht weiße Haare, die wabernd in der Flüssigkeit trieben. Blitze zuckten um den Körper, trieben durch ihn hindurch, verbrannten die Haut des Mädchens. Stumme Schreie, entsetzt geweitete Augen, unkontrolliertes Zucken, bis sich die Flüssigkeit verfärbte. Die Gestalt trieb umher, gab nun den Blick auf die Füße frei. Sie schienen in einander verwachsen, nicht mehr klar abzugrenzen, grotesk klobig und untauglich, einen von A nach B zu tragen.
„Und das ist nur der Anfang Hira...Die weit aus schlimmeren Ausmaße befinden sich weiter hinten..“ Mein Bruder erschien neben mir, legte eine Hand an die Scheibe des Kindes: „ Ich habe ihr nicht helfen können, keinem von ihnen.. Zweien von ihnen habe ich den Gnadenstoß versetzen müssen. Hira.. Ich musste sie von ihren Qualen erlösen und sie waren kaum älter, als du es jetzt bist...“
Sein Kopf lehnte sich gegen das Gefäß, während im Inneren die Blitze zuckten und das Gewitter, den Körper wild zucken ließ. Die Augen von Kakashi verengten sich wütend: „ Und das willst du für dich? Erscheint es dir wie eine Alternative, der man vertrauen schenken sollte, dass es gut wird?“  Eine rasche Abfolge von Fingerzeichen, dann erschien in der Hand meines Bruders ein laut kreischender, bläulich leuchtender Ball, mit dem er in der nächsten Sekunde alles zerstörte.
In meinem Nacken entbrannte ein gleißender Schmerz, ich stöhnte, krallte mich in den Nacken und als ich in die Knie sank, umspülten sie die Reagenzien aus den Behältern. Ich schrie auf, meine Übelkeit verstärkte sich und im nächsten Augenblick wurde es schwarz um mich herum.

Schwer atmend öffnete ich die Augen, ich war an die Wand von Kakashis Zimmer geschleudert worden, daran herab gerutscht und kniete davor.
„Was war das..?“ doch eine Antwort erhielt ich nicht.
Vorsichtig, darauf bedacht nicht das Gleichgewicht zu verlieren und zu stürzen, rappelte ich mich auf. Entsetzt fuhr meine Hand zu meinem Mund, als ich auf meinen Bruder sah. Die Atmung flach, schnell, seine Gesichtsfarbe gräulich, während seine Lippen weiß hervorstachen.
„Kakashi?“ er regte sich, sah mich an und ich musste mich über ihn lehnen, um zu hören, was er sagte: „ Tu es nicht...“ Bevor seine gesamte Kraft wich.
Wie in einem Film, wurde ich von Yugao beiseite geschoben, die sich schnell und professionell um meinen Bruder kümmerte. Ich hörte sie weit entfernt fluchen, die Frage was geschehen wäre, in der Abwesenheit von Tenzou. Und ich wusste, es ging ihm schlecht, sehr schlecht und ich war der Grund dafür. Ich war der Grund weshalb er nicht im Krankenhaus geblieben war und ich war der Grund, weshalb er nun seine letzten Kräfte aufgebraucht hatte, um mir die Konsequenzen meines Vorhabens vor Augen zu führen.
Wie in Trance verließ ich das Zimmer, legte mich auf die Couch und rollte mich zusammen. Hörte die Befehle, die hektisch an Tenzou gegeben wurden, dachte mir solange sie mit ihm sprachen, Dinge an ihm gemacht wurden, würde er Leben. Meine Augen fielen zu, ich war erschöpft, fühlte mich schwach und driftete in einen unruhigen aber tiefen Schlaf.
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