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KWS - Klasse zur Wiedereingliederung von Schurken

von CasyNena
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Mix
Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Tenko Shimura / Tomura Shigaraki Touya Todoroki / Dabi
20.04.2021
01.02.2023
43
134.854
12
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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25.01.2023 2.260
 
Kapitel 42
Najika: Finde deinen Weg

Gemächlich schlenderten Momo und ich an den Schaufenstern der kleinen und großen Läden vorbei. Noch immer war es ein wenig seltsam so unbeschwert durch die Gänge zu laufen, vor nicht mal einem halben Jahr wäre das nicht so einfach möglich gewesen und doch war ich nun hier.
Nun wer weiß wie lange das so bleiben würde.
Ein leichter Seufzer entfleuchte meiner Kehle, ehe mich die Stimme meiner besten Freundin aus meinen Gedanken holten.
„Najika? Wohin wollen wir noch gehen?“
Kurz warf ich ihr einen Blick zu, ehe ich meinen Blick durch die Mall gleiten ließ. In den Etagen unter uns herrschte reges treiben. Menschen liefen hin und her, manche waren mit Taschen beladen, andere, vermutlich noch, nicht.
Es war ein so alltäglicher Anblick, und doch hatte es etwas faszinierendes an sich. Kurz blieb mein Blick noch hängen, ehe ich mich wieder zu der Schwarzhaarigen drehte.
„Ich weiß nicht so recht. Lass uns einfach noch ein wenig durch die Läden streifen ja? Die Atmosphäre genießen.“
Ein warmes lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab, ehe sie kurz nickte.
„Okay, ich würde gerne noch bei einem Schreibwarengeschäft vorbeischauen, ich brauche noch ein paar Sachen für die Schule.“
„Haha, wir haben doch Ferien, und doch denkst du jetzt schon wieder daran.“

Mein Lachen erstarb ein wenig als ich sah wie überrascht mich meine Freundin ansah. Ich entspannte mich aber wieder, als sich erneut ein Lächeln auf ihrem Gesicht abzeichnete.
„Es ist schön das du jetzt einfacher Lachen kannst, und deinen Kopf frei machen kannst.“
Mit einem leicht schief wirkenden Lächeln lehnte ich mich gegen das Geländer, meinen Blick auf die Menschen unter uns gerichtet.
„Ist das so? Ich hab nicht wirklich das Gefühl. Hab ich dir von dem Brief erzählt den Emiko mir überreicht hat?“
Mit wenigen Schritten stand Momo neben mir und ließ ihren Blick ebenfalls über die Menge unter uns schweifen.
„Ich denke nicht. Was stand in diesem Brief“
„Nun, der erste Part war von meiner Mutter, sie hat mir für meinen Platz beim Sportfest gratuliert, auch wenn er ja nun nicht besonders gut war… Der Zweite war aber  ein wenig, nun er war von meinem Vater.“
Kurz hielt ich inne während ich neben mir hören konnte wie die Schwarzhaarige scharf die Luft einzog. Meine Finger verkrampften sich ein wenig um das Holz, fast als wäre es mein letzter Halt in diesem Moment.
„Er war nicht zufrieden, das hat er mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht. Desweiteren soll ich beim nächsten Geschäftsessen anwesend sein, er will `mit der Familie ein gutes Band knüpfen´ ich hab ein ziemlich mieses Gefühl dabei…“

Für einen ganze Weile blieb es still, ehe die Schwarzhaarige doch ihre Stimme erhob.
„Und du wirst hingehen nicht wahr? Wann ist das Essen?“
Ein weiteres Seufzen entglitt meinem Mund während ich meinen Kopf leicht sinken ließ.
„Nach dem Sommer. Es ist noch ewig hin, aber du kennst ja meinen Vater…“
„Du weißt ich stehe hinter dir, und werde dich unterstützen, egal wie du dich nun entscheiden wirst. Aber trotzdem werde ich nicht aufhören dir nahezulegen auf dein Herz zu hören. Und lass mich dir eine sagen, seit du auf der Yuuei bist hast du schon einen großen Schritt in diese Richtung gemacht.“
Während ihrer kleinen Rede war Momo näher an mich heran getreten und hatte ihre Hand locker auf meine Schulter. Wie so häufig legte ich meine Hand auf ihre, während ein leichtes, vielleicht auch ein wenig trauriges, lächeln auf meinen Lippen lag.
Dennoch blieb ich still.
Und es war okay, Momo verstand mich auch so. Manchmal würde ich sagen sie konnte mir besser sagen was in meinem Kopf vorgeht als ich selbst.

Einen Moment blieben wir noch so stehen, mein Blick glitt weiterhin über die Menge, bis ich inne hielt.
Ich hätte mich getäuscht oder? Sie waren doch nicht auch hier?
Wieder schirrte mein Blick umher bis ich erneut den mir bekannten Haarschopf erblickte, offenbar hatte ich mich nicht getäuscht. Unter uns, gerade aus einem der Läden getreten standen alle Jungen der KWS, gemeinsam mit ihrem Lehrer.
Und dennoch war es nicht die Gruppe perse die meinen Blick gefangen hatte, sonder eigentlich nur einer von ihnen.
Kurzerhand schloss ich meinen Augen einen Moment ehe ich mich umdrehte. Momo gab ein leicht überraschtes Geräusch von sich, sagte sonst aber nichts. Mit etwas schnelleren Schritten als nötig gewesen wäre trat ich einfach in den nächst besten Laden, welcher sich als eine kleine Boutique herausstellte.
Gespielt beschäftigt betrachtete ich die Auslage, schob ein paar Bügel hin und her als würde ich nach meiner Größe suchen, bis die Schwarzhaarige ein wenig neben mir kicherte.
„Möchtest du mir erzählen warum wir in diesen Laden geflohen sind?“
„Wir sind nicht geflohen.“
Ein erneutes Kichern ertönte, ehe sie meine Hände von den Klamotten zog.
„Du stehst vor den Männerhemden. Also?“

Eine vielleicht ein wenig unangenehme Stille breitete sich zwischen uns aus, bis ich meine Hände wieder sinken ließ. Mein Blick schweifte kurz durch den Raum ehe ich mich auf einem kleinen Sessel wegen Meter von uns entfernt niederließ.
Grundsätzlich nur um meine Nerven ruhig zu halten zog ich Schuhe aus dem Regal neben mir und begann damit sie anzuprobieren. Und wie so häufig setzte sich meine Freundin einfach nur neben mich und reichte mir weitere Kartons, bis ich wirklich bereit war zu sprechen.
Ein letztes Seufzen entfloh meinen Lippen ehe ich anfing zu sprechen.
„Es ist lächerlich. Ich meine es ist eigentlich nichts. Aber… ach keine Ahnung ich bin einfach ein wenig durcheinander.“
Ein wenig Abwesend blickte ich auf die Schuhe an meinen Füßen. Sie waren hübsch keine Frage, aber irgendwie…
„Ich glaube ich probiere welche ohne Absatz… Du weißt noch in welchem Team ich bei der Prüfung der KWS war richtig?“
„Natürlich, und ich weiß auch noch das du die einzige warst die gerettet wurde, hat es etwas damit zu tun?“
Ich nickte zuerst nur, während ich aufstand und kurzerhand nach flachen Schuhen suchte. Momo wartete unterdessen noch an den Plätzen, ehe ich mit einem Karton zurückkam.

Mit schnelle Griffen hatte ich die Schuhe ausgepackt und streifte sie über meine Füße.
Römersandalen, in einem hellen Silber. Seit Jahren hatte ich solche Schuhe nicht mehr getragen, auch wenn meine Mutter mir als Kind immer mal wieder welche mitgebracht hatte.
„Bevor ich jetzt weiterrede, wie viel hat man von euch aus mitbekommen?“
Für einen Moment flog der Blick der Schwarzhaarigen in Richtung der Decke, ihr Finger leicht an ihr Kinn gelegt, wie immer wenn sie nachdachte.
„Nicht wirklich viel, immerhin hatten wir keinen Ton. Außerdem waren die Jungen kaum auf den Kameras zu sehen. Nur Dabi´s Rettungsversuch gegenüber dir ist jedem aufgefallen. Was genau ist da eigentlich passiert?“
Wie schon viel zu häufig an diesem Tag musste ich ein wenig Seufzen.
„Er hat die Trümmer zu sehr bewegt und sie haben mich und gerade mein Bein ziemlich übel eingeengt. Er ist darauf hin gegangen, und später kam Shimura und hat mich da rausgeholt.“
Mein Blick viel wieder auf die Sandalen, welche ich in der Zwischenzeit angefangen hatte zu schnüren.
Sie passten erstaunlich gut.
„Davon hat man über die Bildschirme nicht besonders viel gesehen. Nur das er zu dir gekommen ist, und kurz darauf für eine ziemliche Staubwolke gesorgt hat, als sich alles wieder verzogen hatte wart ihr Beide nicht mehr da.“
Nun blickte ich doch ein wenig überrascht auf. Wir waren doch überhaupt nicht schnell gewesen… war die Staubwolke so lange da gewesen?

Kurz debattierte ich ob ich nun alle Details zu meiner Rettung preisgeben sollte, eigentlich musste ich da nicht wirklich lange darüber Nachdenken.
„Shimura hat mich raus gezogen und bis zum Ausgang gebracht. Ich meine, sein Job wäre eigentlich erledigt als er mich aus dem Trümmern gezogen hatte, und selbst das schien ihn eigentlich nicht zu interessieren. Und trotzdem hat er mir geholfen. Bis ich an der Tür angekommen war hat er mich gestützt… Ich versteh einfach nicht warum er das getan hat…“
Einen Moment blieb es still.
Bis Momo in einem für sie üblichen, fast mütterlichen Ton redete.
„Du hast ihm doch die Handschuhe gegeben richtig? Ich kenne ihn zwar nicht, aber sieh es doch einfach als einen Ausgleich. Du hast etwas für ihn getan und er nun für dich. Aber wenn du wirklich wissen willst was seine Intuition war, rede mit ihm. Du hast nichts zu verlieren. So und bevor du jetzt noch drei Stunden weiter die Schuhe anstaarst kaufen wir sie dir.“
Ein kurzes Lachen kam über meine Lippen, ehe ich die Schleife der Schnürung öffnete.
„Alles klar. Danke das du mir zugehört hast.“
„Nicht doch, das ist selbstverständlich. Und jetzt komm schon.“

Die Sandalen verschwanden wieder in ihrem Karton und meine Füße in meinen eigenen Schuhen. Schneller als ich erwartet hatte standen wir an der Kasse und bekamen eine kleine Tüte mitsamt dem Karton im inneren überreicht.
„Wie wäre es mit einem Eis? Oder lieber eine Pizza?“
„Da fragst du noch. Pizza.“
Für einen Moment mussten wir Beide lachen, ehe ich die Tasche ein wenig angenehmer in meiner Hand positionierte. Mit wenigen Schritten hatte ich zu Momo aufgeholt und hackte mich bei ihr Unter, was sie nur mit einem weiteren Lachen erwiderte.
„Nadann lass uns los zum Italiener.“
Lachend und zumindest für den Moment ein wenig von unseren Sorgen losgelöst verließen wir die kleine Boutique wieder und machten uns auf recht direktem Weg in Richtung der Restaurants.

Einen kleinen Tisch hatten wir schnell gefunden und kaum das uns die Karten ausgeteilt wurden versank ich mit meinem Kopf fast darin.
War es ein wenig lächerlich? Ja.
Würde ich es in diesem Moment anders machen? Nein.
Das war eine der wenigen Situationen in denen ich ohne wirklich darüber nachzudenken einfach mal machen konnte, oder in diesem Fall eher, essen konnte was ich wollte, ohne mir Gedanken machen zu müssen was nun davon gehalten wird.
„Hast du dich schon entschieden Najika?“
Einen kurzen Augenblick zogen meine Augen noch über Zeilen ehe ich mich äußerte.
„Jap, eine Diavola, mal etwas anderes.“
„Oh, ist die nicht ein wenig zu scharf?“
Ein leichtes Kichern drang über meine Lippen ehe ich die Karte wieder zuklappte und an die Seite legte.
„Nun, vielleicht. Aber in den letzten Wochen waren Bakugou und Shinobi ab und an für das Abendessen zuständig, und ich muss sagen, das scharfe Essen ist eine schöne Abwechslung.“
Die Schwarzhaarige nickte verstehend ehe ihre Augen wieder über die Karte schwankten, offensichtlich fiel ihr die Wahl nicht ganz so leicht. Aber schlussendlich hatte auch sie ihre Wahl getroffen.

Unsere Pizzen kamen und mit einem großen Lächeln machte ich mich daran das  Essen zu verdrücken. Es war scharf, definitiv, aber auch wirklich lecker. Halt einfach mal etwas anderes als ich es sonst hatte.
„Was denkst du erwartet uns auf dem Sommercamp?“
Für einen Moment blieb meine Frage unbeantwortet, was aber ziemlich verständlich war, immerhin waren wir gerade eigentlich am Essen.
„Nun, ich gehe von viel Training aus. Immerhin ist es ein Camp der Yuuei, sie werden vermutlich nichts ohne Training verbringen. Zudem sind einige in der praktischen Prüfung durchgefallen, das dürfte auch eine Konsequenz haben, auch wenn sie mitkommen können.“
„Stimmt dumme Frage. Ich wüsste nur gerne wo wir nun hingehen. Aufs Meer könnte ich definitiv verzichten…“
Ein mitleidiger Blick wurde mir von der anderen Seite des Tisches zugeworfen, ehe die Schwarzhaarige erneut ihre Stimme erhob.
„Ans Meer werden wir vermutlich nicht fahren. Immerhin sind wir mit mehreren Klassen unterwegs, und ein solcher Ort wäre nun wirklich zu unübersichtlich. Ich würde eher in die Berge oder einen Wald fahren, wenn ich die Entscheidung treffen müsste.“
Als Antwort nickte ich nur kurz, ehe ich erneut in meine Pizza biss. Wenn ich die Wahl hätte würde es definitiv ein Wald werden, aber das würden wir wohl noch abwarten müssen.

„Was hältst du davon wenn wir gleich noch in eine Eisdiele gehen? Ich könnte noch einen kleinen Nachtisch vertragen.“
Ein leichtes kichern rutschte aus meinem Mund, ehe ich Momo wirklich antwortete.
„Können wir gerne machen, und denk daran du wolltest noch zu dem Schreibwarenladen. Auch wenn ich immer noch nicht weiß was du da eigentlich noch besorgen möchtest.“
Nun war es sie die ein wenig lachen musste ehe sie zu einer Antwort ansetzte.
„Es kann nie schaden ein paar Sachen in Reserve zu haben. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher das wir auch etwas im Camp brauchen werden.“
Mit einem leicht scherzhaftem Seufzen hob ich meine Hand um zu signalisieren das wir zahlen wollten, ehe ich mich wieder an Momo wand.
„Nun ich werde nie verstehen warum du sie dir nicht einfach erzeugst, aber das Teham hatten wir ja schon zur genüge.“
Die Schwarzhaarige schüttelte ein wenig ihren Kopf, ehe auch schon ein Kellner bei uns angekommen war und uns abkassierte. Wie üblich hatten wir schnell unsere Taschen zusammen gesucht und waren schon auf dem Weg das Lokal wieder zu verlassen.
„Also gut, nächster Stopp Schreibwarenladen, dann Eisdiele.“




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Da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel!
Zum Abschluss des Shoppingcenter abschnitts ein kleiner Ausflug unter Freunden. Eventuell auch weil ichbisher ein wenig das Gefühl hab die Freundschaft zwischen Najika und Momo ein wenig zu wenig behandelt zu haben...XD

Und diesmal wieder, wie schon letzte Woche angedeutet:
Ein Bild zum Kapitel!
Ich hab es wieder geschafft eines fertig zu machen, und hoffe das ich es jetzt auch wieder beibehalten kann. Wie üblich findet ihr das Bild auf DeviantArt und Instagramm.
Über Feedback auf dem Bild würde ich mich wie üblich sehr freuen.

Nun aber genug gequasselt.
Ich verabschiede mich fürs erste wieder. Nächste Woche kommt das neue Kapitel und damit startet dann auch "endlich" der Trainingscamp-Ark, also seid gespannt.

LG
Casy
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