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Am I crazy?

von Yvoo
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P12 / FemSlash
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Satoru Gojo Yuji Itadori
19.04.2021
27.07.2021
10
17.020
2
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Dieses Kapitel
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27.04.2021 1.710
 
Am nächsten Morgen hat uns Gojo alle auf das Sportgelände beordert. Langsam laufe ich den Weg entlang und sehe schon Yuji, Megumi und Nobara auf der Wiese stehen. So gut wie letzte Nacht habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr aus dem Bett gekommen. Okay, das wäre ich wahrscheinlich auch nicht, wenn ich schlecht geschlafen hätte. Je näher ich an die drei herankomme, desto nervöser werde ich. „Und du hast dich jetzt echt immer noch nicht mir ihr getroffen?“. „Nein…ich kam noch nicht dazu“. „Man, ich hab damals extra das Treffen für euch organisiert. Soll ich das mit eurem ersten Date etwa auch so machen?“. „Neee. Kümmer dich doch lieber zuerst um dich selbst… Willst du nicht mal jemanden daten?“. „Wen soll ich denn daten?“. „Megumi hat doch auch noch keine Freundin“. „Megumi ist ja auch ein Rowdy“. „Was bin ich? Wozu brauch ich denn bitte eine Freundin?“. Als ich neben den dreien stehe, sieht mich Yuji freundlich an. „Oh hey, Moemi. Wir unterhalten uns gerade über Dates und so ein Zeug. Hast du denn schon nen Freund?“. Ich sehe ihn überrascht an. „E-eh nein…“. „Najaaa… so wie sie aussieht hat sie sich schon durch halb Tokyo gevögelt“. Erschrocken sehe ich zu Nobara, welche mich entgeistert ansieht. „Hab ich gar nicht! Du bist doch nur neidisch, weil du so hässlich bist und niemand will!“, versuche ich mich zu verteidigen. Ein sarkastisches Lachen entkommt ihr. „Ich und neidisch? Ich bin immerhin hübsch genug, um mir keine zehn Tonnen Make Up ins Gesicht klatschen zu müssen, sodass ich mich vor die Tür trauen kann und muss auch nicht mit meinen “weiblichen Zügen“ punkten. Wie läufst du denn überhaupt rum hier?!“. Ich sehe sie böse an. „Immerhin habe ich was was ich zei-“. „GUTEN MORGÄÄÄN!“. Erschrocken springen wir beide zur Seite, als plötzlich Gojos Kopf zwischen uns auftaucht. „Kugisaki? Kann ich kurz mit dir sprechen?“. „Klar“, antwortet Nobara verwirrt und verschwindet kurz darauf auch schon mit dem Sensei. Peinlich berührt drehe ich mich wieder zu den Jungs. Megumi verdreht die Augen und sieht genervt zur Seite. Yuji lächelt mich entschuldigend an. „Ach, Nobara kann manchmal ein bisschen anstrengend sein“. Ich zucke mit den Achseln. Ich hab noch gar nichts gesagt und sie keift mich gleich so an. Tatsächlich habe ich gerade ein bisschen Angst davor, wie das so weitergehen soll. Vielleicht versuche ich das nächste Mal einfach gar nichts zu sagen. Wobei das bei ihr echt schwer ist. Ich kann mir absolut nicht erklären, was mit mir los ist. Aber das ist ja nichts neues. „Ich hab mich übrigens nicht durch halb Tokyo gevögelt und ich hatte auch noch nie einen Freund“. „Moemi, das hätten wir auch niemals gedacht“, antwortet Yuji beruhigend. „…und zu meiner Uniform… die Sachen passen mir einfach nicht, anders bekomme ich sie nicht an“, erkläre ich mich. „Vielleicht solltest du dir dann eine neue besorgen?“, schlägt Megumi vor. „Ja…wahrscheinlich. Ich frag Gojo später mal“. Yuji sieht mich nachdenklich an. „Aber ich finde, die Uniform sieht so viel cooler aus. Oder etwa nicht?“. Ich fange an zu kichern. Immerhin gibt es eine Person, die mich irgendwie mag. Zumindest bis jetzt. Hoffe ich.

Ein paar Augenblicke später kommen auch schon Gojo und Nobara zurück. „Gut. Da das jetzt geklärt wäre…“. Gojo blickt in die Runde. Nobara sieht ein bisschen beleidigt aus. Um was es wohl ging? „…Moemi, du hast deine Karten dabei?“. „Klar“, antworte ich und hole die kleine Box aus meiner Gürteltasche. „Gut. Megumi, greif sie an“. Wir blicken beide verwirrt zu Gojo, welcher es sich gerade auf einem Klappstuhl bequem macht. Wo hat er den denn jetzt her? „Na los, macht schon. Ich hab Hunger“. „Kommen sie nicht gerade erst vom Frühstück?“, fragt Nobara kritisch. „Ja und jetzt wird’s Zeit zum Brunchen. Los, los. Wir müssen doch herausfinden, wie viel Moemi draufhat“. Ich sehe Megumi achselzuckend an. „Okay…dann halt dich bloß nicht zurück, ja?“. Dass ich jetzt wirklich gegen einen meiner Kameraden kämpfen muss... Gut, was sollte ich sonst erwarten, wenn es ums Training geht? Eine Runde Baseball? 10 Runden Laufen? „Ich werd dir nicht weh tun“, erwidert Megumi und geht in Angriffsstellung. Ich grinse. „Tu dir keinen Zwang an“. Dann ziehe ich eine der Karten und halte daraufhin schon silbernes Katana in der Hand. „Wer fängt an?“, frage ich verwirrt. Daraufhin rennt Megumi schon auf mich los und versucht mich mit einem Sidekick treffen. Ich springe zur Seite und halte schützend mein Schwert vor mich. „Daneben“. Schon wieder springt er in meine Richtung und versucht mich diesmal mit der Faust zu treffen. Doch ich bücke mich sofort und ramme ihm meinen Oberkörper in seinen Bauch. Schnell löst er sich von meinem Griff und springt zurück. Ich sehe nachdenklich auf mein Katana und gehe dann zum Angriff über. Gekonnt blockt er mich mit seinen Holzstäben ab. Dann fange ich an, um ihn herumzutänzeln und nach einer guten Gelegenheit zu suchen, um ihn zu packen. „Du kannst Schwertkampf?“, fragt Yuuji beeindruckt. „Ich kann alles“, antworte ich ein bisschen zu eingebildet, überrascht von mir selbst. Meine Betreuer bestanden darauf, dass ich mich in so viele Clubs und Kurse wie möglich einschreibe, damit ich ja unter Leuten komme. So hab ich mich einfach für alle Kampfkurse angemeldet.
Nach weiteren 10 Minuten Schlagen und Blocken bleibt Megumi plötzlich stehen. Ich hüpfe ein paar Schritte nach hinten und blicke ihn misstrauisch an. „Im Nahkampf bist du echt gut“, erwidert her, hebt beide Hände und durch seine Fluchkraft fängt er leicht an zu glühen. Was hat er jetzt vor? „Megumi, meinst du nicht…“, höre ich Yuuji rufen. „Ach, lass ihn doch machen!“, unterbricht ihn Gojo, welcher immer noch entspannt unseren Kampf verfolgt. Auf einmal taucht vor mir ein großer schwarzer Hund auf. Für einen kurzen Moment sehe ich ihn überrascht an, doch dann grinse ich und ziehe eine weitere Karte aus dem Stapel. Neben mir erscheint schneeweißer Wolf, welcher mindestens genauso groß ist, wie der von meinem Gegenüber. „Das ist Snowflake“, stelle ich ihn vor, woraufhin sich das Tier neben mir verbeugt. „Wow! Du kannst auch Shikigamis hervorrufen?“, brüllt Yuuji begeistert. „Shiki-was?“, frage ich leicht verwirrt. Ich habe ihn nur mit meiner Karte hervorgerufen. Mehr weiß ich leider nicht. „Okay, okay! Das reicht! Bevor hier noch Welpen entstehen!“, unterbricht uns Gojo. Ich blicke zu Megumi, welcher leicht gelangweilt sein Shikigami zurückholt. „Yuuji, greif sie an!“, brüllt Satoru auf einmal und sofort sehe ich Yuuji auf mich zufliegen. Im letzten Moment kann ich noch meine Fähigkeit dazu verwenden, um mich unverwundbar zu machen und fliege nach seinem Treffer mindestes 10 Meter durch die Luft, bis ich auf meinem Hintern lande. Die anderen sehen mich alle erschrocken an. „TUT MIR LEID! Das war wohl ein bisschen zu fest…“, ruft mir Yuuji zu. „ALLES GUT! HAT NICHT WEH GETAN!“, rufe ich zurück und rappele mich wieder auf. Bin ich froh, dass mir Mutter als ich klein war, diese eine besondere Karte gegeben hat. Seitdem kann ich diese Kraft anwenden, wann immer ich will, selbst ohne sie. Dann ziehe ich die nächste heraus und halte auch schon einen großen Morgenstern in der Hand. „Na dann pass mal auf!“. Mit voller Kraft stürme ich in seine Richtung und schleudere die Kugel so schnell auf ihn, wie ich nur kann. Im Sportunterricht war ich immer die beste im Weitwurf. Einmal flog der Ball sogar bis zur Straße. Das war ein bisschen unangenehm. „Huh was ist das denn?“, fragt Yuuji überrascht, springt aber noch in letzter Sekunde zur Seite. Der Morgenstern ist nun auf dem Weg, direkt in Nobaras Richtung, welche nur geistesabwesend in die Luft starrt. „NOBARA!“, brülle ich voller Panik, greife nach meiner Karte und lasse die Kugel direkt vor ihrer Nasenspitze verschwinden. Das war knapp. Hätte er sie getroffen… Das hätte weh getan. Das wäre das Letzte, was ich jetzt noch wollen würde. Mit zittrigen Händen gehe ich wieder zu den anderen zurück, welche mich nur noch stumm ansehen. „Tut mir…“, fange ich an zu nuscheln, doch sofort unterbricht mich Nobara und stampft wütend auf mich zu. „WOLLTEST DU MICH ETWA GERADE MIT DIESEM TEIL ABWERFEN?!“. Für einen kurzen Augenblick starre ich sie mit offenem Mund an, doch dann kommt wieder eine Wut in mir auf. „Hätte ich das gewollt, dann hätte ich sie nicht zurückgeholt! Außerdem, was kann ich denn dafür, wenn du hier Löcher in die Luft starrst?!“. „DU hättest auch einfach aufpassen können!“. „WOZU?! Ich hatte den Kampf mit Yuuji, kann ich doch nichts dafür, wenn du nicht… BOAH ICH HÄTTE DIE KUGEL EINFACH WEITER IN DEIN HÄSSLICHES GESICHT FLIEGEN LASSEN SOLLEN!“. „Määädels…!“. Gojo ist mittlerweile wieder aufgestanden und versucht uns zu beruhigen. Beleidigt drehe ich mich um und verschränke meine Arme unter der Brust. Das ist doch nicht ihr Ernst. Als ob das meine Absicht war. Was genau ist eigentlich ihr Problem?! Da kommt mir auf einmal eine Idee. Langsam ziehe ich eine neue Karte aus meinem Stapel und halte daraufhin auch schon eine kleine, braune Katze im Arm. Keine Ahnung, zu was die gut sein soll, aber mal sehen. Schnell drehe ich mich um und halte sie Nobara hin. „Hier nimm!“. Sie sieht mich misstrauisch an. „Was soll ich damit? Soll das jetzt ne Entschuldigung sein, oder was?“. „Jetzt nimm schon!“, drängele ich weiter und drücke sie ihr in die Hände und bemerke, wie das Tier sich sofort wehrt und anfängt sie zu kratzen. „HEY!“, brüllt sie mich an und ich drehe mich wieder kichernd von ihr weg. Das hat sie nun davon. Sie kann mir gerne wütend sein, aber nicht, wenn ich nichts dafürkann. Auf einmal höre ich ein Schreien hinter mir. Auch die anderen drei geben einen erschrockenen Laut von sich. Vorsichtig drehe ich mich wieder um und sehe plötzlich einen riesengroßen Schatten hinter mir. „E-eh was?!“, stottere ich uns sehe zu Nobara, welche am Boden liegt und erschrocken nach oben sieht. Die Katze ist mindestens 15 Meter groß geworden. „ACH DU-“, brülle ich und stecke sofort meine Karte wieder zurück, woraufhin das überdimensionale Tier wieder verschwindet. „J-jetzt weiß ich, wozu diese Karte gut ist…“, murmele ich verlegen und gehe an den anderen vorbei. „I-ich muss mal…aufs Klo…“. Auf einmal steigen mir Tränen in die Augen. Ich glaube, ich will jetzt lieber allein sein.
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