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memento mori

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Het
17.04.2021
24.04.2021
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1.572
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17.04.2021 948
 
Kapitel 1: Schmerz

Das Erste, dass sich wirklich vernehmen konnte, waren unangenehm Schmerzen. Besonders von meiner Wirbelsäule und auch den Schulterblättern strahlte ein Schmerz aus, der dumpf mit jedem Herzschlag wieder halte.
Es fühlte sich nicht an, als würde sich mein ganzer Körper taub. Vielmehr wirkt es so, als wäre er wund. Es schmerzte einfach, dass Druck darauf ausgeübt wurde, während sich seltsamerweise besonders meine Fußsohle und auch meine Waden unangenehm anspannten, wenn ich mich auch nur ein wenig bewegte. Von meinem restlichen Körper ganz zu schweigen.
Daher war es eine unglaublich große Überwindung für mich, dass ich mich nun daran versuchte meine Augenlider zu öffnen.
Da es allgemein recht hell zu sein schien, konnte ich auch mit geschlossenen Augen erkennen. Jedoch war es in den ersten Minuten unglaublich unangenehm, weswegen ich mich erst jetzt daran versuchte überhaupt meine Augen zu öffnen.
Die Bezeichnung, dass die Lider wie aus Blei zu sein schienen, war dabei zum ersten Mal ein Untertreibung.
Ich war auch schon gewillt aufzugeben, jedoch siegte zum Schluss dann doch mein Trotz, weswegen ist sie einen Spalt weit öffnete. Im selben Moment jedoch sofort wieder zu fallen ließ.
Es war unglaublich unangenehmen.
Viel zu hell, als dass ich mich dazu überwinden könnte, sie noch mal zu öffnen.
Allein dieser Versuch kostete mich jedoch unglaublich viel Energie, weswegen ich mich für einen Moment ausruhen wollte. Dabei wurde mir jedoch das dröhnende Pochen in meiner Schläfe nur umso bewusster, das einem konstanten Schlagen eines Hammers auf meinem Kopf gleich kam.
Tatsächlich hatte ich noch nie solche Schmerzen empfunden, weshalb ich nicht einmal mir selbst erklären konnte, wie ich in diese Lage gekommen bin.
Hatte ich einen Unfall?
Bin ich krank geworden?
Habe ich mir eine besonders schlimme Grippe zugezogen?
Ich versuchte meinen Mund zu öffnen, jedoch spürte ich direkt, wie rissig und trocken er war.
Es tat unglaublich weh meine Muskeln zu bewegen und schmeckte tatsächlich im selben Moment auch einen bekannten salzig-metallischem Geschmack.
Blutete ich etwa?
Ich versuchte mir einmal über die Lippen zu lecken, aber das gelang mir mehr schlecht als recht.
Wie lange musste ich denn schon schlafen, dass ich in dem Zustand bin?
Die Frage war Anlass genug, weswegen ich mich erneut an versuchte meine Augen zu öffnen.
Langsam hatte ich mich auch an meine helle Umgebung gewöhnt, weswegen ich mich nicht mehr sofort dem Licht abwenden wollte, als ich meine Lieder ein zweites Mal an Spalt weite öffnen konnte.
Ich zwang mich auch dazu sie noch weiter aufzuschlagen, als mich der Versuchungen zugeben, die schweren Augen wieder zu schließen.
Belohnt wurde ich im selben Moment, da ich nun einen samtweichen Stoff wecken konnte. Zumindest wirkte das tiefe Rot vor mir verlockend, weswegen ich am liebsten darüber streichen wollte.
Es lud ein wissen zu wollen, ob es nicht nur so angenehm und weich aussah, sondern sich auch genauso anfühlt.
Ohne es wirklich zu bemerken, versuchte ich das sogar in die Tat umzusetzen. Realisiert hatte ich das auch nur, als meine Hand plump an meiner Seite auf das Laken viel, ohne annährend sein Ziel erreicht zu haben. Ich hatte keinerlei Kraft in meinen Gliedmaßen.
Anfangs dachte ich, dass es nur an der Müdigkeit und meiner Orientierungslosigkeit lag, jedoch schien ich tatsächlich bewegungsunfähig zu sein.
Sofort überkam mich blanke Panik, weswegen ich mich versuchte zu erinnern, was ich zuletzt gemacht habe. Jedoch war es wie ein Nebel, durch den ich erst einmal dringen musste. Es war verwirrend und kein Gedanke wirklich klar.
Wer war ich?
Was mache ich hier?
Parallel versuchte ich durch den Raum irgendwelche Anhaltspunkte zu erhalten, jedoch kam mir nichts bekannt vor.
War das mein Zimmer?
Wenn das so wäre, sollte ich mich doch daran erinnern, richtig?
Meine Unsicherheit und Sorge stieg mehr und mehr, weswegen ich mich nun daran versucht aufzustehen. Jedoch konnte ich mich nicht einmal aufrichten, geschweige denn aus dem Bett kommen.
Erneut versuchte ich es, aber zwecklos. "Ein Schritt nach dem anderen.", murmelte ich an mich selbst gerichtet und versuchte erst einmal mein Gewicht zu verlagern, sodass ich mich auf die Seite legen konnte.
Tatsächlich funktioniert das nach dem vierten Versuch, jedoch kostet es mich unglaublich viel Kraft, weshalb ich am liebsten aufgeben und wieder schlafen würde. Der kalte Schweiß, der sich auf meinem schmerzenden Rücken ausbreitete und auch auf den Handinnenflächen, war dabei unglaublich unangenehm.
Am liebsten würde ich sogar vor dem Schlafen noch ein schnelles Bad nehmen wollen, jedoch würde das nur noch mehr Nerven, Zeit und Energie kosten, die ich nicht hatte.
Zudem ist das ursprüngliche Problem, dass ich nicht einmal weiß wo das Bad ist, ebenfalls noch zu klären.
Fest presste ich meine schmerzenden Lippen zusammen, als ich es
endlich an den Rand des Bettes geschafft hatte.
Im selben Moment öffnete ich jedoch fast schon schnappend nach Luft. Ich war tatsächlich außer Atem und dieser war auch noch unregelmäßig. Als hätte ich gerade die größtmögliche körperliche Anstrengung hinter mir, obwohl ich nicht mal einen halben Meter gekrochen bin.
Dementsprechend schmerzhaft war der plötzliche Fall, da ich die Entfernung zur Matratze unterschätzt hatte und nun tatsächlich aus dem Bett führt.
Zunächst donnerte mein Ellbogen gewaltsam gegen den harten Holzboden, bevor meine Schulter sogar gegen mein Kinn donnert und ich wie eine Puppe zu Boden fiel.
Ich konnte den Aufprall weder abfedern, geschweige denn verhindern. Das Einzige was ich jedoch in dem Moment wahrnehmen konnte war blanker Schmerz. Mein ganzer Körper fühlte sich an wie ein bloßer Nerv, den man völlig überreizt hatte.
Ein erstickter Laut kam mir über die Lippen, jedoch war ich regelrecht sprachlos. Mir blieb der Atem stehen, weil keine Empfindung von zuvor diesen Schmerz gleich kam.
Was war nur mit mir los?
Warum tat es so fürchterlich weh?
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