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Verlorene Ehre

von Diane
GeschichteHumor, Familie / P16 / Mix
Marco der Phoenix OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Whitebeard alias Edward Newgate
13.04.2021
16.05.2021
10
19.190
12
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04.05.2021 1.874
 
Wara | 13. April | 16 Uhr 11

„Ich dachte unsere Wege hätten sich getrennt, Cel?“, ertönte Aces Stimme und ich öffnete mein Auge. Meine Herren hatte er lange gebraucht wieder hier her zu kommen. „Wieso bist du also hier? Und warum ist da ein Beiboot an meinem Striker?“ Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich ihn getriezt aber die Situation ließ es nicht zu. Nicht für mich. Nicht gerade.
„Dein werter Ex-Kollege hat es gewagt meine Schwester zu entführen. Sie ist 15, Ace“, erklärte ich es ihm und lächelte. „Ich glaube wir haben jetzt beide gleichermaßen ein Recht sich mit ihm anzulegen, oder?“
Verachtung. Das war es was ich in Aces Blick sah. Es war das eine, wenn er seinen engstirnigen Blick beibehalten konnte, nicht zu wissen was Teach anstellte, nachdem er seine Bande verraten hatte. Das andere, wenn ich es ihm förmlich vor die Schuhe schmiss. Und noch dazu habe ich mit Ace eine Woche verbracht. Er kannte mich. Ob er es wollte oder nicht, er war emotional mit mir verwickelt und empfand das ganze dadurch noch schlimmer. Und ich würde es zur Genüge ausnutzen, wenn es mir dabei half Teach an den Kragen zu gehen.
„In dem netten Beiboot ist eine kleine Küche, wo auch bereit Vorräte drinnen sind. Wir können noch heute los, wenn du einen Anhaltspunkt hast. Ich hab nämlich keinen.“ Dazu schien keiner aus meiner Familie oder den Angestellten nämlich fähig gewesen zu sein. Sich zu erkundigen, wohin die Person aufgebrochen ist, nachdem er meine Schwester und die jüngste Prinzessin des Landes entführt hatte. Wie ich Inkompetenz hasste. Aber gut. Aber gut…
„Durchaus. Ich habe gehört er sei auf Sandy no Island gesichtet worden. Er soll sich in der Wüste verstecken. Aber genaueres wusste die ältere Dame auch nicht“, erklärte Ace, während er an mir vorbei trat und seinen Seesack in den Stricker schmiss und mir seine Hand zum Einsteigen hinhielt, welche ich nur dankend annahm.

Es war weit später als Mitternacht während wir am Rücken liegend den Sternenhimmel beobachteten als Ace mich auf etwas ansprach. Etwas das ich so nicht erwartet hatte.
„Glaubst du, dass es einfacher ist, wenn man reich ist? Oder wenn man mehr Macht hat als wir?“ Ich hob meine Augenbrauen. Oh je.
„Was hast du im Dorf gehört, Ace?“, fragte ich und schloss mein Auge wieder. Ich konnte es mir eigentlich denken, aber…ich wollte nicht. Warum hatte ich gefragt? Ich bereute es.
„Ich weiß nicht…Die Dorfbewohner haben über die Königsfamilie geschwärmt – gefühlt in jedem Satz, obwohl ich nur nach Teach gefragt habe“, erzählte er und ich spürte diesen altbekannten Schmerz in meiner Brust. „Aber keiner schien erwähnen zu wollen, dass diese Familie von Unheil heimgesucht wird.“
Mir fiel das Schlucken schwer. Doch allen Seegöttern sei Dank redete Ace einfach weiter. Schien nur eine Pause gemacht haben, um zu denken. Doch ich lag falsch. „Nur diese alte Frau. Die Einzige, die mir helfen konnte, war auch die Einzige, die mir erzählte, dass sowohl Königin als auch erster Prinz starben und eine Prinzessin von einem Piraten entführt wurde.“
Mir schlug das Herz bis zum Hals, während ich meinen Kopf nach links drehte und Ace anblickte der ebenso seinen Kopf gedreht hatte. Und ich spürte das Brennen in meinem Auge.
„Wieso also glaube ich nicht, dass es ein Zufall ist, dass du auf einmal mit Sack und Pack vor mir stehst und sagst deine Schwester sei entführt worden.“ Und ich wusste nicht wirklich was darauf zu sagen. Nur mein Sarkasmus. Ja der blieb.
„Du hast den Teil vergessen wo mein älterer Bruder Selbstmord begangen hat und meine Mutter einer Krankheit erlegen ist“, kam es von mir und ich sah ihm fest in die Augen. „Oder wie der König zuvor abdankte, weil ihn mein Vater ermordet hat, weil er die Insel nicht gut führte. Kannst du dir vorstellen deinen eigenen Vater umzubringen?“
„Kommt drauf an ob es mein leiblicher ist oder Whitebeard, Cel.“
Mir fuhr ein Schauer durch meinen Körper und mein Auge weitete sich, bevor ich meinen Kopf drehte und wieder in den Himmel schaute. Was…Was war das? Was hatte ich da gerade…? Ich…Angst. Das war es. Das Gefühl. Dieser Schauer.
„Aber mal ehrlich…Warum hast du mir nicht gesagt, dass ich eigentlich eine Prinzessin am Board habe.“ Und ich lächelte leicht. Hätte ich mich etwa so vorstellen sollen? Das wäre mir peinlich.
„Hätte es etwas geändert, Ace?“ „Nicht wirklich.“ Aber dieses Gefühl, als Ace seinen Vater ansprach… Nein, ich würde dem nicht nachgehen. Das schien ein Einblick zu sein, den ich so nicht hätte haben dürfen – da war ich mir sicher.
„Erzähl mir etwas über deine Schwester, Cel.“ Wollte er mich oder ihn damit foltern? Ich war mir nicht sicher. Aber gut. Ich würde sicher keine Chance vergehen lassen mit meiner jüngeren Schwester anzugeben.
„Hab ich dir eigentlich schon erzählt was für eine Schönheit meine kleine Lizzy ist, Ace? Selbst du, für dein männliches Faible würdest dich in sie vergucken.“ „Genau…“ „Wahrheit. Sie hat die schönsten schwarzen Haare und dunklen Augen. Wenn man jedoch genauer schaut, hat man einen dunklen Pinkton gesehen.“ Im nächsten Moment fiel mir mein Lächeln aus dem Gesicht, als ich Ace grinsen sah. „Was?“
„Bis auf den Pinkton…Sieht sie aus wie ich also?“ Ich öffnete meinen Mund um etwas zu erwidern nur um nicht sagen zu können. „Sie…hat keine Sommersprossen und ist nicht tättowiert“, brachte ich schließlich raus. Und Ace hob seine Augenbrauen. „Aha.“ Und ich spürte die Hitze in meinem Gesicht.
„Auf jeden Fall!“, kam es von mir. Und das wesentlich lauter als gewollt. Etwas das Ace nur breiter grinsen ließ. „Im Vergleich zu mir liebte Lizzy unsere Heimat. Zu einem Grad den ich bis jetzt nicht verstehen kann. Nicht im Geringsten. Sie liebte es ins Dorf zu gehen und einfach mit jeden zu reden. Sich das Leid von jedem anzuhören und zu versuchen ihnen zu helfen – ich weiß echt nicht was da nicht stimmte. Ich meine – mit 15 bin ich glaub ich das erste Mal erfolgreich von der Insel abgehauen. Und das hatte ich jahrelang zuvor schon versucht gehabt.“ Nein, ich wusste wirklich nicht was sie in dieser Insel sah. Es war eine Insel genauso wie jede andere auch.
„Sie ist einfach eine Frohnatur. Ist doch schön, oder nicht?“ Wenn es so einfach wäre. Ich bezweifelte es. „Ich weiß nicht, Ace. Ich glaub teilweise sie versteift sich in Extremen. Sie hatte ihre Mutter kennengelernt und musste doch ohne sie erwachsen werden. Ich war immer am Sprung und mein Vater hattet nur Augen für die Insel…“, erzählte ich, bevor ich mir die Sterne im Himmel genauer anblickte. Sie leuchteten heute so hell. Ein wenig zu hell sogar für meinen Geschmack – es war unpassend. „Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht so oft bei ihr war. Aber auf der anderen Seite…Sie fand es cool, dass ich nur mehr einen Arm und ein Auge habe.“ Ja, den Tag würde ich wohl so schnell nicht vergessen. Die Beerdigung meiner Mutter…Es tat weh.
„Sieht ja auch cool aus“, meinte Ace und ich musste grinsen. So ein Trottel. „Aber mir geht es da ähnlich. Ich hab Ruffy auch zurückgelassen als ich in See gestochen bin. Doch so eng würde ich das nicht sehen – der Trottel ist ja jetzt selbst Pirat und auch schon auf der Grandline.“
Ich glaubte, das war das erste Mal, dass ich Ace so lachen hörte. Laut und…ja, und vor allem ehrlich und von Herzen. Man sah, wie sehr er seinen kleinen Bruder liebte. Es war schön zu sehen.
„Hey…Ist Sandy Island nicht die direkte Insel nach Drum, wenn du den Logport benutzt?“, fragte ich und grinste Ace an. „Vielleicht siehst du deinen Bruder dort wieder.“ Und wie er auf einmal zu strahlen begann. Ich hoffte für ihn, dass er ihn dort wiederfinden würde. Für mich selbst hoffte ich das eher weniger – aber für Ace? Ja. Für ihn schon.
„Was anderes, Cel.“ Und ich stockte, während ich mich gerade zur Seite drehen wollte. Der Schlaf kam schließlich nicht von irgendwo her. „Hm?“ „Wenn deine Schwester bei Teach ist und du sie wieder hast…Verschwinde von der Insel, ja?“
Ich drehte meinen Kopf um Ace in die Augen zu schauen. Augen voller Wut und Trauer, aber eben immer noch einer gewissen Unsicherheit. Und irgendwie…Nein.
„Mal schauen, Ace. Es kommt, wie es kommt.“

Marco wusste nicht so ganz was er davon halten sollte. Irgendwie freute es ihn, dass Aces weibliche Begleitung nun doch etwas länger mit ihm segeln würde. Zum andern…nicht so sehr. Schließlich schienen nun beide das Endziel Teach zu haben. Was wiederum bedeutete, dass sie keine Hilfe dabei war ihn davon abzuhalten gegen Teach zu kämpfen – da das wohl auch ihr Ziel war.
„Halt die Klappe du Nervensäge und koch den Fisch fertig!“
Marco hob seine Augenbrauen, während er zu Vater hochblickte, der jedoch breit zu grinsen schien. So ganz verstand der Vize die Situation noch nicht. Was passiert zwischen den beiden?
„Aber Mal ehrlich, Marco. So unter uns“, ertönte plötzliche die weibliche Stimme des Duos aus der Teleschnecke. „Wenn der Trottel je einen abbekommt, dann tut mir sein Zukünftiger aber sowas von Leid. Pillepalle von erster Liebe und sowas – einen Trauerdienst müssen wir dann kollektiv halten.“ „CELESTE!“ „BRAT DEN FISCH, ACE!“ Und schon hörte man wieder etwas scheppern. Marco jedoch hatte ganz andere Probleme.
„Aye?“, fragte er, doch natürlich war Celeste gerade nicht bei der Teleschnecke. So blieb seine Frage wohl komplett unbeantwortet. Ace stand auf Männer? Nun…Das hatte sie doch gesagt. Aber ob es als Spaß gemeint war? Irgendwie fehlte da der Unterton und auch Ace’s Reaktion darauf. Na Hoppala.
„Entschuldige Marco, sie hat ihre Momente.“ „Ja, weil ich nach zwei Wochen mit dir auf See schon drei Mal überlegt habe ob ich dich über Board trete und einmal ob ich selbst springe.“ „Sie meint ich schnarche. Kannst du das Glauben Marco? Dabei schnarcht sie.“ Im nächsten Moment hörte er ein gurgelndes Geräusch nur um wieder etwas scheppern zu hören.
„Die beiden scheinen sich gut zu verstehen, mein Sohn.“ Marco hob seine Augenbrauen. War das sein Ernst? Das war doch nicht…Doch es war sein Ernst. Ein Blick reichte. „Zumindest hat Ace seinen Spaß“, ertönte nun auch Jozus Stimme. Fand nur er selbst das Ganze komisch? Anscheinend.
„Ah, Ace. Dein Bruder scheint wirklich auf Sandy Island zu sein“, kam es schließlich von Marco. Deswegen hatte er ja eigentlich angerufen. „Du müsstest ihn also ziemlich sicher über den Weg laufen.“
Eigentlich hatte er mit einem Ausruf der Freude oder einem Danke gerechnet, doch nichts dergleichen passiert. Stattdessen hörte er wieder Celestes Stimme. „Er würde sich bei dir bedanken, Marco, wenn er nicht gerade mit Vollgas auf die Insel zufahren würde“, kam es von ihr und aus ihrer Stimme hörte er die Freude. „Also Danke, Marco. Wir melden uns, wenn wir wissen ob Teach wirklich auf der Insel ist oder nicht.“
Ah, das hatte er schon wieder vergessen. Doch noch bevor er etwas sagen konnte, hatte sie bereits aufgelegt. Nun ja, wahrscheinlich gab es noch das ein oder anderer zu packen, bevor sie anlegen würden. Doch Marco selbst ließ es mit einem bitteren Geschmack im Mund zurück. Irgendetwas passte ihm nicht.
„Mach dir nicht so viele Sorgen, mein Sohn. Es wird schon alles gut werden.“
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