Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kampf um denn zehnerrat

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
12.04.2021
26.08.2021
49
79.867
1
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
17.07.2021 1.766
 
Eizan war blitzschnell in sein Zimmer gelaufen um alles einzupacken was wichtig wäre. Aber was war nur plötzlich mit seiner kleinen Nené los? Warum war sie so panisch? Er hatte Nené noch nie so ängstlich erlebt. Eigentlich hatte Nené scheinbar nie Angst. Daher stand es für Eizan fest das er ihr natürlich sofort glaubte. Aber so plötzlich? Das würde sie ihm auf jeden Fall noch richtig erklären müssen. So nahm er seine Tasche und lief wieder zurück zu Nenés Zimmer. Sie hatte ihre Abwesenheit mit dem Direktor geklärt und packte ebenfalls alles wichtige ein. Eizan half ihr und gemeinsam gingen sie zu seinem Auto um zu verschwinden. „Nené bitte erklär mir doch endlich mal was das alles hier soll. Warum bist du so aufgeregt? Wieso müssen wir denn fliehen?" Fragte Eizan jetzt auch ziemlich besorgt. „Das klären wir später. Ich werde dir alles erzählen. Keine Sorge. Aber als erstes müssen wir dein Auto wechseln." Eizan sah sie jetzt doch etwas irritiert an. „Nené, bist du dir sicher das es dir gut geht? Ich glaube dir natürlich süße, aber kann es vielleicht sein das es von deiner Kopfverletzung kommt? Ich kann doch nicht einfach so mein Auto wechseln. Wie stellst du dir das denn vor?" Nené kramte in ihrer Tasche. Holte ein paar Scheine raus. „Wo hast du denn das Geld her? Hast du irgendwas kriminelles angestellt das wir jetzt abhauen müssen?" Fragte Eizan jetzt doch sehr erschrocken. Nené lachte. „Nein. Das würde ich nicht machen. Ich bin auf einem sehr strengen Mädchen Internat aufgewachsen. Ich habe Kai angerufen. Er wollte auch unbedingt wissen wo wir hinfahren. Aber das habe ich ihm nicht gesagt. Niemand darf es wissen. Darum habe ich dich auch mitgenommen Etsuya. Ich würde es ohne dich nicht lange aushalten." Sagte Nené und lächelte ihn verliebt an. Eizan wurde ganz warm ums Herz und er wurde knallrot. Niemals in seinen Leben war er jemanden so wichtig gewesen wie Nené. Daher würde er bedingungslos machen was ihr helfen würde. Eizan wollte sie beschützen. Komme was wollte. „Ich hätte es auch nicht so gut verkraftet wenn du plötzlich weg gewesen wärst." Antwortete er schließlich. „Würdest du mir denn jetzt endlich mal erzählen was eigentlich los ist und wir so abrupt abhauen müssen? Wo möchtest du denn eigentlich überhaupt hin süße?" „Erstmal müssen wir dieses Auto verkaufen und ein neues holen. Aber nicht von dem selben Händler. Der könnte sagen welches Auto statt dessen gekauft haben und alles wäre umsonst gewesen." „In Ordnung. Fahren wir zu dem nächsten Auto Händler. Die Polizei wird uns ja hoffentlich nicht verfolgen. Wir haben ja nichts strafbares gemacht und für die sind wir dann bestimmt sowieso nur ausgebüxt und sie gehen der Sache nicht mehr nach." Meinte Etsuya und kurze Zeit später war dann auch das Auto verkauft. Mit dem nächsten Bus fuhren sie weiter raus. Als Nené und Eizan einen Gebrauchtwagen Händler fanden stiegen sie aus und betraten denn Hof. Nené war tatsächlich ziemlich clever und hatte für alles gleich die perfekte Lösung. Als wenn Nené es länger geplant hat. Wollte sie Eizan etwa umbringen und hatte ihm daher nichts gesagt? Ihre Spuren verwischte sie ja unglaublich gut. Langsam wurde es Eizan doch etwas mulmig. „Möchtest du dir nicht dieses Mal ein Auto aussuchen Nené? Welches würde dir denn gefallen?" Fragte Eizan und es fühlte sich plötzlich wieder so gut an mit ihr. Als wären sie ein Ehepaar was sein erstes Familien Auto für denn Nachwuchs kauft weil der alte zu klein für ein Kind wäre. Nenes mordpläne ließen ihn allerdings trotzdem nicht los. „Ja schau mal, der ist doch wahnsinnig süß. Er hat eine so schöne Farbe." Schwärmte Nené und sah einen Bordeaux farbenden Kleinwagen. Eizan gefiel er ebenfalls und so wurde er gekauft. Da dieses Auto Bordeaux war und nicht Nenés Prinzessinnen Pink konnte sich Eizan gut damit abfinden. So stiegen sie ein und fuhren los. „Nené, du sagst mir jetzt bitte sofort wo wir hinfahren. Sonst halte ich an und fahre keinen Meter mehr. Planst du mich umzubringen?" Fragte Eizan tatsächlich mit sehr ernsten Gesichtsausdruck. Da begann Nené herzlich zu lachen. „Nein, um himmelswillen. Ich würde dich doch niemals ermorden Etsuya. Du brauchst wirklich keine Angst zu haben Schatz." Beruhigte Nené ihn. „Wir fahren zu einer wahnsinnig lieben Frau die ich fast 15 Jahre nicht mehr gesehen habe. Dort wird uns niemals irgendjemand vermuten. Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut und dann erkläre ich dir auch alles. Bitte vertrau mir." Sagte Nené und hielt die ganze Fahrt seine leicht zitternde Hand. Erklärte ihm wohin er fahren musste. Zwischendurch erzählten sie sich Witze und die Stimmung im Auto wurde lockerer. Eizan entspannte sich auch wieder und freute sich auf denn erzwungenen Urlaub mit Nené. So konnte er sie besser kennen lernen und beide verbrachten viel Zeit miteinander. Nené sagte Eizan noch eine genaue Adresse bevor sie einschlief. Dort angekommen stand er vor einem sehr schönen alten Bauernhof. Ob noch immer Tiere hier waren konnte er nicht sagen. Es war schon sehr spät geworden, da beide noch eine längere Pause gemacht hatten um etwas zu trinken und zu Essen. Anschließend hatten sie noch ein paar Wasserflaschen gekauft und etwas süßes. Eizan fütterte Nené lachend mit fruchtgummi. Kurz blieb Eizan noch sitzen. Genoss denn Anblick und vor allem diese wunderschöne Stille. Dann beobachtete er Nené. Sie sah so unglaublich schön aus. Wirklich wie eine Elfe. Er gab ihr einen sanften Kuss und sie wachte langsam auf. „Hey meine schöne. Wir sind da. Ist das die Adresse die du gemeint hast?" Fragte er sie. Nené sah noch sehr verschlafen aus dem Fenster. Ihr Blick fiel auf denn alten Bauernhof. Sie war plötzlich wieder hellwach. Ihr Gesicht strahlte förmlich. „Ja wir sind da. Ich bin so aufgeregt. Ich habe Jules schon so lange nicht mehr gesehen." Dann stieg sie schnell aus und rannte förmlich zur Tür um zu klingeln. Eizan blieb noch in sicherer Entfernung am Auto stehen. Die Tür öffnete sich tatsächlich. Eine sehr hübsche Mitte 40 jährige Frau öffnete ihr. Nené verneigte sich vor ihr. „Hallo Jules. Ich weiß nicht ob du dich überhaupt noch an mich erinnern kannst. Ich bin Nené Kinokuni." Sagte sie und sah hoffnungsvoll die Frau an. Die überlegte ganz kurz. Dann schien es ihr aber sofort wieder einzufallen. Sie lächelte Nené freundlich an. Zog sie in ihre Arme. „Meine Güte Nené. Du bist ja schon fast erwachsen. Ich freue mich so sehr darüber dich zu sehen. Wie geht's dir denn? Und wer ist dieser hübsche junge Mann?" Zwinkerte Jules ihr zu. „Das ist Etsuya Eizan. Mein Freund. Er ist harmlos." Sagte Nené und beide kicherten wie kleine Mädchen. „Ich kann euch übrigens hören." Sagte Eizan schmollend und kam mit denn Koffern auf die Frauen zu. Gab Jules die Hand. „Guten Tag. Ich bin Etsuya." Lächelte er. „Angenehm Jules. Aber warum steht ihr süßen mit Koffern vor meiner Tür? Seid ihr auf eine Art Road Trip?" Fragte sie die beiden. „Leider nicht. Können wir vielleicht reinkommen? Dann erzähle ich euch alles." „Klar, kommt rein. Macht es euch gemütlich. Habt ihr Hunger?" Beide nickten und Jules holte etwas. Das Essen fand Nené noch immer überragend gut. Sie wusste schon warum Jules seid dem Kindergarten ihr absolutes Vorbild war. Auch Eizan schmeckte es sehr gut. „Also Nené was ist denn passiert?" Fragte Jules schließlich, nachdem die drei aufgeräumt hatten und auf dem gemütlichen Sofa saßen. Dann begann Nené denn beiden zu erzählen was der eigentliche Grund für ihren Besuch war. Jules sah ziemlich geschockt aus. Als es damals passiert war, ging Nené ja nicht mehr in denn Kindergarten. Jetzt war Nené wieder die kleine 4 jährige die sich verletzt hatte und bei ihr Trost suchte. Aber es ging hier jetzt um viel mehr. Nené wurde zu etwas gezwungen was sie absolut nicht wollte. „Natürlich könnt ihr erstmal hier bleiben. Ich freue mich doch wenn ich euch helfen kann. Ihr könnt in meinen Gästezimmer schlafen wenn ihr möchtet. Ich hatte ja nie Kinder für die es gedacht war." Sagte Jules etwas traurig. Sie hatte jetzt nur noch ihre ganzen Kindergarten Kinder. „Ich weiß gar nicht wie ich das wieder gut machen kann." Lächelte Nené jetzt schon wieder. „Nené, du hast damals soviel für mich getan. Deine Bewunderung hat mich sehr aufgebaut wenn es mir schlecht ging. Deine Freude darüber mit mir zu kochen hat mich jeden Morgen dazu motiviert zur Arbeit zu kommen. Ich habe einiges bei dir gut zu machen. Es war schlimm für mich als du in die Schule gekommen bist. Ich könnte die ganze Nacht mit dir reden, aber ihr seht sehr erschöpft aus. Wir werden ja ein bisschen Zeit haben uns richtig zu unterhalten. Ich wünsche euch beiden jetzt eine ruhige und schöne Nacht. Bis morgen früh dann ihr lieben" Sagte Jules und ging in ihr Zimmer. Auch Nené und Eizan machten sich fertig und gingen in das wunderschöne Gästezimmer. Nené war beeindruckt. „Es ist so wunderschön hier. Es sieht aus wie in einem Palast." Schwärmte sie. Eizan musste zugeben das sie schon recht hatte damit. Es stand ein Himmelbett drin. Die Wände waren in Pastellfarben gestrichen. Der Schrank war an einigen Ecken vergoldet. „Möchtest du denn schlafen oder das Zimmer noch etwas bewundern?" Lächelte Eizan. „Jetzt gerade bin ich so wahnsinnig glücklich und weiß gar nicht ob ich überhaupt schlafen kann." Antwortete Nené ihm. Dann warfen sich beide lachend auf das Bett. Nené lag unter Eizan, sah ihn plötzlich ruhig und hoffnungsvoll an. Bewegte sich keinen mm. Eizans Herzschlag raste. Auch Nené war sehr aufgeregt wegen dem was passieren würde. War sie wirklich schon bereit dafür? Aber Eizan nahm ihr die Entscheidung ab. Er küsste Nené liebevoll und legte sich dann neben sie. Zog Nené in seine Arme. Damit war die Sache klar. Sie würden nicht miteinander schlafen. Nené war ein wenig enttäuscht,
aber auch zufrieden mit seiner Entscheidung. Sie wollte ihm endlich nah sein wie keiner sonst, aber war sich dennoch nicht so richtig sicher. „Es tut mir sehr leid Nene. Ich kann das einfach noch nicht." Sagte Eizan und küsste sie nochmal. „Es ist schon in Ordnung Etsuya. Ich respektiere das und bin mir selber nicht sicher. Lass uns lieber schlafen. Es war ein ziemlich anstrengender Tag für uns." Sagte Nené und kuschelte sich an ihn. Beide waren froh wenigstens sich zu haben. Ohne Eizan hätte Nené das alles hier überhaupt nicht durchgestanden. Nené strich ihm sanft durchs Haar, bis beide eng umschlungen eingeschlafen waren.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast