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FOREVER FREE

GeschichteDrama / P18 / Mix
12.04.2021
04.05.2021
11
13.996
1
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04.05.2021 1.432
 
POV: Antonio

Als der Moderator ankündigt, dass die Mädels nicht nur gegen CheerCheerCheer haushoch gewonnen haben, sondern auch das Battle, konnte ich mich vor Aufregung kaum beruhigen. Die Mädels lieben es, wenn sie gewinnen, vor allem Keilani und ganz besonders Patrizia. Ich erinnere mich noch sehr gut, als die Mädels gegen CheerCheerCheer verloren haben und Patrizia... ein wenig die Fassung verlor. Die Mädels gehen generell nach jedem großen Auftritt, ob Wettbewerb oder nicht, in eine Bar. Und einmal war ich dabei und ich erinnere mich noch ganz gut.
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In dieser Nacht hat sie viel getrunken und war sehr aggressiv. Bei den Mädels konnte sie sich noch beherrschen, obwohl sie einer Tussi, die sich über Sophie und Franziska lustig gemacht haben, weil diese keinen Cocktail getrunken haben, fast das Gesicht ausgekratzt hätte. Ich hatte sie für einen Moment nicht im Blick, da ich zahlen wollte und zur Kellnerin gehen musste und als ich wieder kam hatte sie ihre Krallen in dem Gesicht der stark geschminkten Frau, ihre andere Hand riss ihr den Pferdeschwanz fast ab  und sie hat sie auf Griechisch angeschrien. Ich weiß noch genau wir sind aus der Bar gerannt, damit wir keine Anzeige oder so bekommen. Wäre ja gut möglich gewesen, denn Patrizia hatte blutende Finger danach, als wir etwas weg waren, und es war nicht ihr Blut. Das war allerdings nicht das Krasseste. Auf dem Weg nachhause hat sie mir befohlen, eine Maske zu tragen und als ich das gemacht habe, trat sie, mit dem Befehl zu mir, die Maske nicht abzunehmen, im Akkord einen Seitenspiegel nach dem anderen von der Reihe an geparkten Autos, während sie ihre Wut rausließ. Wenn sie normalerweise betrunken ist, ist sie ohne Scham und lacht und schmeißt sich an mich ran und flirtet mit mir, diese Aggression kam nur vom verlieren. Das Schlimmste war aber, dass sie ein Auto angezündet hat. Ja. Sie sah Straßenarbeiter oder so, auf jeden Fall hatten die ihre Sachen auf der Baustelle vergessen. Darunter unter anderem Benzin auf einem riesigen Truck. Patrizia zog sich Handschuhe an, woher auch immer sie die her hatte, und goss die Flüssigkeit über das Auto und über die Blumen ihres Bonzen-Nachbars von gegenüber, der reich geerbt hat und sich über gering verdienende Menschen lustig macht, als hätte er jemals in seinem Leben gearbeitet. Sie wies mich an, ihre Haustür aufzuschließen und die Tür offen zu halten. Natürlich leistete ich den Befehlen meiner Prinzessin Folge, ich mach alles für sie, denn sie gibt mir alles das, was ich nie hatte. Liebe. Sie ging jedenfalls in die Wohnung, holte aus dem Schränkchen im kleinen Hausflur Streichhölzer und zündete erst die Blumen und dann den Mercedes an. Das Feuer war jedoch großflächiger als ich gedacht hätte, denn sie hat die ganze Einfahrt angezündet. Das Feuer erlosch jedoch auf dem Steinboden ganz schnell. Als wir rein gingen, hörten wir nur Geschrei von dem Bonzen, wie er mehr um sein Auto trauerte, anstatt darum, dass er in Gefahr schwebt und die Feuerwehr rufen sollte. Den Benzinkanister warf Patrizia btw in das Beet und unsere Handschuhe und Masken in die Waschmaschine. Die Lichter durfte ich unter keinen Umständen an machen. Als die Waschmaschine nach 15 Minuten halb fertig mit ihrem Programm ist, holt sie die Sachen raus und wirft sie in den Trockner. Währenddessen beobachteten wir, wie der Bonze die Polizei und die Feuerwehr ruft und was da alles passiert. Patrizia wies mich mehrmals darauf hin, meinen Kopf niedriger zu halten. Da sie angetrunken war, machten wir im fensterlosen Waschraum rum, als Präventionsmaßnahme um nicht gesehen zu werden und um Patrizias Nerven zu beruhigen da sie Angst hatte, man höre den Trockner. Sie unterbrach den Trockner, steckte die Sachen in eine Plastiktüte und versteckte sie in der hintersten Ecke ihres Schrankes, welcher ein Raum ist, den man nur erreichen kann, wenn man das Bücherregal zur Seite schiebt. Simpel formuliert: kein Polizist der Welt würde da nachschauen, wenn sie nicht einen Mordverdacht oder so hätten. Am nächsten Morgen waren die Sachen im Schrank versteckt, wir waren das verwunderte Pärchen und niemand hat etwas geahnt, denn keiner weiß, dass Patrizia seine elitäre, chauvinistische Einstellung hasst. Somit ist nichts geschehen und seit heute beschwert sich der Chauvi über „das wütende Dreckspack der Armut“ und bis heute muss Patrizia sich beherrschen, ihm nicht dafür ins Gesicht zu schlagen, bis ihm kein Schönheitschirurg helfen kann.
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Naja wie auch immer, jedenfalls gehen wir drei Tage später, als wir zurück in Deutschland sind, in eine Bar und feierten den Sieg von ADDICTION. Da wir mehr Geld zu Verfügung hatten, buchten wir uns einen privaten, großen Raum in diesem Club. VIP Bereich quasi. Heute werde ich es tun! Ich muss es jetzt tun, wenn nicht jetzt, dann nie. Wir gehen in unseren Bereich und die Mädels schließen mich ein wenig aus und tuscheln, während Franziska mich von den anderen mit Gesprächen ablenken will. Ich merke aber, dass da was im Busch ist. „Hey meine lieben addicted hoes, ya girl Franziska ist hier in einem geilen Club mit Antonio sag mal hi!“ „hi“ „ja auf jeden Fall ist geile Stimmung hier, habt ihr das International Battle Of The Bands gesehen vor 3 Tagen? Da waren wir! Schreibt mal in den Live Chat wie ihr es fandet. Das wurde gestern ausgestrahlt? Oh sorry, jedenfalls haben wir ja gegen diese unverschämten.“ „und unverschämt hässlichen“, ergänzte Keilani „naja gegen CCC gewonnen“ „und wie hahahah!“ „Danke für deine Qualitätskommentare“  „Franzi komm mal“ rief Sophie und Franziska beendete ihren Livestream. „Mädels, was macht ihr da?“ frag ich jedoch bevor ich eine Antwort bekomme, schreien mich die Mädels schon an: „SURPRIISE!“ Sie hielten einen ca. 20cm x 5cm Karton. Sophie überreichte mir das, mit zahlreichen Schleifen geschmückte, Paketchen, ich bedankte mich und öffnete es. Drin befanden sich einige herzenförmige Bonbons und zwei Flugtickets nach Kalifornien. „Ein Pärchenurlaub für mich und Patrizia nach Kalifornien?“, stammelte ich verblüfft, während ich von meiner BFF Keilani und von meinem Ein und Alles Patrizia einen Wangenkuss bekam und die Gruppe mich umarmte. „Das ist für den besten Trainer der Welt!“ „Ja man du hast das verdient, du hast uns in den wenigen Wochen so gut trainiert!“ „Du bist das Beste was der Band passiert ist!“ „Ja also das ist ein Dankeschön von uns, du hast die Woche ja auch Zeit, denn einige Wochen lang haben wir nichts! Also tut uns eine Woche ohne Training sicherlich gut. Dir auch!“ „T'est heureux? C'est pas sufficient?“ „Dankeschön! Danke man! Danke euch allen!“ Ich liebe den Strand und ich liebe Patrizia. Ich liebe sie so sehr. Sie wollte eigentlich immer in Länder ohne Touristen gehen um dort Ruhe zu haben während ich immer in die Touristen Hotspots #1 wollte. Selbstverständlich sind wir dahn geflogen, wo  meine Patrizia hinfliegen wollte: Nach Kasachstan, in kleine griechische Städte und nach Ulaanbaatar. Hauptsache nicht gefunden werden. Vielleicht hört es sich extrem an, aber sie hättee mich locker umbringen können und keiner hätte etwas vermutet. Mit ihr würde ich aber gerne sterben. Egal wann, Hauptsache mit ihr meinem Leben. Auf jeden Fall, das Einsamste wo wir mal waren, war eine Kleinstadt in der Wüste Gobi. Wir waren in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, dann meinte Patrizia, dass wir einen weiteren Flug kriegen müssen. Dieser flog uns dann eine Stunde in die Wüste Gobi. Wir hatten dennoch eine schöne Zeit, auch ohne Strand, denn  bevor ich überhaupt irgendetwas für mich selber machen würde, mache ich erst alles für Patrizia. Danach feierten wir lautstark weiter, selbst Sophie und sogar Franziska tranken ein wenig. Sophie trank einen Wein und Franziska ein Bierchen. Niemand hat viel getrunken, selbst Keilani und Patrizia nicht, denn ich hatte ja was vor. Keiner wusste was davon, nicht Keilani, nicht Patrizia. Niemand durfte besoffen sein! Es trat eine kleine Ruhephase ein und ich dachte, das wär meine Chance. Ich griff in meine Jackentasche, jedoch gab es wieder auf, denn  was keiner wusste war, dass, wenn Franziska trinkt, sei es auch nur ein kleines Bierchen, dass sie sehr laut wird. Als ihr erstaunlich schnell die Energie ausgeht und sie mit einem Bierchen, ihrem zweiten, sich auf die Lounge Couch setzt bin ich mir sicher! Jetzt oder nie! Ich sitze neben Patrizia, die noch nicht viel getrunken hat, stehe auf, drehe mich zu ihr und mache es. „Patrizia!“ „Ja?“ Oh Gott, wenn sie mich so anschaut, könnt ich ohnmächtig werden, die Nervosität hilft mir da nicht weiter. „M- m- m-...“ „Alles gut mi amor?“ Oh Gott, ich tu es. Ich knie mich hin, um auf ihrer Höhe zu sein, während sie mit ihren verschränkten Beinen vor mir sitzt.
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