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Das Beilschmidt-Treffen

von Sefaira
GeschichteHumor, Familie / P16 / Gen
Bayern Deutschland Hessen OC (Own Character) Preussen Sachsen
11.04.2021
14.05.2021
11
13.639
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Dieses Kapitel
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04.05.2021 1.260
 
Der Tag des großen Treffen begann für Johanna recht ruhig. Sie war schon vor den anderen 17 Beilschmidts wach. So konnte sie früh zum nächsten Dorf laufen und frische Brötchen für das große Frühstück organisieren. Die Hunde von David nahm sie dabei selbstverständlich mit, immerhin freuten sich die beiden über einen gemütlichen Spaziergang. Nachdem die Brötchen organisiert waren, machte sie sich fröhlich summend auf den Rückweg. Sie hoffte natürlich, dass der Morgen so ruhig blieb wie bisher. Doch sie ahnte auch schon, dass bald das große Chaos ausbrechen würde. Irgendjemand würde die Nerven von seinen Geschwistern zu sehr strapazieren, was dafür sorgen würde, dass irgendwas wieder kaputt ging. Schlussendlich würden 18 Personen gegeneinander kämpfen. Doch das sie es war, die das erste Ding gegen die nächste Wand schmeißen würde, ahnte sie noch nicht. Noch hatte sie ihre fröhliche Stimmung, als sie die Türe öffnete und die Hunde rein ließ. Sie folgten den beiden, ehe sie die Leinen weg hing. Noch kurz streichelte sie die beiden, dann schritt sie weiter ins Wohnzimmer und blieb wie angewurzelt stehen. „Guten Morgen, Wilhelm. Was tust du da?“ Etwas irritiert blickte sie ihren Bruder an, welcher wie selbstverständlich an seinem Laptop saß und irgendwas machte. „Guten Morgen, Johanna. Ich arbeite, dass sieht man doch.“ Antwortete er sofort ohne aufzublicken. „Aha, du weißt aber noch unsere Regel. Keine Arbeit während dem großen Treffen.“ „Das kann warten. Ich muss die Nachrichten checken. Meine Arbeit ist nicht so leicht wie deine.“ Hätte er jetzt aufgeschaut, hätte er gemerkt, dass Johanna schon ein wenig wütend ausschaute. Ihre linke Augenbraue zog sich nach oben und ihr Blick wurde tödlich.  „Deine Arbeit muss jetzt eine Woche warten. Pack den Laptop weg.“ Sprach sie noch ruhig, doch die Drohung war deutlich zu hören. „Meine Arbeit kann nicht warten. Ich muss noch die Mails antworten, die Mitarbeiter koordinieren, den DAX checken und allgemein schauen wie es um unseren Banken geht.“ Während Johanna immer bedrohlicher wurde, wurde Wilhelm immer genervter. Er wollte und musste noch arbeiten. Und seine Schwester musste das akzeptieren. „Das ist mir recht egal. Du tust dein Laptop weg. Sofort!“ Die schneidende Kälte in ihrer Stimme war die letzte Drohung, doch scheinbar ignorierte er es noch gekonnt. Er wollte noch was erwidern, als David eintrat. „Guten Morgen, Johanna. Guten Morgen, Wilhelm.“ Fröhlich blickte er zu seinen Geschwister, ehe er die Stimmung bemerkte. „Wilhelm, du solltest lieber sofort den Laptop wegpacken. Das wäre besser.“ Schnell versuchte David noch das Unheil abzuwenden, doch der Dickkopf von Wilhelm ließ es nicht zu. „Vergiss es. Nur weil eure Jobs so leicht sind, muss meiner das nicht sein. Ich muss arbeiten. Das kann nicht bis zur nächsten Woche warten.“ War das letzte was er sagen konnte, bevor sein Laptop zu geklappt wurde. Lächelnd blickte Johanna zu ihrem Bruder, ehe sie eben diesen Laptop hochnahm. Ihr Lächelnd war grausam und kalt. Schnell wich David einige Schritte zurück, während Wilhelm unbeeindruckt zu seiner Schwester schaute. Diese nahm Schwung und schmiss den Laptop gegen die nächste Wand. Ein hässliches Geräusch entstand, als der Laptop sein Leben aufgab. Zersplittert und tot fiel er runter. „Zum Glück hab ich meinen besten Laptop daheim gelassen. Ich mach mir jetzt einen Kaffee. Will sonst noch jemand einen?“ ruhig, als wäre nichts gewesen, stand Wilhelm auf. Er wartete nicht, bis die anderen beiden antworteten, sondern ging direkt in die Küche. Seufzend blickte David auf den Laptop, ehe er seine Schwester anschaute. Damit war der Waffenstillstand beendet.

Der ruhige Morgen war mit dem Wurf des Laptops beendet. Erst wurde Seb, welcher zu spät zum Frühstück erscheinen wollte, unsanft von Luise geweckt. Während dem gemeinsamen Frühstück flogen Teller, Messer und Gabeln durch die Luft. Je nachdem welches Thema momentan angeschnitten wurde. Beim Thema welches Land das beliebteste Urlaubsland war, schmiss Johanna Seb ein Glas Wasser an den Kopf. Beim Thema wer das bekannteste Bundesland war, schmiss Seb Wilhelm ein Brötchen in den Schritt. Monika hatte ihr Ziel namens Daniel mit einem Messer haarscharf verpasst. Am Ende besaß das Haus 1 Glas und 3 Teller weniger. Es war also ein recht ruhiger Morgen, obwohl die Beilschmidts zusammen waren. Nachdem das Frühstück für beendet erklärt worden ist, wurde der Tisch recht schnell abgedeckt und sauber gemacht. Eine große Rolle Papier wurde schließlich dort aufgerollt und mit Tesa festgemacht. Denn auch wenn die Beilschmidts so unterschiedlich waren, so hatten sie eines gemeinsam. Sie waren grandiose Taktiker und brauchten für alles einen Plan. Johanna als Schirmherr des ganzen Unternehmens stand am Kopfende des Tisches, ihr gegenüber stand Olaf. Die restlichen standen irgendwo dazwischen „Ok, wir haben jetzt 10 Uhr. Unsere Brüder kommen um 16 Uhr. Rechner wir ihre Pünktlichkeit mit ein, dann müssten wir zehn vor fertig mit den Aufgaben sein. Außerdem sollten wir bis dahin gerichtet sein. Ihr habt sicherlich noch euer Zeit fürs Bad besetzen im Kopf. Wenn nicht, ich hab die Zeiten vor den beiden Bädern stehen. Zu den Aufgaben: Wir brauchen noch ein paar Sachen, wir müssen noch putzen und alles vorbereiten. Sophia, Monika und Luise, eure Nachtische send legendär. Ihr kümmert euch also rechtzeitig darum. Wilhelm, David und Gabriel, ihr kümmert euch um den restlichen Einkauf. Den Einkaufzettel geb ich euch gleich. Friedrich und Seb, ihr seid für den Grill verantwortlich. Daniel, Matthias, Sven und Björn ihr richtet das Essen hin. Erik und Peter, ihr geht noch zum Bäcker und holt das Brot. Der Rest räumt auf. Verstanden?“ 17 Köpfe nickten, nachdem Johanna geendet hatte. „Gut, dann lasst uns loslegen. Wir müssen immerhin unsere beide Brüder ordentlich begrüßen.“ Grinste sie zufrieden. Ein synchrones Ok war zu hören, ehe die Geschwister auseinander gingen.

Es herrschte ein reges Treiben. Während sich die Beilschmidts um ihre Aufgaben kümmerten und sich für den Abend richteten, behielt Johanna den Überblick. Sie kontrollierte die Einkäufe der drei Beilschmidt und nickte dann zufrieden. Sie huschte in die Küche um das Grillzeug, bestehend aus vegetarisch, Fisch und Fleisch zu begutachten. Sie huschte mit dem Staubsauger durch die Flure, erklärte ihre Brüder wo alles für den Grill stand, half im Garten beim Tisch decken, probierte die Nachtische der Schwester und versuchte das Chaos so weit wie es ging zu reduzieren. Am Ende war sie froh, dass die Geschwister ohne großen Ärger die Aufgaben beendet haben. Noch kurz band sie sich ihre Haare zurück, blickte sich im Spiegel an, nickte anerkennend und schritt runter. Dort im Garten standen oder saßen schon alle Beilschmidts. Es wirkte recht normal, doch jeder einzelne war angespannt. Es würde das erste Mal sein, dass alle Geschwister zusammen waren. „Ich bin stolz auf euch. Heute haben wir gut miteinander gearbeitet. Ludwig und Gilbert können also kommen. Zum weiteren Vorgehen: Ich werde gleich alleine zur Tür gehen und sie begrüßen. Ihr wartet hier. Wenn wir im Garten sind, werde ich jeden einzelnen von euch mit eurem Namen und eurem Bundesland vorstellen. Das wird eine Woche, die die beiden nie vergessen werden.“ Lächelte sie ihre Geschwister an. Als sie geendet hatte, klingelte es an der Türe. „Perfekt. Jetzt heißt es: Showtime. Bis gleich.“ Ihr Lächeln wurde breiter als sie sich umdrehte und zur Tür schritt. Jetzt würde es lustig werden.

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Jetzt kommt das Autorengeschwafel mal wieder nach unten.
Erstmal danke für die erste Empfehlung. Auch wenn es "nur" eine ist, freut es mich.
Ich freu mich auch über die Kommentare von allen (auch wenn es gerade nur von Dany ist ^^)
Oder über jeden anonymen Leser.
Deswegen danke, dass ihr die Geschichte trotz der Grammatikfehler lest. Das freut mich so sehr.  ^^
Im nächsten Kapitel wird übrigens Johannas Bundesland aufgelöst. Deswegen seid ruhig gespannt.
Bis dann
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