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Five Years Gone: The Remix

von Afaim
GeschichteDrama, Angst / P16 / Mix
Ando Masahashi Elle Bishop Gabriel "Sylar" Gray Mohinder Suresh Nathan Petrelli Peter Petrelli
10.04.2021
11.04.2021
7
22.298
 
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10.04.2021 2.338
 
Five Years Gone: The Remix



Disclaimer: Heroes“ gehört nicht mir sondern Tim Kringe und NBC. Ich spiele nur auf deren Wiese.



Spoiler: Alle vier Staffeln, erwähnt ein paar Ereignisse aus „Heroes Reborn“, Charaktere und Ereignisse daraus werden aber prinzipiell ignoriert und sind nicht mehr als eine weitere böse Zukunftsvariante, die verhindert werden soll



Pairings: Mylar, Peter/Nicki, impliziertes Matt/Janice und Claire/Gretchen, vergangenes Nathan/Heide und Nathan/Nicki  sowie Nicki/DL, Andeutungen von Petrellicest aber nichts explizites, und nicht unbedingt viel mehr, einige Untertöne von Sylar/Nathan, Syelle, Sylaire und Petlar



Warnings: Dark Fic, Die Charaktete und Ereignisse aus „Heroes Reborn“ werden aus der Existenz gelöscht, Character Death, Atomexplosion, tödlicher Virus, medizinische Experimente, versuchter Genozid, Verfolgungen, Polizeistaat, erw. von Konzentrationslagern



Inhalt: 5 Years Gone doch mit dem einem oder anderen Twist.



Prolog



Hiro und Ando, Las Vegas



Hiro hatte endlich Ando wieder und das Schwert, das Schwert, das ihm erlauben sollte, der Mann zu werden, der ihn immer bestimmt gewesen war zu werden (Super Hiro, wie Ando ihn nennen würde), was jetzt noch fehlte war dorthin zu gehen, wo er hingehen musste, die Zukunft zu verhindern, in der er schon einmal gelandet war, aus der er schon einmal zurück in die Gegenwart gereist war, die es niemals geben durfte. Um die zu verhindern sie alle die Cheerleaderin gerettet hatten.

Hiro schloss die Augen, berührte Andos Schulter, und beamte sich selbst und seinen besten Freund direkt nach New York.

Als er die Augen wieder öffnete, fanden er und Ando sich tatsächlich in New York wieder. Allerdings in einem zerstörten New York. Sie standen auf einem Hochhaus und waren von Ruinen umgeben. „Was ist hier passiert?“ Ando war genauso geschockt wie er selbst. „Die Bombe“, erkannte Hiro, „Es ist schon wieder passiert.“

Er hatte diese Zukunft verhindern wollen, doch offenbar war ihm das nicht gelungen.

New York lag in Trümmern. Die Zukunft lag in Trümmern.

„Was machen wir jetzt?“, wollte Ando wissen.

„Wir gehen in Mister Isaacs Studio. Vielleicht finden wir dort in einen Hinweis“, meinte Hiro. Das letzte Mal, als er hier gewesen war, hatte er Mister Isaac tot aufgefunden. Das würde dieses Mal vermutlich ebenfalls der Fall sein, aber zumindest würde ihn dieses Mal niemand wegen dem Mord an Mister Isaac verhaften, da sich niemand mehr in New York befinden würde. Aber vielleicht hatte Mister Isaac ihm eine Anleitung hinterlassen, darüber wie er weiter vorgehen sollte. Seine Comics hatten Hiro schon öfter dorthin gebracht, wo er hingehen sollte. Er hatte von Hiros letztem Trip in die Zukunft gewusst, vielleicht wusste er auch von diesem, oder hatte zumindest davon gewusst.

Wie auch immer, wenn die Stadt von einer Atomexplosion zerstört worden war, dann sollten sie sich lieber nicht länger als unbedingt notwendig hier aufhalten.

Doch in Isaacs Studio erwartete sie nicht das, was dort sein sollte. Anstatt Bilder und Comics fanden sie dort quer durch den Raum gespannte Schnüre vor, Fotos von Leuten, Zeitungsausschnitte …  Hiro würde das alles für eine Verschwörungstafel halten, nur dass diese hier dreidimensional war. Und offensichtlich mit der Explosion zu tun hatte. New York war auf jeden Fall nicht so verlassen wie er erwartet hatte, irgendjemand schien hier zu hausen.

„Was ist das alles hier?“, wunderte sich Ando.

„Die bessere Frage ist, was macht ihr hier?“

Hiro und Ando stießen einen erschrockenen Schrei aus und wirbelten beide herum und sahen sich …. Hiro gegenüber. Einem Hiro ohne Brille, mit langen Haaren, die in einem Pferdeschwanz zusammengefasst waren, einem Hiro, der ein dunkles Lederoutfit trug, und ein Schwert auf seinen Rücken geschnallt hatte. „Zukunfts-Ich!“, rief Hiro aus.

Ando sah fasziniert zwischen Hiro und Zukunfts-Hiro hin und her.

„Ihr solltet nicht hier sein. Eure Anwesenheit könnte alles durcheinander bringen“, meinte Zukunfts-Hiro ernst, „Könnte alles noch schlimmer machen.“

„Was ist hier passiert?“, wollte Ando wissen.

„Vor fünf Jahren gab es eine Atomexplosion in dieser Stadt. Nur dass es keine Bombe war, die explodiert ist, es war eine Person, ein Mann mit besonderen Fähigkeiten, so wie wir. Es war ein Mann namens Sylar, ein Serienkiller, der andere Besondere umgebracht und ihre Kräfte gestohlen hat, bis er eines Tages die falsche Person erwischt hat, wie es scheint. Die Zerstörung von New York hat eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die ich verhindern wollte. Deswegen bin ich zurück in die Vergangenheit gereist und habe versucht all das zu ändern, aber wenn ihr jetzt hier seid, dann hat es offensichtlich nicht geklappt“, erklärte Zukunfts-Hiro, „Das bedeutet, dass ich von vorne anfangen muss. Und ihr, ihr müsst von hier verschwinden. Müsst zurück in die Vergangenheit.“

„Aber wir haben die Cheerleaderin doch gerettet“, setzte Hiro an, „Wieso….“

Zukunfts-Hiro erstarrte und funkelte sie an. „Ihr habt sie gerettet? Claire Bennet wurde nicht von Sylar erwischt? Aber das bedeutet….“ Weiter kam er nicht, da genau in diesem Moment ein Haufen Leute mit gezogenen Waffen hereingestürmt kam.

„Schnell wir müssen fliehen!“, verkündete Zukunfts-Hiro und stellte dann fest, „Verdammt, der Haitianer ist hier.“

„Nakamura!“, verkündete ein dunkelhaariger Mann, der mit seiner Waffe auf Hiro zielte. Zukunfts-Hiro griff nach Andos Schulter und zerrte ihn mit sich in Richtung Feuertreppe. Dort angekommen schoss eine elektrische Ladung direkt über ihre Köpfe hinweg. „Ah, ah, nicht so schnell, meine Herren.“ Eine blonde Frau saß auf der Feuertreppe und in ihren Händen zuckte Elektrizität. „Parkman, ich habe Nakamura!“, verkündete sie.

„Was redest du da, Elle, ich habe Nakamura!“, erwiderte eine männliche Stimme aus dem Loft hinaus.

Elles Augen blitzen auf. „Na so was“, stellte sie fest, „Also das … nun das ist interessant, nicht wahr?“

Zukunfts-Hiro gab einen Seufzer von sich, und schlug dann blitzschnell mit seinem immer noch in der Scheide steckenden Schwert nach ihr. Sie wurde getroffen und gegen die die Wand geschleudert, und dann packte Zukunfts-Hiro seine Schulter und beamte sich und Ando davon.

Elle kam schimpfend wieder auf die Beine. „Verdammt!“

Parkman steckte seinen Kopf aus dem Fenster. „Was treibst du da, Elle? Hast du seine Komplizen entkommen lassen?!“, wollte er wütend wissen.

„Komplizen? Es war Nakamura, Schwert, Kräfte, alles!“, verteidigte sich Elle.

„Unsinn, wir haben Nakamura, komm rein und überzeug dich selbst“, meinte Parkman, und Elle kletterte durch das Fenster und erblickte einen sehr verwirrten Japaner, der verschreckt mit einem Schwert auf den Rücken vor den Füßen des Haitianers saß.

„Das ist ein Missverständnis“, erklärte der Japaner.

Doch er irrte sich. Das hier war viel viel mehr.



Elle Bishop, Washington DC



Während Parkman sich um Nakamura kümmerte, marschierte Elle direkt in das Oval Office. Der Präsident saß hinter seinem Schreibtisch und studierte die Rede, die er heute Abend halten sollte. Er war umgeben von einer Traube seiner Untergebenen, die er mit einer schnellen Handbewegung wegwinkte, als er Elle erblickte.

„Das wäre alles“, meinte er, „Lassen Sie mich für einen Moment mit Agent Bishop alleine.“

Die Speichelleckte machten sich unter Gemurmel davon.

„Ich hoffe es ist wichtig, du kannst hier nicht einfach so hereinstürmen, das solltest du eigentlich inzwischen wissen“, erklärte der Präsident tadelnd.

„Ja, ja, Mr. Präsident, Sir. Tut mir leid, aber wenn du hörst, was ich zu sagen habe, dann wird das deine geringste Sorge sein“, tat Elle es ab. Sie stemmte ihre Hände auf den Schreibtisch und lehnte sich vor und erklärte dann gedämpft, „Er ist hier, Nakamura ist hier.“

„Zweifellos ist er das. Wir wissen, dass er einen Terroranschlag für die Zeremonie plant. Das haben wir erwartet“, erklärte der Präsident unbeeindruckt.

„Ich spreche nicht von diesem Nakamura“, korrigierte ihn Ellen, „Ich spreche von Hiro Nakamura von vor der Explosion. Er ist durch die Zeit gereist, und er ist hier, jetzt gerade.“

Der Präsident erstarrte einen Moment lang, bevor er seinen Papiere hinlegte und zu ihr aufblickte. „Parkmans Tipp hat uns zu Mendez‘ Loft geführt, und dort war auch Nakamura, nur dass es zwei Hiro Nakamuras waren. Unser Freund der Terrorist ist mir entkommen, aber Parkman hat den anderen gefangen und verhört ihn gerade“, erklärte Elle, „Er ist hier.“

Der Präsident atmete tief durch und verschränkte dann seine Finger ineinander. „Nun das ändert die Dinge, nicht wahr?“, stellte er fest, „Allerdings nicht solange der andere dort draußen herumläuft und uns in die Suppe spukt. … Er wird zu Peter gehen.“

„Der ihm nicht helfen wird“, rief ihm Elle in Erinnerung.

„Normalerweise nicht, aber wenn er spitz bekommt, dass man die Vergangenheit verändern kann, dann schon“, entgegnete der Präsident, und schien einen Moment darüber nachzudenken, „Doch das könnten wir zu unserem Vorteil nutzen. Dann hätten wir alle drei mit Zeitreisekräften am selben Ort versammelt. Das erhöht unsere Chancen.“

„Du willst also nicht einfach hingehen und …. den aus der Vergangenheit, nun du weißt schon….“

„Das kann ich nicht. Nathan Petrelli kann nicht einfach hingehen und anderen die Köpfe aufschneiden und ihre Kräfte stehlen. Das würde nicht gut aussehen“, erwiderte der Präsident, „Nein, ich will sie alle drei an einem Ort, und dann entsprechend mit ihnen verfahren.“ Er schien in sich hinein zuhören. „Mach mir das möglich, sei so lieb, Elle, ja? Ich traue Parkman nicht. Der Mann ist gierig geworden und seinem Vater viel zu ähnlich. Ich will sie alle lebendig, hörst du?“

„Von mir aus. Und während ich die Drecksarbeit mache, was machst du dann, Mister Präsident, mhm?“, wollte Elle wissen.

„Ich bereite meine Rede vor, sehe nach ob Mohinder Fortschritte gemacht hat, und halte weiterhin den Schein aufrecht. Es ist nicht leicht Präsident der Vereinigten Staaten zu sein. Und noch schwieriger Nathan Petrelli zu sein“, belehrte sie der Präsident.

„Na schön, Gabriel, aber wenn dir alles um die Ohren fliegen sollte, dann sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt…“, stichelte Elle. Dann wirbelte sie herum und stolzierte aus dem Büro.

Der Präsident sah ihr seufzend hinterher.



„Sieh dir das an.“

Der Präsident tat dem anderen Mann den Gefallen und starrte in das Mikroskop. „Und was genau sehe ich da?“, wollte er dann wissen.

„Den Katalysator. Ich konnte ihn endlich isolieren, das hier ist der genetische Faktor, der bestimmt ob das latente Gen, das den Speziellen ihre Kräfte verleiht, aktiviert wird oder nicht“, erklärte ihm der Wissenschaftler, der hinter ihm stand.

„Nett. Könntest du ihn neutralisieren?“, wollte der Präsident wissen.

„Vermutlich ja. Natürlich braucht das weitere Forschung, die …..“, setzte der Wissenschaftler an, doch der Präsident legte ihn einen Finger auf die Lippen.

„Ich brauche keine Details. Für heute hast du genug gearbeitet, das hier ist ein großer Durchbruch, der Durchbruch schlechthin. Gute Arbeit. Aber in ein paar Stunden muss ich meine Rede halten, und du siehst aus als hättest du seit Wochen nicht geschlafen, leg dich ein wenig hin und mach dich frisch, wir wollen doch, dass du präsentabel aussiehst…“ Er zupfte gedankenverloren an den Locken des Wissenschaftlers.

Dieser zog eine Grimasse. „Ich soll dabei sein?“, wollte er wissen.

„Natürlich. Gehört alles zur Jobbeschreibung des First Lords … Mans … es müsste Lord sein, wenn es Lady heißt…“ Der Präsident seufzte. „Du kannst dich nicht ständig in deinem Labor verkriechen.“

Mohinder seufzte seinerseits, was so viel bedeutete wie, dass er diese Möglichkeit vorziehen würde. Sein Ehemann drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Wange.

„Wie geht es ihm heute?“, wollte er dann wissen.

„Es ist keiner seiner guten Tage“, erwiderte Mohinder, „Wenn du mich weiter arbeiten lassen würdest, wenn ich die Lösung schnell finden würde, dann läge das alles endlich bald hinter uns. Und ist das nicht das, was wir wollen? Wie lange willst du das alles noch aufrecht erhalten?“

„Solange es sein muss. Allerdings hat sich … eventuell eine Alternative aufgetan“, erklärte sein Ehemann.

Mohinder runzelte die Stirn. „Wie meinst du das? … Gabriel?“

Der Präsident schien ins Nichts zu starren. „Hiro Nakamura ist hier, der aus der Vergangenheit“, sagte er dann.

Mohinder schwieg einen Moment lang betroffen. Dann meinte er: „Dann schick ihn zurück, sag ihm was er tun muss.“

„Peter und der andere Hiro werden das nie zulassen, und das weißt du“, erwiderte der Präsident, „Ich muss mich zuerst um sie kümmern, und dann … sehen wir weiter.“

„Du kannst seine Kräfte nicht selber nehmen, und das weißt du“, zischte Mohinder.

Sein Ehemann zuckte die Schultern. „Ja, ich weiß“, meinte er nur, „Aber ihn dazu zu bringen mir zuzuhören, nun das wird auch nicht einfach werden. … Wie auch immer, ich muss jetzt zu deinem Patienten.“

Mohinder gab einen wütenden Laut von sich. Diese Diskussion war offensichtlich noch nicht vorbei. Der Präsident drückte seine Schulter. „Ich habe nicht vor dich zum Witwer zu machen, keine Sorge. Ich will sie einfach nur alle auf Eis legen, okay? Mehr steckt nicht dahinter. Jetzt leg dich hin und gibt mir ein paar Minuten mit ihm alleine, ja?“

Mohinder murmelte etwas Unflätiges und ließ seinen Mann dann alleine durch sein Labor zum anderen Ende in das Isolierzimmer dahinter gehen.

Der Patient lag auf seinem Bett, und schien seine Augen nur mühevoll zu öffnen, als er seinen Besucher ankommen hörte. Es war auf den ersten Blick ersichtlich, dass ja, das hier wirklich kein guter Tag für den Patienten war.

Sylar nahm seine eigene Form an und nahm dann zögerlich die Hand des Patienten in seine. „Hi, ich bin’s. Heute ist ein großer Tag. Fünf Jahre ist die Explosion heute her. Ich muss die große bewegende Rede halten. Und außerdem werde ich heute Peter wiedersehen … Und damit musst mir ein wenig helfen. Ich weiß nicht, was ich zu ihm sagen soll, damit ich ihn überzeuge. Ich könnte ihn einfach in die Bewusstlosigkeit prügeln und ihm so meinen Willen aufzwingen, aber das kostet Kraft, die ich nicht wirklich habe. Also bitte, hilf mir, sag mir was ich zu unserem geliebten Bruder sagen muss, Nathan, sag mir was ich tun muss, damit Peter uns dabei hilft diese Welt zu retten.“

Nathan Petrelli blinzelte Gabriel Gray müde an. „Peter“, krächzte er dann, „wird nie wieder irgendjemand zuhören, der ihm sagt, dass er die Welt retten kann.“



A/N: Diese hier hat es mir nicht leicht gemacht. Ich hatte nach „Shanti“ Lust bekommen eine weitere Heroes-Fanfiction zu schreiben und lange nach einer gesucht, aus der auch was werden würde. Und dann ging es irgendwie aus verschiedenen Gründen auch nicht so gut vorwärts wie erhofft.



Aber das hier ist das Ergebnis. Viel Spaß damit.



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