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Harry Potter Kolumne

von Demelza
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
09.04.2021
21.01.2022
43
39.596
29
Alle Kapitel
263 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
14.01.2022 524
 
Wie funktioniert der Irrwicht?


Auf den ersten Blick klingt diese Frage ziemlich einfach zu beantworten: Wenn er dich sieht, verwandelt er sich in das, wovor du am meisten Angst hast. So weit so einfach.

Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail.  Denn wie genau funktioniert der Irrwicht? Oder besser gefragt: Inwieweit kann sich ein Irrwicht in etwas verwandeln?

In den meisten Fällen stellt sich diese Frage gar nicht. Die meisten Figuren fürchten sich vor dem Anblick von etwas, einer Spinne zum Beispiel oder einen toten Freund. Aber was ist mit Menschen, bei denen sich der Irrwicht in etwas verwandelt, das einen körperlichen Einfluss auf sie hat, der über die gewöhnlichen Reaktionen bei Angst, Panik und Schock hinaus geht? Aus den Büchern kennen wir gleich zwei Figuren, bei denen das zutrifft: Harry und Lupin. Harrys Irrwicht ist ein Dementor und Lupins Irrwicht ist ein Vollmond. Und hier wird es interessant. Wenn der Irrwicht sich in einen Dementor verwandelt, hat er auf Harry die gleiche Wirkung wie ein echter Dementor. Lupin allerdings verwandelt sich beim Anblick des Irrwicht-Vollmonds nicht in einen Werwolf.

Eine offizielle Antwort auf diese Frage gibt es leider nicht. Aber rein logisch gesehen, würde es Sinn machen, wenn der Dementor-Irrwicht wie ein echter Dementor wirkt, weil der Irrwicht sich wirklich in dieses Wesen verwandelt hat. Dementoren gibt es viele. Das ist kein einzigartiges Wesen, das nur einmal existiert. Und wenn sich ein Irrwicht in eine Ratte, Mumie, Hand, etc. verwandeln kann, warum dann nicht auch in einen Dementor? Beim Vollmond sieht es anders aus. Den Mond gibt es nur einmal. Es könnte also sein, dass auf Werwölfe wirklich nur der echte Mond wirkt und der Irrwicht in diesem Fall nur wie ein gewöhnliches Bild des Mondes funktioniert, das ja auch keine Verwandlung auslösen würde.

Eine weitere Frage ist, was passiert, wenn man den Riddikulus-Zauber nicht korrekt ausführt. Mrs Weasley zum Beispiel versucht im fünften Band verzweifelt mit einem Irrwicht fertig zu werden, doch sie schafft es offenbar nicht, sich etwas Lustiges vorzustellen und so verwandelt sich der Irrwicht bei jedem Riddikulus in ein weiteres totes Familienmitglied. Verwandelt sich der Irrwicht also bei einem nicht korrekt ausgeführten Riddikulus in etwas anderes, vor dem man Angst hat? Oder funktioniert das nur in diesem Fall so, weil Molly bei jedem aus ihrer Familie gleich viel Angst hat, dass er stirbt und der Irrwicht deshalb zwischen den Gestalt hin-und herwechselt?

Interessant wäre auch die Frage, was Moodys magisches Auge sieht, wenn es auf einen Irrwicht in einem Schrank blickt. Immerhin kann man damit durch Wände sehen. Merkt der Irrwicht trotzdem, das ihn jemand ansieht? Sieht Moody also seinen Irrwicht oder den Irrwicht, wie er in seiner ursprünglichen Gestalt aussieht? Wieder einmal gibt es hier keine offizielle Antwort, aber ich würde sagen, Moody sieht den Irrwicht so, wie er aussieht, wenn er alleine ist. Was natürlich auch die Frage aufwirft, wie der Irrwicht dann aussieht. Ich persönlich habe ihn mir immer so ähnlich vorgestellt, wie der Obscurus in Phantastische Tierwesen dargestellt wurde, auch schon bevor ich den Film gesehen habe. Also als eine form- und konturlose herumwabernde schwarze Masse.
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