Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / Nana / Nana

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Nana

GeschichteDrama, Romance / P12 / Gen
Nana Komatsu Nana Osaki
09.04.2021
09.04.2021
1
2.441
2
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
09.04.2021 2.441
 
Hallo miteinander. In dieser Woche mache ich schon das zweite Mal bei unserem Anime Projekt mit. Unser Thema lautet: "Anime Charaktere, die dich inspirieren".

Dazu wird im Laufe der Woche jede von uns etwas hochladen worauf ihr euch freuen könnt. Schaut doch mal rein und lasst ein bisschen Liebe bei uns da. ♥️

LuzxfersMiststuck mit -Ichiji & reader insert
(One Piece)

xXSparkleGurlXx Hisoka x  Chrollo x Oc
(HunterxHunter)

arceeleonie360 Levi x Oc
(Attack on Titan)





Mit schnellen Schritten hastest du durch den Schnee. Vereinzelte Schneeflocken, die dein Schirm nicht auffängt, rieseln dir ins Gesicht und in die Haare. Die frostige Luft beißt auf der Haut, aber du genießt die Frische des Winters.

Deine (H/F) Haare hast du beim Friseur stylen lassen und dein Outfit strahlt in den eleganten Farben zarter Pastelltöne.

Heute war alles perfekt. Es war dein großer Tag, den du schon so lange herbei gesehnt hattest und Nichts konnte ihn dir verderben.
Monatelang hattest du auf dieses eine Ziel hingearbeitet und jetzt war es endlich so weit, du konntest nach Tokyo ziehen. Dort warten sie alle auf dich. Junko, Kyosuke und allen voran dein Freund Shoji.

Du klopfst dir den restlichen Schnee von der Kleidung, als du die warme Bahnhofshalle betrittst. Die großen Zeiger der Uhr im Eingangsbereich stehen auf 17:45 Uhr. Obwohl es noch früher Abend ist, ist es bereits stockfinster.

Prüfend kramst du ein letztes Mal in deiner Tasche, ob du auch an dein Ticket gedacht hast. Dann fährt auch schon mit dröhnendem Lärm der Zug ein.

Die Leute wuseln herum und drängen sich in das stehende Fahrzeug um noch einen Sitzplatz zu ergattern. Da du eher zu der zurückhaltenden Sorte gehörst, wartest du, bis der Weg für dich frei wird.

Endlich drinnen angekommen, sinkt die Hoffnung darauf, selbst noch einen Platz zu erhaschen und du seufzt innerlich. Auf dich wartet eine stundenlange Fahrt und zugegeben, konntest du vor Aufregung die vergangene Nacht kaum schlafen. Die Erschöpfung steckt dir also jetzt schon in den Gliedern.

Ein kurzer Blick zur Seite macht alles wieder wett. Da war noch ein Platz frei, allerdings blockiert von einem großen Gitarrenkoffer. Trotz seiner sperrigen Ausmaße, war es nicht der Koffer, der deine Aufmerksamkeit fängt, sondern vielmehr seine Besitzerin.

Mit einem klicken zündet sie sich die Zigarette zwischen ihren tiefroten Lippen an. Der Geruch von Tabak steigt dir Augenblicklich in die Nase. Er kratzt ein wenig, doch die Erscheinung der jungen Frau macht diese ungesunde Angewohnheit wieder wett. Ihre Haare pechschwarz, zu einem frechen Kurzhaarschnitt gestylt. Ihr Makeup extrem und auffällig. An dem Füßen schwere Boots und die Beine gekleidet in Netzstrumpfhosen. Das Highlight ihrer Erscheinung die funkelnden Piercings an ihren Ohren.

„Sie ist so cool, ob sie wohl eine bekannte Musikerin ist?“ Geht es dir durch den Kopf.

„Entschuldigung, ich habe dich nicht bemerkt. Willst du dich setzen?“
Fragt sie und nimmt ihre Gitarre zur Seite.

Du antwortest mit einem schüchternen Nicken, etwas überrumpelt von Ihrer plötzlichen Frage. Hoffentlich hat sie nicht gemerkt, dass du sie angestarrt hattest.

Etwas verwegen setzt du dich neben sie und richtest deinen Blick zu Boden. Das leichte Rütteln der Fahrt und deine Müdigkeit, lassen dich ein wenig schwummrig werden und in Gedanken abdriften. Du bist so vertieft, dass dir nicht einmal auffällt, dass der Zug sich schon eine ganze Weile nicht bewegt hatte.

Erst als die angenehm tiefe und doch feminine Stimme deiner Sitznachbarin ertönt, wirst du hellhörig.

„Sieht ganz so aus, als würde das hier noch eine Weile dauern.“ Sagt sie und zündet sich zum Zeitvertreib noch eine Zigarette an. Dein Blick wandert an dieser entlang, bis hin zu ihren schwarz lackierten Fingernägeln, wo sich am Ende der Zigarette ein kleiner Schriftzug erkennen lässt.

„Black Stones.“

„Aber wie lange denn?“ Fragst du entgeistert, als dir die Lage endlich bewusst wird. Immerhin wirst du erwartet und wolltest dir um keinen Preis eine Verspätung erlauben. Sonst würden dich die anderen im schlimmsten Fall noch für unzuverlässig halten.

Du überlegst kurz, atmest tief durch und sammelst dich wieder. Wozu die Aufregung? Du würdest ihnen einfach kurz bescheid geben. Kurzerhand zückst du dein rosa – goldenes Smartphone und schickst Shoji eine Nachricht.

„Der Zug ist stehen geblieben und ich komme zu spät. Bitte warte auf mich, ich melde mich nachher nochmal.“
I ♡ U, (D/N)

„Wow, ich habe noch nie jemanden so schnell tippen sehen.“ Kam es überrascht von der Frau. „Aber ihr jungen Schüler seid was technische Dinge angeht ja ein gutes Stück voraus.“

„Ich – ich bin keine Schülerin mehr. Ich bin schon 20 Jahre alt.“ Erklärst du verlegen.

„Bitte was?“ Sagte sie sichtlich erstaunt. „Ich hätte nie gedacht, dass wir gleich alt sind.“ Lachte sie.

„Trotz ihres Auftretens, hat sie eine sehr niedliche Seite an sich, wenn sie lacht.“ Dachtest du dir.

Der Klingelton deines Handys ertönt und auf deinem Display leuchtet das Foto von Shoji und dir auf, das ihr letztes Jahr gemeinsam beim Sommerfest geschossen habt. Darüber steht mit einem Herz versehen „Schatz ♡“ .

„Hallo (D/N) hier.“ Schon in der Sekunde in der du seine Stimme hörst, beginnt dein Herz wie wild zu klopfen. Endlich würdest du ihn sehen, nach so langer Zeit, in der ihr getrennt leben musstet. Die Freude über seinen Anruf lenkt dich von der überraschten Reaktion deiner Sitznachbarin ab.

„Was für ein Zufall.“ Hörst du sie sagen, nachdem du fertig mit telefonieren warst.

„Ich hatte früher einen Hund. Und rate mal, er hieß genau wie du, (D/N).“

Ein Hund? Sollte das ein Kompliment sein, oder eher eine versteckte Beleidigung? Was auch immer, erst einmal entgegnest du ihrer Aussage mit einem Lächeln, damit kannst du kaum etwas falsch machen.

Sie schien deine Verunsicherung sofort zu bemerken und lenkte ein: „Ich wollte nicht unhöflich sein, dieser Hund lag mir sehr am Herzen. Leider musste ich ihn für meinen Umzug nach Tokyo in ein Tierheim geben.“
Sie pausiert für einen Moment und fährt dann mit den Worten: „Und ich bin übrigens Nana“ fort.

„Du ziehst auch nach Tokyo?“
Das Eis ist gebrochen und du kannst deine Begeisterung nicht mehr zurückhalten. Wie unerwartet, dass ihr beide schon so viele Gemeinsamkeiten habt.

Auf diese Weise wurde eine sich vermeintlich schleppend und langweilige Zugfahrt doch noch unterhaltsam und du erzählst der unbekannten Schönheit neben dir mehr über dein Privatleben, als es eigentlich gut ist.

Und dann ist der Moment gekommen. Die Räder des Zuges quietschen, als er im Tokyoter Hauptbahnhof langsam zum stehen kommt. Ohne weiter nachzudenken, greifst du nach deinem Gepäck und stürmst Richtung Ausgang. Schon von Weitem kannst du ihn sehen. Er war recht groß, daher ragte Shoji über die ganzen Leute, die dir die Sicht versperren hinaus.

So schnell du kannst rennst du zu ihm hinüber. Warme Freudentränen laufen über deine Wangen, als du in seine Arme fällst. Es ist unbeschreiblich, wie sehr dir dieses Gefühl gefehlt hat. Einfach in seinen Armen liegen, seinen Duft riechen, seine Nähe spüren. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Noch bevor er dich anständig begrüßen kann, fällt dir etwas ein. Du hast in der ganzen Eile einfach vergessen, dich von Nana zu verabschieden. Nicht einmal Nummern oder irgendeine andere Kontaktmöglichkeit habt ihr ausgetauscht. Rasch kehrt du um und suchst nach ihr, aber sie war bereits weg.

Du verfluchst dich ein wenig dafür, dass du mal wieder so voreilig warst. Jetzt würdest du sie vielleicht nie wieder sehen. Dabei habt ihr euch doch so gut verstanden.

Um weiter darüber nachzudenken, bleibt dir aber keine große Zeit. Es gibt da nämlich eine Sache, die du Shoji noch nicht erzählt hattest.

„Shoji…“ Beginnst du zögerlich. Unklar darüber, wie du ihm das überhaupt erklären sollst. „Ich weiß noch gar nicht, wo ich eigentlich schlafen soll.“

Entgeistert wirft er dir eine erstarrte Miene entgegen. „War es denn die Möglichkeit, dass sie sich um etwas so Wichtiges nicht gekümmert hat?“ Fragte er sich und seufzte.

„Wir fahren zu mir.“

Gesagt, getan. Während du auf dem Rücksitz seine Autos sitzt, gehen dir unzählige Gedanken durch den Kopf. Nicht nur er, sondern alle deine Freunde waren schon so erwachsen. Sie besuchten die Uni für grafisches Design in Tokyo , hatten ihre eigene Wohnung und sogar einen Führerschein. Du willst nicht so denken, aber von Zeit zu Zeit fühlst du dich im Vergleich zu ihnen etwas minderwertig. Außer dir war jeder von ihnen selbstständig. Was, wenn du ihnen hier in Tokyo schon nach kurzer Zeit ein Klotz am Bein bist?
Dein Blick schweift nach vorne. Die Augen deines Freundes sind konzentriert auf die Straße gerichtet, sein mittellanges, dunkelblondes Haar liegt ihm zerzaust im Nacken. Eine leichte Rötung legt sich auf deine Wangen, du würdest ihn jetzt lieber nicht ablenken und mit deinen Sorgen bejammern. Also siehst du wieder aus dem Fenster, betrachtest die vielen prangenden Lichter der Großstadt, die von blinkenden Werbetafeln, Lampions an Takeaways und Straßenlaternen erhellt wird.

Mit vorsichtigen Schritten gehst du durch die Türe, die Shoji dir offen hält, als ihr nach einer knappen halben Stunde endlich angekommen wart. Seine Wohnung ist klein und gemütlich, nur spärlich eingerichtet, was auf dem engen Raum aber deutlich angenehmer ist. Nach einem kurzen Abstecher in der Küche, bringt dir dein Freund ein wunderbares Abendessen bestehend aus viel lecker gewürztem Gemüse, Reis und Ei.

Der appetitanregende Anblick zaubert dir ein Funkeln in die Augen. Du kannst es kaum fassen, dass er sich so viel Mühe für dich macht.

„Danke für das Essen.“

Ein langer und ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen. Schon lange nicht mehr hast du so tief geschlafen, wie in dieser Nacht.

Geweckt wirst du durch Einbruch der goldenen Sonnenstrahlen des beginnenden Frühlings, die deine geschlossenen Augen erhellen und dem nervigen summen eines Moskitos, der sich durch das halb geöffnete Fenster Zutritt verschafft hatte.

Grummelnd wirbelst du mit deiner Hand durch die Luft, um den lästigen Eindringling zu verscheuchen. Als langsam die Müdigkeit des Morgens weicht, bemerkst du die Stille im Haus.

„Shoji?“

Keine Antwort.

Bekleidet in deinem hellgelben Schlafanzug und weißen Söckchen, tippelst du auf leisen Sohlen durch die Wohnung. Es war tatsächlich niemand da. Wahrscheinlich war er schon zur Uni gegangen. Du beschließt kurzerhand dich nützlich zu machen und widmest dich der Hausarbeit. Er würde sich bestimmt freuen, wenn seine Wohnung sauber ist und dich loben.

Nur noch kurz die Kopfhörer rein, Playlist starten (Deine Playlist), und ran an die Arbeit. Du richtest das Bett, wäscht seine Kleidung und putzt das Zimmer. Gerade als du dich dem Abwasch zuwendest, öffnet sich die Haustüre.

War es bereits so spät? Unmöglich hast du schon 6 Stunden mit dem Haushalt zugebracht. Aber die Uhr beweist, dass genau das der Fall ist.

„(D/N), ich bin wieder da.“

Ruft dir Shoji vom Eingang entgegen. In Windeseile ziehst du die Putzhandschuhe aus und richtest dir mit den Händen kurz deine verstrubbelten Haare.

„Shoji Hi! Das Essen ist gleich fertig, ich habe dich gar nicht so früh erwartet.“

„Was meinst du mit früh? Ich war bis 18:00 Uhr in der Schule.“ Sagt er mit einem Lächeln und setzt sich an den Tisch.

Noch ein letzter Löffelschwung und das Essen  war fertig. Um den restlichen Abwasch würdest du dich danach kümmern. Skeptisch betrachtest du noch einmal die Teller. Ein leicht verbrannter Geruch steigt dir von dem viel zu dunkel gebratenen Hähnchenfleisch entgegen. So ein Mist. Mit etwas Sojasoße versteckst du den Fauxpas und hoffst, dass es Shoji nicht auffällt. Bestimmt freut er sich trotzdem.

„Danke für das Essen. Erzähl mal, wie war dein Tag? Lief es gut bei der Jobsuche?“

„Jobsuche?“ Entgegnest du ihm verwundert. Das hattest du in deinem Eifer doch völlig vergessen.

„Na hör mal, du hast doch versprochen, dir direkt einen Job zu suchen, sobald du in Tokyo bist. Wie willst du denn sonst hier leben? Ich selbst verdiene nicht genug, um uns beide durchzubringen.“

Er ist enttäuscht, das merkt man deutlich. Dabei wolltest du ihm doch nur eine gute Freundin sein und dachtest, er wäre nach all der Arbeit stolz auf dich. Seine unerwartete Reaktion verletzt dich, auch wenn du weist, dass er eigentlich recht hat.

„Na hör mal!“ Platzt es aus dir heraus. „Ich habe die ganze Wohnung sauber gemacht, während du weg warst. Ich habe deine Wäsche gewaschen, deinen Boden geputzt und dein Bett geordnet.“
Daraufhin erfüllt ein drückendes Schweigen den Raum.

„Ich habe dich doch nicht als meine Putzfrau zu mir geholt.“ Murmelt er.

„Ich gehe jetzt lieber schlafen, danke nochmals.“

Damit lässt er dich alleine mit der belastenden Stille zurück. Das war nicht, was du wolltest. Es war dein erster Tag mit ihm zusammen in einer Wohnung und ihr hattet direkt einen Streit? Und das nur, weil du immer eine Enttäuschung bist. So kann das nicht weiter gehen. Morgen wirst du die Dinge in die Hand nehmen.

Das Glück war auf deiner Seite und schon am nächsten Tag, konntest du einen Besichtigungstermin in einem der bescheideneren Vierteln Tokyos ergattern. Das Haus fasziniert dich sofort, ob es wohl auch von drinnen so toll aussieht?

Und ja, auch von innen war es absolut fantastisch. Ein in die Jahre gekommener Aufzug fährt dich bis zu deiner Möglicherweise zukünftigen Wohnung in den 12. Stock. Die Wohnung selbst lässt keine Wünsche offen. Große Fenster durch die viel Sonnenlicht scheint, eine komplett ausgestattete Einbauküche, ein gemütliches, kleines Schlafzimmer und sogar eine Badewanne. Am liebsten hättest du den Makler nur noch gefragt, wo du unterschreiben musst, bis dir die anderen Leute auffielen.

Eine andere Interessierte mustert dich skeptisch. Du kannst kaum fassen, wer hier vor dir steht.

„Nana?“

„Hm? Kennen wir uns?“
Das war sie doch? Erkennt sie dich etwa nicht wieder? Entrüstung macht sich in dir breit. Für dich wart ihr beide bereits gute Freunde.

„Ach du bist es, (D/N)! Mit deinen anderen Klamotten habe ich dich überhaupt nicht erkannt!“
„Sie sind Freunde?“ Fällt dein Makler euch ins Wort. „Das ist doch großartig, dann könnten Sie beide hier zusammen einziehen und sich die Mietkosten teilen!“

Doch so enthusiastisch scheinen nicht alle Beteiligten zu sein. Nana und gleichermaßen ihr Makler, scheinen unterschiedliche Ansichten von (D/N)‘s quirliger Art zu haben.

„Hören Sie Frau Osaki. Ich kann Ihnen einen guten Preis machen und Sie können hier sehr gerne alleine leben. Um ehrlich zu sein, halte ich diese Person als Mieterin für ungeeignet. Unterschreiben Sie einfach direkt und es ist beschlossene Sache.“ Flüstert er ihr nicht gerade diskret zu. Dir rutscht dein Herz in die Hose, bei den Wortfetzen die du aufschnappst. Waren jetzt deine Chancen verspielt? Und konnte Nana dich wirklich so wenig leiden?

Nana sah ihrem Gegenüber mit einem Lächeln in die Augen. Denn sie selbst erkannte etwas sehr herzliches in deiner Persönlichkeit.

„Danke aber ich lehne ihr Angebot ab. (D/N), wenn es mich nur die Hälfte der Miete kostet, ziehe ich sehr gerne mit dir zusammen.“
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast