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Vater wider willen

von Maya00
GeschichteFamilie / P16 / Gen
OC (Own Character) Severus Snape
08.04.2021
04.05.2021
6
5.400
9
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Dieses Kapitel
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04.05.2021 786
 
Schwarze Schatten und verschwommene Umrisse. Das war das erste, was Severus erkannte. Dann begannen die Schatten und Umrisse schärfer zu werden und langsam bildeten sie ein Bild, welches selbst der taffe Tränkemeister als furchteinflößend befand. Gut 10 Todesser saßen an einem Tisch. Auf der anderen Seite des Raumes standen Lucius und Narcissa Malfoy, zudem auch noch ein ihm Unbekannter Mann. Narcissa wirkte ungewöhnlich blass und in ihrem Gesicht lag Sorge, doch die Männer hatten ein fieses Grinsen auf dem Gesicht. Plötzlich hob der Unbekannte seinen Zauberstab. Während er selbst, beziehungsweise Emely zuckend zu Boden ging, fiel ihm seine eigentliche Aufgabe ein. Diese stellte sich als nicht besonders schwierig heraus, denn ganz offenbar befand sich Emely im Malfoy Manor. Auf einmal bemerkte der Professor, dass der Boden voller Blut war. Erschrocken schlug er die Augen auf.
„Severus, was ist passiert? Du bist ja ganz blass...“, stellte Dumbledore besorgt fest, während der Tränkemeister einen Moment brauchte, um sich zu orientieren. Während Dumbledore ihm hoch half, fragte er, ob er Emelys Standort denn hatte herausfinden können. „Malfoy Manor“, presste der schwarzhaarige zur Antwort hervor und richtete sich dann auf. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn und in seinem Blick lag Angst. Angst um Emely. „Wer war denn dort?“, fragte währenddessen Dumbledore. Auch seine Stimme klang sorgenvoll. „Die Malfoys und... Todesser“, erwiderte Severus und sah den Schulleiter, dessen Gesicht ein wenig an Farbe verloren hatte, eindringlich an. „Sie müssen das Kind retten!“ Langsam nickte der Alte. „Ich werde ein paar Auroren benachrichtigen, die kümmern sich darum...“, erklärte er, nickte kurz in eine Severus‘ ungewisse Richtung, und ließ sich in seinen Stuhl, obwohl es eher ein Thron war, fallen. Dann griff er in eine Schüssel und zog daraus – ein Zitronenbonbon. „Nervenfutter“, meinte er nur und schob sich das Bonbon in den Mund. Ungläubig schüttelte Severus den Kopf. Emely war in Lebensgefahr, und Dumbledore hatte nichts Besseres zu tun, als ein Zitronenbonbon zu essen!? „Albus, wenn ich bitten darf, das Kind...“, setzte die Kerkerfledermaus in belehrendem Tonfall an, doch der Mann mit dem weißen Bart brachte ihn durch eine Geste zum Schweigen. In diesem Moment meldete sich eines der Portraits zu Wort. „Die Auroren sind benachrichtigt“, sprach die Person in dem Bild. Dumbledore bedankte sich und Severus nickte kurz. Noch immer war er skeptisch – die Todesser waren keine einfachen Gegner. Andererseits hatte man Emely ja schon einmal gerettet, ein zweites Mal sollte also kein Problem darstellen.

„Mister Snape, sind sie zuhause?“, ertönte eine Stimme und riss den Tränkemeister aus seinen Gedanken. Er hatte gerade in einem Sessel gesessen und auf eine Rückmeldung seitens des Ministeriums gewartet. Hektisch legte er das Buch, in dem er gelesen hatte, beiseite und öffnete die Tür. Professor Dumbledore und ein Auror, befanden sich dahinter. „Haben sie das Kind retten können?“, fragte Severus sofort. „Sie liegt im St Mungos“, erklärte der Auror. Snape war sich nicht sicher, ob er dies jetzt als gut oder schlecht befinden sollte. „Wie geht es ihr?“, fragte er deshalb. Diesmal war es Dumbledore, der antwortete. „Sie... sollten sich am besten selbst einen Überblick verschaffen“ Besorgt legte Severus die Stirn in Falten. Warum rückte der alte Mann nicht einfach mit der Sprache heraus?

„Was ist mit ihr?“ Besorgnis trat in Severus‘ Gesicht. Er stand, gemeinsam mit Albus Dumbledore, am Bett der kleinen Emely, die apathisch ins nichts starrte. „Sie... steht vermutlich unter Schock“, gab der Schulleiter seine Vermutung bekannt. „Verstehe...“, murmelte Severus mit grimmigem Gesichtsausdruck, einer Maske, wie der bärtige wusste. „Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Doch machen sie sich selbst keine Vorwürfe, Severus“, aufmunternd klopfte er dem Tränkemeister auf die Schulter. Dann entschloss er, die beiden einen Moment allein zu lassen.
Als die Tür sich schloss, setzt Severus sich langsam auf des Bett von Emely und nahm ihre Hand. Tiefe Wunden und Kratzer zierten die blasse Haut. „Es tut mir leid“, flüsterte Snape. Seine Stimme hatte einen zittrigen Unterton angenommen. Doch es kam keine Reaktion. Das Kind zuckte nicht einmal zusammen, als er sie berührte oder er sprach. Es war geradezu so, als sei nur ihr Körper in diesem Raum, sie selbst jedoch an einem anderen Ort.
In diesem Moment trat ein Heiler herein. „Man sagte mir, sie haben vielleicht ein paar Fragen?“, sprach der Mann im weißen Kittel. Severus war sich unsicher, woher man wusste, dass er tatsächlich eine dringende Frage hatte, doch dies war in jenem Moment irrelevant. „Wann wacht sie wieder auf?“, fragte der Tränkemeister, mit einer dunklen Vorahnung. „Nun...“, begann der Heiler. „Vielleicht dauert es nur Stunden. Oder aber auch einige Tage, Monate oder... Jahre.“

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Ich weiß, es hat lang gedauert.
Ich weiß, es ist zu kurz.
Sorry.
Aber wenn ihr mich umbringt, erfahrt ihr das Ende nicht, also lasst es :)
LG Maya^^

PS: Wie wars?
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