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Der vergessene Digiritter

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Koushirou "Izzy" Izumi und Tentomon OC (Own Character) Taichi "Tai" Yagami und Agumon Takeru "T.K." Takaishi und Patamon
08.04.2021
25.07.2021
9
23.413
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19.04.2021 3.061
 
Tai-

„Bin wieder Zuhause“, rief ich in die Wohnung und trat mir meine Schuhe von den Füßen. Ich betrat das Wohn- und Esszimmer und sah wie mein Vater und Agumon auf der Couch saßen und irgendetwas im Fernsehen schauten. Meine Mutter stand in der Küche und schnitt Gemüse für das Abendessen. „Du bist aber heute spät dran“, erklang ihre Stimme und ich warf einen Blick auf die Uhr über dem Fernseher. 18:30 Uhr. Ich war nach dem Fußballtraining noch länger geblieben, um alleine ein paar Bälle zu schießen und offensichtlich hatte ich dabei die Zeit vergessen. „Abendessen ist in 20 Minuten fertig. Du bist sicher hungrig“. Die Worte meine Mutter ließen meinen Magen knurren und ich freute mich tatsächlich auf eine warme Mahlzeit. Auch wenn meine Mutter keine begabte Köchin war, so trieb der Hunger mich trotzdem immer wieder dazu ihre Kreationen zu essen. Ich lebte noch, von daher konnte es also nicht allzu schlimm sein. Da ich noch etwas Zeit hatte schlurfte ich in mein Zimmer und ließ mich auf mein Bett fallen. Das harte Training der letzten Monate nagte an meinen Kräften und ich genoss jede Erholung, die ich kriegen konnte. So kurz sie auch war. Ich schloss meine Augen, um meinen Speicher in den 20 Minuten so gut es ging wieder aufzufüllen und die Ruhe zu genießen. Gerade als ich meine Augen geschlossen hatte, sah ich jedoch Della vor mir. Wie sie in ihrer Schuluniform vor der Klasse stand und schüchtern zu Boden blickte. Mein Blick war sofort auf ihre langen trainierten Beine gefallen und ich könnte ihn erst davon lösen, als ihre Stimme leise durch den Klassenraum drang. Als sie dann an mir vorbei gegangen war und hinter mir Platz genommen hatte, war ich von ihrem atemberaubenden Duft bereits umgeben. Es war eine Mischung aus frischer Wäsche und Pfirsich und hatte sich nun fest in meiner Erinnerung verankert. Gerade in diesem Moment roch ich ihren Duft so intensiv, als würde ich mein Gesicht in ihren Haaren vergraben. Wir hatten zwar nur wenige Sätze miteinander gesprochen, aber sie und ihre weiche melodische Stimme ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Bereits beim Fußballtraining waren meine Gedanken immer wieder zu ihr gewandert und ich war unaufmerksamer wie sonst gewesen. Das ärgerte mich, da ich keine Ablenkung vom Training gebrauchen konnte. Dieses Stipendium war so wichtig für mich, da ich nicht die finanziellen Mittel besaß um das Studium anderweitig zu finanzieren. Ich musste die Talentscouts von mir überzeugen und dennoch wünschte ich mir gerade nichts sehnlicher als ihre Stimme zu hören und mehr von ihr zu erfahren. Schon lange hatte ich keinen solchen inneren Konflikt mit mir geführt und fuhr mir verzweifelt durch die Haare. Was war an ihr bitte so besonders, überlegte ich wütend. Schritte näherten sich meinem Zimmer.„Tai, ist alles in Ordnung?“, erklang Agumons  besorgte Stimme und ich blickte auf meinen Freund, der im Türrahmen stand. „Ach nix Agumon. Ich bin nur kaputt vom Training.“ Er nickte und drehte sich wieder zum gehen. „Gut, dann gucke ich weiter Fernsehen.“   Einige Minuten starrte ich an meine Zimmerdecke und überlegte, wann ich mich das letzte mal in Bezug auf ein Mädchen so gefühlt hatte. Meine letzte Beziehung war schon länger her gewesen und seitdem war mir niemand mehr begegnet, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Vor allem in der letzten Zeit bestand meine Freizeit hauptsächlich aus Sport und Training, sodass ich an Mädchen gar keine Gedanken mehr verloren hatte. Mir waren sie zwar aufgefallen und ich konnte auch ihre Blicke deuten, die sie mir täglich zuwarfen, aber ich hatte einfach kein Interesse verspürt. Aber heute, als Della den Klassenraum betreten hatte, wurde mir ganz anders und ich wollte mehr von ihr erfahren. Mein Verstand riet mir jedoch davon ab, da das Stipendium nun die höchste Priorität hatte und ich mich nicht ablenken lassen durfte. Daher versuchte ich Della in den hintersten Winkel meines Kopfes zu verbannen und an etwas anderes zu denken. Glücklicherweise erklang die Stimme meiner Mutter, die mich, meinen Vater und Agumon zum Abendessen rief.

Das Vibrieren meines Handys riss mich aus meinem traumlosen Schlaf und ich öffnete erschrocken die Augen. Mein Zimmer war in völlige Dunkelheit gehüllt, was mir sagte, dass es mitten in der Nacht sein musste und mein Herz schneller schlagen ließ. Irgendwas musste passiert sein und meine Gedanken wanderten sofort zu Kari, die die Nacht bei T.K. verbringen wollte. Hastig suchte ich im Bett nach meinem Handy und mittlerweile rührte auch Agumon sich, der ebenfalls durch das laute Vibrieren aufgewacht war. Endlich ertastete ich es und erkannte Izzy’s Kontakt der mir auf dem Bildschirm entgegen leuchtete. Mit gerunzelter Stirn nahm ich das Gespräch an. „Izzy, wieso ruft du mich um 3 Uhr in der Nacht an“, flüsterte ich, damit meine Eltern nicht wach wurden. „Tai! Ein Portal aus der DigiWelt wurde geöffnet und ich denke ein Digimon macht sich gerade auf den Weg.“ Seine ernste und besorgte Stimme drangen zu mir durch und ich setzte mich aufrecht ins Bett. Seine Worte wiederholten sich immer wieder in meinem Kopf und ich versuchte das Gesagte zu begreifen. Ein Portal? Wieso kamen Digimon in unsere Welt? „Du und Agumon müsst sofort zum Spielplatz neben der Schule und das Digimon zurück durch das Portal schicken. Ich werde es dann von hier aus schließen. Ihr müsst euch aber beeilen.“ Mit dem Handy am Ohr sprang ich aus dem Bett und schaltete das Licht an. „Alles klar, Izzy. Wir machen uns auf den Weg. Was ist mit den anderen?“, warf ich ein und griff nach einer Sporthose und einem T-Shirt. Agumon hatte das Gespräch mitverfolgt und stand bereits mit meinem DigiVice an der Zimmertür - bereit für den Kampf. „Ich versuche die anderen zu erreichen und melde mich dann zurück. Ruf mich an wenn ihr Hilfe braucht“, erklang Izzy’s Stimme gefolgt von einem „Viel Erfolg“ von Tentomon. Mein Handy und das DigiVice was Agumon mir entgegenhielt verstaute ich schnell in meiner Tasche und wir liefen zur Haustür. Schnell schlüpfte ich in meine Turnschuhe, griff nach meinen Schlüsseln und wir verließen die Wohnung. Nebeneinander joggten wir die Treppen hinunter, da der Aufzug zu lange auf sich warten ließ, wir jedoch keine Zeit verlieren durften. „Tai, wie kommen wir am schnellsten zu diesem Spielplatz“, rief Agumon mir mit atemloser Stimme zu als wir gerade den Wohnkomplex verlassen hatten. Mein Blick fiel auf ihn, wie er mit seinen kurzen Beinen versuchte mit mir mitzuhalten und bereits schwer atmete. Kurzerhand griff ich nach meinem Partner und hievte ihn mir auf den Rücken, damit er seine Kräfte für den bevorstehenden Kampf aufsparte, schließlich wussten wir noch nicht wie stark dieses Digimon sein würde. Trotz Agumons Gewicht auf meinem Rücken lief ich schnell und wir passierten den zur Schule angrenzenden Park. Mein Körper war aktuell in seiner bisher besten Form und kam uns in dieser Situation mehr als zu Gute. Gerade als wir am Eingang zum besagten Spielplatz angekommen waren, klingelte mein Handy und zeigte erneut Izzy’s Bild an. „Wir sind gerade angekommen. Hast du die anderen erreicht? Bisher sind wir wohl allein“, sagte ich während Agumon von meinem Rücken sprang und ebenfalls Ausschau nach einem Portal oder Digimon hielt. „Leider wart ihr die einzigen, die dran gegangen sind. Also müssen wir das wohl alleine regeln“, drang seine leicht enttäuschte Stimme zu mir durch. „Kein Problem, Tai und ich schaffen das!“, rief Agumon überzeugt und ich nickte ihm grinsend zu. Ich erinnerte mich an keinen Kampf, den Agumon und ich nicht mit voller Überzeugung versucht hatten zu gewinnen und konnte ihm jetzt ebenfalls nur zustimmen. Wir waren ein Team und wir würden gemeinsam alles schaffen. Unser letzter Kampf war zwar schon einige Zeit her, jedoch würde uns dies in keiner Weise von der bevorstehenden Begegnung abhalten. Vorsichtig betraten wir den großen Spielplatz, der von den umstehenden Lampen in ein schummriges Licht getaucht wurde. Hinter dem Spielplatz erstreckte sich eine große Wiese, auf der ich als kleines Kind bereits Fußball und Fangen gespielt hatte. Der Gedanke, dass jetzt noch Kinder hier wären, ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen. Ein plötzlich auftretendes lautes Rauschen erweckte unsere Aufmerksamkeit und wir schauten beide in Richtung des Geräusches. Es war der einzige Teil des Spielplatzes der in absoluter Dunkelheit lag, jedoch durch kleine rote Blitze immer kurzzeitig erhellt wurde. Je näher Agumon und ich uns den Blitzen näherten, desto deutlicher konnten einzelne Pixel erkannt werden, die sich wie ein Strudel bewegten und langsam an Größe gewannen. Ich hob mein Handy erneut ans Ohr, ohne das Portal nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. „Wir haben es gefunden. Es scheint noch nicht vollständig geöffnet zu sein. Kannst du es nicht direkt wieder schließen?“, sprach ich zu Izzy und warf einen Blick auf Agumon. Er stand neben mir und hatte das Portal fest fokussiert. „Warte, ich versuche es!“, erklang Izzys Stimme gefolgt von lauten Tastaturschlägen. Angespannt warf ich erneut einen Blick über den Spielplatz und die angrenzende Wiese, in der Hoffnung, dass sich keine nächtlichen Spaziergänger hier befanden. „Tai, ich kann es nicht schließen. Meine Versuche werden immer wieder blockiert und ich -“ Ein lautes Gebrüll aus dem Portal unterbrach das Gespräch und die nächtliche Stille. Es folgte eine starke eisige Windböe, die mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper laufen ließ und ich den Atem anhielt. Automatisch bewegten Agumon und ich uns rückwärts, um mehr Abstand zwischen uns und dem Portal zu gewinnen. „Ich denke ich weiß warum du das Portal nicht schließen kannst. Wir bekommen gerade Besuch“, informierte ich Izzy während ich den Blick nicht vom Portal lösen konnte. Er sagte irgendetwas was ich jedoch nicht verstand, da erneut ein lautes Gebrüll aus dem Portal drang. Kurz drehte ich mich um und vergewisserte mich, dass keine Menschen dem Gebrüll auf den Spielplatz gefolgt waren. „Tai, sieh nur“, hörte ich Agumon rufen und drehte mich hastig zurück zum Portal. Zuerst war nur sein Kopf zu sehen, aber dann trat Frigimon in voller Größe durch das Portal. Eisige Luft erfüllte die sonst so schwüle Sommernacht und ließ mich erschaudern. Warum war Frigimon hier? Es war ein freundliches Digimon und hatte keinen Grund in unsere Welt zu kommen. Meine Gedanken wurden unterbrochen als ich Izzy meinen Namen rufen hörte und mein Handy schnell wieder als Ohr hielt. „Tai, was ist los? Rede mit mir!“, erklang seine angespannte Stimme und holte mich aus meiner Starre. „Ein Frigimon ist gerade durch das Portal getreten. Izzy ich verstehe es nicht. Was will es hier?“, erklärte ich ratlos. „Seltsam, Frigimon ist ein Digimon vom Typ Serum. Es ist nicht bösartig“, warf Tentomon in das Gespräch ein und ich blickte zu Frigimon, das noch immer vor dem Portal stand und uns anstarrte. Im nächsten Moment lief es genau auf uns zu und schrie, während es seine Faust auf den Boden schlug. Eine Welle aus Eis steuerte direkt auf Agumon und mich zu und wir beide konnten gerade noch ausweichen. „Das Frigimon ist definitiv bösartig“, sagte ich mehr zu mir selbst. Noch im Gras liegend schnappte ich mir mein DigiVice aus der Tasche und erhob mich „Agumon, bereit?“, rief ich meinen Partner zu der mir entschlossen zunickte. Daraufhin leuchtete mein DigiVice und Agumon hell auf, sodass ich kurz meine Augen zusammenkneifen musste. Agumons Lichtgestalt wuchs immer weiter in die Höhe bis es erlosch und Greymon über mir hervorragte und sich schützend vor mich stellte. Von Frigimons eigentlicher Gutartigkeit war leider rein gar nichts mehr zu erkennen und er stürzte sich auf Greymon. Greymon reagierte schnell und packte Frigimon an den Armen um ihn in Richtung Portal zu drücken, jedoch bewegte dieser sich keinen Millimeter von der Stelle. Frigimon stieß erneut einen lauten Schrei aus, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dieses Gebrüll war wahnsinnig furchteinflößend und passte überhaupt nicht zu diesem sonst so freundlich aussehenden Digimon. Erneut versuchte Greymon das Digimon mit seiner ganzen Kraft zurückzudrängen, jedoch reagierte Frigimon schnell und stieß ihn mit einem eisigen Schlag zurück. Kleine Schneeflocken rieselten am Schauplatz des Kampfes vom Himmel und legten sich auf den Rasen und Spielgeräte des Spielplatzes. Den Anblick war absurd wenn man wusste, dass es Mitte August war und vor einigen Stunden das Thermometer noch 35 Grad angezeigt hatte. „Es ist stärker als es sein sollte“, stieß Greymon einige Meter links von mir im Grad liegend aus und beobachtete wie Frigimon langsam auf ihn zu schritt. Frigimon war ein Digimon des Champion Levels und dadurch auf dem gleichen Level wie Greymon. Gerade wollte ich es Izzy und Tentomon mitteilen, als ich bemerkte, dass ich mein Handy nicht mehr bei mir hatte. Offensichtlich hatte ich es fallen lassen, als Agumon und ich der ersten Attacke von Frigimon ausgewichen waren. Mein Blick fiel über das Gelände und blieb an der Stelle hängen, wo eine Eisschicht den Rasen bedeckte. Irgendwo dort musste es liegen. Greymon war mittlerweile wieder aufgestanden und schickte eine große Flamme in Richtung Frigimon, welches es aber mit verschränkten Armen einfach abwehrte. Tatsächlich, es war deutlich stärker und Greymons Attacke hatte keinerlei Wirkung auf ihn. Ich ballte die Hände zu Fäusten und umklammerte mein DigiVice fester. Ich wollte nicht unnötig Zeit verlieren und gab Greymon zu verstehen, dass er auf das Ultra-Level digitieren musste. Erneut wurde seine Gestalt von einem hellen Strahl erleuchtet und wuchs noch weiter in die Höhe. Während seiner Digitation war Frigimon abgelenkt, sodass ich schnell in Richtung des Platzes lief, wo ich mein Handy vermutete. Suchend blickte ich mich um, jedoch konnte es in der Dunkelheit nicht sofort ausfindig machen, sodass ich mich auf alle Viere warf und
versuchte es zu ertasten. Hinter mir war Metallgreymon nun zu seiner vollen Größe digitiert und überragte Frigimon deutlich. Metallgreymon packte ihn an der Kehle und hob ihn hoch, sodass er wild zu strampeln anfing um sich zu befreien. Ein Glänzen an Frigimons Rückseite erweckte meine Aufmerksamkeit. Etwas steckte in seinem Rücken und ich richtete mich auf. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte ich das Etwas genauer zu erkennen, was mir jedoch aufgrund der Entfernung nicht gelang. Kurzerhand entschied ich mich erst nach dem Gegenstand zu sehen und danach weiter nach meinem Handy zu suchen. Schnellen Schrittes lief ich zu den beiden Digimon und erkannte, dass es sich um eine überdimensionale Spritze handelte. „Metallgreymon! Lass ihn etwas runter! Ich muss an seinen Rücken!“, rief ich meinem Partner zu, der sofort meiner Anweisung folgte. Offensichtlich hatte Frigimon mittlerweile aufgegeben, da er sich keine Mühe mehr machte zu entkommen und nur noch müde seine Arme und Beine hängen ließ. Ich lief einige Meter zurück um genügen Anlauf zu nehmen und sprintete auf seinen Rücken zu. Kurz vorher sprang ich mit voller Kraft ab, sodass ich mich über dem Gegenstand in Frigimons kalten Schneekörper krallen konnte. Die Kälte drang sofort durch meine Finger in meinen ganzen Körper und ließ mich erschaudern. Der Drang sofort wieder loszulassen war unfassbar groß, jedoch riss ich mich zusammen und griff mit meiner linken Hand nach der Spritze. Sie saß fest in Frigimons Körper und bewegte sich kaum als ich mit aller Kraft daran zog. Kurzerhand griff ich auch mit meiner rechten Hand danach, sodass ich mit meinem gesamten Körpergewicht an der Spritze baumelte. Meine Beine stützte ich gegen Frigimons Rücken, damit ich mehr Kraft zum ziehen hatte. Plötzlich ging ein Ruck durch Frigimon und er wehrte sich mit all seiner Kraft gegen Metallgreymon und mich. Ich klammerte mich an die Spritze, jedoch löste diese sich im ungünstigsten Zeitpunkt und ich flog einige Meter in die Tiefe. Metallgreymon rief meinen Namen und ich schaffte es nicht mehr mich in eine Position zu bringen um mich irgendwie abzurollen.  Die gesamte Luft wurde beim Aufprall aus meiner Lunge gepresst und ich brauchte einige Sekunden um wieder zu mir zu kommen. Stöhnend griff ich nach meiner rechten Schulter und versuchte mich aufzusetzen, um nach Metallgreymon zu schauen. Seine Metallrüstung glänzte durch den geschmolzenen Schnee und das Licht welches durch die Laternen auf ihn nieder schien. Er hatte Frigimon erneut an der Kehle gepackt und lief nun in Richtung des Portals, was mir in Erinnerung rief, dass wir Izzy informieren mussten. Schmerzerfüllt erhob ich mich, griff nach der Spritze und lief leicht humpelnd in Richtung meines Handys. „Izzy!“, rief ich und hoffte inständig das er noch nicht aufgelegt hatte und mir helfen konnte mein Telefon zu finden. Immer wieder rief ich seinen Namen, bis ich gedämpfte Rufe vernahm und ich deren Richtung lief. Jeder Schritt schmerzte und ich wollte mich am liebsten ins Gras werfen und laut aufschreien. Ich kämpfte mich immer weiter nach vorne, bis ich endlich die Rückseite meines Handys erkannte und mich davor ins Gras warf. Schnell hob ich es an mein Ohr. „Schließ das Portal, Izzy! Los!“, rief ich und nickte Metallgreymon zu, der bereits vor dem Portal stand und wartete. Er warf Frigimon einige Meter vor sich in die Luft und schoss zwei Rakete aus seinem Brustpanzer, die Frigimon trafen. Sie explodierte nicht, sondern schickten Frigimon fliegend zurück ins Portal, was sich bereits dank Izzy zu schließen begann. Sekunden, die sich jedoch wie Minuten anfühlten, starrte ich auf das Portal bis es endlich komplett geschlossen und verschwunden war. Erst danach lies ich mich seufzend in das Gras fallen und genoss die augenblickliche Wärme des Sommertages, der die Kälte von Frigimons Besuch verdrängte. Izzy sprach mit mir, aber ich konnte mich in diesem Moment auf nichts anderes konzentrieren, als auf die Schmerzen, die sich durch meinen Körper zogen. Metallgreymon war wieder zu Agumon zurück digitiert und lief ebenfalls erschöpft auf mich zu und ließ sich neben mir ins Gras sinken. Einige Minuten verharrten wir in dieser Position und weder Agumon noch ich sprachen ein Wort. Wir hatten bereits bei unserem ersten Besuch gegen Frigimon kämpfen müssen, als es von einem schwarzen Zahnrad kontrolliert wurde und diese Situation ähnelte der der Vergangenheit so sehr. Erneut drang Izzys besorgte Stimme zu uns und ich griff nach meinem Handy. „Alles gut, Izzy. Wir haben es geschafft.“ Mit meiner anderen Hand griff ich nach der Spritze und betrachtete sie im schummrigen Licht. Sie war deutlich größer als normale Spritzen. Ich drehte sie und es befand sich noch ein kleiner Teil schwarzer Flüssigkeit in ihr. Den Rest hatte man wohl Frigimon verabreicht, was damit auch seine Bösartigkeit und Kraft erklären konnte. Konnte es sein, dass die Flüssigkeit wie das schwarze Zahnrad funktionierte?„Ich glaube wir haben da ein Problem“, seufzte ich mit der Spritze in der Hand und ließ mich erschöpft zurück ins Gras fallen.
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