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Two headed coin

von Cery
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
08.04.2021
22.10.2021
23
54.566
25
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.10.2021 2.061
 
Hallöchen und schönen Donnerstag!
Diese Geschichte hat schon 22 Empfehlungen, was mich unglaublich freut! DANKE!!!
Ich hoffe sie gefällt euch weiterhin. Derzeit bin ich sehr in der realen Welt beschäftigt, daher steht das Übersetzen ein wenig hinten an. Aber diese Geschichte sollte das nicht betreffen. ^.^
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Harry stöhnte innerlich, als ein kleiner Rotschopf durch den Kamin kam und an ihnen vorbei die Stufen hochlief. Dabei zerrte er einen Koffer hinter sich her und rief: „Hey Onkel Harry, Mom meint sie wäre gleich da. Ich werde Al´s Zimmer nehmen und sie bleibt in Lily´s.“

Beide Männer rissen die Augen auf, als ein weiterer Koffer im Wohnzimmer landete und sie ein entferntes Schreien und Rufen hörten. Harry ging zum Kamin, während Draco sich davon entfernte, als Hermine durchkam und sich umdrehte, um die Flammen zu löschen.

Sie konnte ihre Wut nur schwer zügeln, als sie sagte: „Harry, blockier den sofort. Blockier Ronald, den Ratten-Bastard Weasley sofort von diesem Kaminnetzwerks-Zugang!“

Dem Hausbesitzer blieb bei ihren Worten der Mund offen stehen.

„Harry,“ wiederholte sie drohend. „Ich kann es nicht tun, sonst würde ich es. Also hilf mir. Ich liebe dich, aber ich werde dir einen Fluch aufhalsen, wenn du diesen Kaminzugang nicht gleich sperrst.“

Draco trat zwischen die beiden. „Hier Harry, nimm meinen Zauberstab. Hermine, du siehst aus als ob du das hier brauchen könntest.“ Er gab ihr ein frisch gefülltes Glas Feuerwhiskey weiter.

Sie trank es sofort in einem Schluck, als Harry sich mit Dracos Zauberstab in der Hand umdrehte und wortlos einen Zauber sprach, um Ron auszusperren.

„Danke Draco, das hab ich gebraucht. Ich muss mich entschuldigen, dass ich euch so überfalle und auch Hugo mitgebracht habe, aber wenn ich noch eine Mminuten in dem Haus mit dem selbstgefälligen Arsch von Ehemann verbringen hätte müssen, hätte man mich für Mord an einem Auroren festnehmen müssen.“

Die beiden Männer sahen einander an, sagten aber klugerweise nichts.

„Vielleicht sollten wir uns alle hinsetzen und noch etwas trinken,“ schlug Draco vor. „Oder weißt du was, ich bringe deinen Koffer hinauf in Lily´s Zimmer und gehe sicher dass es sauber ist, seit ihrem letzten Aufenthalt. Damit könnt ihr beide miteinander sprechen und ich schaue noch schnell nach Hugo. Er ist ja ziemlich schnell abgerauscht.“

„Oh, du musst nicht gehen. Es gibt nichts das ich Harry sagen muss, was du nicht hören darfst.“

„Nein, wirklich. Ihr solltet Zeit für euch haben. Ich komme später wieder runter.“ Damit nahm er seinen Zauberstab von Harry zurück und mit einem kurzen Wink ließ er den Koffer hinter sich die Treppen hochschweben.

Hermine sah ihm interessiert nach. „Er fühlt sich hier wirklich schon wie zuhause, oder?“

„Und warum sollte er nicht?“ schnappte Harry beinahe beleidigt.

Sie betrachtete ihn einen Moment. „Du musst nicht defensiv werden. Du hast dich wirklich mit ihm angefreundet, oder? Das ist bemerkenswert und schön für euch beide.“

Harry schüttelte den Kopf. „Es ist wirklich nichts. Wir sind eben einfach endlich erwachsen geworden. Also, was ist mit Ron? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage es ist meine Schuld.“

„Nein.“ Sie seufzte. „Das war nicht deine Schuld. Es ist das, was es immer ist. Ron ist einfach zu stur als dass es gut ist. Er ist immer überzeugt dass das was er denkt richtig ist. Er hat am Nachmittag das Büro verlassen und hat sich anscheinend mit Ginny kurzgeschlossen. Seiner armen, kleinen Schwester, die so lange mit einem Lügner verheiratet war- einem schwulen Lügner. Es zeigte sich, dass George bei ihr war und beide haben ihm die Hölle heiß gemacht, bevor sie ihn nach Hause geschickt haben. Ich war bereits mit Hugo zuhause und hab Abendessen gemacht, als Ron kochend vor Wut heimkam und anfing zu toben. Ich kam damit nicht zurecht. Ich habe keine Ahnung wie er so verdammt intolerant werden konnte.“

„Und blind für das Offensichtliche,“ sagte Harry.

Sie sah ihn einen Moment lang verwirrt an, bevor es ihr klar wurde. „Ah, ja, Charlie. Jeder weiß, dass Charlie schwul ist, ohne dass er jemals etwas gesagt hat. In all der Zeit hat er nie seinen Partner in den Ferien mit heim genommen. Ron ist ein Idiot der immer noch denkt, dass der Typ bloß Charlies Geschäftskollege ist.“

Harry schüttelte den Kopf und lachte auf. „Währenddessen schickte der Rest von uns ihnen Weihnachtskarten und Geschenke für Pärchen, da sie das ja sind. Dazu noch die Einladungen dass sie jederzeit bei uns willkommen sind, sollten sie mal auf Besuch kommen wollen.“

„Und fast alle haben sie bereits in Rumänien in ihrem Haus besucht und hat ihre Kinder getroffen- die beiden Kinder von denen Ron denkt, dass Rick sie adoptiert hat, als ein anderer Drachenhüter gestorben ist. Er denkt auch, dass Charlie so ein großes Herz hat und sie bei sich leben lässt und ihm hilft die Kinder großzuziehen, weil er noch nicht die richtige Frau gefunden hat.“

„Er leugnet da echt nen großen Brocken. Als wir jung waren, hätte ich nie gedacht dass gerade er der Bruder ist, der am wenigsten tolerant wäre.“

Sie nickte. „Percy. Percy ist derjenige von dem wir das alle gedacht haben. Aber es war Percy, der Rick und Charlie mit der Adoption geholfen hat.“

„Ron sieht was er will und was er immer gesehen hat. Er verpasst oft das Offensichtliche, weil es nicht das ist was er erwartet, oder was er sehen will. Es ist eines der Dinge, das ihn in seinem Job auch zurückhält.“

„Tja, ich werde ganz sicher nicht zulassen, dass Hugo sich das anhören muss. Falls und wenn er wieder zu Verstand kommt, werden wir heim gehen. Bis dahin...“ Sie sprach nicht weiter und sah sich um, bemerkte das gedimmte Licht, die leeren Gläser, den Tumbler von Whiskey und die Sessel vor dem Kamin. Sie riss die Augen auf. „Oh mein... Oh nein... Oh Harry, es tut mir so leid.“ Hermine sprang auf. „Ich hole Hugo und wir gehen zu meinen Eltern.“

Harry verstand in dem Moment nicht was sie meinte. „Was? Warum?“

„Das wirst du auf gar keinen Fall machen,“ sagte Draco ruhig vom Türrahmen aus. „Zumindest nicht heute. Setz dich und entspann dich.“

„Aber-“ begann sie.

Er hielt eine Hand hoch. „Nein, kein Gegenwort. Ihr seid beide hier, ihr bleibr für die Nacht. Harry, du gehst vielleicht raus in Lily´s Zimmer, denn es ist etwas chaotisch. Es ähnelt eher einem Schweinestall. Ich bin sicher, dass du Kreacher nicht wecken willst, also warum gehst du nicht hoch und findest heraus was wo hingehört. Ich werde Hermine Gesellschaft leisten.“

Harry stand auf und sah zwischen seinen beiden Freunden hin und her, bevor er nickte und die Stufen hoch ging.

Hermine starrte Draco bloß an, sah zu wie er den Raum betrat, sich ein Glas nahm und einen Finger breit Whiskey einschenkte. Den kippte er in einem Schluck seine Kehle hinab. Erst als er sich ihr zuwandte, sagte sie dann: „Du willst nicht allein mit ihm sein.“

„Ich habe schon genug in meinem Leben das ich bereue. Ich will nicht noch mehr hinzufügen. Ich brauche auch kein gebrochenes Herz dazu.“

„Du liebst ihn,“ sagte sie leise.

„Das habe ich einst,“ gab er zu. „Oder zumindest war ich fasziniert von ihm.“

„Und du verliebst dich wieder.“

Er sah über seine Schulter in den Gang, bevor er nickte und sagte. „Meine verdammte Ex-Frau und seine und ihre Ideen. Es war schon schlimm genug als Ginny es mir gegenüber gesagt hat, aber als ich es ihm gesagt habe und er begonnen hat darüber nachzudenken... Wirklich nachzudenken... Ich will einfach nicht sein Experiment sein um rauszufinden ob sie recht hat. Ich will mich nicht emotional darauf einlassen und dann entscheidet er sich doch für eine Frau.“

Hermine trat auf ihn zu und legte ihm eine Hand auf den Arm. „Er würde dich nie absichtlich verletzen, weißt du?“

„Das weißt ich, aber ich denke das würde es noch schlimmer machen. Nur um ehrlich zu sein, ausgehend davon was ich ihm angetan habe, verdiene ich es auch nicht anders.“

Nun trat Hermine einen Schritt zurück, hob eine Augenbraue und sah ihn ernst an. „Draco, es ist beinahe zwanzig Jahre her. Du kannst dich doch nicht noch immer deswegen fertig machen. Vor allem wenn es um Entscheidungen geht, die du noch vor deiner Volljährigkeit getroffen hast.“

„Nicht alles was ich getan habe war vor meiner Volljährigkeit. Und wenn was ich vor zwanzig Jahren gemacht hab meinen Sohn immer noch beeinflusst und das fast auf täglicher Basis, wie kann ich das nicht?“

Sie seufzte, drehte sich um und ging zu der Couch um sich wieder zu setzen. „Was sagt es über unsere Gesellschaft, dass Kinder für die Sünden ihrer Väter bestraft werden? Oder ihrer Mütter?“

„Und ist es besser wenn wir Kinder nach den Standards ihrer Eltern richten? Sie verurteilen wegen dem, was ihre Eltern erreicht haben?“ fragte Draco.

Hermine hob eine Augenbraue. „Al?“

Er nickte.

Sie seufzte erneut. „Ich wusste er hätte es schwerer als James. James fiel alles immer sehr leicht, fast so wie sein Namesvetter. Albus ist viel introvertierter. Wie behauptet Scorpius geht es ihm?“

„Bisher geht es ihm gut. Es gab harte Tage, aber es scheint zu helfen, dass laut Scorp Al ein besserer Schüler ist als sein Vater war. Er muss wohl die Intelligenz seiner Mutter geerbt haben.“

Sie schmunzelte. „Harry ist nicht dumm, aber wenn ihn ein Thema nicht interessiert, versucht er es nicht. Al ist eher wie Rose. Sie lernen, um des Lernens Willen.“

„Wie du.“

„Bist du da nicht selbst so?“

Er zuckte mit den Schultern. „Ich bin wahrscheinlich eher wie Harry in den Belangen. Ich genieße es nur zu lernen was ich auch lernen will. Ich hab nur gute Noten bekommen, weil es von mir erwartet wurde. Die besten Noten musste ich nicht haben, aber wenn ich es nicht hinbekommen hätte, wäre die Strafe schlimmer gewesen.“

„Wie Harry hm? Es scheint ihr zwei habt vieles gemeinsam.“

Er schüttelte den Kopf. „Sind wir wieder bei dem Thema angelangt?“

Sie lächelte sanft. „Du musst mit ihm reden.“

Draco nickte. „Ich weiß, aber nicht jetzt. Noch nicht.“ Er ging durch den Raum und setzte sich auf den Sessel ihr gegenüber. „Ich muss jetzt erst mal mit dir reden.“

„Mit mir? Über Harry?“ fragte sie.

„Nein...“ Draco zögerte.

„Draco, was ist denn los?“

Er stand abrupt wieder auf und ging zum Fenster. „Ich hatte nie die Chance, hab mir nie die Zeit genommen, da es nicht so auf meiner Agenda stand. Aber nun sind unsere Kinder Freunde und seit ich hier in Harrys Haus lebe und vor allem nun da du auch hier bist scheint es, als ob die Zeit endlich gekommen wäre und-“

„Draco, wovon zum Teufel redest du?“ fragte Hermine.

„Was?“ Er wandte sich ihr zu.

„Du plapperst,“ kam die Stimme vom Türrahmen. „Du plapperst nie,“ sagte Harry als er den Raum betrat.

„Plappern?“

„Beinahe schon unverständlich,“ sagte Harry. „Das bist nicht du. Du bist immer direkt und kommst auf den Punkt. Was versuchst du zu sagen?“

Hermine stand auf. „Nein, wenn es so schwer für ihn ist es auszusprechen, dränge ihn nicht. Draco, was immer es ist, du musst nicht-“

„Es tut mir leid!“ sagte er, atmete dann tief durch und fuhr fort: „Mir tut alles leid was ich dir während der Schule und vor und nach dem Krieg angetan habe. Es tut mir leid, dass ich dich Schlammblut genannt habe. Es tut mir leid, dass ich mich über dich lustig gemacht habe. Es tut mir leid, dass ich nur zugesehen habe als Bellatrix dich gefoltert hat. Ich hätte sie aufhalten sollen. Ich hätte sie irgendwie ablenken sollen. Ich hätte dir helfen sollen, statt wie erstarrt dazustehen. Es tut mir leid, dass ich euch im Raum der Wünsche aufgelauert habe. Es tut mir leid, dass ich Vincent in den Raum gebracht habe. Ich hätte bei der ersten Möglichkeit weglaufen sollen.“

„Draco,“ begann Harry und stoppte dann, sah zu Hermine da er nicht sicher war was er sagen sollte.

„Ich...“ Sie sah zu Harry, dann zurück zu dem Blonden der ihr gegenüber saß und den Kopf gesenkt hatte, um ihr nicht ins Gesicht sehen zu müssen.

„Ich...“ begann sie erneut, wurde aber von Draco unterbrochen, der aufstand und zur Türe eilte. Im letzten Moment drehte er sich um und wollte noch etwas sagen.

„Ich bitte hier nicht um Vergebung. Ich wollte mich nur entschuldigen,“ sagte er, drehte sich dann um und eilte die Stufen hoch. Er ignorierte die Rufe der beiden, die unten geblieben waren.
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