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Two headed coin

von Cery
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
08.04.2021
12.11.2021
26
62.418
26
Alle Kapitel
73 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
08.04.2021 1.417
 
Schönen Nachmittag ihr Lieben!
Ich darf euch eine echt coole Story vorstellen, die ich zwar vor einiger Zeit übersetzen hab dürfen, aber die mich immer noch sehr beschäftigt.
Sie ist erwachsener als viele Andere und die Protagonisten haben schon einiges durchgemacht. Sie zweifeln, sie lieben, sie haben Familie, Freunde, Feinde...
Ich bin schon echt gespannt was ihr sagt! Und natürlich hoffe ich, dass sie euch gefällt!

Oh, CaelyAilene hat mir natürlich erlaubt sie zu übersetzen.
Das Original ist hier: https://www.fanfiction.net/s/11679373/1/Two-Headed-Coin

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Prolog (ein Jahr nach dem Kampf um Hogwarts)

Hermine war die Erste, die es sagte. „Sie sind eigentlich wie zwei Seiten einer Münze.“ Das führte zu überraschtem Keuchen und Rufen von den Leuten an den Tischen. Alle, bis auf Harry selbst. Er wollte gerade gegensprechen, schloss jedoch dann den Mund. Wenn Hermine es gesagt hatte, dann war es etwas über das sie nachgedacht hatte und sie lag selten falsch. Man sollte vielleicht darüber nachdenken, aber das würde in diesem Raum nicht funktionieren, mit so vielen Leuten.

Das alles hatte begonnen als Harry verkündet hatte, dass er plante für Draco bei dessen Verhandlung vor dem Zaubergamot zu sprechen. Ron wurde hochrot, wie ein Hummer, der ins kochende Wasser geworfen worden war und begann zu stammeln, sodass man nichts mehr verstand außer „Dieser Arsch?“ und ein paar andere wenig höfliche Dinge, die man weder in Anwesenheit von Kindern, noch von Eltern aussprechen sollte. Ginny fragte ihn, ob er den Verstand verloren hatte. Neville hatte nur den Kopf geschüttelt. Nur Hermine und Luna schienen es zu verstehen, auch wenn Luna ihn noch hinterfragte. Dann sprach Hermine diese Worte, die Harry noch Jahre später im Gedächtnis bleiben würden. Und die Hölle brach los!

„Verdammt Hermine, du machst doch Scherze!“

„Hermine, du hast den Verstand verloren.“

„Harry und Draco gaben gar nichts gemeinsam! Nichts! Was zum Teufel lässt dich denken, dass das so wäre?“

„Ich muss sagen es ist schön mal nicht angesehen zu werden als wäre man verrückt.“

Hermine versuchte zu erklären was sie damit meinte... Sie waren beide von Erwachsenen in Positionen gedrängt worden wo sie einander bekämpfen mussten. Sie betonte, dass keiner von ihnen wirklich eigene Entscheidungen treffen hatte können. Jedoch hörte niemand außer Harry zu. Alle anderen jammerten, schimpften und nervten. Okay, Luna begann zu summen und versuchte Schlickschlupfe aus der Luft zu wedeln.

Harry weigerte sich auf die Proteste zu hören. Er tauchte in Auroren-Kleidung bei der Anhörung auf und hoffte, dass dieses äußerliche Zeichen seiner gewählten Karriere helfen würde, damit man seine Aussage ernst nehmen würde. Außerdem war er der Junge-der-lebt und der Junge-der-starb-und-wieder-lebt. Der Schock in Dracos Gesicht als er sich als Zeuge der Verteidigung verkündete... Harry musste ein Kichern unterdrücken. Das war eindeutig nicht der richtige Augenblick um zu lachen. Draco hatte diese Möglichkeit nie in Betracht gezogen. Er hasste Harry, das hatte er schon seit Jahren getan und er würde annehmen, dass Harry ihn hasste, seit sie elf waren. Er wäre wohl geschockt zu erfahren, dass die Wahrheit war, dass Harry ihn bemitleidete. Er fühlte mit ihm und der Situation in der Draco sich befand. Draco schien nie an jemand anderen als sich selbst zu denken und seine Eltern und ihre Sicherheit und trotzdem hatte er Harry nicht identifiziert, als er, Ron und Hermine ins Malfoy Manor gebracht worden waren.

Harry sprach über die Nacht in der Dumbledore gestorben war. Alles was er von Malfoys mehr als verzweifelten Versuchen erfahren hatte, Voldemorts Befehlen zu folgen, um sein Leben zu retten. Er sprach darüber wie er ihn in dem Jahr weinend im Waschraum der Maulenden Myrte gefunden hatte. Er erzählte auch von den Vorkommnissen im Manor und dem Raum der Wünsche, als Malfoy darauf bestanden hatte, dass Crabbe und Goyle sie nicht töteten. Dazu kam noch, dass Malfoy einen ohnmächtigen Goyle durch den Raum gezerrt hatte, um seinen Freund vor dem Dämonsfeuer zu retten. Er hatte angeboten, dass das Zaubergamot jede dieser Erinnerungen einsehen könnte, sollten sie das wollen und hob eine Phiole mit eben diesen Erinnerungen hoch, um das zu beweisen, doch die Vorsitzende beendete die Anhörung mit einem letzten Statement.

„Draco hat uns jahrelang verarscht und sich über uns lustig gemacht. Alle, die keine Mitglieder von Slytherin in unserem Jahr waren können das bezeugen. Er mag ein Todesser gewesen sein, aber ich bezweifle sehr stark, dass er das aus freien Willen gemacht hat. Selbst wenn er glaubt das mit Absicht getan zu haben gibt es mehr als genug Beweise dafür, dass es nur unter Druck geschah. Er hat vielleicht geplant Dumbledore zu töten. Er stand nicht unter dem Imperius und hat das auch nie behauptet, aber ich glaube sehr wohl, dass alles was er unter Voldemorts Herrschaft getan hat, nur geschah, weil er sein Leben und das seiner Eltern schützen wollte. Er hatte keine wirkliche Wahl gehabt. Die einzig andere Möglichkeit wäre sein Tod gewesen  und ich darf Sie daran erinnern, dass er damals noch minderjährig gewesen ist. Ich glaube das so sehr, dass ich hier bin um vor Ihnen zu sprechen und dazu habe ich Dracos Zauberstab mitgenommen, den ich ihm im Kampf in Malfoy Manor abgenommen habe. Ich habe ihn mitgenommen um ihn ihm zurückzugeben, weil ich denke man kann ihm mittlerweile vertrauen, dass er nichts mehr böses vorhat. Bitte bedenken Sie, dass Draco Malfoy nie versucht hat seine Involvierung mit Lord Voldemort und den Todessern zu leugnen. Er hat sich sogar selbst gestellt, auf dass ihr ihn verhaften und hier verurteilen könnt. Das spricht auch von seiner Wandlung.“ Damit legte er Draco Zauberstab auf den Tisch des leitenden Hexenmeisters und wandte sich Draco zu, welcher in einem Sessel saß, der dem ähnelte, in dem Harry vier Jahre zuvor gesessen hatte.

„Draco, ich habe dir nie gedankt, dass du mich nicht an deine Tante verraten hast und das hätte ich tun sollen. Ich weiß nicht warum du geleugnet hast, dass ich es war, aber ohne dich hätte ich nie fliehen können. Ich habe mich auch nie bedankt dafür, dass du deine Freunde davon abgehalten hast, mich zu töten. Egal was die Gründe waren, ich danke dir.“

Ron war weiterhin angefressen weil Harry für Malfoy aussagte, aber entschied es wäre in seinem besten Interesse nichts mehr zu sagen, wenn Hermine ebenfalls entschieden hatte auszusagen. Ginny war auch nicht zufrieden mit Harrys Entscheidung gewesen, aber sie konnte nicht ändern, was bereits passiert war. Sie war jedoch trotzdem sauer.

Harry saß die gesamte Verhandlung ab, sah zu wie Draco für sich aussagte und dieselben Geschichten erzählte, die Harry zuvor angesprochen hatte, sowie einige andere, die auch den Tod von Charity Burbage beinhalteten. Sein Stolz schien zu schwinden und seine Arroganz fehlte komplett. Als er das Urteil der vier Jahre Hausarrest erhielt, also das Doppelte der Zeit, die er unter Voldemort gedient hatte, schien er erleichtert zu sein. Der Blick der schieren Freude als ihm sein Zauberstab zurückgegeben wurde, war nur von kurzer Dauer. Er wurde sofort durch einen ausdruckslosen Blick ersetzt, der dem gejagten Ausdruck von zuvor ähnelte. Als er den Raum verließ und kurz vor Harry stehenblieb, nochmal zu seinem Zauberstab blickte und dem Zauberer zunickte, sagte er dazu noch „Potter,“ und das vollkommen ohne giftig zu klingen. Es war das erste Mal, dass dies geschah. Der blonde, junge Mann sah aus als würde er noch etwas sagen wollte, ging jedoch weiter, blieb nochmal stehen, sagte: „Granger,“ und dieses Mal jedoch sehr leise und nur mit halbem Nicken, bevor er mit dem letzten Rest Stolz davonging, den er noch aufbringen konnte.

Malfoys Reaktion machte Ron und Ginny nur noch wütender, sein fehlender Dank hatte sie überzeugt, dass er sich gar nicht verändert hatte. Aber in privaten Gesprächen haben Harry und Hermine entschieden, dass das das Beste war, das sie erwarten konnten. Das Nicken war Malfoys einziger Weg seinen Dank zu zeigen, ohne sich nur noch mehr zu blamieren. Sein Stolz mochte an der Oberfläche nicht mehr zu sehen sein, aber er war damit geboren worden. Das ging ihm bis in die Knochen.

„Nur die Zeit wird zeigen, ob er in alte Muster verfällt,“ lamentierte Hermine.

Harry dachte er hätte eine Veränderung gespürt, auch wenn vier Jahre Hausarrest mit seiner Mutter und dann auch seinem Vater, wenn dieser aus Askaban entlassen wurde, könnte Draco verbitterter zurücklassen. Was aber auch wahr war, war die Tatsache, dass er das wohl nie erfahren würde, da Harry und Draco nicht in denselben sozialen Kreisen agierten. Es gab wirklich keinen Grund dafür, dass sie sich je wieder treffen würden.
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