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Eifersucht?

von Elenchen
GeschichteAllgemein / P12 / Het
Katniss Everdeen Peeta Mellark
07.04.2021
07.04.2021
2
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(Katniss Sicht:)
Gerade hatte Johanna den Aufzug ohne ihre Klamotten verlassen, ich hatte nicht einmal hingeschaut, als ich gehört hatte, dass Peeta ihren Reißverschluss geöffnet hatte.
Sie hatte keine Schwierigkeiten damit sich und ihren Körper effizient zu Vorschein zu bringen und einzusetzen um das zu bekommen was sie wollte.
Zu gerne würde ich wissen, was Peeta oder Haymitch gerade dachten oder nein, um Gottes Willen, das wollte ich dann doch besser nicht. Hoffentlich würden diese Bilder bald wieder aus meinem Gehirn verschwinden, denn sie hatte ihre kompletten Klamotten hier liegen lassen. Ich traute mich jedoch auch nicht, irgendetwas zu sagen oder zu tun somit schwiegen wir uns die restliche Fahrt nur an.
In meinen Gedanken schwebte immer nur Peetas Blick, den ich vorhin mitbekommen hatte, er hatte nur gegrinst, es war klar, das er hingeschaut hatte, ich meine, wer würde das denn nicht? Ehrlich gesagt störte es mich schon das Peeta der Anblick gefallen hatte, warum wusste ich selbst nicht. Was genau Johannas Plan war und was sie sich dabei gedacht hatte wusste ich nicht.
Meine Sprache fand ich erst wieder nach dem wir ausgestiegen waren und das Apartment betreten hatten. "Krasse Aktion von Johanna", brachte ich hervor. "Wieso was ist denn passiert?", wollte Effie sofort wissen, sie war die Einzige aus 12 die das nicht mitbekommen hatte. Bis ins Detail erklärte ich ihr das eben geschehene. "Und der Idiot hat sie auch noch angestarrt, jetzt denkt sie bestimmt er will was von ihr", damit beendete ich meine Erzählung. "Eifersüchtig, Miss Everdeen?", kam es von Peeta, der vermutlich lange Genug in der Tür stand und genug gehört hatte. Oh Gott wie peinlich! "Haben sie uns etwa belauscht, Mister Mellark?", fragte ich sofort zurück und gab keine Antwort auf seine zuvor gestellte Frage. "Nein im Ernst Peeta, was gibt's?", nun war ich doch neugierig, so neugierig, dass ich ihn sogar versehentlich Peeta genannt hatte obwohl ich ihn immer mit Mister Mellark ansprach. "Haymitch wollte mit uns noch etwas wegen den Spielen morgen besprechen", klärte er auf und verließ den Raum, ich folgte ihm sogleich. Haymitch hatte uns nur erklärt, was ich bereits wusste somit wurden wir schnell wieder entbehrt und durften in unser Schlafzimmer, welches ausnahmsweise einmal nicht getrennt war. Da eine Stille zwischen uns herrschte nutzte ich die Gelegenheit : "Du liebst Johanna, Wahr oder nicht wahr?", daraufhin folgte ein "nicht wahr" von Peeta und eine Frage an mich gerichtet: "Du bist eifersüchtig, wahr oder nicht wahr?", zu gerne hätte ich mit "nicht wahr" geantwortet, jedoch wusste ich es nicht, war das wirklich Eifersucht? Wenn ja wo kam sie her und warum war sie da? Zwischen Peeta und mir war sowieso alles gespielt. "Ich nehme das als ein wahr", gab Peeta nun grinsend von sich, als ich ihm noch immer nicht geantwortet hatte. Oh verdammt, wieso war all das so unglaublich schwer? Peetas Grinsen wurde immer breiter, ich konnte seine Gedanken förmlich hören. Sofort schoss mir die Röte ins Gesicht vielleicht hatte er recht und ich war wirklich eifersüchtig auf Johanna, genau sagen konnte ich es auch wiederum nicht.
Es verging nicht viel Zeit bis wir beide in unseren Schlafanzügen, welche in meinem Fall aus einer Jogginghose und einem weiten T-Shirt und in Peetas Fall seiner Boxershorts bestanden, direkt neben einander in dem großen Bett lagen. Noch immer beschäftigte mich der Gedanke an Peeta und Johanna. Sie meinte vorhin schon irgendwas zu ihm, genau aufgepasst hatte ich da dann auch wieder nicht, auch dort schon war ich viel zu sehr mit meinen Gedanken beschäftigt, die vermutlich wenn man jetzt so darüber nach dachte vollkommen irrelevant waren. Vielleicht fing so langsam ein Teil in mir an, Peeta zu mögen, also so richtig. "Weißt du, ich mag es wenn du eifersüchtig bist, da wirst du immer so niedlich rot", hörte ich nun die Stimme neben mir. Das Licht war bereits aus jedoch konnte ich mir Peetas Gesicht gerade sehr gut vorstellen, ertappt wurde ich erneut rot, na super. Dieses Mal konnte es jedoch keiner sehen. "Träum weiter Mellark, auf wen sollte ich denn bitte eifersüchtig sein?", antwortete ich ihm dann schließlich, "Für dich gäbe es eher Gründe eifersüchtig zu sein", fügte ich schnell hinzu, weshalb? Keine Ahnung. "Und die Währen?" "Ein Name reicht, Gale", selbstsicher und vor allem zufrieden mit meiner Antwort drehte ich meinen Kopf in dir Richtung in der ich Peeta vermutete. "Oh wenn das so ist, ich bin nicht eifersüchtig auf Gale, wir sehen uns", dann spürte ich nur noch wie sich die Matratze neben mir bewegte. Ich hatte scheinbar einen weichen Punkt getroffen, jetzt konnte ich mir wenigstens sicher sein, dass er eifersüchtig war. "Peeta? Wo bist du?", fragte ich in dir Dunkelheit, bekam jedoch keine Antwort. Inzwischen war auch das Laken wieder kalt geworden, Peeta war schon längst weg. Wie hatte er es denn schon wieder geschafft rauszuschleichen ohne das ich etwas davon mitbekommen hatte? Innerloch verfluchte ich mich dafür mal wieder, meine Jagt Instinkte sollte ich vielleicht doch noch einmal trainieren. Jetzt jedoch musste ich erst einmal Peeta wieder finden, weiß Gott, was er schon wieder anstellt, so mitten in der Nacht. Ich erhob mich noch einmal aus dem Bett, auch wenn das nicht gerade leicht war, immerhin war ich nun schon sehr müde. Ich streifte durch das ganze Apartment, jedoch fand ich keinen Peeta. Da ich ihn nun wirklich nicht fand, beschloss ich, außerhalb des Apartments zu suchen. Hoffentlich bekam keiner davon mit. Haymitch, der mich bemerkt hatte, als ich aus dem Apartment heraus wollte, kam nun mit mir, damit ich nicht auch noch verloren ging, schließlich würde es reichen, einen von uns zu suchen. "Haymitch, was machen wir wenn wir ihn nicht finden?", wollte ich von unserem Mentor wissen. "Wir finden ihn schon, mach dir keine Sorgen, Katniss", sprach dieser mir Mut zu. Nach ungefähr einer halben Stunde hatten wir das halbe Gebäude durchsucht. Keiner der noch wachen Tribute hatte ihn gesehen. Langsam wurde ich auch irgendwie sauer, was dachte er sich dabei? Er konnte doch nicht einfach verschwinden, nur weil der Name "Gale" gefallen war, mittlerweile sollte er doch wissen, dass Gale nicht hier war und ihm so oder so keine Konkurrenz machen könnte, eigentlich dachte ich, ich hätte es oft genug klar gemacht, scheinbar doch nicht. "Hast du was?", fragte Haymitch nun, er war in den linken Gängen unterwegs gewesen, ich in den Rechten. Bedauernd schüttelte ich den Kopf. Meine nächste Idee war es, in der Lobby unten zu schauen, dort hätte es doch sicher jemand bemerkt, wenn jemand raus gegangen wäre. Doch auch die Frau, die dort unten zu dieser Uhrzeit saß hatte niemanden gesehen. Ein genervtes Stöhnen entfuhr mir, eigentlich hatte ich vorgehabt, heute noch zu schlafen, darauf musste ich nun verzichten. Mittlerweile halfen sogar die anderen Tribute mit ihn zu finden. Haymitch hatte schon vermutet, dass er zurück nach 12 wäre um Gale den Kopf zum zudrehen, die Idee brachte mich zum schmunzeln, es würde zu ihm passen, jedoch hatte er sich ja auch für die Spiele gemeldet, sie würden ihn sicher nicht einfach dorthin zurück lassen. Auch Johanna half fleißig mit. Weit und breit kein Peeta in Sicht. "Wo könnte sich dein Loverboy denn sonst noch verstecken?", fragte Finnick, "wie oft noch, Peeta ist nicht mein 'Loverboy', keine Ahnung, wir haben schon fast alles durch", erklärte ich. Dafür hasste ich ihn wirklich, wenn er einmal verschwand, dann richtig, so dass ihn so schnell keiner mehr fand. Das wir die anderen Tribute teilweise geweckt hatten, dafür durfte er sich dann sicher noch eine Moralpredigt von mir anhören wenn wir ihn fanden. Nicht mal in der Küche war er aufzufinden. Dieser Bäcker machte mich noch verrückt und das alles nur wegen dieser blöden Eifersucht. Meine letzte Idee, wo Peeta sich gerade befinden könnte war der Trainingsraum. So schnell ich konnte lief ich dort hin. Zu meiner Überraschung war die Tür nicht abgesperrt, somit befand sich auf jeden fall jemand darin. Ich betrat den Raum, es war alles still. Oben auf der Sponsorentribüne standen mehrere Sofas, meine letzte Chance, ihn zu finden. Schnell durchstreifte ich die Reihen und ja tatsächlich im hintersten Eck auf einem der Sofas fand ich den schlafenden Peeta, seine Haut war vollkommen verschwitzt und die blonden Strähne klebten in seinem Gesicht. Dieses Mal zierte kein Lächeln seine Lippen, wie sonst so oft wenn er schlief. Trotzdem war der Anblick unglaublich niedlich. Ich blieb für eine Weile einfach stehen und sah ihm zu, wie er schlief. Da ich mich jedoch dann wieder daran erinnerte, dass die anderen noch suchten und ich selbst auch schlafen sollte, gab ich ihm einen sanften Kuss auf die Wange und verließ den Trainingsraum wieder.
 
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