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[Drei Engel für Charlie] Die abtrünnigen Engel

GeschichteAbenteuer, Action / P16 / Gen
06.04.2021
06.04.2021
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Ariana blickte nervös über ihre Schulter, während sie in Kampfposition ging. Um sie herum, bildete sich eine große Menge an Gegnern, welche es zu ausschalten galt. Sie fokussierte sich auf zwei Gegner gleichzeitig, die gerade auf sie zu gerannt kamen. Sie lernte es doch bereits in ihrer Ausbildung, was war also schon dabei gewesen?

Elegant, sprang sie über eines der Gegner. Als ihre Füße den Boden berührten, drehte sie sich um, schlug dann mit ihrem Bein den Gegner außer Gefecht. So ein Tritt, konnte schon mal zur Bewusstlosigkeit führen, das wusste sie nur zu gut.

Und als die restlichen Männer das sahen, drehte sie sich zu dem Anführer der Bande um und machte mit ihrer Hand eine Geste, dass er angreifen konnte. Der Anführer ließ sich nicht provozieren und ließ nochmals zwei Handlanger auf Ariana los, die jedoch, anstatt anzugreifen, lieber davon rannten. Und auch die restlichen Typen bekamen Angst, weshalb sie schadenfroh grinste.

„Engel“, ertönte es aus dem Lautsprecher. „Die Simulation wird beendet. Komm bitte zum Büro, ich muss mit dir reden“, war die Anweisung gewesen.

Kaum zogen die Schurken sich zurück, schon lief Ariana aus der Simulationskammer hinaus, bog dann ab und lief in Richtung Büro von ihrem Chef.

Wieso rief er sie? Baute sie etwa Mist? Kam ihr Geheimnis etwa an das Licht? Wie dieses eine Mal, als Charlie herausfand, dass Ariana nach der Mission gerne einen Ballantine's Scotch Whiskey kippte? Kam etwa heraus, dass sie im inneren depressiv gewesen war und hin und wieder Pillen nehmen musste, um einen depressiven Schub zu entkommen? Was auch immer es war, sie musste sich gedulden. Vielleicht war es ja was anderes.

Ihre Beine blieben vor dem Büro stehen, als sie einen Schritt näher kam, die Hand erhob und die Tür öffnete. Diese öffnete sie schwungvoll, betrat dann das Büro und blieb stehen. Als sie auf den Tisch blickte, erkannte sie einen weiteren Lautsprecher. Natürlich würde sich Charlie nicht blicken lassen; dafür war er viel zu geheimnisvoll.

Aber zu ihrer Verwunderung, geschah absolut nichts. Weder Charlie, oder sonst wer, war in diesem Raum. Es dauerte weitere vier Minuten, ehe jemand weiteres in das Zimmer kam. In diesem Moment drehte sich Ariana um, um zu sehen, wer das ist. Vor ihr stand eine Frau, die eine blaue Mütze trug. Passend zu der Mütze, trug sie eine blaue Jogginghose und ein Schwarzes Shirt.

„Billie Eilish? Was suchst du hier?“, fragte Ariana und Billie sah sich nur im Raum umher, auf der Suche nach dem Chef namens Charlie.

„Hat man dich hier auch hergerufen, Ariana Grande?“, blickte sich Billie nochmals um, denn sie schienen noch die einzigen hier drin zu sein.

„Ja, hat man. Warte, du wurdest auch hergerufen? Heißt das, du bist–?“, konnte es Ariana nicht glauben. Aber trotzdem befand sich Billie in diesem Gebäude, was sehr wohl dafür sprach, dass sie nicht nur zum Spaß sich hier drin befand.

„Eine von Charlies Engeln, genau“, beantwortete Billie und drehte sich um, denn sie nahm Schritte wahr. Scheinbar war sie nicht die einzige, denn Ariana nahm ebenfalls diese Schritte wahr.

„Was glaubst du, ist es Charlie?“, flüsterte Ariana.
„Hm. Glaub ich kaum“, entgegnete Billie, ebenfalls flüsternd. Charlie ließ sich noch nie bei ihnen blicken, wieso sollte er seine Taktik aufgeben wollen? Immerhin ist er der Leiter dieses Teams.

Kaum blickte Ariana wieder zur Tür, schon erblickte sie einen weiteren Engel. Sie kam durch die Tür, nachdem sie sich an dem Türrahmen abgelehnt hatte. Kaum war sie im Büro, schon konnte Ariana und Billie ihren Augen nicht trauen. Sie war es!

„Was würde ich jetzt für einen Scotch tun“, sagte der dritte Engel im Bunde und sah dann abwechselnd von Ariana zu Billie, die sie ebenfalls anstarrten. „Habt ihr zufällig Charlie gewesen?“

„Whitney Huston.“, sprachen beide synchron.

„Und ihr seit Ariana Grande und Billie Eilish“, zeigte sie auf die jeweilige mit der Hand. „Ihr seit wohl ebenfalls Charlies Engeln?“, meinte sie dann und sowohl Billie, als auch Ariana, nickten mit dem Kopf. Es war ihnen eine Ehre, mit Whitney zu arbeiten, denn sie war schon länger in der Musikbranche tätig, als die beiden zusammen.

Es dauerte nur einen Wimpernschlag, ehe sich Charlie zu Wort meldete. Aber die Frauen redeten so intensiv über ihre Musikerkarriere, sodass sie den armen Charlie nicht hören konnten. „Engel!“, rief er etwas lauter, weshalb sie sich umdrehten.

Sofort wurde es still im Raum, nur noch Charlies Räuspern war zu hören. „Ich habe euch aus einem bestimmten Grund erscheinen lassen“, sprach Charlie dann ohne Unterbrechungen und wie gewohnt weiter. Die Mädels waren neugierig gewesen.

„Der wäre?“, sprach Whitney.

„Dazu komme ich gleich. Mit Sicherheit wisst ihr, dass ich vor euch ebenfalls Engel besaß. Ihre Namen lauteten: Natalie Cook, Dylan Sanders und Alex Munday. Sie leisteten hervorragende Arbeit und ihre Ergebnisse waren immer ausgezeichnet.“, Charlie schwelgte in Erinnerung, was die Mädchen nicht sehen konnten. Ein Lächeln zierte sein Gesicht.

„Wieso erzählen sie uns das, Charlie?“, wollte Ariana wissen. Ihre Worte rissen ihn aus seinen Tagträumen erwachen. Er musste sich zusammenreißen und nicht irgendwelchen Träumen seine Zeit widmen.

„Weil sie auf die falsche Bahn geraten sind, Engel. Hiermit erteile ich euch die Mission, sie unschädlich zu machen. Fang die drei ehemaligen Engeln ein und durchkreuzt ihre Pläne, verstanden?“, Charlie biss sich auf die Unterlippe.

Sein Körper war von Zorn überwältigt worden. Damals waren es seine Lieblingsengeln gewesen, aber heute waren sie auf der falschen Seite.

„Warte. Die anderen sind ja alle schon fester Bestandteil von der Gruppe, aber ich befinde mich noch in der Ausbildung!“, erinnerte ihn Ariana daran, dass sie noch viel lernen musste.

„Das weiß ich, Engel, aber wir haben keine andere Möglichkeit. Die anderen Teams sind allesamt beschäftigt. Sie jagen ihre Schurken, nur ihr seit noch frei und könnt die Aufgabe annehmen“, erklärte Charlie seinem Team. Auch er hätte gerne andere Leute geschickt, aber keiner war bereit dazu gewesen, die drei ehemaligen Engeln zu schnappen.

„Aber es ist eine riesige Aufgabe für jemanden wie mich. Die drei Engel haben ihre Ausbildung schon und durch die vielen Einsätze, haben sie mehr Erfahrung, als ich. Bin ich den kein Klotz am Bein?“, sprach Ariana ihre großen Bedenken aus.

„Ihr werdet es schon schaffen, Engel!“, meinte Charlie und damit war das Gespräch zu Ende. Das erkannten sie daran, weil er noch „Viel Glück“ sagte und damit das Gespräch beendete.
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