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Editor | l.r.h

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
06.04.2021
04.05.2021
15
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08.04.2021 1.857
 
Kapitel 4 – Goldlöckchen hat keinen Namen – also eigentlich schon

Der Monat verging wie im Flug und auch bei mir stieg die Anspannung von Tag zu Tag. Heute ist mein letzter Uni Tag, für das nächste Jahr und Sonntag geht es dann schon auf den Weg nach London. Es würde ein super langer Flug werden und meine Begeisterung darüber hielt sich tatsächlich noch in Grenzen. Mein Koffer war schon längst gepackt und wartete nur darauf, endlich den Heimischen Boden zu verlassen. ,,Wir sehen uns Morgen.'' rief Juli und winkte uns beiden zum Abschied. Synchron riefen wir ihm ein ,,Bis Morgen.'' hinterher. ,,Gehen wir noch in das Café, in der Innenstadt ?'' Meine Augen fingen an zu leuchten. Ich liebte das Café und würde auch das sehr vermissen. Dort hatten Sie einen super leckeren Schokoladen Kuchen. In den könnte ich mich rein setzen. Ich hoffe, dass ich in London ein ähnliches Café finden würde, in das ich mich am Wochenende, für ein schönes Frühstück rein setzen konnte.

,,Das Goldlöckchen ist übrigens in London. Wenn du ihn treffen solltest, sag Bescheid.'' Sie zwinkerte mir zu und ich fing einfach nur an zu lachen. Ich verschluckte mich an einem Krümmel, meines geliebten Schokoladen Kuchens. Lucy klopfte mir auf den Rücken. ,,Nicht kurz vorher noch Sterben.'' grinste sie. Ich hatte mich endlich beruhigt und meine Lunge bekam auch wieder genug Luft. ,,Ich werde mein Bestes geben.'' grinste ich und konnte das lachen nur schwer unterdrücken. Sie schmollte mich von der Seite an. Ich zuckte nur grinsend die Schulter und konzentrierte mich wieder auf meinen geliebten Kuchen.

,,Brauchst du Morgen Hilfe ?'' Ich schüttelte den Kopf. Wir standen vor dem Mehrfamilienhaus in dem Lucy wohnte. Sie wollte schon früh alleine wohnen und hatte die Chance genutzt, mit dem wechsel zur Universität, nach einer Wohnung zu schauen. ,,Dann nicht..'' lachte sie. ,,Das Popcorn kann ich noch so grade selbst in die Mikrowelle packen. Aber danke für das Angebot.'' lächelte ich. Sie winkte noch zum Abschied und nachdem sie im Hausflur verschwunden war, fuhr ich auch nach Hause.

Es klingelte an der Tür und ich hatte mich so erschrocken, dass ich beinahe die Schüssel mit Popcorn durch die Luft geschleudert hätte. ,,Hast du dich erschrocken oder warum so große Augen ?'' lachte Lucy und kam, wie so oft, ohne Großartige Begrüßung rein. ,,Wenn du damit meinst, dass das Popcorn fast den Boden kennengelernt hat, dann kann ich die Frage mit ,ja' Beantworten.'' grinste ich und schloss die Tür hinter ihr. ,,Du hast doch nicht das Popcorn fallen lassen.'' rief sie und sprintete Richtung Küche. Dabei rutschte sie mit ihren Socken beinahe auf unserem Fliesen Boden aus und konnte sich nur grade so wieder fangen. Ich fing an zu lachen, wollte ihr erst hinterher, da es aber noch mal klingelte, öffnete ich erst die Tür. ,,Hi Juli.'' quetschte ich hinter Lachern hervor. ,,Na, kleines.'' grinste er und gab mir eine kurze Umarmung. Wenigsten hielt einer was von Begrüßungen.

Lucy streckte ihren Kopf am Türrahmen vorbei und hielt die Schüssel mit Popcorn vor sich. ,,Denn kleine gepoppten Maiskörnern geht es doch super.'' grinste sie zufrieden. Ich nickte und kam mit Juli zu ihr ins Wohnzimmer. Meine Mutter hatte Nachtschicht und würde vor Morgen früh sechs Uhr nicht wieder daheim sein.

,,Schau mal, da ist dein Goldlöckchen.'' ich zeigte auf das sogenannte Goldlöckchen und stupste Lucy an. Irgendwie wurde es normal, ihm mit diesem Spitznamen zu rufen, aber wir kannte halt auch seinen richtigen Namen nicht. Genau, wie wir auch die Namen der anderen drei nicht kannte. ,,Ist das wieder so ein Frauen Ding ?'' fragte Juli und schaute zwischen uns her. ,,Lucy steht auf den Typen da.'' wieder wirbelte mein Finger auf den jungen mit den Gold Blonden Locken. ,,Ich dachte Jonas ist grade aktuell.'' Ich schüttelte den Kopf. Lucy stöhnte nur genervt auf. ,,Jonas wollte das Date nur um an Zoe ran zukommen.'' Lucy hatte mich Abends nach dem Date noch angerufen und war einfach nur sauer. Jonas hatte sie nach Hause gebracht und gefragt, ob Lucy ihm nicht vielleicht die Nummer von mir geben könnte, da er gerne Kontakt mit mir hätte. Dabei kannte ich ihn kaum. Wir gingen zwar auf eine Uni, aber gesehen hatte ich ihn vielleicht drei mal. Wenn überhaupt.

,,Arsch.'' brummte Juli nur und ließ sich in die Kissen fallen. Ich nickte zustimmend. Er war ein Arsch und wird es bleiben. Lucy hatte jemanden verdient, der sie mochte und nicht sie ausnutze, um an einen ihrer Freunde ran zukommen.  

,,Film ?'' fragte ich und schaute einmal links und rechts von mir in die beiden, nun, grinsenden Gesichter. Zufrieden guckten wir, welcher Film es werden sollte. Die Entscheidung ließ etwas auf sich warten, da wir alle drei einen anderen Geschmack hatten. Am Ende wurde es ein Film aus der Marvel Reihe. Meistens endete es bei uns mit einem Film aus der Marvel Reihe, da es die einzigen Filme waren, die wir alle mochten.

Die Schüssel mit Popcorn war irgendwann bei mir auf dem Schoss gelandet, da ich die Mitte war und so jeder gut drankam. Ich sah aus dem Augenwinkel ein Popcorn in einer Haarsträhne kleben, verwirrt griff ich danach. Vorwurfsvoll hielt ich es erst Juli und dann Lucy vor die Nase. Beide hoben Unschuldig die Arme. Ich rollte mit den Augen und beließ es dabei. Es dauerte nicht lang, da sah ich wie ein Popcorn auf meinem Schoss landete. Da ich aber selbst, kein Popcorn mehr gegessen hatte, konnte es definitiv nicht von mir gewesen sein. Wieder gab es zwei sehr Vorwurfsvolle Blicke von mir. Lucy konnte das lachen nicht mehr zurückhalten und verriet sich dadurch. Ich schmiss ihr volles Rohr das Popcorn aus meinem Schoss gegen den Kopf. ,,Hey.'' rief sie und hob es auf und schmiss es wieder in meine Richtung. Ich konnte mich Rechtzeitig ducken. Leider bekam Juli das Popcorn gegen den Kopf geworfen. ,,Mädels.'' rief er und pfefferte das Popcorn wieder in unsere Richtung. Wir quietschen beide auf und versuchten uns zu verstecken. ,,Wo ist es ?'' rief Lucy. Ich zuckte mit den Schultern. Sie nahm sich eine Handvoll aus der Schüssel und warf das Popcorn Einzeln wieder auf Juli. Dieser versuchte sich mit seinen Händen zu schützen. Es entfachte eine regelrechte Popcorn Schlacht und ich sah mich Morgen, kurz bevor es zum Flughafen ging, schon auf dem Boden krabbelnd das Popcorn aufsammeln.

Erschöpft ließen wir uns wieder in die Kissen sinken. Die Schüssel war leer. Das Popcorn lag auf dem Boden, auf dem Sofa, klebte in den Haaren oder war in der Ritze vom Sofa gerutscht. Und der Film war auch zu Ende, wovon wir nur die Hälfte mitbekommen hatten. Ich seufzte, als ich mir das Chaos ansah. Nur langsam fing ich an, das Popcorn aus meinen Haaren zu picken. ,,Leute, solche Abende werde ich vermissen.'' Melancholie schwang in meiner Stimme mit. Es war nicht gelogen, die beiden würden mir in London sehr fehlen. Lucy fiel mir in die Arme. ,,Oh Z, wir werden dich auch sehr vermissen.'' Juli stimmte ihr zu und fiel mir von der anderen Seite in die Arme. ,,Du musst uns immer schreiben und wir Skypen regelmäßig.'' murmelte Juli in mein Haar. Ich nickte, langsam spürte ich das leichte kribbeln in der Nase, bevor ich Anfangen musste zu weinen. ,,Ich hab euch so lieb.'' Und dann konnte ich meine Tränen nicht mehr halten. ,,Z, nicht weinen, du kommst wieder.'' jammerte Lucy und drückte mich, wenn überhaupt möglich, noch ein wenig fester. Ich nickte. Sie hatte Recht. ,,Ich lade euch beiden herzlich ein, in euren Ferien, mal vorbei zu kommen.'' Ich versuchte zu lächeln. Beide Stimmten mir zu und schenkten mir dann auch ein lächeln.

Wir waren eingerollt, wie Burritos, auf der Couch eingeschlafen. Die sanfte Stimmte meine Mutter, weckte uns am nächsten Morgen. ,,Hey, ihr drei. Aufstehen. Es gibt Frühstück und dann geht es schon los.'' Ich gähnte und versuchte mich zu Strecken. Lucys Gesicht war mir aber im Weg und so schlug ich ihr meine Hand auf die Nase. ,,Uff..'' hörte ich sie auf jammern. ,,Sorry.'' murmelte ich nur. ,,Au.'' jaulte ich dann kurz darauf auch auf. Juli hatte mir sein Bein in die Rippen gehauen. ,,Wolltest mir noch ein Andenken von dir verpassen.'' grinste ich ihn an. ,,Tut mir leid, kleines.'' Ich winkte ab, wickelte mich aus meiner Kuscheldecke und ging als erste ins Badezimmer.

Wir standen am Flughafen. Juli hob meinen Koffer aus dem Auto und fing erst mal an sich direkt zu Beschweren. ,,Was bitte nimmst du alles mit ? Deine Steinsammlung ?'' rief er geschockt und ich hörte, wie der Koffer unsanft auf dem Boden aufkam. ,,Da sagst du was, die Steinsammlung habe ich glatt Zuhause vergessen.'' lächelte ich und nahm ihm meinen Handgepäck Koffer ab. Meine Mutter schüttelte nur belustigt den Kopf über uns.

,,Bis in einem Jahr, Maus.'' Ich sah, wie meine Mutter kämpfen musste, nicht anzufangen zu weinen. Auch mir fiel es sehr schwer, die Tränen bei mir zu behalten. ,,Mum, ich liebe dich.'' flüsterte ich gegen ihre Schulter. ,,Ich dich auch, meine Maus. Mach drüben keinen Quatsch und komm ja nicht Schwanger zurück.'' Ich musste schmunzeln und schüttelte meinen Kopf über diese Aussage. Ich zog Juli und Lucy ebenfalls in zwei lange, intensive Umarmungen. ,,Z, meld dich sobald du drüben bist. Egal, wie spät es hier ist.'' Ich nickte. ,,Gib mir ja immer Bescheid, wie es in der Männerwelt läuft.'' Sie nickte und ließ mich los.

Wehmütig nahm ich den Henkel meines Koffers in die Hand, drehte mich im gehen noch einmal zu meiner Mum und meinen zwei besten Freunden um, winkte und ging dann weiter, Richtung meines Gates. Zum Glück ging alles ziemlich schnell und so war ich meinen Sperrigen Koffer los und musste nur noch mein Handgepäcks Koffer hinter mich herziehen. Ich ließ mich auf einen dieser typischen Flughafen Stühle nieder und griff als aller erstes nach meinem Handy. Ich strich über das erleuchtete Display. Es war ein Bild, als Hintergrund, von meinen zwei besten Freunden und mir. Es war mein Lieblingsbild. Wir wollte ein lustiges Bild haben und hatten gesagt, das jeder eine Grimasse machen sollte. Am Ende haben wir alle drei, die Zunge raus gestreckt. Ich musste grinsen, als ich an den Abend zurück dachte.

Mein Flug wurde aufgerufen und ich reihte mich, wie alle anderen Passagiere ein und trottete langsam vor. Die Dame lächelte mich freundlich an, scannte mein Ticket und deutet mir an, den Gang zum Flugzeug lang zu gehen. Ich bedankte mich bei ihr und zog meinen Handgepäcks Koffer über die kleine Schwelle und lief zur Tür des Flugzeuges.

Nervosität machte sich breit, nachdem ich meinen Platz eingenommen hatte. Jetzt wird es Ernst.
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Ich hoffe es hat euch gefallen. Wir hören uns. Tüdelü.
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