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Moonwhite-a Marauders Fanfiction

von Drakruby
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
James "Krone" Potter Lily Potter OC (Own Character) Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
06.04.2021
24.04.2021
9
10.340
 
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
09.04.2021 2.176
 
Wieder einmal vielen Dank an MaraudersPrincess und TheFollows für ihre Reviews. <3

Scarlet
Ich liege eine halbe Stunde später, wieder in dem Bett, in dem ich vor nicht allzu langer Zeit aufgewacht bin. Zielle hat sich in einen etwas größeren weißen Hund verwandelt und schläft jetzt ganz friedlich neben mir. Zu einer Dusche konnte ich mich noch aufraffen als ich meinen Tee ausgetrunken hatte und so liege ich nun in meinem Schlafanzug, bestehend aus einer kurzen schwarzen Hose und einem Dunkelblauen Ravenclaw T-Shirt auf dem Bett in einem Dunklem Zimmer und lasse den Tag noch einmal Revue passieren. Und es machte mir Angst. Die Welt da draußen wurde immer gefährlicher, nicht nur für Muggel, die von der sich nährenden Gefahr überhaupt nichts wussten, die Muggelstämmigen die sich Sorgen um ihre Eltern machen müssen, weil diese sich überhaupt nicht zur wehr setzen können, die Halbblüter, die nach du-weißt-schon-wems Anschlicht auch nur verwaschenes Blut hätten und selbst die Reinblüter, die sich nicht auf seine Seite stellen wollen und so zu Blutsverätern werden. Lange kann ich mich aber auch nicht mehr hinter den Schützenden Mauern Hogwarts verstecken und muss mich dieser beängstigenden Welt stellen. Dieses ist schließlich schon mein vorletztes Jahr in Hogwarts, allerdings fühle ich mich alles andere als vorbereitet auf die Welt da draußen. Ich seufze und versuche meine Gedanken auf etwas anderes zu lenken. Auf meine Seite, in Richtung Zielle, drehend muss ich lächelnd daran denken, wie ich Zielle damals gefunden hatte.

Anfang Juni, im Jahr 1973. Mein viertes Schuljahr. Heute war ein Freitag und ich hatte gerade meine letzte Unterrichts Stunde in Verteidigung gegen die Dunklen Künste, mit den Gryffindors. Wenn man weiß, wer in Gryffindor im vierten Jahr ist, weiß man auch, dass der Unterricht, dank gewisser Vier Jungs, auch schon mal sehr Chaotisch werden kann. So auch wieder heute. James Potter hatte wohl gegen Sirius Black gewettet, das Sirius sich nicht trauen würde, unserer damaligen Lehrerin für Vgddk, Professor Merrythrought, die Kröten abgrundtief hasste, einen Krötenkopf zu Zaubern. So fand ich die Idee ja auch gar nicht mal schlecht, denn Professor Merrythrought bewertete wirklich ungerecht. Sie gab Viola Lloyd immer Ohnegleichen, dabei war sie wirklich nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen und sie konnte mich, aus einem mir unbegreiflichen Grund, nicht leiden. Und ärgerte mich, wann sie nur konnte, immer mit :,,Oh schaut mal, da kommt die kleine Streberin, oh warte wo ist sie den? Sie ist so klein das ich sie aus den Augen verloren habe!'' Dabei war ich gar nicht so klein, nur 1,56m und die anderen aus meinem Jahr waren höchstens 1,60m groß. Und Außerdem, nur weil ich eine Ravenclaw bin und so gut wie immer die Antworten auf die Fragen der Lehrer weiß und mich deshalb auch melde, hießt das noch lange nicht, dass alle die nicht so dämlich wie sie waren, Streber sind. Aber, egal wie sehr ich mich bei Professor Merrythrought auch anstrengte, das beste was ich bei ihr bekam war nur ein Annehmbar! Und das obwohl ich in allen anderen fächern nur Ohnegleichen und in Geschichte der Zauberei ein Erwartungen übertroffen-Professor Binns ist aber wirklich einschläfernd-hatte! Deshalb fand ich auch einmal, die Idee von den Rumtreibern, wie sie sich nennen, auch wirklich gut. Das Problem an der Sache war aber, dass Professor Merrythrought immer ein Amulett trug, welches sie vor schwächeren Zaubern schützte und diese auf den Angreifer zurück wirft. Ich wusste das aber nur, weil ich in meiner letzten geheimen Übungsstunde mit Dumbeldor, ihn danach gefragt hatte. Und so wussten die Rumtreiber nichts von der Gefahr, dass Sirius am Ende einem Krötenkopf haben könnte. Nett wie ich war, beschloss ich ihnen zu raten von ihrer Idee abzulassen, was ohne eine Begründung, aber gar nicht so einfach werden würde. Aber ich konnte ihnen ja schlecht sagen, dass ich das von Dumbledor wusste, den wie eben schon erwähnt waren unsere Unterrichtsstunden geheim, und deshalb beschloss ich, von dem Amulett gar nichts zu sagen.

So setzte ich mich am Beginn der Stunde in die Reihe hinter den dreien, Remus war heute wohl wieder einmal krank, und tippte Sirius, vor mir, auf die Schulter. Er drehte sich um und sah mich fragend an. ,,Ihr dürft Merrythrought nicht verhexen!'', flüsterte ich ihm zu. Darauf hin schmunzelte Sirius und antwortete mir :,,Und warum nicht, wenn ich fragen darf?'' ,,Ihr dürft es einfach nicht!'' Dass das die falsche Antwort war, wurde mir aber erst bewusst, als sich sein Gesichtsausdruck von belustigt in verärgert wandelte. ,,Hör mal, kleine Ravenclaw. Nur weil ihr Streber euch immer mit den Lehrern gutstellen wollt, damit sie euch weiter eure Ohnegleichen hinterer werfen, heißt das nicht das Lehrer die andere, die genauso Schlau sind wie ihr, ungerecht bewerten können, nur weil sie die nicht mögen! Und deshalb werden wir die alte Hexe auch zur Kröte machen! Davon kannst du uns nicht abhalten.'' ,,Das meinte ich doch gar nicht so! Ich-'' Er unterbrach mich :,, Moony bekommt von ihr, egal was er macht, immer nur Annehmbar und selbst du musst doch einsehen, dass er mindestens ein Erwartungen Übertroffen verdient! Und jetzt lass mich in ruhe, ja?'' Sein Gesichtsausdruck war immer noch verkniffen, als er sich wieder umdrehte. Ich seufzte und schlug mir meine Hände vors Gesicht. Da wollte man einmal helfen und so wurde es einem gedankt, mit Vorurteilen. Da ich mich in Gedanken immer noch über diesen schrumpfhirnigen Idioten Black aufregte, merkte ich nicht, wie dieser den Zauber auf Professor Merrythrought abfeuerte. Als dieser an ihrem Schild abprallte und zurück in Richtung Sirius flog, konnte er sich gerade noch zur Seite auf James schmeißen und ich, die immer noch mit den Händen vor dem Gesicht hinter ihm sahs, bekam ihn voll ab. Als der Zauber den Schild getroffen hatte, hat er sich wohl verändert, den nicht nur mein Kopf wurde zu dem einer Kröte, sondern auch mein restlicher Körper. Der Klassenraum war vollkommen still, bis ausgerechnet Sirius anfing zu kichern und der Rest der Klasse mit einstieg, aber am lautesten lachte eindeutig Viola. ,,Mister Black! Was fällt ihnen eigentlich ein! Sie bleiben nach dem Unterricht hier und wir besprechen ihre eine Strafe! Und die wird bestimmt kein Ponyhof! Und konnte jemand Miss Blight in den Krankenflügel bringen?'' Zum Glück meldete sich Rhea, meine Beste, aber auch einzige, Freundin schnell und packte meinem Krötenkörper, um mich zum Krankenflügel zu bringen. Seit diesem Tag trage ich nicht mehr nur den Spitzname kleine Streberin, sondern auch Froschprinzessin. Im Krankenflügel hatte man mich zum Glück schnell zurück verwandelt und Rhea und ich gingen daraufhin zurück in den Ravenclaw Turm, weil die Stunde bald vorbei sein müsste und es unsere letzte war.

Besonders Lust in die Großehalle zum Abendessen zu gehen, hatte ich aber an diesem Abend nicht mehr und so schickte ich Rhea alleine los. Als es mir aber, alleine in unserem Schlafsaal, zu langweilig wurde, beschloss ich noch einen kleinen Spaziergang zum See zu machen, um meine  Kopf frei zu bekommen. Und so nahm ich meinen Stab und meine Magisch ausgedehnte Umhängetasche, ein Geschenk von Dumbledor zu meinem dreizehnten Geburtstag, von meinem Nachtschrank und schlich ich mich aus dem Schloss. Ich liebe es alleine bei Nacht, nur mit dem Licht von dem Mond und den Sternen, über die Ländereien von Hogwarts zu laufen. Heute war es besonders schön, den es war Vollmond. Bei spazieren konnte ich immer gut nachdenken oder einfach mal nicht denken, den Kopf einfach abschalten und die ruhe genießen. Am schönsten war aber immer noch der Ausblick vom Ufer des See. In der ferne kann man das Schloss mit seinen beleuchteten Fenstern sehen. Dieser Anblick beruhigt immer all meine Gedanken und lässt mich fast Sorglos zurück. Heute stand ich wieder am Ufer des Sees und blickte zum Schloss, als ich ein Heulen aus dem Verbotenen Wald hörte.

Ein Heulen, welches ganz klar ein Jagdruf war. Ich wirbelte zu dem Wald, welchem ich bis eben noch meinen Rücken zugewandt hatte, herum, nur um zu sehen, wie etwas schneeweißes und Pferd großes aus dem Waldrand herausbricht. Als dieses kurzdarauf stürzt und nicht wieder aufstand, packte mich mein Helfersyndrom und ich wusste nicht ob ich mich gerade vielleicht nicht doch einer gefährlichen Kreatur nähre. Aber als ich mich dem Tier nährte war ich einerseits erleichtert, dass es kein gefährliches Raubtier war, anderseits wusste ich nicht ob das Pferde ähnliche Geschöpf die Nacht überstehen würde, denn es zogen sich mehrere große, blutige Kratzer über seinen Rumpf. Vorsichtig, um das Tier nicht noch weiter zu erschrecken als es wahrscheinlich sowieso schon war, hockte ich mich neben das Geschöpft und zog gleich darauf überrascht die Luft ein. Es war eindeutig ein Einhorn, mit dem silbern, glänzendem Fell, aber es hatte nicht nur ein Horn, sondern zwei? Das war jetzt aber erstmal unwichtig, denn wen ich jetzt nicht anfangen würde es zu heilen, wurde es mir noch weg sterben. Sein Fell war um die Kratzer herum schon lange nicht mehr silbern, sondern Blut durchtränkt. Ich kannte aber keine starken Heilzauber, ich kannte nur schwache, wie den Episkey, für einfache Verletzungen und den Rennervate, welcher neue Energie und Kraft spendet. Die beiden Sprüche wand ich aber schon mal an, konnte ja nicht schaden, aber da sie nicht reichten, griff ich in meine Umhängetasche und fischte die kleine Flasche mit dem kleinen Rest der Murtlap-Essenz heraus. Die Murtlap-Essenz hatte ich mir in den Ferien gekauft, da ich außerhalb von Hogwarts, wegen der Spur, nicht zaubern konnte, mich aber ständig verletzte. Das Einhorn mit den zwei Hörnern starte mich mittlerweile an und hatte wohl gemerkt, das ich keine Gefahr war, sondern ihm einfach nur helfen wollte. Ich träufelte die letzten Tropfen der Murtlap-Essenz auf die Kratzer, welche schon ein bisschen kleiner geworden waren, nur ein klitzekleines bisschen, aber wenigstens etwas. Die Kratzer schlossen sich ein wenig weiter, waren aber bestimmt noch gute eineinhalb Zentimeter groß. Mehr konnte ich aber nicht für das Geschöpf tuen. Am besten wäre es, wenn ich es zum Krankenflügel bringen könnte. Aber wie sollte ich bitte ein Pferd, ganz alleine, in das Schloss schaffen? Ich hatte zwar schon von einem Spruch, der bewusstlose oder verletzte Menschen und Tiere zum Transport schweben lässt, gelesen, dem aber keine weitere Beachtung geschenkt, da ich dacht das ich das nicht bräuchte. Tja, da hatte ich wohl auf das fasche Pferd gesetzt. Seufzend murmelte ich vor mich hin ,,Wenn du doch nur kleiner wärst, dann könnte ich dich einfach tragen.'' Mit dem was als nächstes passiert hätte ich in hundert Jahren nicht gerechnet, den der Körper den Einhorn, oder besser Zweihorn, schrumpfte, das Fell wurde länger und dichter, die Schnauze kleiner, die Ohren runder und die Haare des Schweifs kürzer. Von dem einen auf den anderen Moment lag kein Pferd mehr vor mir, sondern eine weiße Katze. Das einzige, was mir bewies, dass das noch immer das selbe Geschöpf war, waren die tiefen, blutigen Krater, die auf dem zierlichen Körper der Katze noch brutaler aussahen und schon bald den Großteil des Felles mit Blut bedeckt hatte. Diese Verwandlung, hatte dem Wesen, aber anscheinend die letzte Energie geraubt, denn es schloss die hellen, blauen Augen. Ohne noch weiter zu überlegen was da gerade passiert war, hob ich die Katze Vorsichtig auf meine Arme und rannte zurück zum Schloss. Das sich meine Kleidung dabei mit Blut vollsog, war mir egal. Am Portal zum Schloss angekommen, schob ich mich schnell durch dieses hindurch und rannte weiter die etlichen Treppen Hogwarts hinauf und kam schlitternd und komplett außer Atem vor dem Krankenflügel zum stehen.

Man heilte Zielle und fand auch noch heraus das Zielle weiblich war und nicht, wie ich erst dachte, männlich. Außerdem wich mir Zielle nach ihrer Heilung nicht mehr von der Seite. Ich gab ihr den Namen Zielle, weil dieser Männlich klang und ich sie ja auch erst für einen Jungen hielt. In den folgenden Wochen sollte ich herausfinden, dass Zielle ein sehr seltenes Zweihorn war, die von Natur aus sehr aggressiv sind (sie hatte Rhea wie eine Furie in ihrer Katzengestalt angefallen, als diese sie streichen wollte und auch Dumbledor durfte sie nicht einfach so berühren) und ihre Gestalt in alle Tiere, die ihnen Einfielen, verwandeln konnte. Außerdem hat sie durch ihr aggressives verhalten wohl auch die Verletzungen bekommen. Dumbledor erzählte mir, als ich ihn danach fragte von welcher Kreatur solch große Krater stammen könnten und ob ich mir sorgen machen müsse, dass wir einen Werwolf in Hogwarts hätten, ich mir aber keine Sorgen machen bräuchte, denn er hätte gute Begleiter die auf ihn und andere acht geben würden. Ich wusste nicht was er damit genau meinte, aber ich war gleichermaßen neugierig, wer der Werwolf war und erleichtert, dass ich nicht die einzige Schülerin war, die nicht ganz normal war. Das gab mir neue Hoffnung, dass mein Leben vielleicht doch ein bisschen normal sein könnte, wie das von diesem unbekannten Jemand. Das ich das Geheimnis des Werwolfes für mich behalten sollte, musste man mir nicht sagen.

Mit diesen schönen, alten Erinnerungen, schlief ich an Zielle gekuschelt ein.
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