Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kampf um Leben und Tod |Tribute von Panem|

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Het
Annie Cresta Finnick Odair OC (Own Character)
06.04.2021
13.04.2021
4
8.383
1
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
06.04.2021 1.637
 
Disclaimer: Mir gehört lediglich Elenor und die Handlung zu ihr, weshalb die Rechte dazu bei mir liegen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins. Auch ein paar ihrer Figuren werden vorkommen, jedoch liegen auch diese Rechte bei Suzanne Collins.



Dieses Kapitel widme ich der lieben Annemellark (zu Finden auch hier auf Fanfiction.de) , die mich dazu ermutigt hat, die Geschichte hochzuladen.<3
-------------------------------------------------
Hier in Panem entschieden die Spiele, wem es gut ging und wem nicht. Das war nun seit genau 72 Jahren der Fall, in denen jedes Jahr die alljährliche Ernte stattfand, um die Tribute auszulosen, die für 2 Wochen in eine Arena geschickt wurden, in der 23 von diesen sterben mussten, damit einer gewann. Doch auch der Gewinner hatte eine hohe Last zu tragen. Meist wurde diese Person von Alpträumen geplagt oder hatte zu keinem mehr Vertrauen. Andere Sieger wurden sogar vom Kapitol ausgenutzt. Vieles bekam man jedoch nicht mit, außer es wurde einem erzählt. Auch mein Bruder Finnick hatte mit 14 Jahren daran teilnehmen müssen und glücklicherweise hatte er das ganze gewonnen. Er hatte die Hungerspiele gewonnen und das als jüngster Sieger den es jemals gab. Ich war wirklich stolz auf meinen Bruder, auch wenn er nicht wirklich über die Spiele oder die Auswirkung deren erzählte. Ich bekam trotzdem immer mit, wenn er schweißgebadet aufwachte und sich dann Stunden damit quälte wieder einschlafen zu wollen. Alles in allem ging es Finnick nur wegen diesen Spielen nicht gut. Morgen war es soweit und die nächste Runde der Spiele sollte wieder beginnen. Wieder eine Zeit lang hoffen und flehen, dass der eigene Name nicht vorgelesen wurde, oder der des Geschwisterkindes. Da ich 15 war, war mein Name bereits 4-mal in dem Lostopf. Dank Finnicks Sieg in den Spielen, ging es uns soweit gut, dass ich keine Tesserasteine brauchte, dass wir keine Terrasteine brauchten. Somit kam auch kein zusätzliches Los in den Topf. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich gezogen wurde war gering, das sagte zumindest Finnick. Trotzdem hörte ich ihn jedes Mal, wenn er mit seiner Freundin Annie sprach und dachte, ich sei nicht anwesend. Er sprach darüber, dass er nicht wolle, dass auch mich das Los traf und ich somit entweder in der Arena draufging oder das Leben danach erleben musste. Darum machte ich mir keine Sorgen, denn schließlich hatte ich die minimalste Menge an Losen, die in meinem Alter ging. Eher machte ich mir sorgen darüber, dass sie eine 12-Jährige dort hinschickten, denn diese hatte keine Chance. Dort hatte ich wenigstens die Möglichkeit etwas zu ändern und ihren Platz einzunehmen, anders als bei den Jungs, denn es mussten immer ein Junge und ein Mädchen sein. “Elenor?”, rief meine Mutter und sofort lief ich zu ihr hinunter. Wahrscheinlich wollte sie mit mir wegen der Ernte etwas besprechen. Diese Veranstaltungen hassten wir alle. Zu viele Mütter und Väter hatten ihre Kinder durch die Spiele verloren und keiner hatte es verdient zu sterben. “Mum?”, fragte ich, während ich in die Küche zu meiner Mutter lief. Dort befanden sich Friedenswächter. “Was ist hier los?”, wollte ich sofort wissen und schaute entsetzt zwischen meiner Mutter und den Wächtern hin und her. Finnick tauchte in der Tür hinter meiner Mutter auf. “Ich werde Mentor der 73. Hungerspiele.”, sagte er und wirkte dabei alles andere als glücklich. Das bedeutete, dass er wieder weg war und ich ihn vermutlich wieder eine lange Zeit nicht sah. “Aber...”, begann ich. Er deutete mir an, das Ganze nicht vor den Friedenswächtern zu sagen. “Wann musst du los?”, fragte ich deshalb, obwohl ich das bereits wusste. Er würde morgen zusammen mit unseren diesjährigen Tributen in diesen Zug steigen und lange weg sein. Das würde Annie das Herz brechen, schließlich sah auch sie ihn dann eine gewisse Zeit nicht mehr. “Morgen, zusammen mit den Tributen.”, antwortete mein Bruder. Ich nickte stumm, sagte ein freundliches “Auf Wiedersehen” zu den Friedenswächtern und verschwand dann wieder. Warum musste es schon wieder Finnick sein? Eigentlich war es logisch, denn Mags war zu alt und Finn tat alles, um Annie zu schützen und vom Kapitol fern zu halten. Denn sonst wäre sie eine Waffe gegen ihn. Das war auch einer der Gründe, weshalb nur Mags, meine und Annies Familie von ihrer Beziehung wussten. Lange dauerte es nicht, bis mein Bruder, dessen blonden Haare auch ich hatte, in mein Zimmer stieß. “Weiß Annie davon?”, fragte ich ihn, ohne mich umzudrehen. Ich hörte, wie er sich auf mein Bett setzte und spürte seinen Blick auf mir. “Nein, und du wirst es ihr auch nicht sagen.”, sagte er und das war das erste Mal seit langem, dass seine Stimme brüchig klang. “Ich werde es ihr nicht sagen, versprochen.”, sagte ich zu meinem älteren Bruder, drehte mich um und stand auf. “Und ich verspreche dir, dass du in den 3 Jahren, in denen du noch gezogen werden kannst nicht gezogen wirst.”, sagte er, stand auf und lief auf mich zu. Er nahm mich in den Arm. “Finn, aber was ist, wenn es doch passiert? Was ist, wenn ich doch gezogen werde?”, fragte ich, während ich mich mehr an meinen Bruder drückte. Er schüttelte seinen Kopf, das konnte ich spüren. Er schob mich etwas von sich weg, um mich anschauen zu können. “Du wirst nicht in diese Hölle kommen. Du musst nur daran glauben.”, sagte er und hatte Tränen in den Augen, was bei ihm selten vorkam. Ich nickte. Er hatte Recht, denn solange Hoffnung bestand, sollte man diese nicht aufgeben, auch wenn hier die Hoffnung kaum etwas brachte, wenn man in die harte Realität erwachte.  



Da ich auf alles vorbereitet sein wollte, beschloss ich Mags zu besuchen. Sie kannte die Spiele am besten und am längsten und sie war die Siegerin der 11. Hungerspiele. Das Ganze ist nun 62 Jahre her und noch immer reichte ihr der Gewinn aus, den sie bekam. Sprechen konnte Mags nicht mehr so gut, denn durch einen Schlaganfall, den sie aufgrund der Spiele bekommen hatte, waren ihre Stimmbänder beschädigt. Für mich jedoch war ihre Zeichensprache sehr leicht zu verstehen und ich konnte mich gut mir ihr unterhalten. Sie hatte mir bisher jedes Mal, bei dem ich sie besuchte, erzählt, wie schlimm sie es fand, dass Finnick mit 14 zu den Spielen musste und wie schlimm es war, dass er danach auch die Folgen zu spüren bekam. Was diese genau waren hatte sie mir nicht erzählt, denn sie sagte immer, es sei Finnicks Sache und er sollte entscheiden wann und ob ich das ganze überhaupt erfahren sollte. Trotzdem erzählte sie mir, wie die Spiele damals so abgelaufen sind, zeigte mir Knoten und brachte mir auch Techniken zum Überleben bei. Finnick hingegen weigerte sich gegen alles, was mit den Spielen zu tun hatte. Er wollte mir das Ganze nicht beibringen und er wollte auch nicht, dass ich dort hinmusste. Da Mags jedoch vom Schlimmsten ausging, erzählte sie mir von ihren Spielen und wie sie diese gewann, was sie tat und vor allem, wie sie es tat. Sie erzählte von ihrer Arena und allem Drum und Dran. Sie erzählte von den anderen Tributen und davon, dass die meisten am ersten Tag starben und das nur, weil alle gleichzeitig zum Füllhorn rannten und so der erste, der eine Waffe hatte auch der war, der die anderen umbrachte. Somit empfahl sie mir, dass ich so schnell es ging vom Füllhorn wegsollte, falls ich dort hingeschickt wurde. Sie erklärte mir auch den Einfluss der Sponsoren und, dass mein Bruder das wertvollste Sponsorengeschenk von allen bekommen hatte: Seinen Dreizack. Die Leute im Kapitol mussten ihn wirklich gerngehabt haben, schließlich kamen die Sponsoren nur von dort und Mags musste wohl auch eine gute Mentorin gewesen sein, die Sponsoren zu überzeugen. Alles in Allem war bereits von Anfang an klar, wer die Spiele gewinnen sollte und dafür sorgte wohl das Kapitol. “Sag mal Mags, was ist, wenn die Arena eine Wüste wird? Und wie sehe ich, ob ich jemandem trauen kann?”, wollte ich von ihr wissen. “Traue dem, dem du trauen willst.”, sagte Mags in ihrer Zeichensprache und zeigte anschließend auf eine Wasserflasche. Diese reichte ich ihr. “In einer Wüste solltest du Schatten und Wasser suchen. Vergiss jedoch nicht auch nach Schutz Ausschau zu halten.”, erklärte sie mir weiter. Ich nickte. Mags war wirklich eine gute Mentorin.



In schönen und festlichen Kleidern liefen die Menschen schon den ganzen Tag rum. Die meisten Männer, so auch Finn, liefen in Anzügen umher und die Frauen, so wie Annie und ich, in einem Kleid. Ich hatte von Annie das Kleid bekommen, welches sie vor drei Jahren trug, als sie das ganze gewonnen hatte. Sie meinte, dass es mir Glückbringen sollte, aber wie sollte so etwas mir Glück bringen, wobei sie als sie dieses Kleid getragen hatte Pech hatte? “Annie kommt nachher vorbei um dir die Frisur zu machen.”, sagte Finnick und musterte das Kleid. “Oh, wie wunderschön!”, staunte die eben Genannte, als sie den Raum betrat. “Ich lass euch Mädchen mal machen.”, grinste mein Bruder und gab Annie einen Kuss bevor er den Raum verlies. “Ich muss ihn wohl oder übel zwingen, dich zu heiraten.”, lachte ich Annie an. Für mich gehörte sie bereits zur Familie. Sie nickte und lachte dann auch. Dann begann sie meine Haare zu kämmen und steckte sie zu einer wunderschönen Steckfrisur hoch. “Du sieht wirklich unglaublich aus.”, sagte sie und nahm mich in den Arm: “Ich hoffe wirklich, dass dein Name nicht fällt. Und er tut das auch.” “Danke, Annie.”, sagte ich und löste mich aus der Umarmung. “Also los, sonst kommen wir zu spät.”, grinste ich und lief runter, wo meine Mutter und Finnick bereits warteten. Finnick lief still neben mir her, während ich mich mit Annie darüber unterhielt, was es dieses Jahr für eine Arena geben würde. Sie setzte auf einen Dschungel, wie es damals bei Finnick der Fall war, ich aber eher auf eine Wüste.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast