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The LA Mystery

GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P16 / Het
Amenadiel Chloe Decker Ella Lopez Linda Martin Lucifer Morningstar Trixie Decker
06.04.2021
15.04.2021
9
15.589
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08.04.2021 1.961
 
-Chloe Decker-

„Verdammt.“-schluchzte Chloe als sie mit einem Handtuch aus dem Badezimmer zurückkam um damit das Blut, das immerzu aus Lucifers Mund quoll, aufzufangen. Lucifer hatte inzwischen selber versucht aufzustehen, hatte es aber nur bis kurz neben seinen Flügel geschafft und war dann da zusammengebrochen. Chloe eilte auf ihn zu und hielt das Handtuch unter sein Kinn. Sie hatte schon ihr Handy in der Hand um einen Krankenwagen zu rufen als ihr einfiel das es vielleicht nicht so gut wäre wenn etwas göttliches da landen würde. Man könnte es herausfinden. Sie überlegte weiter während sie über Lucifers Rücken strich und nebenbei „Alles wird gut.“ murmelte. Plötzlich ging die Fahrstuhltür zum Dritten Mal an diesem Abend auf. In der Tür stand eine dunkle Gestalt. Vom Körperbau her vermutlich ein Mann. Und er hielt eine Waffe in der Hand. Noch versteckte der Flügel sie aber er würde sie zweifellos sehen wenn er weiter in das Penthouse vordrang. Jetzt ärgerte sie sich, nicht ihre Waffe mitgebracht zu haben. Stattdessen liegt sie hinten auf dem Rücksitz ihres Autos.
„Detective.“-sagte Lucifer schwach-„Verstecken Sie sich.“
„Ich werde Sie nicht zurücklassen.“-sagte Chloe und drängte sich näher an Lucifers, inzwischen schon sehr kalten, Körper um ihn zu wärmen. Der Mann bewegte sich plötzlich. Es war zu schnell als das man es mit eigenen Augen erfassen. Ein lauter Knall. Ein vor Schmerz aufschreiender Lucifer und plötzlich überall weiße Federn. Sie merkte wie Lucifer so gut er konnte aufstand und sie hinter sich her zog. Nachdem sie ihre Deckung verlassen hatten hörte sie noch mehr Schüsse. Doch keiner von ihnen traf Chloe. Sie alle trafen Lucifers Flügel und Rücken. Lucifer zog sie zum Balkon nach draußen. Noch während er lief schob er sie vor sich und sagte: „Halt dich fest.“ Dann plötzlich war kein Boden mehr unter ihren Füßen. Lucifer flog mit ihr über L.A. Weg von der Gefahr. „Wohin fliegen wir?“-fragte Chloe, noch immer geschockt von den kürzlich geschehenen Ereignissen. Doch Lucifer antwortete nicht. Er benötigte seine gesamte Kraft für das Fliegen. Dann, nach einer Weile ging Lucifer runter. So wie es aussah steuerte er das offene Fenster eines Hochhauses an. Und Chloe wusste auch wer hinter diesem Fenster wohnte. Linda. Das war eine weise Entscheidung von Lucifer. Immerhin hatte Linda mal in einem Krankenhaus gearbeitet. Doch was würde sie dazu sagen wenn plötzlich Lucifer durch ihr Fenster FLOG. Naja, sie würde es ihr erklären müssen. Das Lucifer der Teufel war und so weiter. Aufeinmal merkte sie wie sich Lucifers Flügel sanft um sie legten und dann merkte sie schon den Aufprall in Lindas Büro. Lucifer hob einen seiner Flügel an um Chloe freizulassen und bleib dann bewegungslos und schwer atmend liegen.
„Chloe!, Lucifer!“-rief Linda überrascht-„Was ist passiert?“
„Linda. Bitte erschrick dich nicht, Lucifer ist der...“
„Ich weiß, Chloe!“-sagte sie und kniete sich neben Lucifer. Chloe stand nur verdattert daneben, unfähig sich zu rühren. Linda wusste es... Aber wie lange schon?
„Lucifer?“-sprach Linda ihn sanft an.
„Linda?“-antwortete er schwach und öffnete seine Augen um ihr ins Gesicht zu sehen-„Sag Amenadiel Bescheid.“
„Ja.“-sagte Linda und legte eine Hand an Lucifers Hals um seinen Puls zu fühlen.
„Chloe, ruf Amenadiel an und sag ihm was passiert ist. Er soll so schnell wie möglich her kommen.“-wandte sich Linda an Chloe und gab ihr, ihr entsperrtes Handy. Chloe nickte und suchte die Nummer von Amenadiel raus. Während sie ihm die Situation schilderte zog sie sich ein wenig zurück.
„Lucifer?“-fragte Linda nochmal.
„Mmmh?“-antwortete Lucifer.
„Pass auf, du musst unbedingt wach bleiben, ja?“
Lucifer nickte leicht und ließ den Kopf dann wieder auf den Boden sinken. Plötzlich hörten sie das Schlagen weiterer Flügel vor dem Fenster und Amenadiel kam elegant durch das Fenster, verschätzte sich allerdings, stolperte und fiel der Länge nach hin.
„Bruder.“-lächelte Lucifer-„Nicht mal mit gesunden Flügeln fliegen können.“
„Luc.“-rief Amenadiel, stand auf und kniete sich auch neben seinen Bruder.
„Was sollen wir machen?“-fragte Linda.
„Weiß nicht...“-gab Amenadiel zu-„Am Besten erstmal die Blutung stoppen. Holt mal Handtücher, Decken und alles was ihr denkt das helfen könnte.“
„Ich habe einen Verbandskasten im Auto. Soll ich ihn kurz holen?“-fragte Linda an Amenadiel gewandt.
„Ne, Chloe holt den. Dich brauch ich hier.“-sagte er. Lucifer, der noch immer unbewegt am Boden lag, fing an zu zittern.
„Luc.“-sagte Amenadiel sanft und breitete seine Flügel über ihm aus um ihn ein wenig zu wärmen. Chloe war schon aus der Tür gerannt und auch Linda kam kurz darauf mit ein paar Handtüchern zurück. Sie kniete sich hin und tupfte vorsichtig das Blut von Lucifers Flügeln.
„Es könnten noch Kugeln in den Wunden sein, oder?“-fragte Amenadiel.
„Vermutlich.“-sagte Linda die weiterhin Blut von Lucifers Flügeln wischte. Plötzlich legte Lucifer seine Hand auf die Amenadiels und sah ihn müde an.
„Ich mag dich, Bruder.“-sagte er.
„Lucifer!“-schrie Amenadiel panisch-„Nicht einschlafen!“
„Ich bin aber so müde... so... müd...“-und Lucifers Hand sank wieder zu Boden und er verlor das Bewusstsein. Plötzlich wurde die Tür von Chloe aufgestoßen die völlig außer Atem mit dem Verbandkasten den Raum betrat. Als sie sah das Lucifer bewusstlos geworden war ließ sie den Verbandskasten fallen und stürzte zu ihm hinüber. Sie tauchte unter Amenadiels Flügeln hindurch, kauerte sich neben Lucifer und fing an zu weinen.
„Nein, Lucifer... es ist... alles... meine... Schuld... Es tut mir... so... leid...“-schluchzte sie und vergrub ihr Gesicht in Lucifers blutigen Flügeln. Amenadiel und Linda sahen sich in stiller Übereinkunft an. Linda legte von hinten eine Hand auf Chloes Schulter.
„Komm, wir gehen raus. Es wird alles wieder gut.“-sagte sie und führte Chloe hinaus. Nun war Amenadiel mit Lucifer alleine.

-Amenadiel-

Er griff nach dem Verbandskasten den Chloe auf den Boden fallen gelassen hatte. Während er den Verschluss öffnete nahm er seine Flügel ein wenig hoch um mehr Licht zu haben. Vorsichtig legte er einen von Lucifers Flügeln über ihn um sich die zwei Schusswunden an seinem Rücken anzusehen. Genervt stellte er fest das Lucifers Hemd im Weg war. Er schnitt den Stoff von Lucifers Körper und musste sofort neidlos feststellen das sein Bruder tatsächlich schon immer das bessere Aussehen hatte. So gut er konnte legte er mehrere Verbände um die Schusswunden auf seinem Rücken. Danach wuchtete er ihn auf das Sofa von Linda wobei die Flügel nicht ganz darauf passten. Sein linker Flügel war vom Sofa auf den Boden hinunter gefallen und Amenadiel musste höllisch aufpassen nicht drauf zu treten. Sein rechter Flügel lang auf der Sofalehne und die äußeren Federn berührten ein wenig die Decke des Raums. Vorsichtig streifte er mit seiner Hand durch die perfekt gestylten Haare seines Bruders und ihm fiel auf das er unglaublich kalt war. Amenadiel sah sich um und erkannte die dünnen Decken die Linda gebracht hatte. Er nahm fünf davon und legte sie über Lucifer.
„Was machst du nur immer für Sachen?“-fragte Amenadiel traurig da er wusste das Lucifer ihm nicht antworten würde.

-Chloe Decker-

Nachdem Linda sie aus dem Raum geführt hatte brach sie in Tränen aus und sank an Lindas Schulter.
„Hey, Chloe.“-sagte Linda und nahm sie in den Arm-„Es wird alles wieder gut ja? Es ist nicht deine Schuld.“
„Doch.“-schluchzte Chloe, löste sich aus Lindas Umarmung und sah sie so ernst sie konnte an.
„Chloe...“
„Nein!“-unterbrach Chloe sie-„Ich werde dir alles erklären, aber bitte unterbreche mich nicht.“
„Okay, Chloe.“-sagte Linda gedehnt und sah sie an.
„Also...“-Chloe räusperte sich und fing dann an zu erzählen. Sie sprach darüber wie sie erkannt hatte das Lucifer der Teufel war, wie sie nach Italien gefahren ist und sich bei Kinnley Rat geholt hatte, wie er ihr die kleine Phiole gegeben hatte und wie sie den Inhalt letztendlich in Lucifers Weinglas gegeben hatte. Sie erzählte ihr auch das sie dann Lucifer vom Trinken abhalten wollte, es aber schon zu spät war, von dem Überfall das rätselhaften Mannes, wie Lucifer sie beschützt hatte bis sie schließlich durch das Fenster von Lindas Büro kamen. Danach brach sie wieder in Tränen aus.
„Ist schon gut.“-sagte Linda. Sie versuchte Chloe so gut sie konnte zu trösten.
„Hast du noch das Weinglas oder die Phiole?“-fragte sie sie als Chloe sich einigermaßen beruhigt hatte.
„Ja...“-sagte sie und zog das kleine Fläschchen aus ihrer Hosentasche. Linda nahm es zögernd entgegen und machte Anstalten es zu öffnen um daran zu riechen. Blitzschnell holte Chloe sich das Fläschchen zurück und sah Linda besorgt an.
„Mach das nicht auf. Es konnte selbst den Teufel außer Gefecht setzten.“
„Dann sprich wenigstens mit diesem Kinnley. Vielleicht hat er ein Gegenmittel.“-sagte Linda hoffnungsvoll.
„Bestimmt nicht.“-gab Chloe zu bedenken-„Es war ja seine Idee Lucifer zurück in die Hölle zu schicken. Ich glaube nicht das er es sich plötzlich anders überlagt hätte.“
„Naja, ist erstmal egal. Du musst dir bis Morgen eine Ausrede einfallen lassen warum Lucifer nicht kommen kann. Ihr habt doch gerade einen Fall nicht?“
„Doch, doch, wir haben fast immer irgendwas. Meinst du ich soll die Wahrheit sagen? Also das Lucifer... nun ja... vergiftet wurde und danach mehrfach angeschossen?“-fragte Chloe unsicher.
„Nein, auf gar keinen Fall. Mach dich nicht lächerlich. Sag einfach das Lucifer krank ist. Das ist ja auch nicht direkt gelogen. Und sag das es ansteckend ist. Oder sorg‘ einfach dafür das niemand zu Lucifer kommen würde.“
Chloe seufzte zustimmend: „Aber er kann nicht die ganze Zeit bei dir bleiben, oder? Du musst doch selbst dein Geld verdienen und arbeiten und so...“-nach einer kurzen Pause redete sie weiter-„Vielleicht sollte ich ihn mitnehmen. Ich kann ihn in meinem Schlafzimmer unterbringen und ich schlafe dann einfach auf dem Sofa.“
„Du hast ein schlechtes Gewissen, ich weiß. Aber denk doch an Trixie. Was wenn sie rausfindet das Lucifer der Teufel ist?“
„Das passiert schon nicht. Ich werde auch aufpassen.“
„Dann tu was du nicht lassen kannst.“-sagte Linda-„Aber sei vorsichtig, und bedenke das du niemanden groß einladen kannst.“
„Ich weiß. Aber ich fühle mich so unglaublich schuldig für Lucifer...“
‚Bist du ja auch‘-dachte sich Linda im Stillen, stattdessen sagte sie aber: „Das weiß ich Chloe. Am Besten du lässt ihn vorübergehend trotzdem erstmal hier. Lass ihn sich erstmal ausruhen. Außerdem wird es sowieso ziemlich schwer einen bewusstlosen, teilweise blutenden und geflügelten Mann hier raus zu bringen. Wir müssen uns was einfallen lassen. Und du musst schlafen.“
„Darf ich bitte die Nacht über hier bleiben?“-fragte Chloe-„Ich meine du fährst doch bestimmt zu dir nach Hause, nicht?“
„Nein, ich bleibe auch. Aber ja. Wenn du möchtest kannst du auch bleiben. Aber es wird sicher keine besonders bequeme Nacht. Und Trixie...“
„Die ist bei Dan.“
„Na dann,... Kannst du wieder reingehen?“-fragte Linda sie.
„Ich denke.“-sagte Chloe.
Linda nickte und hielt ihr die Tür auf. Chloe betrat den Raum und ihr fiel auf das Amenadiel inzwischen ganze Arbeit geleistet hatte. Lucifer lag oberkörperfrei und zugedeckt auf dem Sofa. Seinen Rücken hatte der Engel gut verbunden und auch die Blutungen an den Flügeln waren weitestgehend gestillt. Amenadiel kniete neben Lucifers Kopf und streichelte ihn. Der Anblick ließ irgendetwas in Chloe niedergeschlagen wirken. Immerhin war sie es die Schuld daran war das Amenadiel jetzt neben einem schlafendem Lucifer trauerte.
„Wie gehts ihm?“-fragte Chloe, weiterhin von Schuldgefühlen geplagt.
„Naja.“-antwortete Amenadiel und sah zu ihr auf-„Sein Zustand hat sich nicht gerade gebessert aber zumindest ist er auch nicht schlechter geworden. Ich weiß nur noch nicht wie wir die Patronen aus den Schusswunden kriegen sollen. Niemand von uns ist so gut ausgebildet das er oder sie es schaffen könnte ohne Lucifer noch mehr zu verletzen.“
Chloe nickte und setzte sich neben Amenadiel auf den Boden. Auch Linda gesellte sich zu ihnen. Sie legte ihren Kopf an Lucifers Arm und schlief kurz darauf ein.
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