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Gestrandet

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Dr. John Watson Sherlock Holmes
06.04.2021
13.06.2021
22
78.649
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11.06.2021 3.620
 
Nachdem sie sich notdürftig gesäubert hatten, zogen sie ihre Morgenmäntel an und gingen in die Küche, um etwas zu trinken.

“Willst du einen Tee?”, fragte John.

Sherlocks schüttelte den Kopf und holte eine angebrochene Flasche Orangensaft aus dem Kühlschrank. “Ich kann jetzt nichts Warmes trinken”, antwortete er und nahm einen großen Schluck direkt aus der Flasche. “Mir ist noch ganz heiß.”

John ließ seinen Blick über Sherlocks Körper wandern. Der blaue Morgenmantel umspielte die schlanke Figur; der Gürtel war nur lose gebunden, so dass der seidige Stoff ausreichend Einblick auf nackte Haut bot. Zufrieden mit dem, was er sah, brummte John.

“Heiß… ja, das bist du.”

Er trat an Sherlock heran, griff nach dem Knoten des Gürtels und zog Sherlock an sich. Er presste einen harten Kuss auf Sherlocks geöffnete Lippen und fuhr mit der Zunge darüber. Der süße-säuerliche Geschmack des Orangensaftes machte Lust auf mehr und kurzerhand schnappte er die Flasche aus Sherlocks Hand. Er trank einen großen Schluck, bevor er den Saft zurückgab, und leckte sich über die Lippen.

“Köstlich”, murmelte er und sah Sherlock dabei tief in die Augen.

Ein amüsiertes Glitzern stahl sich in Sherlocks Augen. Er grinste halbseitig. “Du wirst unersättlich sein, oder?”

“Nur wenn es um dich geht”, murmelte John.

Sherlock stellte die Flasche auf den Tisch und lehnte sich gegen John. Er umschlang ihn mit beiden Armen und küsste seinen Hals. Das Kribbeln, das er damit verursachte, ließ John wohlig seufzen.

“Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich immer angenommen hatte, Intimität sei nichts für dich”, sagte er und strich durch Sherlocks Locken. “Das ganze Konzept schien dich nicht im Geringsten zu interessieren.”

“Weil es in den meisten Fällen sinnlos ist”, sagte Sherlock und richtete sich wieder auf, so dass er John in die Augen sehen konnte. “Es blockiert nur unnötig meine Denkprozesse, lenkt mich ab. Nicht besonders vorteilhaft, wenn man Detektivarbeit zu erledigen hat.”

John schnaubte amüsiert. “Und jetzt bist du bereit, dich von deiner heißgeliebten Arbeit ablenken zu lassen?”

“Wenn du mein Interesse weiterhin so fesselst.” Sherlock grinste verschmitzt.

John streichelte über Sherlocks Schulter und die Brust, ließ seine Linke zwischen die Stoffaufschläge wandern und auf warme Haut treffen. Mit der anderen Hand löste er den lockeren Knoten des Gürtels, so dass die beiden Hälften des Morgenmantels auseinanderfielen. Seine Finger wanderten weiter über Sherlocks Bauch, umkreisten den Nabel, glitten tiefer. Er zog die Unterlippe zwischen seine Zähne, als er sah, wie Sherlocks Penis in Erwartung der Berührung leicht zuckte.

“Du scheinst auch ziemlich unersättlich zu sein”, sagte er leise. Seine Finger tasteten hauchzart über die Kurve des Glieds.

“Wenn ich mich recht erinnere, hattest du mir versprochen, all das nachzuholen, wozu wir noch keine Gelegenheit hatten.” Sherlocks Stimme, nun eine Spur atemloser, klang mit einem Mal dunkel und vielversprechend.

“Woran denkst du?”, fragte John und ließ die Hoden über seine Handfläche gleiten. Sie waren warm und schwer und fühlten sich erstaunlich gut an. Er registrierte den leichten Schauer, der durch Sherlock ging, und beugte sich vor, um über eine der Brustwarzen zu lecken und leicht mit den Zähnen darüber zu schaben.

Hn… Ich… ich will deine Finger… in mir spüren”, sagte Sherlock und lehnte sich vor, um einen ziellosen Kuss in Johns Haar zu setzen. “Und dann will ich, dass du mich fickst.” Sherlocks Stimme war so leise geworden, dass sie kaum zu verstehen war, doch John hatte verstanden. Eine geradezu unbändige Lust rauschte durch ihn hindurch und ließ ihn scharf die Luft einsaugen.

“Wenn… du das willst”, fügte Sherlock nach kurzem Zögern hinzu.

John streckte sich und fing Sherlocks Lippen mit seinen ein, küsste ihn ungehemmt. “Und wie ich will. Haben wir alles da, was wir brauchen? Gleitgel?”, fragte John und versuchte nicht allzu enthusiastisch zu klingen. Er konnte schlecht gestehen, dass er unzählige Male von genau diesem Moment geträumt; dass er ihn sich in allen Einzelheiten ausgemalt hatte.

Sherlock nickte und nahm John bei der Hand, führte ihn aus der Küche zurück ins Schlafzimmer. Er ließ den Morgenmantel über seine Schultern und zu Boden gleiten, setzte sich aufs Bett und zog die oberste Schublade des Nachttischs auf. Heraus holte er eine durchsichtige blaue Tube mit einem farblosen Gel und legte sie auf das Laken.

“Ich bin gleich wieder da. Nicht weglaufen”, sagte Sherlock und ging ins Badezimmer. Wenig später hörte John die Dusche laufen.

John nutzte den Moment, um seinen Morgenmantel ebenfalls auszuziehen und am Haken hinter der Tür aufzuhängen. Er setzte sich aufs Bett, nahm die Tube und las kurz über die Inhaltsstoffe. Anschließend stellte er sie auf den Nachttisch und wartete. Dass Sherlock ihn nicht um seine Gesellschaft gebeten hatte, konnte nur heißen, dass er sich an intimeren Stellen gründlich waschen wollte – und zwar ohne Zuschauer. John konnte es ihm nicht verübeln, auch wenn er gern mit Sherlock geduscht hätte.

Einige Minuten später kam Sherlock aus dem Bad. John hatte sich auf das Bett gelegt und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Fragend sah er zu Sherlock auf. “Alles okay?”

“Sicher!” Sherlock zögerte, setzte sich dann mit dem Rücken zu John auf die Matratze. “Ein wenig nervös, schätze ich… es ist schon eine Weile her, dass ich… das gemacht habe.”

John rutschte auf seinen Knien hinter Sherlock und drückte ein paar Küsse in seinen Nacken. “Kein Grund zur Eile. Wir können es auch ein anderes Mal machen, wenn es dir lieber ist. Dein Wohlbefinden geht in jedem Fall vor.”

Sherlock nickte langsam, schüttelte dann den Kopf. “Nein, ich will es tun. Du weißt gar nicht, wie oft ich mir das schon vorgestellt habe.”

John lachte leise und richtete sich so weit auf, dass er sich über Sherlocks Schulter beugen und seine Wange küssen konnte. “Vielleicht fast so oft wie ich?” Er drehte Sherlocks Gesicht zu sich, küsste seinen Mund. “Versprich mir, dass du mir sofort Bescheid sagst, wenn sich irgendetwas nicht gut anfühlt, okay? Keine falsche Scham.”

“Okay”, versprach Sherlock und erwiderte den nächsten Kuss sanft.

“Das ist ölbasiert, also… kein Kondom?”, fragte er und nickte in Richtung der Tube Gleitgel.

Sherlock zuckte mit den Achseln, als hätte er nicht großartig darüber nachgedacht. “Mir macht es nichts aus, es liegt also bei dir.”

“Einverstanden. Solltest du deine Meinung zu irgendeinem Zeitpunkt ändern, lass es mich wissen.” John legte sich zurück auf das Bett und streckte seine Arme nach Sherlock aus. “Komm her.”

Sherlock zögerte nicht lange, ehe er auf die Matratze und an Johns Seite rutschte. Er schmiegte sich in die offenen Arme und zog ihn gleichzeitig an sich, verteilte ein paar keusche Küsse auf seinem Gesicht und streichelte über seinen Rücken.

John griff in Sherlocks Haare und dirigierte seinen Kopf, so dass er ihn küssen konnte. Mit einem leisen Seufzen saugte er an der vollen Unterlippe und strich mit der Zunge darüber.

“Ich liebe es, dich zu küssen. Ich könnte das stundenlang tun.”

Sherlock machte einen bestätigenden Laut und ließ sich tiefer in den Kuss sinken. Er schob ein Bein über Johns Hüfte und rutschte noch näher an ihn heran. Sein halbharter Penis drückte gegen Johns Oberschenkel und versteifte sich mit jedem Zungenschlag spürbar.

John ging es nicht viel anders. Nicht mehr lange und er wäre in der Lage, in Sherlock einzudringen. Die Vorstellung, sich Stück für Stück in diese verheißungsvolle Enge zu schieben, ließ ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen. Hungrig biss er auf Sherlocks Unterlippe und verschluckte dessen überraschtes Keuchen mit einem festen Kuss.

Er genoss es über alle Maße, Sherlocks wachsende Erregung so ungefiltert mitzuerleben. Ein letztes Mal zog er – ein ganz klein wenig fester – an Sherlocks Locken, bevor er mit den Fingernägeln über die Schulter kratzte und die prominente Linie der Wirbelsäule nachfuhr.

Mit dem Daumen streichelte er über das Sakraldreieck und legte seine Hand schließlich auf Sherlocks Pobacke, knetete sie. Er ließ seine Fingerspitze in den warmen Spalt wandern.

“Ich will dich hier küssen…”, wisperte John gegen Sherlocks Lippen.

Sherlocks Penis zuckte bei den Worten, Wärme schoss in seine Wangen und färbte sie rot. “John, ich…” Er schloss die Augen, holte zittrig Luft.

“Kein Grund, schüchtern zu sein”, sagte John und ließ seine Finger tiefer gleiten, bis sie den Hautknoten erreichten und darüber streicheln konnten. “Ich kann jederzeit aufhören, wenn du es nicht magst.”

“Hm…”, machte Sherlock, halb Bestätigung, halb unsicheres Nachhaken.

“Hat das noch nie jemand mit dir gemacht?”, fragte John und schob sich über Sherlock. Er stützte sich links und rechts von seinem Kopf ab, küsste sich über Wange, Hals und Brust. Deutlich spürte er Sherlocks harten Penis über seinen Oberkörper gleiten, während er sich nach unten schob.

“Nein”, sagte Sherlock leise und legte den rechten Arm über sein rotes Gesicht. Seine Lippen zitterten ein wenig, aber er leistete keinen Widerstand und versuchte auch nicht, John aufzuhalten. Im Gegenteil. Er öffnete seine Beine, so dass John sich dazwischen knien konnte.

John stützte sich auf einen Ellbogen ab und streichelte mit der anderen Hand über Sherlocks Bauch, den Schritt, ließ seine Finger zärtlich über die Erektion und die Hoden gleiten und küsste sie gleichzeitig mit offenem Mund. Aufmerksam lauschte er auf Sherlocks Reaktionen, auf jedes angespannte Luftschnappen und hektische Ausatmen, auf die unterdrückten Seufzer und das leise Wimmern, das in seiner Kehle lungerte.

Angefeuert tauchte John tiefer, stupste mit der Nase gegen die Unterseite der Hoden, leckte über das Perineum und drückte Sherlocks Beine ein wenig hoch, so dass er besseren Zugang zu seinem Ziel hatte. Er sah, wie sich Gänsehaut über Sherlocks Oberschenkel zog, als er gegen die feuchten Bereiche seiner intimsten Stellen hauchte. Nur langsam ließ er seine Zunge tiefer gleiten, bis sie fast zufällig über den Hautknoten glitt.

Sherlocks Reaktion war unvermittelt heftig. Als hätte ihn ein Stromschlag getroffen, bäumte er sich auf, drückte den Rücken durch und holte zischend Luft.

John schob seine Arme unter Sherlocks Schenkel und hielt ihn fest, ehe er seinen Mund erneut auf die Stelle senkte und einen langen Streifen von Anus über Perineum bis zu den Hoden leckte. Ohne Unterbrechung folgte er dem Weg zurück und saugte sich an dem Hautknoten fest. Der Muskel zuckte unweigerlich und Sherlock stieß ein abgehacktes Stöhnen aus, das ihn selbst zu überraschen schien.

Er spreizte seine Beine ein wenig weiter, zog sie gleichzeitig an und krallte sich in das Kopfteil des Bettes, als John den Hautknoten mit seiner Zunge umspielte, dagegen drückte und animalisch knurrte.

“Fuck, Sherlock, du bist fantastisch”, murmelte er gegen die nasse Haut und leckte und saugte erneut über die gleiche Stelle. Mit dem Daumen seiner linken Hand ersetzte er seine Zunge, drückte gegen den Muskel, um zu prüfen, ob er sich entspannte. Die Spitze glitt mühelos ins Innere. Seine Zunge gesellte sich hinzu, leckte über den Rand, löste den Daumen wieder ab.

Sherlock stöhnte unkontrolliert auf. Er griff nach dem zweiten Kissen, drückte es sich auf das Gesicht, um seine Stimme zu dämpfen, und tastete mit der anderen Hand blind nach John, grub die Finger in sein Haar und drückte ihn gegen seine fiebrige Haut, hielt John an Ort und Stelle. Ganz eindeutig fand er Gefallen an Johns Tun. Und John ging es genauso.

Er genoss Sherlocks entrücktes Stöhnen und die unbewussten Bewegungen, die das Becken ausführte, in dem verzweifelten Versuch, sich noch näher an Johns geschickte Zunge zu pressen, in vollen Zügen. Das alles war wie Treibstoff, der Johns Erregung konstant anheizte. Sein eigener Penis stand stocksteif in seinem Schoß, erste Lusttropfen perlten über seinen Eichelrand und liefen kitzelnd über den Schaft.

John ersetzte seine Zunge mit dem Zeigefinger und umkreiste federleicht den Muskelring, der inzwischen herrlich weich war. Er war überzeugt, dass Sherlock bereits entspannt genug war, dass er problemlos zwei Finger in ihn schieben könnte. Nicht mehr lange und er würde es testen. Ob er Sherlock dadurch mehr von diesen lieblichen Tönen entlocken konnte? Er verstärkte den Druck ein wenig, bis die Fingerspitze in Sherlock glitt.

Oh Gott…” Schwer atmend riss sich Sherlock das Kissen vom Gesicht.

Neugierig schielte John über Sherlocks Schoß, sah den rötlichen Penis, aus dem ein steter Strom Präejakulat quoll. Eine kleine Pfütze hatte sich auf seinem Unterbauch gebildet und glitzerte im Schein der Nachttischlampe. Eine aparte Röte zog sich über Sherlocks Brustkorb. Die Nippel hatten sich zu kleinen Knospen zusammengezogen.

John schob seinen Finger tiefer, lokalisierte problemlos das raue Nervenbündel in Sherlocks Innerem und umkreiste es mit der Kuppe. Bereits nach wenigen Augenblicken beschleunigte sich Sherlocks Atmung, wurde tiefer, schwerer. Seine Hüfte zuckte leicht, als John die Prostata mit mehr Druck rieb und sich ein dunkles Grollen aus seiner Kehle löste.

“Gut?”, fragte John mit einem Grinsen auf den Lippen. Er küsste die zarte Haut zwischen Sherlocks Beinbeuge und seinem Schritt, saugte einen Hoden in seinen Mund und zog vorsichtig daran.

“Mehr”, wimmerte Sherlock und erschauerte lustvoll.

John richtete sich auf und ließ seinen Finger aus Sherlock gleiten. Er griff nach der Tube Gleitgel auf dem Nachttisch, presste etwas von der farblosen Masse auf seine Zeige- und Mittelfinger und verrieb sie. “Dann versuch ich es mit zwei”, sagte John und wischte sich mit der sauberen Hand über die feuchten Lippen. Zeige- und Mittelfinger umkreisten die Körperöffnung, verteilten das Gel und drangen schließlich Stück für Stück durch den gelockerten Muskel.

Sherlock bäumte sich auf, spreizte die Schenkel und kniff die Augen zu.

Fasziniert von der Reaktion zog John seine Hand ein Stück zurück, bevor er seine Finger wieder und wieder über das sensible Nervenbündel reiben ließ und dabei zusah, wie Sherlock zunehmend die Kontrolle über sich zu verlieren schien. Er wand sich von links nach rechts, versuchte John sein Becken entgegenzuschieben und sich wenig später wieder zu entziehen.

John war sicher, dass nicht viel fehlen würde, um Sherlock kommen zu lassen. Ein gezieltes Lecken über das Frenulum, ein Saugen an der Eichel und er würde garantiert seinen Höhepunkt erreichen. Aber dafür war es noch zu früh. Sie beide wollten mehr – und wenn John ehrlich mit sich war, wollte er nicht länger warten.

Als er seine Finger erneut zurückzog und achtlos am Laken abwischte, sackte Sherlock in sich zusammen wie eine fadenlose Marionette. Schwer atmend richtete er seinen Kopf auf und starrte John an.

“Was—?”

Nonchalant griff John nach der Tube und drückte etwas mehr von dem Gel direkt auf seine glühende Erektion, verteilte es mit wenigen Drehbewegungen. “Hm… ich glaub, wir brauchen beide mehr”, sagte er und lehnte sich vor, stützte sich neben Sherlock ab und küsste ihn. Das Gefühl, als sein Penis neben Sherlocks glitt, war beinahe zu viel für ihn. “Bist du bereit?”

Sherlock nickte enthusiastisch. Er griff in seine Kniekehlen und zog die Beine ein wenig an, offenbarte sich vollkommen.

John verlagerte sein Gewicht zurück auf die Knie und brachte sich in Position, umfasste seine Erektion und ließ die Spitze ein paar Mal über den gelockerten Muskelring gleiten, ehe er sich nach vorne lehnte und langsam in Sherlock eindrang. Stück für Stück schob er sich in die einnehmende Hitze, spürte, wie der sonst feste Muskel willig nachgab. Die Enge, die ihn mit einem Mal umgab, raubte ihm den Atem. Er sog die Luft ein und suchte Sherlocks Blick.

Zwei Neumonde in eisig blauen Seen starrten ihn gebannt an. Die leicht geschwollenen, vollen Lippen waren geteilt, der Atem wich in kurzen, hastigen Zügen über sie. Sherlocks Rechte legte sich über Johns pochendes Herz, streichelte fahrig, unkoordiniert über seine Brust.

John musste innehalten, um nicht augenblicklich zu kommen. Dabei war er noch nicht einmal vollkommen in Sherlock eingedrungen. Er ließ den Kopf sinken und schloss die Augen, küsste die Finger, die über sein Kinn und seinen Mund glitten.

“Gib mir einen Moment”, sagte er und beugte sich vor, um Sherlocks Schlüsselbein zu küssen und eine der Knospen mit seiner Zunge zu umspielen. Er atmete ein paar Mal tief durch, zog sich dann ein Stück zurück und ließ sich wieder tiefer in Sherlock sinken. Diesmal bis zur Wurzel.

Sherlocks Atem stockte. Intuitiv wickelte er die Beine um Johns Hüften, zog ihn fester an sich und richtete sich so weit auf, dass er ihn küssen konnte. “John…” Es klang ungläubig.

John verstand genau, wie Sherlock sich fühlte. Noch nie hatte sich eine Vereinigung mit einem Partner so besonders angefühlt. So unmittelbar verbunden zu einer Einheit. “Ich weiß… ich weiß…”, wisperte John atemlos gegen Sherlocks Lippen. “Gott, du fühlst dich unglaublich an.”

Noch immer ruhte John unbeweglich in Sherlocks sengender Hitze. Hin und wieder zuckte der Muskel um seine Erektion und drückte sie fest wie ein samtener Handschuh. Eine ungesteuerte Reaktion von Sherlocks Körper, die Johns Erregung noch mehr befeuerte. Fasziniert erkannte John, dass sich jedes innere Beben auf Sherlocks Penis übertrug und ihn lustvoll hüpfen ließ.

Er legte eine Hand in Sherlocks Nacken und küsste ihn tief, bis Sherlock sich ihm entzog und ihn eindringlich ansah. “John…”

“Hm?”

“Fick mich!”

Oh Gott… Diese Worte von Sherlocks wundgeküssten Lippen zu hören, machte John rasend. Selbstverständlich konnte er ihm diesen Wunsch – oder war es ein Befehl? – nicht abschlagen.

Experimentell zog John seine Erektion zurück und drang langsam wieder tiefer. Sherlock Reaktion kam unmittelbar. Er saugte überrascht die Luft ein, entließ sie mit einem leisen Stöhnen und warf den Kopf in den Nacken. Die Umklammerung seiner Beine verstärkte sich, trieb John an.

John beschleunigte seinen Rhythmus ein wenig, konzentrierte sich jedoch darauf, nicht vollends die Kontrolle über sich zu verlieren, ganz gleich, wie verdammt gut es sich anfühlte. Er wollte ihr Liebesspiel so lange wie möglich auskosten, wollte spüren, wie Sherlock kam, wie die Muskeln um seine Erektion kontrahieren würden.

Bedachtes Gleiten in und aus dem heißfeuchten Körper wechselte sich mit fordernden Stößen ab, die die lieblichsten Laute aus Sherlock lockten. Bald schon waren sie Schweiß bedeckt und atemlos. Johns Handgelenke protestierten vom sich Aufstützen, sein Rücken und seine Oberschenkel brannten. Dennoch trieb er sich immer wieder in den anderen Körper, küsste ihn, biss ihn und leckte das Salz von der erhitzten Haut.

Als Sherlock ihn auf einmal zur Seite schob und sie mit einer geschickten Drehung seiner Hüfte herumdrehte, fand John sich auf den Rücken liegend wieder, Sherlock in seinem Schoß. Er hob sein Becken an, griff hinter sich nach Johns Erektion und ließ sich widerstandslos darauf sinken. Sein fiebriger Blick fixierte John, während er sich mit beiden Händen auf seiner Brust abstützte und begann, sich in einem unnachgiebigen Tempo auf und ab zu bewegen.

“Oh fuck… oh fuck… fuck… fuck…”

“Das ist der Plan”, grollte Sherlock dunkel. Ein verschmitztes Grinsen umspielte seinen Mund, der sich gleich darauf zu einem Oh formte, als er eine scheinbar höchst sensible Stelle in seinem Körper traf. Kurz unterbrach er seinen Rhythmus, um den Winkel neu zu justieren, dann nahm er die Bewegung wieder auf, ließ sich zackiger und deutlich härter auf Johns Erektion sinken.

Die Überraschung darüber, wie schnell und gekonnt Sherlock ihm das Zepter aus der Hand genommen hatte, dauerte nur wenige Herzschläge, dann gab sich John dem wilden Ritt hin. Hilflos klammerte er eine Hand in das Kopfteil des Bettes, die andere grub er fest in Sherlocks Hüfte. Er stöhnte unkontrolliert und möglicherweise zu laut. Den Gedanken an seine Nachbarn oder Mrs Hudson schob er unverzüglich beiseite. Außerdem war es einerlei. Selbst wenn er seine Lautstärke hätte kontrollieren können – Sherlock war nicht mehr zu bändigen.

Den Kopf in den Nacken gestreckt, keuchte Sherlock selbstvergessen. Eine Hand kratzte über Johns Brustkorb, die andere zupfte an seinem eigenen Nippel. Sein Penis wippte im Takt seiner Hüftbewegungen und klatschte immer wieder gegen seinen Unterbauch. Es war ein atemberaubendes Bild, das er bot, während er seiner Lust freien Lauf ließ.

“Wenn du so weitermachst”, raunte John zwischen zwei Atemzügen, “halte ich nicht mehr lange durch!” Immer wieder ließ er sein Becken hochschnellen und versuchte, sich dem Auf und Ab anzupassen. Seine Erregungskurve wurde von Sekunde zu Sekunde steiler, bis er nicht mehr in der Lage war, einen klaren Gedanken zu fassen. Er krallte sich mit beiden Händen in Sherlocks Hüfte, folgte der hektischen Bewegung und gab sich dem sagenhaften Gefühl hin.

Sherlock umfasste seine stark gerötete Erektion und ließ die feuchte Eichel eilig durch die Faust gleiten. Sein Atem kam nur noch stoßweise, gefolgt von einem Wimmern, das immer wieder abriss. John spürte die Kontraktionen in Sherlocks Innerem, noch bevor der Orgasmus sein Ziel traf. Ohne die Bewegung seiner Hand zu unterbinden, rieb sich Sherlock fest in Johns Schoß, nahm die Erektion noch einmal so tief wie möglich in sich auf.

Ein deutliches Zittern erschütterte ihn von Kopf bis Fuß, während seine Muskulatur immer wieder lustvoll krampfte. Ein erster Schub Ejakulat klatschte auf Johns Bauch, dann ein zweiter und ein dritter. Stöhnend stützte er sich mit der freien Hand neben Johns Kopf ab und leckte sich über die trockenen Lippen.

John stieß noch zwei-, dreimal von unten in den engen Körper, ehe auch er seinen Höhepunkt erreichte. Er hielt Sherlocks so fest an sich gedrückt, wie er konnte, und warf den Kopf in den Nacken. Hitze rauschte durch seinen Körper wie Lava, alles kribbelte und summte, als er sich schubweise in ihm ergoss.

Erschöpft sank Sherlock auf Johns Brust, küsste nachlässig seine Wange und schmiegte sich schwer atmend in die Halskuhle. John legte seine Arme um Sherlock und schmiegte sein Gesicht in die verschwitzten Locken. Sie waren noch immer miteinander verbunden, aber er spürte, wie sein Erguss langsam aus Sherlock heraussickerte und über seinen abschwellenden Penis lief. Sherlock loszulassen kam jedoch nicht infrage. Er küsste die nächstbeste Stelle, die seine Lippen erreichen konnten – Sherlocks Ohr – und wisperte: “Ich liebe dich wie verrückt.”

Sherlock lachte leise und drehte sein Gesicht zu John, erwiderte den Kuss sanft. “Ich dich auch.”

Ohne sich weit von John zu entfernen, stieg Sherlock von ihm hinunter, schmiegte sich gleich wieder an ihn und streckte die müden Beine aus. Er seufzte wohlig. John hangelte nach der Bettdecke, doch ihnen war zu warm, um sie zu benutzen.

Sie streichelten und küssten sich noch lange.

+++

tbc

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Wir nähern uns mit großen Schritten dem Ende ^^
Am Sonntag gibt es noch - etwas früher als sonst - einen kleinen Epilog :)
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