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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
23.11.2021
48
84.688
8
Alle Kapitel
65 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
31.08.2021 3.187
 
Little Wonder

Pairing: Julian Brandt x Kai Havertz
Genre: Romanze
Warnung: mpreg


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Kapitel 6


Kais Pov.

Entspannt stand ich in der Küche unseres Ferienhauses und bereitete etwas zu Essen zu. Nach der EM war ich zu Jule nach Dortmund gefahren und wir hatten zusammen unseren Urlaub, den ich ihm versprochen hatte, gebucht. Im selben Zug hatte ich meinen Freund auch zu seinem nächsten Arzttermin begleitet und das erste mal unser Baby live gesehen. Das war der mit Abstand atemberaubendste Moment in meinem Leben. Es war überwältigend dieses kleine Wesen zu sehen, ein richtiges kleines Baby, den kräftigen, schnellen Herzschlag und die Bewegungen, die es bereits machen konnte und zu wissen, das dieses kleine Wunder in Jules Bauch heran wuchs. Dabei hatten wir den Arzt auch gleich wegen unseres Urlaubs befragt und von diesem den Kontakt eines Spezialisten bekommen, welcher in unserem Urlaubsort ansässig ist und sogar die deutsche Sprache beherrschte, wo wir die nächsten anstehenden Termine hin gehen konnten. Daher konnten wir jetzt auch in aller Ruhe unseren ausgedehnten Urlaub genießen. Dafür hatten wir uns das Ferienhaus auf Ibiza gebucht, in welchem wir schon vor zwei Jahren waren, doch diesmal waren wir nur zweit oder besser zu dritt. Zufrieden verteilte ich etwas Essen auf zwei Tellern und ging auf die Terrasse. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf meine Lippen, als ich Jule schlafend auf einer der Liegen fand. Leise stellte ich die Teller auf dem Beistelltisch ab, kniete mich neben ihn und legte sanft meine Hand auf seinen kleinen Babybauch. In den letzten Wochen konnte man beobachten, wie dieser langsam immer weiter wuchs. Inzwischen war Jule in der 17. Woche und konnte seinen Bauch wirklich nicht mehr verstecken. Liebevoll streichelte seinen Babybauch, während er langsam wieder aufwachte. ,,Hast du gut geschlafen, mein Engel?", fragte ich. ,,Großartig.", antwortete er und legte seine Hand neben meine. ,,Gehts dir gut?" ,,Fantastisch, seit mir nicht mehr schlecht ist.", strahlte er mich an und verband unsere Lippen zu einem liebevollen Kuss. ,,Ich liebe dich. Und unser kleines Wunder.", lächelte ich. ,,Wir lieben dich auch.", erwiderte er lächelnd. ,,Hast du Hunger? Ich hab was gekocht." ,,Was ist das denn für eine Frage?! Ich hab immer Hunger." ,,Kleiner Vielfraß.", neckte ich ihn. ,,Hey. Ich esse für zwei. Dein Kind muss wachsen.", lachte er und nahm den Teller entgegen. Selig beobachtete ich meinen Freund eine Weile, während ich etwas nervös meine Pläne für den heutigen Abend durchging.

Julians Pov.

,,Wo gehen wir hin?", fragte ich jetzt schon zum gefühlt tausendsten mal in der letzten halben Stunde. ,,Wenn ich dir das sage ist es keine Überraschung mehr." ,,Ein kleiner Tipp?", versuchte ich es nochmal mit meinem besten Welpenblick. ,,Nein, mein Schatz.", blieb er standhaft und hielt kurz darauf den Wagen an. ,,Sind wir jetzt da?" ,,Gleich.", lächelte er geheimnisvoll. ,,Steig aus." Leise murrend stieg ich aus dem Auto und wartete bis Kai ebenfalls den Wagen umrundet hatte. ,,Was machen wir im Dunkeln am Strand?" ,,Überraschung.", erwiderte er und verband mir die Augen. ,,Was wird das?" ,,Vertrau mir.", flüsterte er mir ins Ohr. ,,Ich würde nie zulassen, dass dir was passiert, das weißt du doch oder?!" ,,Ja." Langsam führte er mich ein ganzes Stück vorwärts, irgendwann spürte ich sogar schon den Sand unter meinen Füßen, bis er schließlich stehen blieb und sich von mir entfernt. ,,Kai?!", rief ich nach einer Weile leicht panisch. ,,Alles gut, Sonnenschein. Ich bin hier.", kam es beruhigend zurück. ,,Du kannst die Augenbinde jetzt abnehmen.", meinte er etwas später. Etwas unsicher, was mich erwarten würde nahm ich die Augenbinde ab und sah mich verwirrt um. Wir standen am Strand, direkt vor uns das Meer und um uns herum ein riesiges Herz aus Kerzen. Überrascht schlug ich mir die Hand vor den Mund und als ich noch, die aus Kerzen gestellten Worte ein paar Meter entfernt erblickte, traten mir die Tränen in die Augen. Marry me stand dort. ,,Julian. Seit über vier Jahren machst du mich jetzt schon zum glücklichsten Menschen auf der Welt. Diese Jahre waren die schönsten in meinem bisherigen Leben, weil du jeden einzelnen Tag davon, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde zu etwas ganz besonderen gemacht hast. Mit jedem Lächeln das du mir schenkst, jedem Berührung und jedem Blick lässt du alles um dich herum heller werden. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so glücklich sein kann wie ich jetzt bin. Du hast mich immer bedingungslos unterstützt, jede meiner Entscheidung akzeptiert, auch wenn es dir schwer gefallen ist und hast mir immer wieder Mut zu gesprochen, hast mir geholfen wieder zurückzufinden. Du bist der wundervollste Mensch den ich jemals kennengelernt habe und ich möchte dich für immer an meiner Seite haben. Du hast mir das schönste Geschenk auf der Welt gemacht und ich würde in der Zukunft gerne noch mehr von dieser Sorte mit dir haben. In unserer gemeinsamen Zukunft. Und in dieser will ich dich jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde glücklich machen. Ich will dir jeden Wunsch erfüllen, weil du mir meinen allergrößten Wunsch schon erfüllt hast. Das ich dich mein nennen darf. Wir hatten es anfangs wirklich nicht leicht und ich hätte damals nie gedacht, dass wir mal so hier stehen würden. Aber du hast mir eine Chance gegeben und ich schwöre dir, ich werde sie jeden Tag nutzen. Du bist alles was ich mir je gewünscht habe, mein Glück, mein Leben, meine große Liebe. Ich liebe dich über alles!" Dann ging er vor mir auf die Knie. ,,Julian, mein größtes Glück, willst du mich heiraten?" Tränen liefen mir über die Wangen, während ich nur nicken konnte ,,Ja.", hauchte ich überwältigt. Kai griff daraufhin nach meiner Hand und steckte mir einen wunderschönen silbernen Ring an den Finger, bevor er aufstand. ,,Ich liebe dich!", flüsterte ich ergriffen. ,,Ich liebe dich, mein Engel.", entgegnete er leise und legte seine Lippen sanft auf meine.

Entspannt hatte ich es mir auf einer Liege bequem gemacht und schaute immer wieder verträumt auf meinen Verlobungsring. Immer noch konnte ich es nicht ganz begreifen und war einfach nur wunschlos glücklich. ,,Hier, mein Engel.", reichte Kai mir einen Becher Eis. ,,Danke.", strahlte ich ihn an und begann das Eis zu löffeln, während er sich hinter mich setzte und seine Arme um mich schlang. Zufrieden lehnte ich mich an ihn. ,,Wenn ich weiter so esse, werd ich bald noch schneller aussehen wie ein Wal.", meinte ich bekümmert, nachdem ich fertig war und die Schale beiseite gestellt hatte. ,,Und dann liebst du mich nicht mehr.", schniefte ich und legte meine Hände auf meinen Babybauch. ,,Unsinn, mein Schatz. Du bist wunderschön und dein Babybauch lässt dich nur noch niedlicher aussehen." ,,Aber ich werde fett." ,,Ich liebe dich, Sonnenschein. Und mit jedem bisschen das dein Bauch wächst, liebe ich dich ein bisschen mehr. Denn du trägst unseren größten Liebesbeweis in dir." Glücklich kuschelte ich mich näher an ihn. ,,Ich liebe dich auch.", lächelte ich und drückt ihm einen Kuss auf die Wange. ,,Komm, wir machen ein Foto.", sagte er schließlich und zog sein Handy hervor. ,,Okay." Er machte den Selbstauslöser Modus rein und stellte es etwas vor uns ab. Dann legte seine Hände zu meinen und bildete ein Herz auf meinem Babybauch, während wir beide freudestrahlend in die Kamera sahen. ,,Das ist schön." ,,Ja...Darf ich das auf Instagram posten?", fragte er schließlich unsicher. Einen Moment dachte ich darüber nach. Außer Jannis wusste, abgesehen von Mats und Benedikt, noch niemand von der Schwangerschaft, aber verstecken war inzwischen auch nicht mehr möglich und spätestens wenn wir wieder zu Hause sein würden, würden es unsere Freunde und Familie eh raus bekommen. Also nickte ich lächelnd. ,,Ja.", stimmte ich zu. ,,Bist du sicher?", harkte er nochmal nach. ,,Total sicher." Daraufhin tippte er etwas auf seinem Handy herum und postete das Foto schließlich mit einer Bildunterschrift auf seinem privaten Account.

Our love will give us the greatest present. We're very happy about our little wonder.
You're our greatest happiness, little belly dwarf. We love you more than words can describe.


Entschieden nahm ich mein eigenes Handy zur Hand, likte den Beitrag und kommentierte ihn mit einem einfachen roten Herz, bevor ich ihn gescreenshotet habe. ,,Was machst du?", wollte Kai verwirrt wissen. ,,Warte ab.", entgegnete ich und stellte den Screenshot in unsere Familiengruppe, die wir vor ein paar Jahren mit seiner und meiner Familie erstellt hatten. Ungläubig sah er mich an, ehe er zu strahlen begann und mir einen Kuss auf die Lippen drückte. ,,Dein Papi ist manchmal ein bisschen verrückt, mein kleiner Bauchzwerg.", redete er sanft und streichelte meinen Bauch, was mich lachen ließ. Ich wollte gerade noch etwas sagen, als Kais Handy zu klingeln begann. ,,Wir werden zu einer Videokonferenz eingeladen.", lachte er und deutete auf das Display. ,,Ehrlich gesagt wirst du eingeladen.", erwiderte ich amüsiert. ,,Oh Gott, es sind unsere Familien." Belustigt nahm er die Einladung an und hielt das Handy vor uns. ,,Hallo.", rief Kai fröhlich in die Kamera. ,,Kai, mein Schatz. Ist das wahr?", fragte seine Mutter aufgeregt. ,,Was ist wahr?", erkundigte er sich gespielt unwissend. ,,Na, das Foto. Liebling, bist du wirklich schwanger?", mischte sich sich meine Mutter ein und war dabei ganz hibbelig, was meinen Vater die Augen verdrehen ließ. ,,Ach das.", grinste Kai und strich weiter liebevoll über meinen Babybauch, bevor er sein Handy etwas drehte, um meinen Bauch zu filmen. ,,Das stimmt, ja.", fügte er hinzu und drückte mir einen sanften Kuss auf die Haare. ,,Das ist ja großartig. Ich freu mich für euch.", lächelte seine Mutter. ,,Danke." ,,Mama, heulst du?", erklang schließlich die Stimme meines jüngsten Bruders, als er dich neben meinen Vater setzte. ,,Jascha, wo warst du denn wieder?" ,,In meinem Zimmer. Was ist denn überhaupt los?" ,,Du wirst Onkel.", antwortete sie mit Tränen in den Augen, worauf Jascha überrascht die Augen aufriss. ,,Echt jetzt?!", brachte er hervor, bevor er quietschte. ,,Ist das Foto süß. Was wird es? Ein Mädchen oder ein Junge.", fragte er aufgekratzt. ,,Ein Ü-Ei.", erwiderte ich lachend. ,,Das Kleine ist ein bisschen schüchtern.", meinte Kai. ,,Oder es will euch ärgern.", warf Jannis ein. ,,Das wollt ich auch gerade sagen.", sprach Kais Bruder. ,,Oh, jetzt lasst die beiden doch mal ihr Glück genießen, Jungs.", mischte sich jetzt auch sein Vater ein. ,,Ich wollte mich nur äußern.", sagte Jannis. ,,Bruderherz, du hast wirklich zugelegt." ,,Das nimmst du zurück, sonst werf ich dich aus deiner Wohnung." ,,Du bist ja wieder so frech. Gehts dir wieder besser?" ,,Es geht mir großartig, Janni. Mir ist nicht mehr schlecht." ,,Halleluja." Zufrieden lehnte ich mich noch etwas näher an meinen Verlobten und schloss die Augen, während die Gespräche noch eine Weile weiter gingen. ,,Bist du müde?", fragte er leise. ,,Bisschen.", erwiderte ich und kuschelte mich an ihn. ,,Oh seid ihr süß.",  meinte meine Mutter. ,,Ich glaub wir verabschieden uns dann mal. Jule ist müde." ,,Natürlich. Lass dich von meinem Sohn ja richtig verwöhnen.", zwinkerte seine Mutter mir zu. ,,Werd ich machen.", grinste ich zurück. ,,Hast du dich jetzt mit meiner Mutter gegen mich verbündet?", wollte er amüsiert wissen, nachdem wir aufgelegt hatten. ,,Das würd ich doch nie machen, mein Schatz."

Die Monate vergingen wie im Flug. Nach unserem Urlaub war ich mir Kai nach London gezogen, spielen konnte ich schließlich eh nicht mehr und so gingen wir den deutschen Medien und dem Stress dahinter aus dem Weg, denn meine Schwangerschaft war mir zu diesem Zeitpunkt schon mehr als deutlich anzusehen gewesen und mein Verlobter wollte mich von sämtlicher Aufregung fern halten. Das Jahr hatte sich danach in schnellen Schritten dem Ende zugeneigt, mein Bauch wurde mit jeder Woche, die verging, dicker, Kai war unheimlich begeistert davon und jetzt war das neue Jahr bereits zwei Tage alt. Kai machte war in den letzten Wochen in ständiger Alarmbereitschaft gewesen, schließlich konnte es jetzt jeden Moment losgehen. Bei jeder kleinen Übungswehe wurde er geradezu panisch und wollte mich schon ins Krankenhaus bringen. Deshalb hatte ich ihm auch nichts gesagt, als ich seit dem Vormittag immer wieder Schmerzen bekommen hatte. Anfangs hatte ich es wirklich noch für Übungswehen gehalten und dem ganzen nicht so viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Doch als der Abend langsam seinen Lauf nahm und wir uns schließlich ins Bett legten wurden die Schmerzen immer stärker. Mühsam quälte ich mich aus dem Bett, Kai neben mir schlief tief und fest und ging in die Küche. ,,Uhh.", stöhnte ich schmerzerfüllt auf und legte die Hand auf meinen Bauch. Nachdem der Schmerz wieder etwas abgeebbt hatte, ließ ich mich auf einen der Stühle nieder und streichelte meine große Kugel. In den kommenden Stunden nahmen die Wehen immer mehr an Intensität zu und kamen in immer kürzeren Abständen. ,,Du hast ein genauso schlechtes Timing wie dein Papa, kleiner Bauchzwerg.", sprach ich, während ich eine saure Gurke in das Nutellaglas tunkte. ,,Ahh. Oh Gott.", entfuhr es mir und ich beugte mich nach vorne, gleichzeitig spürte ich wie mir etwas nasses die Beine runterlief. ,,Fuck.", murmelte ich und ging langsam zurück ins Schlafzimmer. ,,Kai?", rief ich und lehnte mich an den Türrahmen, als mich die nächste Wehe überrollte. ,,Kai! KAI?!" ,,Was ist denn los?", nuschelte er verschlafen. ,,Schlaf weiter." ,,Das ist doch wohl nicht dein Ernst? Mach sofort das du aus diesem Bett raus kommst! Seit Wochen probst du hier einen Aufstand und jetzt wo das Baby wirklich kommt, kommst du nicht aus dem Bett!", fuhr ich ihn an. ,,Super." Genervt schnaubte ich über diese Reaktion. ,,Alter, Kai, jetzt...AAHH." ,,Was ist los?", fragte er plötzlich deutlich wacher und setzte sich abrupt auf. ,,Hast du Wehen?" ,,Meine Fruchtblase ist geplatzt.", keuchte ich. ,,WAS?!" Sofort war er aus dem Bett gesprungen und eilte auf mich zu. ,,Wie lange hast du schon Wehen?" ,,Seit heute Vormittag.", gab ich zu. ,,Mein Gott, warum hast du denn nichts gesagt?" ,,Ich dachte, ich wart erstmal ab." ,,Du bist ja verrückt!" ,,Halt den Mund. Das ist alles nur deine Schuld.", meckerte ich. ,,Natürlich. Komm her, mein Engel.", sprach er beruhigend auf mich ein und führte mich zum Bett. ,,Wie oft kommen die Wehen?" ,,Alle zwei bis drei Minuten." ,,Okay, wir kriegen das hin.", meinte er und zog sich nebenbei schnell an. ,,Es tut so weh.", wimmerte ich schmerzerfüllt, als der Schmerz erneut von mir Besitz ergriff. ,,Ich weiß. Ich weiß, Liebling. Du schaffst das. Ich liebe dich.", sagte er und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn. ,,Komm, wir machen ganz langsam, ja?" Zustimmend nickte ich und ließ mir von ihm zum Auto helfen. Die Fahrt zum Krankenhaus kam mir wie eine Ewigkeit vor. Als wir endlich ankamen wurden wir sofort in einen der Kreißsäle gebracht, wo ich untersucht und an ein CTG angeschlossen wurde. ,,Das ist alles nur deine Schuld. Was musstest du auch das verdammte Kondom vergessen?!", motzte ich ihn an und drückte im nächsten Augenblick seine Hand, während Wehe kam. ,,Au." ,,Hör auf dich zu beschweren. Du hast ja keine Ahnung was das für Schmerzen sind. Es fühlt sich an, als würde es mich zerreißen. Das kannst du dir in deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen!" ,,Entschuldige, mein Schatz." Nachdem ich schließlich auch auf den Kaiserschnitt vorbereitet und schneller als ich mich versehen konnte, lag ich auch schon auf dem OP-Tisch. ,,Lass mich bitte nicht alleine.", wimmerte ich angsterfüllt und klammerte mich regelrecht an Kais Hand fest. ,,Ich würde dich niemals alleine lassen, mein Liebling. Es wird alles gut werden. Du machst das so toll.", beruhigte er mich und strich zärtlich durch meine Haare. Damit lenkte er mich erfolgreich etwas von dem unangenehmen Ruckeln und Drücken an meinem Bauch ab, zumindest solange, bis ein empörter, lauter Schrei die Stille durchbrach. Augenblicklich stiegen mir die Tränen in die Augen. ,,A sweet little girl.", meinte der Arzt und nur Sekunden später kam die Hebamme und legte mir das kleine Bündel auf die Brust. Überwältigend legte ich meine Arme um den kleinen Körper und hielt mein Baby vorsichtig fest. ,,Hallo, kleine Prinzessin.", flüsterte ich, wobei mir die ersten Freudentränen über die Wangen liefen. Sanft strich ich über das Köpfchen meiner Tochter, während die Schmerzen der letzten Stunden, sowie die ganzen Beschwerden der letzten Monate, einem nicht nicht zu greifenden Glücksgefühl wichen. ,,Mein kleines Wunder.", hauchte Kai. Ganz sanft streichelte er über die Wange der Kleinen und wischte mir gleichzeitig die Tränen von den Wangen. ,,Wir haben ein süßes, kleines Baby.", sagte er lächelnd. ,,Ja, wir haben ein Baby.", gab ich zurück und lächelte ihn glücklich an. ,,Sorry. I would have to take the little one briefly to her initial examination. Then you will get her back immediately.", unterbrach uns die Hebamme und nahm die Kleine wieder an sich. ,,Would you like to come with me?", wandte sie sich schließlich an Kai, der einen Moment unsicher schien, was er machen sollte, also nickte ich nur zustimmend. Es dauerte einen Moment bis Kai mit unserer Tochter auf dem Arm wieder kam, sich erneut neben mich setzte und die Kleine wieder in meine Arme legte. ,,Sie wurde um 3:27 Uhr geboren, ist 46cm groß und wiegt 2859 Gramm.", erklärte er. ,,Und sie hat eindeutig deine Haare.", fügte er hinzu und deutete auf die hellblonden Haare, die das kleine Köpfchen bedeckten. ,,Sie ist perfekt.", wisperte ich. ,,Absolut perfekt. Genau wie du.", erwiderte er. ,,Ich bin unfassbar stolz auf dich. Du hast das unglaublich toll gemacht, mein Engel.", meinte er, nachdem wir einige Zeit später in einem Krankenzimmer waren. Glücklich kuschelte ich mich in seine Arme und hielt unser Baby. ,,Wir brauchen einen Namen." ,,Was hältst du von Brianna?", fragte ich. ,,Brianna? Wie Brian? Das leverkusener Maskottchen?" ,,Ja. Leverkusen hat uns zusammengebracht. Wir wären nie dort wo wir heute sind, wenn es den Verein nicht gäbe. Wir verdanken dem Verein und dem Team damals so viel." ,,Dann müssen wir als Zweitnamen aber Levinia nehmen, damit es richtig passt." ,,Brianna - Levinia Havertz. Klingt gut.", lächelte ich. ,,Ich liebe dich so sehr, mein kleines Wunder.", sagte Kai und hauchte einen sanften Kuss auf die Stirn unserer kleinen Tochter, während sie noch etwas unkoordiniert versuchte nach einer seiner dunklen Locken zu greifen, was mir sofort ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Als er wieder aufsah und mich anblickte, verstärkte sich sein glücklicher Gesichtsausdruck noch ein bisschen mehr. ,,Ich liebe dich, Sonnenschein! Vielen Dank für dieses riesen große Geschenk das du uns gemacht hast. Du bist mein allergrößtes Glück, mein Engel." ,,Ich liebe dich!", erwiderte ich. Sanft legte seine  Hand auf meine Wange und verband unsere Lippen zu einem liebevollen Kuss.



The End
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