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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
31.08.2021
42
76.465
5
Alle Kapitel
59 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.06.2021 2.506
 
The Follows Of Love And Separation

Pairing: Max Meyer x Leon Goretzka
Genre: Drama, Romanze
Warnung: mpreg


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Kapitel 6


Leons Pov.

Wie in Trance lief das restliche Spiel an mir vorbei. Meine wanderten immer wieder zu Max und eine unbändige Sorge machte sich in mir breit. Er hatte so verdammt verletzlich und hilflos gewirkt. Am liebsten hätte ich ihm all seine Ängste und Schmerzen abgenommen. ,,Leon, kommst du?", erklang eine Stimme neben mir. Verwirrt sah ich in das Gesicht meines besten Freundes, der mich besorgt musterte. ,,Bist du okay?" ,,Nein. Ich...Verdammt Josh.", erwiderte ich verzweifelt und raufte mir die Haare. Was hatte ich nur getan? ,,Was hast du wieder angestellt?", wollte der blonde Verteidiger sofort wissen. ,,Woher willst du wissen das...", versuchte ich schwach abzustreiten. ,,Glaub mir, ich kenne dich. Also?" ,,Ich hab mit Max geschlafen.", meinte ich tonlos. ,,Was?! Wann?" ,,Ich...Als ich in Köln war...Er...Er stand vor mir. Da...hatte ich mich nicht mehr unter Kontrolle. Ich konnte nicht anders. Ich konnte nicht mehr denken. Ich hab ihn so vermisst und dann...dann bin ich morgens einfach abgehauen. Was soll ich denn jetzt machen? Er hasst mich doch jetzt. Spätestens nach dieser Aktion." ,,Man Leon, es geht doch nicht an, dass du solche Angst vor deinen eigenen Gefühlen hast. Ich versteh ja wirklich, dass du die ganze Zeit Angst vor dieser Entfernung hattest, aber du liebst ihn und du verletzt ihn damit. Du wirst jetzt gehen und dich bei ihm entschuldigen und wenn du schin dabei bist, sag ihm gleich noch, dass es mir leid tut. Und lass dir gesagt sein, mein Freund, ich will dich hier vorher nicht mehr sehen, bis du das geklärt hast!", bestimmte er resolut und zog mich in die Kabine. In Rekordtempo hatte ich mich geduscht und umgezogen. ,,Entschuldigung?" Eilig lief ich dem Kölner Teamarzt nach. ,,Ja? Kann ich dir helfen?", fragte er verwirrt. ,,Ich...Ich würde gerne wissen wo Max ist. Bitte." Abwägend sah er mich an, bevor er ergebend seufzte. ,,Sie haben ihn ins Universitätsklinikum gebracht. Aber du solltest dir nicht so große Hoffnungen machen, reingelassen zu werden." ,,Lassen Sie das mal meine Sorge sein. Danke." Damit ließ ich ihn stehen und machte mich auf den Weg zu meinem Auto. Ich würde mich jetzt ganz sicher nicht von ein paar Corona Regeln aufhalten lassen, so sehr ich sie sonst auch einhielt. Jetzt wollte ich nur zu Max, schauen wir es ihm ging und herausfinden, was es mit dieser ganzen Situation auf sich hatte. Bereits nach Maxs Worten hatte mich ein merkwürdiges Gefühl befallen. Ich wusste ehrlich nicht mehr was ich denken sollte. Genervt stand ich am Eingang des Klinikums und diskutierte schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit den Securitys. Nach einigen kleineren Versprechungen durfte ich dann tatsächlich rein und bekam noch die Station und Zimmernummer gesagt, wo Max lag. Mit vor Aufregung klopfendem Herzen öffnete ich schließlich langsam die Tür. Leise betrat ich den Raum und sah Max, mit geschlossenen Augen, in einem der Krankenbetten liegen. Ob er schlief oder nicht konnte ich nicht erkennen. Vorsichtig ging ich näher zu ihm, wobei er seinen Kopf leicht in meine Richtung drehte und langsam die Augen öffnete. Er schlief also nicht. ,,Hey.", flüsterte ich, unsicher was ich sagen sollte. ,,Was willst du hier, Leon?", fragte er schwach. Ich ging noch einen Schritt näher auf ihn zu. ,,Ich will nur wissen, wie es dir geht. Hast du noch Schmerzen?" ,,Nein.", erwiderte er eintönig. Besorgt sah ich ihn an. Sein Gesicht war unnatürlich blass, in seinen rechten Handrücken führte eine Infusion. ,,Max, bitte. Es tut mir leid. Gib mir eine Chance es zu erklären." bat ich eindringlich. ,,Was gibt es denn noch zu erklären?! Du hast mir schon sehr genau gezeigt, dass du mich nicht mehr willst. Tut mir leid das zu sagen, aber ich kann auf deine Anwesenheit hier wirklich verzichten!", fuhr er mich an. Erschrocken trat ich zurück. ,,Es tut mir wirklich leid, Max. Ich hatte damals solche Angst dich durch die Entfernung zu verlieren. Ich wollte nicht verletzt werden, wenn du jemanden anderes findest, den du immer in deiner Nähe hast und der nicht in einem anderen Land ist." ,,Du hattest Angst verletzt zu werden?! Du hast mich verletzt! Du sagst, du hättest Angst gehabt?! Du hast gar keine Ahnung, was es heißt Angst zu haben! Ich hatte Angst! Ich hatte verdammte Angst und ich hätte dich gebraucht! Ich war ganz alleine in einem fremden Land, indem ich, außer Lucy, niemanden kannte und plötzlich sagt mir so ein beschissener englischer Arzt das ich schwanger bin. Ich hab versucht dich zu erreichen, aber du hast mich jedes mal abgeblockt. Und als ich dich dann endlich mal erreicht hatte, sagst du mir das ich mich nicht mehr bei dir melden soll. Weißt du wie ich mich gefühlt habe?! Und nachdem ich mein Leben endlich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte und einen Neuanfang wagen wollte, da...da tauchst du einfach auf und stellst wieder alles auf den Kopf! Denkst du noch ein Kind passt jetzt in mein Leben?! Das war meine allerletzte Chance!" Entsetzt starrte ich ihn an und versuchte gleichzeitig seine Worte zu begreifen. Das erste das ich fühlte war merkwürdigerweise Erleichterung. Hatte ich doch die ganze Zeit noch gedacht, Max könnte einen neuen Partner an seiner Seite haben, welcher der Vater seines ungeborenen Kindes war. Doch dann überkam mich der Schock. Ich hatte ihn in dieser Nacht vor sechs Wochen geschwängert und... ,,Wir haben ein Kind?!" ,,Wow, beeindruckende Schlussfolgerung, Herr Goretzka.", kam es zynisch zurück. ,,Max, es tut mir so leid! Bitte, ich..." ,,Geh einfach, Leon. Wir brauchen dich nicht! Wir sind die ganze Zeit auch gut ohne dich zurecht gekommen!" ,,Bitte, Max..." ,,GEH!" Ohne mich noch eines weiteren Blickes zu würdigen drehte er sich um. ,,Es tut mir leid!", wisperte ich nochmal, dann drehte ich um, um den Raum zu verlassen. Ich wollte gerade die Tür öffnen, als mich eine Stimme zurück hielt: ,,Warte." Überrascht drehte ich mich wieder um, nur um diesmal in Max tränen überströmtes Gesicht zu sehen. ,,Maxi!" Entsetzt eilte ich zu ihm zurück. ,,Entschuldige. Ich kann dich ja schon irgendwo verstehen, auch wenn du mich wirklich verletzt hast." ,,Nein, du musst dich für gar nichts entschuldigen. Ich muss das. Das was ich getan habe, war unverzeihlich. Ich hätte dich damals ausreden lassen sollen, dann wäre vielleicht alles anders gekommen." Das schlechte Gewissen fraß mich regelrecht auf. ,,Ja, vielleicht. Ich wollte dich trotzdem nicht so anschreien. Lucy hat recht, meine Hormone sind unausstehlich." ,,Das hab ich verdient gehabt.", erwiderte ich leicht lächelnd. ,,Gehts dir denn gut? Und...dem Baby?" Nur zögerlich brachte ich die letzte Frage hervor. Allzu frisch war die Erinnerung an Max Schmerzen. Was wenn dem Baby bei dem Sturz etwas passiert war? ,,Ja, alles gut." Wehmütig beobachtete ich wie er die Hand auf seinen Bauch legte. ,,Ich hatte solche Angst es zu verlieren.", sprach er schluchzend. ,,Ich weiß." Sanft strich ich ihm die Tränen von den Wangen. Blaue Augen blickten mir daraufhin traurig entgegen. ,,Mach mir bitte keine unnötigen Hoffnungen. Ich ertrage es nicht, dich noch ein drittes Mal zu verlieren." ,,Das würde ich niemals tun. Ich liebe dich, Max! Ich hab nie damit aufgehört!" ,,Ich auch.", bekam ich leise zurück. ,,Heißt das, du gibst mir noch eine Chance?", fragte ich hoffnungsvoll. ,,Eine Chance schon, aber ich werde Zeit brauchen, bis ich dir wieder richtig vertrauen kann." ,,Das ist in Ordnung. Du kannst so viel Zeit haben, wie du willst. Lass mich nur beweisen, dass ich es ernst meine." ,,Okay." Zurückhaltend griff ich nach seiner Hand und atmete er erleichtert aus, als er unsere Finger miteinander verband. ,,Hier." Vorsichtig nahm ich das Papier entgegen, dass er mir hinhielt und drehte es langsam um. Zum Vorschein kam ein Ultraschallbild. Völlig überwältigend konnte ich meine Augen gar nicht mehr davon abwenden. Ein leises Kichern riss mich schließlich aus meiner Starre. ,,Ich wusste gar nicht das du so konzentriert sein kannst." ,,Ich sehe auch nicht jeden Tag unser Baby zum ersten mal." ,,Habt ihr morgen euren freien Tag?" ,,Ja, zwei Tage. Wieso?" ,,Ich kann morgen wieder hier raus und...Ich finde es wird Zeit, dass du Lenny kennenlernst." ,,Lenny?" ,,Unseren Sohn."

Mehrere Monate waren inzwischen vergangenen. Nachdem wir uns langsam wieder angenähert hatten, waren Max und Lenny, vor einem Monat, zu mir nach München gezogen. In Lenny hatte ich mich von ersten Moment an verliebt und Gott sei Dank mochte mich mein Sohn auch, so das wir inzwischen eine ziemlich harmonische Familie waren. ,,Mein Gott nochmal. Das darf doch wohl nicht wahr sein." Alarmiert lief ich sofort in die Küche. ,,Was ist los, mein Engel?" ,,Leon. Ich bin einfach zu fett. Ich komme da nicht mehr dran.", beschwerte Max sich. ,,Du bist doch nicht fett, mein Schatz. Du bist schwanger." Lächelnd ging ich auf meinen Freund zu und legte meine Hand sanft auf seinen inzwischen beachtlichen Babybauch. ,,Und außerdem siehst du mit deinem Babybauch noch süßer aus als sonst." ,,Das sagst du jetzt nur so, um dich einzuschleimen." ,,Glaub mir, Liebling. Du bist wunderschön." ,,Trotzdem bin ich froh, wenn es in zwei Monaten vorbei ist.", gab er trotzig zurück. ,,Und hol mir meine Schokolade raus. Ich hab Hunger." Ohne weiteren Kommentar erfüllte ich seinen Wunsch und sah ihm dann amüsiert hinterher. Ja, Lucy hatte wirklich recht gehabt. Max Hormone waren manchmal wirklich eine Nummer für sich. Aber ich nahm es gerne in Kauf, wenn es bedeutete dieses Wunder miterleben zu können. ,,Papa!" Lächelnd wandte ich mich jetzt meinem Sohn zu. ,,Ja, mein kleiner Wirbelwind." ,,Spielst du mit mir Fußball?" ,,Auf jeden Fall." Fröhlich rannte Lenny an mir vorbei in den Garten. Lachend folgte ich ihm. Eine ganze Weile spielten wir so, bis der Kleine langsam müde wurde und ich ihn, für den Mittagsschlaf, ins Bett brachte. ,,Papa?" ,,Ja." ,,Wann kommt meine kleine Schwester?" ,,Ganz bald, mein Kleiner. Im Moment muss sie noch in Papis Bauch bleiben, damit sie wachsen kann." ,,Okay." Leise schloss ich die Tür hinter mir, als Lenny eingeschlafen war und ging ins Wohnzimmer, wo ich meinen Freund ebenfalls schlafend auf der Couch fand. Langsam ließ ich mich neben ihm nieder und strich eine blonde Strähne aus seinem Gesicht. Dann wanderte meine Hand auf seinen Babybauch und ich spürte einen leichten Tritt gegen meine Handfläche. Das war schönste Gefühl, dass ich bisher erlebt hatte. Ich liebe dieses kleine Mäuschen bereits so sehr. Genau wie ich Max und Lenny liebe und ich bereute nichts mehr, als durch meine eigene Dummheit diese wunderbare Phase bei Lenny nicht mitbekommen zu haben. ,,Ich liebe dich, Maxi!", flüsterte ich und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn.

Max Pov.

Schon den ganzen Morgen über plagte mich immer wieder dieses leichte Ziehen im Bauch. Ich gab nicht viel darauf, bis mich plötzlich eine sehr viel stärkere Schmerzwelle überkam. ,,Aahh." Keuchend stützte ich mich auf der Arbeitsplatte ab. Liebevoll strich ich mir über den Bauch. ,,Du hast ein genauso schlechtes Timing wie dein Papa, meine Süße." Aus Erfahrung wusste ich jetzt ganz genau, dass das schon richtige Wehen waren. Und ausgerechnet jetzt brachte Leon Lenny zu Joshua, damit unser Sohn mit dessen Tochter spielen konnte. Gefühlte Stunden vergingen, bis er endlich wieder nach Hause kam. ,,Leon?" Erst mal keine Reaktion. ,,LEON?!", rief ich panisch, als die nächste Wehe kam, die dieses Mal deutlich stärker war als die vorherigen. Schnell kam Leon jetzt in die Küche. ,,Aahh." Reflexartig griff ich nach seiner Hand. ,,Was ist los, mein Schatz? Gehts dir gut?" ,,Nein, es geht mir nicht gut. Außerdem ist es ja wirklich schön, dass du hier auch mal auftauchst, wenn deine Tochter auf die Welt will." ,,Was?!" ,,Ja, steh da nicht so blöd rum! Mach lieber was!", fuhr ich ihn an. ,,Natürlich. Komm, ganz langsam, ja?!" Während wir also zum Krankenhaus fuhren, wurden die Abstände zwischen den Wehen immer kürzer. ,,Leon?", meinte ich, als wir Richtung Eingang gingen. ,,Ich glaub die Fruchtblase ist geplatzt." ,,Oh mein Gott!" ,,Jetzt werd ja nicht panisch! Man könnte ja meinen du bekommst hier das Kind." ,,Entschuldige, Engel." Nachdem wir dann auch endlich mal im Kreissaal angekommen waren, begannen die gleichen Routineuntersuchungen die ich bereits von Lennys Geburt kannte und als ich über das CTG die regelmäßigen Herzschläge meines Kindes hörte, entspannte ich mich zum ersten Mal wieder etwas. Das war jedoch nicht von langer Dauer, denn nur wenige Minuten später überkam mich die nächste Wehe. ,,Aaahhh!" Verzweifelt drückte ich Leons Hand. ,,Das ist alles nur deine Schuld!", motzte ich ihn an. ,,Das hab ich nur dir zu verdanken! Oh Gott, ich werde sterben. Ich kann nicht mehr! Das tut so weh!" ,,Ich weiß, mein Schatz. Du schaffst das!" ,,Sei still! Du hast ja keine Ahnung, was das für Schmerzen sind!" ,,Nicht mehr lange, mein Engel. Dann hast du es geschafft, versprochen." Ängstlich umklammerte ich seine Hand. ,,Lass mich nicht alleine, Lele!" ,,Niemals!" Und kurz darauf fand ich mich auch schon auf dem OP-Tisch wieder. ,,Es wird alles gut. Ich bin bei dir." Sanft strich er mir durch die Haare, während ich mich weiterhin an seine Hand klammerte. ,,Ich liebe dich!", flüsterte ich, zum ersten Mal seit unserer Wiedervereinigung und sah wie sich seine Augen überrascht weiteten. ,,Ich liebe dich auch!" Dann spürte ich wieder das Ruckeln an meinem Bauch und drückte angsterfüllt Leons Hand. Nach einer gefühlten Ewigkeit erklang der erlösende Schrei, der mir sofort die Tränen in die Augen trieb und kurz darauf legte mir die Hebamme das kleine Wesen auf die Brust. Augenblicklich machte sich ein unbändiges Gefühl der Liebe in mir breit. Alle Schmerzen waren vergessen. Ganz sanft streichelte ich über das kleine Köpfchen meiner Tochter. ,,Hallo, kleine Prinzessin.", wisperte Leon und strich über die Wange des kleinen Bündel Lebens. ,,Meine kleine Mira." Gerührt sah ich, wie eine Träne über seine Wange lief. ,,Danke, Maxi! Du hast mir die beiden größten Geschenke auf dieser Welt gemacht. Ich liebe dich so sehr! Ich...das ist bestimmt nicht der beste Zeitpunkt und ich hatte das eigentlich anders geplant, aber..." Verwirrt blickte ich ihn an. ,,Max Meyer, willst du mich heiraten?" Überrascht klappte mir der Mund auf. Mit so etwas hatte ich definitiv nicht gerechnet und ich wusste im ersten Moment nichts zu antworten. Langsam wanderte mein Blick zurück zu dem Baby auf meiner Brust, das gemeinsam mit Lenny, der krönende Beweis unserer Liebe ist. ,,Ja.", erwiderte ich lächelnd und blickte tief in Leons dunkle Augen. In diesem Moment wurde mir klar, dass von nun an alles nur noch besser werden konnte.



The End
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