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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
31.08.2021
42
76.465
5
Alle Kapitel
59 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.06.2021 2.021
 
The Follows Of Love And Separation


Pairing: Max Meyer x Leon Goretzka
Genre: Drama, Romanze
Warnung: mpreg


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Kapitel 5



Max Pov.

,,Papi!", weckte mich eine fröhliche Stimme. Langsam schlug ich meine Augen auf und blickte direkt in das strahlende Gesicht meines Sohnes. ,,Guten Morgen, mein Schatz.", lachte ich auf, als ich sah wie aufgeregt der Kleine auf meinem Bett auf und ab hüpfte. ,,Papi, Frühstück gemacht." ,,Du hast Frühstück gemacht? Na das ist ja eine Überraschung." ,,Freust du dich?", fragte er ganz aufgeregt. ,,Ja, natürlich, mein Liebling." ,,Komm. Aufstehen.", verlangte er hibbelig. Zügig setzte ich mich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Als ich mich jedoch aufstellen wollte, wurde mir mit einem Mal schwarz vor Augen. Taumelnd sank ich zurück. ,,Papi!" Lenny blickte mich mit großen Augen erschrocken an. ,,Alles gut, mein Schatz. Ich brauch nur einen kleinen Moment." Ich schloss noch mal die Augen und atmete tief durch, dann versuchte ich ein weiteres Mal aufzustehen. Diesmal ohne Komplikationen. ,,Na komm. Ich dachte du hast Frühstück gemacht?" ,,Ja!", rief er sofort und rannte voran die Küche unserer neuen Kölner Wohnung. Kopfschüttelnd folgte ich meinem Sohn. ,,Guten Morgen.", flötete Lucy fröhlich. ,,Morgen." ,,Guck, Papi." Aufgeregt zeigte Lenny auf den reichlich gedeckten Tisch. ,,Das hast du wirklich toll gemacht.", erwiderte ich und freute mich über das glückliche Gesicht meines kleinen Schatzes. Ich würde alles tun, um meinen kleinen Wirbelwind glücklich zu sehen. Zufrieden setzten wir uns an den Tisch und während Lenny sich bereits über seinen Milchreis her machte, schob Lucy mir eine Tasse Kaffee hin. Bei dessen Geruch, drehte sich mir regelrecht der Magen um. Schnell presste ich mir die Hand vor den Mund und rannte zur Toilette, um mich zu übergeben. ,,Max? Alles in Ordnung?" Besorgt erschien meine beste Freundin hinter mir und strich mir beruhigend über den Rücken. ,,Gehts wieder?", wollte sie sorgenvoll wissen. ,,Weiß nicht. Was war das denn?" Verwirrt richtete ich mich wieder auf und spülte mir den Mund aus, um den ekligen Geschmack los zu werden. Langsam gingen wir zurück in die Küche, wo uns bereits mit seinen großen braunen Augen entgegen blickte. ,,Papi?" Augenblicklich streckte er seine Arme nach mir aus. Ohne zu zögern, hob ich ihn aus seinem Stuhl auf meinen Schoß, wo er schließlich zufrieden weiter aß. Liebevoll strich ich durch seine Locken. Ich liebe den Kleinen so sehr. Tränen stiegen mir in die Augen. ,,Ist alles in Ordnung mit dir?" ,,Was soll sein?", gab ich zurück, während ich die Spühlmaschine einräumte. ,,Maxi, sei mir nicht böse, aber...in letzter Zeit bist du wirklich etwas...verändert. Du bist so...launenhaft und ganz ehrlich, das eben war doch nicht normal." ,,Meine Güte, Lucy. Ich bin einfach etwas angespannt, okay?! In drei Tagen ist das Spiel gegen Bayern und...ich weiß einfach nicht wie ich Leon gegenüber treten soll." ,,Ich versteh das. Vorallem nach dieser Sache vor ein paar Wochen. Aber wir packen das schon. Wir haben bis jetzt alles hinbekommen, da werden wir auch mit diesem...Idioten fertig." Es war ihr deutlich anzumerken, dass sie sich sehr zusammenries. Lucy war nach Leons neuster "Aktion" überhaupt nicht gut auf ihn zusprechen, um es mal positiv auszudrücken. Doch auch ich wusste wirklich nicht mehr, was ich noch denken sollte. Keine Ahnung, was mit ihm los war, eigentlich passten diese Dinge gar nicht zu dem Leon, den ich kannte, aber trotzdem hatte er es getan. So überwog meine Enttäuschung und Wut. ,,Am liebsten würde ich ihm eine reinschlagen!", entfuhr es mir, was Lucy ein lautes Lachen entlockte. ,,Vielleicht solltest du das wirklich machen. Ich meine mich zu erinnern, dass du ihm während der Schwangerschaft mit Lenny sämtliche Plagen an den Hals gewünscht hast. Und vielleicht macht ihm das auch endlich klar, was für eine Scheiße er da abgezogen hat."

Entgegen meiner Vorstellung ging es mir auch am Freitag noch nicht besser. Ganz im Gegenteil. Ich musste mich jeden Tag mehrfach übergeben und mein Kreislauf war absolut im Keller. So sehr, dass Jonas mir heute Vormittag beim Training gedroht hatte, es dem Trainer zu sagen, sollte ich nicht zum Arzt gehen. So ergab ich mich mehr oder weniger meinem Schicksal und saß nun auf einem der unbequemen Plastikstühle im Wartezimmer, von Jonas Hausarzt, denn in weiser Erwartung hatte mir der Kapitän natürlich auch gleich noch dessen Nummer gegeben. Wie unnötig ich das ganze fand, musste ja wohl nicht erwähnt werden. Was sollte bei ein paar Kreislaufproblemen und Übelkeit schon groß sein? Während ich weiter so darüber nachdachte, überkam es mich auf einmal siedend heiß. Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein! Aber je länger ich mich mit diesem Gedanken auseinander setze, je wahrscheinlicher erschien es mir. Immer mehr fühlte ich mich an die Schwangerschaft mit Lenny erinnert. Damals hatte ich genau dieselben Symptome gehabt, nur in einer etwas abgeschwächten Form. Mit Schrecken erinnerte ich mich an die Nacht mit Leon. Wir hatten nicht verhütet. ,,Herr Meyer." Langsam stand ich auf und folgte der Arzthelferin in ein Behandlungszimmer. Hinter einem breiten Schreibtisch saß ein älterer Herr. ,,Guten Tag, Herr Meyer." ,,Guten Tag." ,,Setzten Sie sich doch. Was führt sie her?" Vorsichtig setzte ich mich auf den mir dargebotenen Stuhl. ,,Nun ja, ich...ich..." ,,Immer mit der Ruhe. Erzähl Sie mir doch bitte erstmal was Sie für Beschwerden haben." ,,Ich habe seit einigen Tagen ziemliche Kreislaufprobleme und muss mich immer wieder übergeben.", erzählte ich. ,,Verstehe.", nickte er nachdenklich. ,,Ich würde dann zuallererst eine Blutuntersuchung machen." Ich sollte auf der Untersuchungsliege platz nehmen, um mir Blut abzunehmen, dann sollte ich ein weiteres Mal im Wartezimmer warten. Es schienen Stunden vergangen zu sein, ehe ich Doktor Schmitz wieder gegenüber saß. Dieser studierte mit konzentriertem Blick die Unterlagen in seiner Hand. Aufgeregt rutschte ich auf dem Stuhl hin und her. ,,Ich muss Sie da etwas fragen, um das Ergebnis richtig einschätzen zu können. Sein Sie mir nicht böse, Herr Meyer. Es ist seit einigen Jahren bestätigt, dass es einen Gendefekt, der bei Männern zu einer gewissen...Situation führt. Sie haben bestimmt schon davon gehört. Also muss ich Sie fragen, ob Sie in den letzten Wochen eventuell...gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr hatten?" Das musste ich erstmal sacken lassen. ,,Ich bin schwanger?!" Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. ,,Sie scheinen nicht sonderlich überrascht.", stellte der Arzt fest. ,,Ich...hatte eher gehofft, das es nicht so ist." ,,Ich kann Sie verstehen. In Ihrer Situation, mit dem Fußball, ist eine Schwangerschaft bestimmt nicht einfach." ,,Ich glaube nicht, dass sie das verstehen. Oder waren Sie schon mal schwanger?", gab ich leicht gereizt zurück. ,,Nein, aber ich kann Ihnen versichern, dass wir inzwischen sehr erfahren auf diesem Gebiet sind. Ich werde Ihnen die Nummer eines Spezialisten für Männerschwangerschaften geben. Es gibt absolut keinen Grund zur Beunruhigung." ,,Das weiß ich selbst. Sie brauchen mir nicht zu erklären, wie eine Schwangerschaft abläuft." ,,In Ordnung. Sie müssten nur, wenn Sie einen Termin bei meinem Kollegen ausmachen, wissen ob...Sie das Kind behalten möchten." ,,Ich...Ich." ,,Sie müssen das jetzt nicht sofort entscheiden, Herr Meyer. Lassen Sie sich Zeit damit. Diese Entscheidung will wohl überlegt sein." Langsam nickte ich. ,,Dann wünsche ich Ihnen alles Gute. Auf Wiedersehen." ,,Wiedersehen."

Völlig in Gedanken versunken, saß ich im Mannschaftsbus auf dem Weg nach München. Ich hatte nach dem Arztbesuch gestern noch niemandem etwas gesagt. Ich wusste einfach nicht, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Was sollte ich jetzt machen? Fußballtechnisch war das meine letzte Chance. Wenn ich jetzt ausfallen würde, würde ich vermutlich nie wieder als Profi spielen können. Aber das Baby abtreiben, quasi umbringen? Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Wie würde ich, wenn ich das Baby behalten würde, alleine für dann zwei Kinder sorgen können? Denn über die Möglichkeit, Leon etwas von der erneuten Schwangerschaft, zu erzählen, dachte ich diesmal gar nicht erst nach. Es würde wahrscheinlich eh nichts bringen, versuchen ihn zu erreichen. Meine Gedanken fuhren Achterbahn. Ich hatte nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich bekam dieses Kind und hörte mit dem Fußball auf, oder ich spielte weiter und bekam dafür das Baby nicht. Keine Ahnung, was ich machen sollte. ,,Alles in Ordnung?", erklang eine Stimme neben mir. Verwirrt sah ich auf. ,,Was?" ,,Ich hab gefragt, ob alles in Ordnung ist. Du wirkst die ganze Zeit schon irgendwie abgelenkt.", wollte Jonas wissen. ,,Alles gut." ,,Sicher? Ich meine, warst du bei Doktor Schmitz?" ,,Ja. Es ist alles gut. Wirklich." ,,Ok. Aber sag mir Bescheid, wenn doch etwas sein sollte." ,,Klar.", lächelte ich ihm zustimmend zu. Erleichtert atmete ich auf, als er wieder zurück zu seinem Platz ging. Es war nicht so, dass ich Jonas nicht mochte. Im Gegenteil, ich kannte ihn schließlich vorher schon etwas aus der Nationalmannschaft, aber es gab Dinge, von denen musste er einfach nichts wissen. So verging die restliche Fahrt und als der Bus vor der Allianz Arena zum stehen kam, machte sich so langsam Aufregung in mir breit. Weniger vor dem Spiel, welches uns bevorstand, sondern mehr vor dem Wiedersehen, das unvermeidbar war. Mit gemischten Gefühlen folgte ich meinen Teamkollegen in das innere des Münchner Stadions. Nach dem Aufwärmen und der letzten Ansprache des Trainers gingen wir raus. ,,MAX!" Erschrocken drehte ich mich um und sah Leroy auf mich zu rennen. Fröhlich sprang mir mein ehemaliger Mitspieler in die Arme. ,,Schön dich zu sehen." ,,Das kann ich nur zurück geben.", erwiderte er. ,,Gehts dir gut? Bist ein bisschen blass." ,,Alles super." ,,Na dann. Wir sehen uns später nochmal, oder?" ,,Klar doch." Damit zufrieden drehte er sich um und ging zu seinen Teamkameraden zurück, während auch ich mich auf unsere Auswechselbank setze. Natürlich überließen die Bayern nichts dem Zufall und schoßen bereits in der ersten Halbzeit zwei Tore. Ich versuchte dem Spiel so gut es ging zu folgen, jedoch wurde meine Aufmerksamkeit immer wieder auf Leon gezogen. Wieso musste ich ihn, nach allem was passiert war, immer noch so sehr lieben, dass ich mir nichts mehr wünschte, als das er seine Aufmerksamkeit auch mal kurz auf mich lenkte. Und so sehr ich mir das jetzt noch wünschte, bereute ich diesen Wunsch sofort, als es zu der Situation kam, nach der ich tatsächlich Leons volle Aufmerksamkeit besaß. Als ich dann schließlich in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, spürte ich das erste mal ein unwohles Gefühl. Fußball war nicht immer ungefährlich und ich wusste was ich riskierte. Anfangs ging alles und ich erlaubte mir mich langsam etwas zu entspannen, doch von einer Sekunde auf die andere, hatte ich plötzlich den Ball vor mir und Joshua holte mich unsanft von den Beinen. ,,Sorry. Alles gut?", wollte er sofort wissen. Ich nickte kurz und wollte mich gerade wieder aufrappeln, als ein stechender Schmerz meinen Unterleib durchzuckte. Erschrocken keuchte ich auf und presste die Hand auf meinen unteren Bauch. ,,Max? Was ist?", fragte Joshua alarmiert. ,,Hast du Schmerzen?" ,,Ich glaub mir wird schlecht.", murmelte ich, als ich das inzwischen so bekannte Gefühl aufsteigen spürte. Verzweifelt umklammerte ich meinen immer noch schmerzenden Bauch. ,,Nein!", hauchte ich angsterfüllt und in diesem Moment wurde mir etwas klar. Ich wollte dieses Kind! Und hatte solche Angst, dass es mir jetzt genommen werden würde, noch bevor ich mich wirklich mit dem Gedanken daran anfreunden konnte. ,,Max? Josh hat euren Arzt gerufen. Keine Angst, es wird gleich besser.", ertönte eine bekannte Stimme. Mit großen Augen sah ich Leon an, der neben mir kniete. Tränen stiegen mir in die Augen. ,,Hey, nicht weinen. Es wird alles gut." flüsterte er und strich sanft durch meine Haare. Aufschluchzend klammerte ich mich an seine Hand, während erneut ein Stechen meinen Unterleib durchfuhr. ,,Max, wo tut es weh? Ist dir noch übel? Rede mit mir.", versuchte der Teamarzt meine Aufmerksamkeit zu erlangen, doch ich konnte an nichts anderes als mein ungeborenes Kind denken. Panisch schlang ich die Arme um meinen Bauch. ,,Mein Baby!", hauchte ich angsterfüllt.
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