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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
20.10.2021
46
80.758
8
Alle Kapitel
63 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
08.06.2021 1.727
 
The Follows Of Love And Separation


Pairing: Max Meyer x Leon Goretzka
Genre: Drama, Romanze
Warnung: mpreg


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Kapitel 3


Leons Pov.

Lachend ging ich mit Joshua in die Kabine auf dem Trainingsgelände. Gerade hatten wir das Abschlusstraining hinter uns gebracht, bevor morgen das entscheidende Spiel gegen den BVB stattfinden würde. ,,Was denkst du? Sind wir bereit, die Zecken morgen fertig zu machen?", fragte Josh gut gelaunt. ,,Auf jeden Fall. Wir werden Bürki morgen die Hütte vollballern.", erwiderte ich lachend. ,,Sag mal.", begann Josh dann vorsichtig und anhand seiner Ausdrucksweise erkannte ich genau, dass das was jetzt kommen würde, mir bestimmt nicht besonders gefallen würde. ,,Was denn?" ,,Hast du...also, hast du nochmal mit Max gesprochen?" Sofort versteifte ich mich. Davon wollte ich definitiv nichts mehr hören. Es war für mich schon schwer genug gewesen mit seinen täglichen Anrufversuchen über Wochen umzugehen. Es war auf keinen Fall so, dass er mir egal war. Ganz im Gegenteil, ich liebe noch immer wie am ersten Tag. Aber das war es was es mir so unfassbar schwer machte. Ich konnte es nicht ertragen seine Stimme zu hören und zu wissen, dass er so weit von mir weg ist. Das ich ihn nicht sehen kann, nicht berühren kann, nicht küssen kann. Der Gedanke an seine verzweifelte Stimme bei unserem letzten Telefonat zerriss mich fast. Aber ich konnte nicht. Ich hatte solche Angst verletzt zu werden, wenn wir so weit voneinander entfernt sind. Und doch vermisste ich ihn so sehr, dass ich am liebsten alles stehen und liegen gelassen hätte und nach Englang geflogen wäre. ,,Leon?", riss mich eine zurückhaltende Stimme aus meiner Starre. ,,Ich...Nein, ich." ,,Leon, ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung mehr, was ich noch mit dir machen soll. Du leidest darunter, dass merke ich und trotzdem bist du so verdammt stur. Du tust euch beiden damit nur noch mehr weh. Max geht es genauso schlecht wie dir. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie verzweifelt er war, als er mich angerufen hat. Er wollte unbedingt, dass du etwas erfährst. Leon, ich habe noch nie jemanden so verzweifelt erlebt. Denk darüber nach. Du ruinierst vielleicht euer ganzes Leben." ,,Du verstehst das nicht." ,,Dann erklär es mir. Warum willst du das der Schmerz dein Leben bestimmt. Du kannst so viel mehr als das haben. Die Liebe." ,,Ich kann das einfach nicht, Josh. Lass mich damit in Ruhe. Max ist in London und ich bin hier. Wir haben jetzt unterschiedliche Leben." ,,Aber das heißt doch nicht, dass ihr deshalb nicht mehr zusammen gehört. Ihr liebt euch und das ist am Ende doch alles was zählt." Eine Weile sah ich den Blonden noch an, dann schüttelte ich den Kopf und drehte mich um, um schnellen Schrittes die Kabine zu verlassen. Joshuas Worte, verbannte ich ganz nach hinten in meinen Kopf, unwissend, wie sehr ich das später noch bereuen sollte.

Max Pov.

Genervt lag ich mal wieder auf dem Sofa, wie so oft in den letzten Monaten. Lucy und auch Bene, der wann immer er es einrichten konnte, zu Besuch kam, ließen mir gar keine andere Wahl als das. Vor allem seit der Arzt gesagt hatte, dass mein Blutdruck zu hoch war, führte meine beste Freundin sich auf wie eine Oberglucke. ,,Max?" ,,Ja, was ist denn?" ,,Alles in Ordnung? Brauchst du noch was?" ,,Ja, meine Ruhe vor dir.", entgegnete ich. Lachend erschien Lucy im Türrahmen. ,,Sehr lustig, Maximilian. Ich geh jetzt einkaufen. Irgendwelche besonderen Gelüste?" ,,Wenn du schon so fragst. Nutella und Tomaten kannst du mitbringen." ,,Okay. Bis später. Und denkt dran, du sollst liegen." ,,Als ob ich das jemals vergessen könnte." ,,Gut. Dann sehen wir uns später. Tschüs." ,,Tschau." Ein wenig neidisch sah ich ihr hinterher, als sie unsere Wohnung verließ. Wie gerne würde ich auch mal wieder raus gehen und irgendwas machen, selbst wenn es nur das einkaufen war. Stattdessen lag ich hier und langweilte mich zu Tode, ganz abgesehen davon, dass ich seit einigen Wochen wirklich furchtbare Rückenschmerzen hatte. Wie sollte ich das den noch fast zwei Monate aushalten?! Aufstöhnend ließ ich mich wieder zurück sinken. ,,Au.", entfuhr es mir erschrocken, als ich einen starken Tritt in meine Bauchdecke spürte. Sofort legte ich meine Hand auf meinen, inzwischen ziemlich großen, Babybauch. ,,Hallo, mein kleiner Schatz. Bist du wach?", sprach ich und strich gleichzeitig sanft über meinen Bauch. In Reaktion darauf, folgte ein weiterer Tritt, welcher mich strahlen ließ. Egal, was passieren würde, ich liebte meinen kleinen Sohn bereits abgöttisch und würde alles dafür tun, dass es ihm an nichts fehlen würde und er glücklich sein würde. ,,Wir werden das schaffen. Papi liebt dich, mein Kleiner!"

,,Man Maximilian, was machst du denn schon wieder?" ,,Ja, hast du eigentlich eine Vorstellung davon, wie es ist, sich kaum mehr bewegen zu können? Mein Rücken tut weh ohne Ende und ich hab Hunger." ,,Das erklärt aber noch lange nicht, warum du hier in der Küche stehst." ,,Man Lucy, ich kann so langsam echt nicht mehr. Ich wollte doch nur mal was selbst holen." ,,Ich versteh das ja. Es sind doch nur noch knapp eineinhalb Wochen. Das schaffst du und danach darfst du wieder alles machen, was du willst." ,,Von mir aus." Genervt schnappte ich mir mein Brötchen und ging wieder zurück ins Wohnzimmer. ,,Ahhh." Ein Schmerz durchfuhr erneut meinen Bauch, der kurz darauf wieder abebbte. Dies geschah schon seit ein paar Stunden immer wieder. Erleichtert atmete ich auf. Die Übungswehen quälten mich bereits seit Wochen, doch dieses Mal fühlte es sich irgendwie anders an. Langsam setzte ich meinen Weg fort und wollte mich gerade auf die Couch setzten, als ich den Schmerz erneut spürte, stärker diesmal. ,,Oh Gott. Ahhh.", entfuhr es mir schmerzerfüllt und ich lehnte mich nach vorne. ,,Maxi, alles in Ordnung?", erklang sofort Lucys aufgeregte Stimme. ,,Ich glaube, mit den eineinhalb Wochen stimmt dir der Kleine nicht so zu.", brachte ich erschrocken hervor, als ich spürte, wie etwas nasses meine Beine runterlief. ,,Was?" Sofort stand meine beste Freundin neben mir. ,,Ich glaub die Fruchtblase ist geplatzt." ,,Oh mein Gott. Warum hast du denn nicht schon früher was gesagt? Was mach ich denn jetzt?" ,,Könntest du dich ein bisschen beruhigen, Lucianna?! Immerhin bekomme ich hier das Kind und nicht du." ,,Entschuldige Maxi. Natürliche. Wir müssen ins Krankenhaus.", bestimmte sie schließlich. Ohne auf irgendeine Reaktion von mir zu warten, griff sie nach meinem Arm und führte mich zur Tür. ,,Darf ich jetzt also wieder laufen.", fragte ich spaßeshalber, um die Situation etwas zu entspannen. ,,Macht ja jetzt keinen großen Sinn mehr.", stimmte Lucy in die Scharade mit ein. ,,Hat auch was...Hhmm...gutes." Schwer atmend blieb ich stehen, und hielt mir meinen Babybauch, als mich die nächste Wehe überrollte. ,,Tief ein- und ausatmen.", dirigierte Lucy. ,,Was denkst du was ich mache?!", fuhr ich sie an. Ich wuste natürlich, dass es falsch war, meine Launen jetzt an ihr auszulassen, doch im Moment hatte ich keine Nerven dazu, mich zu entschuldigen. ,,Ok, ok. Gehts wieder?" Nickend richtete ich mich wieder etwas auf und wir gingen weiter. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis wir das Krankenhaus erreicht hatten. Immer wieder kamen die Wehen, die Abstände dazwischen wurden kürzer und die Schmerzen nahmen immer mehr zu. Umso erleichterter war ich, als ich endlich in einem der Kreissäle auf der Liege lag und von einer Hebamme an das CTG angeschlossen wurde. Trotz der Schmerzen, die mich immer wieder überkamen, konnte ich mir das Lächeln nicht verkneifen, als ich die Herztöne meines Kindes hörte. Es ging ihm gut. Das war alles was für mich zählte. Vorsichtig strich ich über meinen Bauch und bekam postwendend einen Tritt zurück. Eine ganze Weile musste ich noch die Untersuchungen über mich ergehen lassen, während die Wehen mit der Zeit immer stärker wurden. ,,Oh Gott, das halt ich nicht länger aus.", brachte ich hervor und krallte meine Hand in den Stoff unter mir. ,,Natürlich tust du das. Du bist stark." Lucy saß neben mir auf einem Stuhl und griff nach meiner Hand. ,,Was hat das denn damit zu tun?! Weißt du was das für Schmerzen sind?!" Erneut überkam mich eine Wehe. ,,Aaahhh!" Verzweifelt drückte ich Lucys Hand. ,,Ich hasse dich, Leon Goretzka!", entfuhr es mir. ,,Das ist die richtige Einstellung.", gab meine beste Freundin trocken zurück. ,,Lucy?", fragte ich leise, als ich einige Zeit später auf dem OP-Tisch lag. ,,Ja?" ,,Ich hab Angst." ,,Das wird schon. Ich bin die ganze Zeit bei dir.", versuchte sie mich zu beruhigen, was jedoch nicht so wirklich gelingen wollte. Mein Herz klopfte wie verrückt. In diesem Moment wünschte ich mir nichts lieber, als Leon an meiner Seite, der meine Hand hielt und mich beruhigte. Stattdessen saß meine beste Freundin neben mir. ,,Can you feel that?", erklang dann eine Stimme. ,,No." Ängstlich klammerte ich mich an Lucy fest. Eine kurze Zeit lang spürte ich nur ein Ruckeln an meinem Bauch und dann erklang ein lauter Schrei, der mir augenblicklich die Tränen in die Augen trieb. ,,Lucy.", flüsterte ich ergriffen und nur einen Moment später erschien die Hebamme an meiner Seite und legte mir das kleine Bündel auf die Brust. Völlig sprachlos blickte ich meinen kleinen Jungen an und strich sanft über seine kleinen Finger. Nichts konnte das Gefühl beschreiben, dass mich in diesem Moment überfiel. Es war nicht in Worte zu fassen, wie sehr ich dieses kleine Wesen in meinen Armen bereits liebte.

Noch ziemlich müde und erschöpft lag ich inzwischen auf einem Krankenzimmer im Bett. Noch immer hielt ich meinen kleinen Sohn in den Armen und versuchte die Situation zu begreifen. Vorsichtig strich ich über das kleine Köpfchen und begann zu lächeln, als er mit seiner kleinen Hand, nach mir zu greifen versuchte. ,,Hallo, mein kleiner Schatz. Papi liebt dich über alles!", sprach ich leise. ,,Na ihr beiden." Lucy betrat kurz darauf den Raum und ließ sich auf einem der Stühle nieder, nachdem sie ihn neben das Bett geschoben hatte. ,,Wie heißt mein Patensohn denn jetzt?", wollte sie wissen und beugte sich zu mir rüber. ,,Überhaupt nicht neugierig oder?" ,,Nein, absolut nicht.", grinste sie mich an. ,,Lenny - Benedikt."
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