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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
20.07.2021
35
61.490
5
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.04.2021 1.399
 
Winner and Losers



Pairing: Kai Havertz x Erik Durm
Genre: Romanze
Warnung: /



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07.03.2020

Kais Pov.

Aufgeregt trippelte ich mit meinen                  
Füßen auf dem Boden des Busses. Mitch, welcher neben mir saß, beäugte mich bereits genervt. ,,Man Kai, jetzt komm mal wieder runter. Man könnte glatt meinen, du gibst dein Debüt."  ,,Aber ich hab Erik so lang nicht mehr gesehen. Ich bin doch nur so furchtbar aufgeregt." ,,Ja, das merkt man." Mitch war, abgesehen von Julian, der einzige der von meiner Beziehung mit dem Frankfurter Spieler wusste und das auch nur, weil Jule natürlich während eines Trainings wiedermal seine Klappe nicht halten konnte und Mitch das Gespräch zufällig aufgeschnappt hatte. Damals hätte ich meinen besten Freund an liebsten auf den Mond geschossen. Heute bin ich froh, dass doch noch jemand Bescheid wusste und mich verstand, denn unsere anderen Mitspieler, inklusive Trainerstab, warfen mir schon merkwürdige Blicke zu. Bei  Wunder, normalerweise war ich vor einem Spiel nicht so nervös, dass ich kaum meine Füße still halten konnte. Jedoch hatte ich meinen Freund seit fast zwei Monaten nicht mehr gesehen, nur über FaceTime, aber das war lange nicht das gleiche und freute mich jetzt dementsprechend ihn endlich wieder richtig nahe sein zu können, auch wenn wir als Gegner auf dem Platz stehen würden. Als wir endlich an der BayArena ankamen, stürmte ich regelrecht aus dem Bus. ,,Alter, was ist denn mit Kai los? Hat den irgendwas gebissen?" hörte ich noch Kevins Stimme, die ich jedoch gekonnt ignorierte. Eilig zog ich mich um und wartete ungeduldig darauf, dass auch die Anderen zum Ende kamen. Dann ging es endlich raus auf den Platz, wo die Frankfurter sich bereits warm machten. Nach einem kurzen Augenblick entdeckte ich, dann auch Erik, welcher gerade mit einem seiner Teamkollegen sprach, ehe auch sein Blick auf mich viel. Sofort machte sich das altbekannte Kribbeln in meinem Bauch bemerkbar und ohne etwas dagegen tun zu können, machte sich sofort ein breites Lächeln auf meinem Gesicht breit, was kurz darauf erwiedert wurde. ,,Kai, jetzt konzentrier dich mal. Wenn du Erik weiter so anstarrst, weiß bald das ganze Stadion bescheid." Nur äußerst widerwillig wendete ich meine Aufmerksamkeit von Erik ab und Mitch zu, um jetzt selbst mit dem aufwärmen zu beginnen.

Als wir uns kurz vor Anpfiff im Spielertunnel aufstellten, war meine mühsam aufgebaute Konzentration auch schon wieder zu Ende. Immer wieder wanderten meine Blicke zu meinem Freund und gleichzeitig konnte ich auch immer wieder seine Blicke auf mir spüren. Eine kurzer Schmerz in der Seite ließ mich schließlich wieder zu Sinnen kommen. ,,Was soll das denn?" fuhr ich Mitch an, der mir seinen Ellenbogen in die Rippen gerammt hatte. ,,Alter es geht los. Jetzt bekomm mal langsam wieder deine sieben Sinne zusammen. Meine Fresse, wenn ich nur vorher gewusst hätte, was für eine Arbeit Jule mir da vererbt hat." ,,Jetzt übertreibst du." ,,Ne, echt nicht." Er gab mir einen leichten Schubs und ich schloss schnell wieder zu den Anderen auf. Sobald ich das Feld betrat schien alles andere in den Hintergrund zu rücken. Hier konnte ich völlig abschalten. Und schon viel der Startpfiff. Wie immer blendete ich alles um mich herum aus und plötzlich stand ich mit dem Ball am Fuß vorm Tor und zog ab. Der Ball landete hinter dem Torhüter im Netz. Überrascht registrierte ich das ganze. Ich hatte gerade ein Tor geschossen. Das ganze Stadion tobte und meine Mitspieler kamen auf mich zu. Nachdem ich mich aus der Menschentraube gelöst hatte, bemerkte ich die niedergeschlagenen Gesichter unserer Gegenspieler, vor allen Dingen Eriks traurigen Blick. Augenblicklich zog sich alles in mir zusammen. Ich war für seine Trauer verantwortlich. Ich hatte meinen Freund traurig gemacht. In so vielen Spielen. Wieso musste ich ausgerechnet in diesem treffen? Warum auch noch so früh? Das restliche Spiel zog wie in Trance an mir vorbei. Nur nebenbei bekam ich mit, wie Karim und Paulinho den Deckel zu machten und wir am Ende 4:0 gewannen.

Inzwischen waren wir schon einige Zeit in der Kabine, doch noch immer sah ich den traurigen, enttäuschten Blick meines Freundes vor meinem inneren Auge. Ich saß, wie schon seit wir den Raum betreten hatten regungslos auf der Bank und starrte vor mich hin. ,,Kai?  Hey Kumpel alles in Ordnung?" ertönte eine Stimme neben mir, doch ich war nicht in der Lage eine Antwort zu geben. Schweigend blickte ich weiter an die weiße Wand und spürte wie ich langsam aber sicher immer weniger Luft bekam. Verzweifelt versuche ich einzuatmen. ,,Kai?!" Mitchs besorgtes Gesicht erschien in meinem Blickfeld. ,,Was ist los?" ,,Ich glaub er bekommt keine Luft." ,,Steht doch da nicht so blöd rum. Jetzt hol doch endlich mal jemand den Doc. Und du Kevin, du gehst zur Gästekabine und holst Erik her. Schnell." Alles weitere bekam ich nicht mehr mit. Das nächste das ich wahrnahm war eine bekannte Stimme. ,,Kai? Süßer, was hast du denn?" ,,Erik! So...leid." brachte ich stockend hervor, während ich krampfhaft nach Luft schnappte. ,,Ist okay, ich bin hier. Atme, komm schon." sprach er beruhigend auf mich ein, während er meine Hände in seine nahm. ,,Ganz ruhig. Versuch ganz ruhig ein- und auszuatmen. Schaue mich an. Ganz ruhig. Sehr gut. Du machst das ganz toll. Immer weiter ein- und auszuatmen. Genau." Langsam spürte ich wie der Sauerstoff wieder in meine Lunge störmte. ,,Erik?!" murmelte ich leise und ließ mich in seine starken Arme fallen. ,,Alles gut, Süßer. Ich bin da. Es ist alles in Ordnung." Erschöpft vergrub ich mein Gesicht in seinem Pullover und sog seinen Duft ein, der mich nach und nach immer mehr benebelte. ,,Bleibst du bei mir?" nuschelte ich. ,,Das war der Plan." bekam ich zurück und driftete langsam in den Schlaf ab.

Eriks Pov.

Besorgt musterte ich Kai, der inzwischen schlafend in meinen Armen lag. So hatte ich mir unser Wiedersehen eigentlich nicht vorgestellt. Was war nur plötzlich los mit dem Kleinen? Er gab sich doch nicht wirklich die Schuld daran, dass wir verloren hatten? ,,Was war los mit ihm?" fragte einer der Bender Zwillinge verwirrt. ,,Ich glaub, er hatte sowas wie eine Panikattacke." erwiederte Bellarabi. ,,Wie auch immer. Danke, Erik. Wirklich." kam es von Mitch. ,,Klar, das ist doch selbstverständlich. Wenn ihr mich jetzt entschuldigt. Ich werde Kai jetzt nach Hause bringen." Gesagt. Getan. Noch ehe jemand etwas sagen konnte, hatte ich meinen Freund auf die Arme genommen, seine sowie meine Trainingstasche über meine Schulter hängte und trug ihn nach draußen, wo hinter dem Gelände sein Wagen geparkt war. Vorsichtig setzte ich ihn auf dem Beifahrersitz ab, nachdem ich umständlich die Tür geöffnet hatte, bevor ich mich hinter das Lenkrad setzte und zielsicher durch die Leverkusener Straßen zu seiner Wohnung fuhr. Dort hob ich ihn erneut hoch und verfrachtete ihn auf das Sofa. Liebevoll strich ich durch seine dunklen Locken und breitete schließlich eine Decke über ihm aus. Dann ging ich in die Küche und suchte einige Zutaten zusammen, bis ich alles in einem kleinen Topf zusammen mischte. ,,Erik?" hörte ich die Stimme meines Freundes. Mit einer heißen Schokolade bewaffnet lief ich zurück ins Wohnzimmer, wo Kai mich aus großen Augen ansah.

Kais Pov.

,,Was ist los, Süßer?" fragte Erik sorgenvoll und reichte mir eine Tasse, deren Inhalt ich sofort identifizieren konnte. ,,Bist du nicht böse auf mich?" ,,Wieso sollte ich das sein?" ,,Ich bin Schuld daran, dass ihr verloren habt." ,,Unsinn, mein Schatz. Das ist doch nicht deine Schuld. Ihr habt einfach besser gespielt als wir und habt den Sieg verdient. Und ich bin erstrecht nicht böse auf dich deswegen. Ganz im Gegenteil. Ich bin unheimlich stolz auf dich." ,,Wirklich?" ,,Natürlich, Süßer. Und jetzt vergiss das blöde Spiel. Denk an etwas schöneres." ,,Und woran?" fragte ich spaßeshalber. ,,Daran, zum Beispiel." Schneller als ich schauen konnte, hatte er sich vor gebeugt und unsere Lippen zu einem sanften Kuss vereint. ,,So, so, ich glaub das musst du mir noch mal genauer zeigen." scherzte ich, bekam aber sofort was ich wollte. Innerhalb weniger Sekunden fand ich mich auf Eriks Schoß wieder und unsere Lippen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus. ,,Ich liebe dich, Kai." ,,Ich liebe dich auch." Zufrieden kuschelte ich mich an ihn und genoß seine sanften Streicheleinheiten.
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