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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt FC Bayern München Premiere League Primera Division
05.04.2021
20.10.2021
46
80.758
8
Alle Kapitel
63 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.06.2021 1.801
 
The Follows Of Love And Separation



Pairing: Max Meyer x Leon Goretzka
Genre: Drama, Romanze
Warnung: mpreg


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Kapitel 1


Max Pov.

Traurig saß ich auf der Couch in meiner neuen Wohnung in London. Draußen prasselte der Regen an die Scheibe und spiegelte damit meine Gefühlswelt perfekt. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Jetzt saß ich hier alleine in England, ohne irgendwelche Ideen was ich überhaupt hier tat. Der Wechsel zu Crystal Palace war nicht meine beste Entscheidung gewesen. Ich fühlte mich hier alleine gelassen und ich vermisste Leon unglaublich. Nachdem bekannt wurde, dass er zu Bayern und ich sogar ins Ausland wechseln würde, meinte er, dass eine Fernbeziehung über diese Distanz niemals halten würde. So hatten wir uns zum Ende unserer letzten Saison auf Schalke getrennt. Was mehr von ihm als von mir ausging und jeden verdammten Tag seitdem bereute ich es Deutschland verlassen zu haben, denn Leon ist die Liebe meines Lebens. Jede Sekunde vermisste ich ihn und wünschte mir nichts sehnlicher, als wieder bei ihm zu sein und in seinen Armen zu liegen. ,,Maxi?", erklang plötzlich eine Stimme hinter mir. Überrascht drehte ich mich um und sah meine beste Freundin im Türrahmen stehen. Ja, das war tatsächlich noch das einzig gute an dieser Situation. Der Umzug nach London ermöglichte es mir endlich wieder Zeit mit meiner besten Freundin zu verbringen, die schon vor ein paar Jahren in die englische Hauptstadt gezogen war. Früher hatten wir den Hauptteil unserer Zeit miteinander verbracht, waren fast schon sowas wie Geschwister. So war es nicht verwunderlich gewesen, dass wir uns dazu entschlossen hatten, eine kleine WG zu gründen. ,,Was ist los?" ,,Nichts." ,,Maxi bitte. Ich merk doch, dass es dir nicht gut geht. Was hast du denn?" ,,Ich...Ich weiß auch nicht, Lucy. Das ist mir einfach momentan alles zu viel. Der Wechsel, das neue Team, das alles hier. Ich hab gedacht, dass das das beste ist, aber...So langsam bin ich mir da nicht mehr sicher. Ich schaff das einfach nicht und...Ich...Ich vermisse Leon so sehr!" Mit Tränen in den Augen schaute ich Lucy an, die sich inzwischen neben mich gesetzt hatte. ,,Ich weiß, Maxi. Ich wünschte wirklich ich könnte sagen, dass es mit der Zeit besser werden wird, aber ich kann es dir leider nicht versprechen. Was ich aber versprechen kann ist, dass ich dich niemals alleine lassen werde. Ich bin immer für dich da." ,,Danke." Betrübt ließ ich mich von Lucy in die Arme schließen und klammerte mich an ihr fest. ,,Ich vermisse ihn so."

Die Wochen vergingen und mein Kummer blieb. Tatsächlich schien mir all das so langsam auch auf die Gesundheit zu schlagen. Seit einigen Wochen fühlte ich mich immer öfter müde und erschöpft, morgens plagte mich Übelkeit, die nach ein paar Tagen auch zu Erbrechen führte. Konnte man einen Menschen wirklich so sehr vermissen? Auch an diesem Morgen führte mich mein erster Weg mal wieder ins Badezimmer, wo ich mich erst mal übergeben musste. Dementsprechend erledigt betrat ich die Küche. ,,Maxi, alles in Ordnung?", begrüßte mich Lucy und musterte mich besorgt. ,,Ja, alles gut." erwiderte ich nicht sehr überzeugend. ,,Hast du dich wieder übergeben?" ,,Mhm." ,,Mensch Max. Du solltest langsam wirklich mal zum Arzt gehen. Das ist doch nicht normal. Seit Wochen geht es dir schon nicht gut." ,,Was soll ich denn machen? Ich kann es mir einfach nicht erlauben jetzt krank zu werden. Nach der Sache mit meinen Vertrag bei Schalke, ist das hier vielleicht meine letzte Chance. Fußball ist mein Leben, das weiß du." ,,Ja, das weiß ich. Aber was nützt es dir denn zu spielen, wenn deine Gesundheit damit vor die Hunde geht."  ,,Mir ist ein bisschen schlecht, Lu. Ich bin nicht todsterbenskrank." ,,Du solltest das trotzdem nachschauen lassen." Sie hatte ja recht, das wusste ich selbst. ,,Ich werde morgen nach dem Training zum Arzt gehen." stimmte ich schließlich zu, um sie etwas zu besänftigen. Sie sah mich zweifelnd an. ,,Und heute Abend? Da willst du spielen?" ,,Es bleibt mir nichts anderes übrig." ,,Max, du musst doch selbst merken, wie schlecht es dir geht." ,,Ich hab doch gesagt, dass ich morgen zum Arzt gehe. Mehr kann ich jetzt auch nicht machen."

Aufgeregt saß ich auf meinem Platz in der Kabine. In weniger als einer viertel Stunde würde das Spiel gegen Arsenal angepfiffen werden. Ich spürte wie die Nervosität sich langsam in mir breit machte und merkte ein unwohles Gefühl in mir aufsteigen. Oh, nein. Bitte nicht. Die Übelkeit stieg immer weiter in mir auf. Das durfte doch nicht wahr sein. Was war das denn bitte? Begann das jetzt auch schon tagsüber? Tief durchatmend versuchte ich das Gefühl zurück zu drängen, was mir Gott sei Dank auch gelang. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ich mich hier vor meinen ganzen Teamkameraden und dem Trainerstab übergeben würde. Erleichtert lehnte ich mich etwas zurück und schloss noch einen Moment die Augen. Dann ging es los. Wir stellten uns im Spielertunnel auf und liefen dann aufs Feld. Jetzt wurde es ernst. Arsenal war ein starker Gegner, der keinesfalls unterschätzt werden durfte. Das zeigte sich auch sofort. Die erste Halbzeit verlief eigentlich recht ausgeglichen und wir schafften es in der Nachspielzeit tatsächlich noch ein Tor zu schießen. Doch die zweite Halbzeit begann gleich weniger gut. Innerhalb von fünf Minuten kassierten wir zwei Gegentore, die die Stimmung ziemlich runterzogen. Und kurz vor Schluss geschah es dann. Aubameyang, der bereits das gesamte Spiel über ziemlich hart gegen mich eingestiegen war, tauchte plötzlich vor mir auf. Der ehemalige Dortmunder wollte mir den Ball abnehmen, trat mir jedoch stattdessen mit voller Wucht gegen das Sprunggelenk. Er hatte wohl noch etwas von der Derby Rivalität übrig. Ich fiel unsanft auf den Rasen und bekam vor lauter Schmerzen erstmal gar nichts um mich herum mit. Schmerzerfüllt wand ich mich, versuchte krampfhaft die Tränen zurückzuhalten. ,,Max? Look at me.", ertönte plötzlich eine Stimme. Verzweifelt versuchte ich sie auszumachen und erkannte nach einiger Zeit den Mannschaftsarzt, der mit ein paar Sanitätern neben mir kniete. ,,Where does it hurt?" ,,Ich...Mein...Fuß." Der verwirrte Blick meines Gegenüber machte mir erst nach einiger Zeit etwas klar. Falsche Sprache. ,,What you mean?" ,,My...foot.", brachte ich stockend hervor. Schmerzgeplagt ließ ich die Behandlung über mich ergehen. ,,I'll give you a pain reliever and then we'll  take you to the hospital." Langsam nickte ich, nachdem ich die Worte verstanden hatte. Momentan war mir alles recht, nur diese Schmerzen sollten aufhören. Ich spürte einen leichten Picks im Arm. ,,It will be better soon. Can we inform someone for you?" ,,Lucy...Lucianna Weber." Dann holte mich die Dunkelheit ein.

Als ich langsam wieder zu mir kam, lag ich auf einem weichen Untergrund. Vorsichtig öffnete ich die Augen und sah mich verwirrt um. Allem Anschein nach befand ich mich in einem Krankenzimmer. Das Bett und die Ausstattung war typisch dafür. ,,Gott sei Dank, Maxi! Du bist ja wach. Ich hab mir riesige Sorgen um dich gemacht!" ,,Was ist passiert?", fragte ich verwirrt. ,,Du...Du wurdest während des Spiels gefoult. Der Arzt hat dir noch ein Schmerzmittel gegeben, aber dann bist du ohnmächtig geworden. Ich hatte solche Angst! Was machst du denn auch immer für Sachen? Irgendwann werd ich noch einen Herzinfarkt bekommen." ,,Entschuldige." murmelte ich und bemerkte jetzt auch die Schmerzen in meinem Fuß und die Infusion, welche in meinen Arm führte. ,,Bene hat vorhin angerufen. Ich konnte ihm nicht viel sagen. Vielleicht rufst du ihn die nächsten Tage nochmal an, er schien ziemlich besorgt zu sein. Du kennst ihn ja, wie er ist, wenn es um seine Küken geht." Überrascht sah ich Lucy an. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es noch jemanden von meinen alten Teamkollegen interessieren könnte. Aber eigentlich sollte ich mich nicht wundern. Bene war schon immer besonders auf seine ,,Küken" fixiert gewesen. Das war eine der Tatsachen, die wir als Kapitän so an ihm geliebt hatten. Egal was war, man konnte immer zu ihm kommen. ,,Ja, das werd ich machen. Hast du schon was gehört?" ,,Nein. Der Arzt wollte selbst mit dir reden.", erklärte sie verwirrt. ,,Ok." Ich war in diesem Moment noch zu erschlagen, um mir über diese Aussage Gedanken zu machen.

Am nächsten Morgen betrat ein Arzt das Zimmer. ,,Good Morning, Mister Meyer. I'm Doctor Miller." ,,Good Morning." ,,I would like to talk to you about the results of the investigation.", sprach er und warf einen auffordernden Blick auf Lucy. Diese wollte sich gerade erheben und den Raum verlassen. ,,She can stay here.", erwidere ich schnell. Am Blick des Arztes meinte ich zu erkennen, dass ich die moralische Unterstützung auf jeden Fall noch brauchen würde. ,,Fine. First, let me tell you that you have suffered a foot dislocation. We will move the dislocation back with an operation. Before that, however, I would like to talk to you about something else. During the blood test, we noticed something about a value. We would like to do an ultrasound scan." Verwirrt sah ich erst zu Lucy, die mich genauso hilflos ansah, wie ich mich gerade fühlte und dann zum Arzt. ,,What a value is that?" ,,It is an increased level of the beta HCG hormone." Lucy schnappte nach Luft. Ich war erstmal noch genauso schlau wie vorher. ,,Max. Das ist das Schwangerschaftshormon." ,,WAS?!" entfuhr es mir. ,,Willst du mich verarschen?!" ,,I take from your reaction that it could be the most obvious?" ,,Y...yes." ,,Okay. Then I'll call in one of my colleagues for the ultrasound." Er ging kurz vor die Tür. ,,Lucy? Was...Ich...Das kann nicht sein. Ich...Ich bin bestimmt nicht..." ,,Es würde schon passen, Maxi. Denk doch mal nach. Deine Beschwerden der letzten Wochen." ,,Aber..." ,,Jetzt lass uns erstmal abwarten. Dann können wir uns immer noch verrückt machen." Ich nickte langsam, dann betrat Doktor Miller gemeinsam mit einem etwas älteren Kollegen das Zimmer. Vor sich her schob er ein Ultraschallgerät. Oh Gott bitte. Das durfte jetzt einfach nicht wahr sein. Was würde aus meiner Karriere werden? Und Leon...Wie sollte ich ihm das nur jemals erklären? Bevor ich mir noch weiter Gedanken machen konnte, begann der Arzt mit der Untersuchung. Er fuhr einige Zeit mit dem Ultraschallkopf über meinen Bauch, dann drehte er den Bildschirm zu mir und zeigte auf eine Stelle. ,,Congratulations. I would say it's the 10th week. Look here. This is the embryo and this is your child's heartbeat." Mit großen Augen sah ich auf den Bildschirm. Ich war tatsächlich schwanger. Das war mein Baby.
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