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Fußball Kurzgeschichten

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Borussia Dortmund Die deutsche Nationalmannschaft Eintracht Frankfurt
05.04.2021
07.05.2021
12
20.760
2
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
04.05.2021 1.977
 
Der heißersehnte letzte Teil für summer2011 ;). Ich hoffe es gefällt dir.






Tell The World I'M Comming Home



Pairing: Mario Graf x Marco Reinders Genre: Drama, Romanze
Warnung: Selbstverletzung




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Kapitel 4


Marios Pov.

Entsetzt sah ich Marco an, welcher schockiert auf seine Hand sah, bevor er langsam seinen Blick hob. ,,Was?" Irritiert blickte er mich an. ,,Mario...was ist das?" Bestürzt erwiederte ich seinen Blick, durch den etwas festeren Griff, musste eine der Wunden an meinem Handgelenk wieder aufgegangen sein. ,,Sunny?" Er trat langsam auf mich zu und ergriff vorsichtig meine Hand. ,,Bitte...nicht." versuchte ich ihn abzuhalten, doch Marco ließ sich nicht beirren. Nach und nach schon er meinen Ärmel nach oben und erstarrte. ,,Gott!" Entsetzt sah er auf mein Handgelenk und wurde kreidebleich. ,,Wir...Wir müssen das...verbinden." stotterte er vor sich hin, ehe er mich in meine Wohnung zog. Resolut verfrachtete er mich im Wohnzimmer auf mein Sofa. ,,Wo ist der Verbandskasten?" ,,Was?" Ich bemerkte wie mir allmählich wieder schwummerig wurde. ,,Sunny? Mach mir jetzt keinen Scheiß hier!" Sorgsam drückte er mich in eine liegende Position. ,,Wo ist der Verbandskasten?" ,,Bad." Schnell eilte er davon und kam kurz darauf mit Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel zurück. Er griff erneut nach meinem Arm, über den inzwischen eine beachtliche Menge Blut lief. ,,Was machst du denn nur für Sachen?" meinte er und wischte zuerst einmal das gröbste Blut weg. ,,Das brennt jetzt kurz." warnte er mich vor. Schmerzerfüllt wimmerte ich, als er die Wunde desinfiziert.  ,,Tut mir leid. Es ist gleich vorbei." ,,Warum tust du das?" fragte ich, während er sanft meine Hand verband. Ich konnte Marco momentan echt nicht einschätzen. Sein ganzes Verhalten heute verwirrte mich, so rücksichtsvoll, ja geradezu liebevoll, hatte er sich mitr gegenüber schon Ewigkeiten nicht mehr benommen. ,,Was meinst du?" ,,Wieso bist du hier? Wieso machst du das?" ,,Es tut mir leid, Mario. Es tut mir so leid." Reuevoll sah er mich an. ,,Ich möchte wirklich für dich da sein, ich will dich nicht so  traurig sehen und das schlimmste daran ist, dass es meine Schuld ist." ,,Ich...weiß nicht ob ich das kann." erwiederte ich leise. ,,Was?" ,,Woher weiß ich, dass das kein Trick ist? Ob du mich nicht morgen wieder fertig machst?" ,,Sunny..." ,,Ich weiß nicht, ob ich dir wieder vertrauen kann." ,,Das ist in Ordnung, Sunny. Ich lasse dir so viel Zeit wie du brauchst. Bitte, lass mich dir nur beweisen, dass ich es ernst meine." Seine grün-braunen Augen blickten mir so flehend entgegen, dass ich gar nicht anders konnte als langsam zu nicken. Verflucht seien meine Gefühle für ihn. Er würde mich mit diesem Blick vermutlich zu allem bringen. Verzweifelt versuche ich meine Augen offen zu halten. ,,Schlaf. Dir wird nichts mehr passieren." Müde schloss ich die Augen und fiel in einen erholsamen Schlaf.

Marcos Pov.

Betroffen kniete ich weiterhin neben dem Sofa auf dem Boden. Was hatte ich nur getan? Vorsichtig nahm ich Marios Hand in meine und strich geistesabwesend über den Verband. Wie konnte es nur so weit kommen? Wieso hatte überhaupt niemand etwas davon mitbekommen, wie schlecht es ihm wirklich ging. Ich schämte mich so sehr und machte mir gleichzeitig die größten Vorwürfe. Das was ich eben gesehen hatte, ich konnte nicht leugnen, dass es auch meine Schuld war. Entsetzt schloss ich meine Augen. ,,Ich werde es wieder gut machen. Ich verspreche es." Ein letztes Mal strich ich sanft über Marios Wange, bevor ich mich aufraffte und nach einem Lappen suchte, um das Blut wegzuwischen, welches auf den Boden getropft war. Dann ging ich in die Küche und suchte nach etwas essbarem, wurde jedoch abgesehen von etwas Brot und Aufschnitt, sowie ein paar Joghurts nicht fündig. Seufzend fuhr ich mir über das Gesicht. Was jetzt? Mario musste unbedingt etwas essen. Nach einigem überlegen und abwägen nahm ich seinen Haustürschlüssel an mich und warf nochmal einen prüfenden Blick ins Wohnzimmer, wo Sunny friedlich schlafend auf dem Sofa lag. ,,Ich bin gleich wieder da." flüsterte ich leise und legte mich eine dünne Decke über ihn. Damit verließ ich die Wohnung und machte mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt  wo ich erstmal alles grundlegende kaufte und anschließend so schnell wie möglich zurückkehrte. Ich ging gerade die Treppe hinauf, als sich rechts neben mir eine Tür öffnete. ,,Guten Tag, junger Mann." kam es von einer älteren Dame. ,,Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?" fragte ich mit Blick auf die beiden Müllsäcke, die sie in der Hand hielt. ,,Aber nicht doch. Sie möchten bestimmt zu Mario. Dem armen Jungen geht es in letzter Zeit wirklich nicht so gut. Schön das Sie jetzt da sind. Wissen Sie ich lade ihn ja immer wieder zu mir auf ein Stück Kuchen ein, es besuchen ihn ja sonst nur ein, zwei Freunde. Es ist eine Schande. Er ist doch so ein lieber junger Mann. Wissen Sie, er hilft mir immer mit meinen schweren Einkaufstaschen. Das ist schon was anderes, wie das hier." meinte sie und hob ihre Mülltüten hoch. ,,Aber jetzt machen Sie mal, das Sie weiter kommen. Und passen Sie mir gut auf Mario auf." Nickend ging ich weiter. ,,Einen schönen Tag noch." ,,Den wünsche ich Ihnen auch, mein Lieber." Kopfschüttelnd schloss ich die Wohnungstür auf. Das war mal eine seltsame Begegnung gewesen. Aber ziemlich aufschlussreich. Ich würde auf jeden Fall herausfinden müssen, ob es stimmte, was die Frau erzählt hatte. Hier stimmte doch etwas ganz gewaltig nicht. Erleichtert stellte ich nach einem Blick ins Wohnzimmer fest, dass Mario immer noch tief und fest schlief. Also nahm ich meine Einkäufe und räumte sie ein, bevor ich eine Gemüsesuppe aufsetzte. Es war bestimmt besser, wenn er erstmal etwas leichtes zu sich nahm. Zufrieden mit meiner Arbeit füllte ich etwas von der Suppe in eine Schüssel und ging ins Wohnzimmer zurück. ,,Mario?" Vorsichtig strich durch seine Haare. Murrend vergrub er sich weiter in der Decke, was mich schmunzeln ließ. Er war noch nie gerne aufgestanden. ,,Aufwachen, Sunny." Langsam öffnete er die Augen und blickte mir müde entgegen. ,,Marco?" ,,Hast du gut geschlafen?" ,,Ja." ,,Ich hab dir eine Suppe gemacht. Damit du ein bisschen was in den Magen bekommst." ,,Ich hab keinen Hunger." meinte er leise. ,,Du musst ein bisschen was essen. Dein Kreislauf muss wieder in Schwung kommen." Ich drehte mich um, um nach der Schüssel zu greifen und hielt sie ihm auffordernd hin. ,,Iss wenigstens ein bisschen. Du musst wieder ein bisschen Gewicht zulegen." ,,Ich dachte ich bin zu dick." Augenblicklich erstarrte ich in meiner Bewegung. ,,Wer sagt das?!" ,,Du." kam es leise zurück. Erschrocken erinnerte ich mich an meinen blöden Kommentar. ,,Das stimmt nicht! Das hab ich doch nur so gesagt. Es ist nicht wahr. Im Gegenteil. Du bist viel zu leicht." ,,Woher willst du das wissen?" ,,Ich hab dich getragen." gestand ich. ,,Komm schon, Sunny. Bitte." Ein weiteres Mal hielt ich ihm die Schüssel entgegen, die er zögerlich annahm.

Marios Pov.

Abwägend besah ich mir den Inhalt der Schüssel. Die Suppe roch wirklich gut und sah auch lecker aus, aber ich hatte, wie die letzten Monate auch, nicht wirklich Appetit. Außerdem konnte ich dem Frieden noch immer nicht so vertrauen. ,,Da ist auch wirklich nichts drin?" fragte ich zurückhaltend, bei dem Gedanken an den Pfeffer, den mir beim Training mal jemand in meine Flasche geschüttet hatte. ,,Gott, nein!" entgegnete Marco entsetzt und griff nach dem Löffel, um zur Bestätigung seiner Worte, selbst einen Löffel zu essen. ,,Okay?" Befriedigt nickte ich und nahm jetzt selbst den Löffel auf und aß ein wenig. ,,Schmeckt gut." ,,Danke." Ein vorsichtiges Lächeln legte sich auf seine Lippen. ,,Mario? Wieso war abgesehen von Marcel, André und mir noch niemand hier?" Sofort erstarrte ich. Woher wusste er das?" ,,Sunny? Warum..." Die unausgesprochene Frage war offensichtlich. Warum kamen meine Eltern und Brüder nicht zu Besuch? ,,Sie sind sauer." Langsam stellte ich die noch halbvolle Schüssel auf den Tisch. ,,Wieso?" ,,Sie verstehen nicht, warum ich Bayern verlassen habe. Sie denken es wäre nur eine schlechte Phase und ich hätte meine große Chance damit weggeworfen. Dabei wollte ich doch nur nach Hause." ,,Aber das war doch deine Entscheidung. Du entscheidest doch, wo du spielen willst und es war die richtige Entscheidung. Du bist wieder da wo du hingehörst." Marco sah mich fest an. ,,Sie haben dich gar nicht verdient, wenn sie dich verstehen." Überrascht blickte ich in seine Augen, in denen so viel Aufrichtigkeit und Gefühle zu sehen waren, dass es mir schier den Atem raubte. ,,Warum machst du das alles für mich? Hasst du mich nicht mehr?" ,,Ich habe dich nie gehasst, Sunny. Du bist mir unheimlich wichtig und ich schwöre, ich werde alles dafür tun, dass dir niemals wieder jemand weh tut." Verlegen senkte ich den Blick und spielte an dem Verband an meinem Handgelenk. ,,Warum machst du das?" fragte er und griff seinerseits nach meiner Hand. ,,Dann tut es nicht so weh. Der körperliche Schmerz verdrängt den seelischen." ,,Nur deswegen?! Du hast...hast nie versucht..." Beklommen hielt ich meinen Kopf weiterhin gesenkt. ,,Mario?" flüsterte Marco fassungslos. ,,Du hast gesagt ich soll nicht wieder kommen." ,,Das darfst du nie wieder tun!" Er legte seine Hände an meine Wangen und zwang mich sanft dazu ihn anzusehen. ,,Hörst du?! Ich hab das alles nicht ernst gemeint. Ich...Wir alle, haben erst verstanden, Was wir da gemacht haben, als Schmelle uns mal so richtig den Kopf gewaschen hat. Du darfst nie wieder so einen Unsinn machen! Ich würde es nicht ertragen dich zu verlieren!" ,,Meinst du das ernst?" ,,Natürlich! Ich hab noch nie etwas so ernst gemeint! Du bist mein bester Freund...Nein, du bist mehr als das! Ich hatte damals so eine Angst dich zu verlieren, dass ich so viele Fehler gemacht habe." ,,Wie meinst du das? Das ich mehr bin, als dein bester Freund?" ,,Du bist mein Leben, Mario! Der Grund warum ich morgens aufstehe. Du bist für mich, die wichtigste Person auf der Welt. Ich liebe dich!" Mein Herz setzte einen Schlag aus, nach diesem Geständnis. ,,Ich weiß, dass du nicht das selbe für mich empfindest, aber du hast zumindest die Wahrheit verdient, nachdem ich dich so oft verletzt habe." Langsam streckte ich meine Hand aus und legte sie auf seine Wange, was ihn zum verstummen brachte. ,,Ich brauche Zeit. Aber es ist nicht so, dass ich deine Gefühle nicht erwiedere. Ich...Ich liebe dich auch!" Er riss ungläubig seine Augen auf. ,,Wirklich?" Zaghaft nickte ich. ,,Du hast alle Zeit der Welt. Ich werde so lange warten wie du willst. Darf ich nur...also, darf ich dich küssen?" sprach er leise. ,,Ja." hauchte ich. Dann kam er mir langsam immer näher und plötzlich lagen seine Lippen auf meinen. Augenblicklich begann ein Feuerwerk in mir zu explodieren und ich schloss meine Augen. Vorsichtig erwiederte ich den sanften Kuss. Ein einiger Zeit löste er sich vorsichtig wieder von mir. ,,Das war schön." ,,Sehr schön." Ich ergriff seine Hände und zog Marco, der immer noch vor mir auf dem Boden kniete, neben mich auf das Sofa und lehnte mich zögerlich an ihm an. Behutsam legte er seine Arme um mich und zog mich noch etwas näher an sich heran. ,,Wird es wieder wie früher werden?" ,,Nein, Sunny. Es wird viel besser werden. Ich lasse dich nie wieder los. Jetzt bist du wieder zu Hause." Zuhause. In Marcos Armen. Alles was ich jemals wollte. Liebevoll strich er durch meine Haare, während wir einfach nur da saßen und die Zweisamkeit genoßen.  




The End
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