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Flammen in der Nacht - Teil 2

von Lea
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Legolas OC (Own Character)
05.04.2021
11.04.2021
2
3.440
 
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05.04.2021 1.840
 
Mae govannen! Hallo zusammen! :c)
Lange hat es gedauert, aber hier ist nun die Fortsetzung zu meiner ersten Geschichte aus dem Hobbit/Herr der Ringe-Universum. Es wäre ratsam, den ersten Teil gelesen zu haben:  Klick mich!

Disclaimer: Ich verdiene hiermit kein Geld! (Schade aber auch...)

Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß auf der weiteren Reise mit Siènna und Legolas!




Was bisher geschah: Nirgendwo hingehörend irrte Siènna, mit der Gabe der Voraussicht gezeichnet, ohne Kenntnis über ihre Herkunft durch Mittelerde. Durch einen Zufall landete sie im Düsterwald und damit bei den Waldelben. König Thranduil selbst war es, der ihr das Geheimnis über ihre Familie und ihre Gabe offenbarte. Zusammen mit Legolas machte Siènna sich auf den Weg nach Thal, ihre Heimat, doch sie wurden von Orks überfallen. Nun sind sie zurück im sicheren Palast...

Kapitel 1 – Sorgen

Warmes Wasser umspielt meine Zehen, meine Fußsohle, den Knöchel und schließlich mein Bein, als ich in die marmorne Badewanne steige und mich ächzend niederlasse.
„Deine Rippen sind ganz blau“, stellt Legolas mit besorgtem Unterton in der Stimme fest und ich folge seinem Blick zu meinem rechten Rippenbogen, auf dem sich ein dunkler Bluterguss gebildet hat. Selbst in dem sanften Licht der Laternen schimmert das dunkle Blau deutlich unter meiner Haut hervor.
„Das ist nicht so schlimm“, erwidere ich, ehe ich mich vollends zu ihm ins Wasser gleiten lasse und mich mit dem Rücken an seinen Oberkörper lehne. Sorgsam streicht er mir mit den Händen über meine Arme, vollführt kleine massierende Bewegungen und ich schließe genießend die Augen.

Wir sind erst vor Kurzem aus Thal zurückgekehrt – ohne weitere Angriffe von Orks zu erleiden. Nachdem ich aus meiner Starre erwacht war und ihm erzählte, was ich gesehen hatte, führte Legolas mich zu dem Ort, an dem die Anderen auf uns warteten. Sie hatten ihre Pferde dabei und Athéos und Màvros waren auch da. Freundlich wurde ich von den Anderen begrüßt, sie waren froh, dass mir nichts geschehen war – nur Tauriel schwieg und schenkte mir lediglich einen kalten Blick. Scheinbar teilt sie meine Meinung, dass der Angriff zu meinen Lasten geht. Ich kann es ihr nicht verübeln.
Legolas haucht mir einen Kuss auf die linke Ohrmuschel und ich öffne meine Augen wieder. Er ist kein Stück nachtragend, er hat kein Wort mehr über den Angriff verloren, nicht mal ein anschuldigender Blick aus seinen saphirblauen Augen hat mich bislang getroffen. Und dafür bin ich ihm sehr dankbar – es reicht, dass ich mir selbst ziemliche Vorwürfe mache. Sanft massieren seine Finger meinen Nacken und meine Schultern und sorgen dafür, dass ich für einen Moment die Schuldgefühle vergesse.
„Du bist zu gut zu mir“, murmele ich und kann mir ein kleines Seufzen nicht verkneifen.
„Ich würde alles für dich tun“, erwidert er leise und ich merke wieder einmal, wie glücklich ich mich schätzen kann, ihn an meiner Seite zu haben.

Wenig später stehen wir beide abgetrocknet und in frischen Kleidern in seinem Zimmer und ich versorge die tiefe Schnittwunde an seinem Arm. Vorsichtig tupfe ich die Kräuterpaste von Faewen auf die Wunde und lege anschließend einen Verband an. Behutsam knote ich die beiden Enden des Stoffes zusammen und küsse die nackte Haut an seiner Schulter, als ich fertig bin. Lächelnd dreht er sich zu mir und legt mir seine Hände an die Wangen.
„Hannon le.“
Ich nicke lächelnd und er beugt sich zu mir, um mich sanft zu küssen. Sofort lege ich ihm meine Arme um den Hals, stelle mich auf die Zehenspitzen und schmiege mich an ihn, um es ihm etwas einfacher zu machen. Seine Hand wandert über meinen Nacken, streicht über meinen Rücken und bleibt an meiner Taille liegen, während unser Kuss leidenschaftlicher wird. Sanft bittet seine Zunge um Einlass in meinen Mund, den ich ihr nur zu gerne gewähre und sie in einen kleinen Tanz verwickle. Legolas löst seine andere Hand von meiner Wange, lässt sie an meiner Seite herabgleiten und fasst mir schließlich unter den Po. Energisch hebt er mich hoch und ich schlinge meine Beine um seine Hüfte. Er gibt mir Halt, trägt mich rüber zu seinem Bett und legt mich sachte darauf ab. Ohne von seinen Lippen abzulassen, rutsche ich zurück, bis ich die Kissen am Kopfende erreiche, und er folgt mir nach. Rechts und links neben mir stützt er sich auf seine Unterarme und lässt sich zwischen meinen Beinen nieder. Zärtlich liebkosen seine Lippen die Haut an meinem Hals, verteilen zarte Küsse auf meinem Puls und streichen über mein linkes Schlüsselbein. Ich spüre, wie seine Finger an den Bändern meiner Tunika, die den vorderen Ausschnitt zusammenhalten, ziehen und den Knoten lösen. Langsam streift er den Stoff zur Seite und bahnt sich küssend den Weg zwischen meinen Brüsten hindurch.

„Legolas“, wispere ich und winde mich unter seinen Berührungen, doch er macht einfach weiter. Sanft lässt er seine Lippen über meinen Rippenbogen gleiten, ehe er an meinem Bauchnabel ankommt und einen kleinen Kuss hineinhaucht. Seine Hände gleiten an meinen Seiten hinab, streichen über meine Schenkel und schieben den Stoff der Tunika langsam nach oben. Hingebungsvoll küsst Legolas mich wieder und ich klammere mich an seine breiten Schultern, als wir uns vereinen. Langsam finden wir einen gemeinsamen Rhythmus und ich spüre zunehmend, wie sich die Lust in meinem Schoß zu einer Welle anstaut, bereit mich davon zu spülen. Leidenschaftlich lieben wir uns und es dauert nicht lange, bis wir beide von der Welle erfasst und davongerissen werden. Es ist, als zerspränge meine Seele dabei in unzählige winzige Teile, in Bruchstücke meines ganzen Seins und Legolas ist es, der sie wieder zusammensetzt und mich Ganz macht.

In die weichen Laken gehüllt liege ich schließlich an seine Seite geschmiegt, mein Kopf ruht auf seiner Brust und ich lausche dem gleichmäßigen Klopfen seines Herzens. Er hat einen Arm um mich gelegt und lässt seinen Daumen kleine Kreise auf meinem Oberarm ziehen. Seine andere Hand hält meine fest umschlossen und wir genießen die Zweisamkeit. Gedanken wandern durch meinen Kopf. Gedanken über alles, was passiert ist – vor allem gerade eben. Es kommt mir vor, als hätten wir unser Bündnis besiegelt. Immerhin war es ein sehr inniger und intimer Moment, den ich noch nie zuvor mit jemandem geteilt habe. Und ich habe Legolas mein Herz geschenkt. Ich hoffe, dass er das seinerseits genauso sieht. Doch noch etwas Anderes bereitet mir Sorgen: Was wird sein Vater zu uns sagen? Legolas ist schließlich ein Prinz und in meinen Adern fließt kein königliches Blut… ich weiß nicht, ob Thranduil das zulassen würde.
„Naro enî tress chîa“*reißt Legolas‘ sanfte Stimme mich aus den Gedanken. *(Erzähle mir deine Sorgen.) Scheinbar hat er gemerkt, dass etwas in mir vorgeht. Zärtlich drückt er meine Hand und ich stütze mich auf meinen rechten Arm, um ihn ansehen zu können. Ich suche seinen Blick, während er durch mein Haar streicht und mich aufmerksam ansieht. Nach Worten ringend, hole ich tief Luft und versuche meine Gedanken zu ordnen.
„Ich habe Angst, dass dein Vater unser Bündnis nicht gutheißen wird“, sage ich schließlich und beiße mir auf die Unterlippe. Legolas‘ Augen weiten sich überrascht und er sieht mich fragend an.
„Wie kommst du auf solche Gedanken?“, fragt er und streicht mir eine Strähne hinters Ohr. Ich schließe kurz die Augen und atme tief durch.
„Nun, du bist ein Prinz und ich bin ein… Niemand“, antworte ich ehrlich und zucke etwas hilflos mit den Schultern. Er setzt sich kopfschüttelnd auf und ich tue es ihm gleich. Argwöhnisch blickt er mich an.
„Du bist kein Niemand“, erwidert er dann und streckt eine Hand nach mir aus, doch ich wehre sie ab.
„Legolas, du bist ein Prinz und vermutlich dazu bestimmt die Prinzessin eines anderen edlen Elbenvolkes zu heiraten. Für mich bleibt keinen Platz!“
„Für dich bleibt Platz!“, protestiert er, „In meinem Herzen!“ Verständnislos sieht er mich aus seinen blauen Augen an und hat ungläubig die Augenbrauen zusammengezogen. „Wer oder was säte solche Zweifel in dem deinen?“

Betreten beiße ich auf meine Unterlippe und weiche seinem forschen Blick aus. Ich starre auf die vielen Falten des Lakens, bis Legolas mir unters Kinn fasst und mich mit sanfter Gewalt zwingt, ihn anzusehen.
„Pedo, mel melethril elen“*, sagt er zärtlich und schenkt mir diesen Blick, der mich jedes Mal zu Wachs in seinen Händen werden lässt. * (Sprich, mein geliebter Stern.)
Ich seufze leise und ringe mir ein Lächeln ab, das hoffentlich nicht allzu gequält aussieht.
„Es ist…“ Ich schüttle kurz den Kopf. „Es waren nur flüchtige Gedanken, die durch meinen Geist spukten und mich zweifeln ließen.“
„Wie kann ich deine Sorgen beenden?“, fragt er und streicht mir über die Wangen.
„Erzähle deinem Vater nichts von uns“, platzt es aus mir heraus – dankbar, dass er endlich fragt. Überrascht zieht er die Augenbrauen hoch. „Am besten erzählen wir vorerst niemandem von uns, bis die Zeit günstiger ist…“
Stumm sieht er mich an und ich versuche den Ausdruck in seinen Augen zu lesen. Ich habe das Gefühl, ihn zu verletzen… dass meine Worte ihn beleidigt haben. Das ist natürlich nicht meine Absicht. Ich liebe ihn, es ist das Letzte, was ich ihm antun würde. Doch ich habe zu viel Angst vor dem Urteil des Königs. Nicht nur über unsere Liebe, sondern auch über mich und meine Gabe. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was er mit mir machen wird, wenn er erfährt, dass sein einziger Sohn meinetwegen in Lebensgefahr war… Ich stelle eine Bedrohung für das Waldlandreich und seine Bewohner dar. Solange jemand blutrünstige Orks aussendet, um mich zu fangen, sind alle um mich herum in Gefahr. Vielleicht wäre es besser, wenn Thranduil mich in den tiefsten Kerker schmeißt, den es in seinen Hallen zu finden gibt…
Doch nun gilt es erst einmal Legolas zu überzeugen, unser Bündnis als Geheimnis zu wahren. Aufmerksam mustere ich sein Gesicht und warte gespannt auf seine Antwort.
„Be iest lîn“*, erwidert er schließlich und ich meine, eine ungewohnte Kälte aus seiner Stimme herauszuhören. *(Wie du willst.) Mein Herz wird schwer und ich spüre sofort, wie brennende Tränen in meine Augen steigen.
„Legolas, bitte. Sei nicht wütend auf mich!“ Ich setze mich auf und greife nach seiner Hand, während ich ihn mit wässrigen Augen ansehe. „Ich könnte es nur nicht ertragen, wenn dein Vater unser Bündnis missbilligen würde.“
Sofort kehrt die Sanftheit auf sein Gesicht zurück und er legt mir eine Hand an die Wange.
„Ich bin nicht wütend“, sagt er und küsst mich zärtlich. Ich kann nicht verhindern, dass sich einige Tränen aus meinen Wimpern lösen und über meine Wangen rollen. Behutsam wischt er die salzigen Tränen mit seinen Daumen fort und lächelt mich an. „Wie könnte ich?“
Erleichtert tritt ein Lächeln auf meine Lippen und ich atme hörbar aus.
„Wenn dies dein Wunsch ist, werde ich ihm Folge leisten“, fügt Legolas hinzu und küsst mich erneut.
„Wir werden es deinem Vater sagen…“, wispere ich an seine Lippen, nachdem wir uns voneinander gelöst haben, „Ú-iston ias egor ir, dan gweston.“ *(Ich weiß nicht wo oder wann, aber ich verspreche es dir.) Glücklich lege ich ihm beide Arme um den Hals und er zieht mich dicht an sich, ehe wir unsere Lippen zu einem innigen Kuss verschmelzen lassen.
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