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Tag, You're It

KurzgeschichteAllgemein / P16 / Gen
04.04.2021
04.04.2021
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Trigger-Warnung: Vergewaltigung
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Nach links und rechts schauend überquere ich die kleine Straße, die in der Nähe meines zu Hauses war. Nur noch wenige Meter, die ich laufen musste und während ich weiter in die Richtung meines Zieles lief, registrierte ich nicht das Auto, welches neben mir herfuhr. Erst als die Fensterscheiben runtergefahren wurden und die Person in dem Wagen leise pfiff, begriff ich dies. Abcheckend ließ er seinen Blick über mich gleiten, was mir einen unwohlen Schauer über den Rücken jagte und leicht mein Gesicht verziehen ließ. Ich dachte mir von vorne rein, dass ich nicht hätte zusagen sollen, noch in das Nachtcafé zu gehen, da ich die einzige war, die noch keinen Führerschein besaß und auch in einer ganz anderen Richtung wohnte als meine Freunde. Da ich den jungen Mann nicht provozieren wollte, ignorierte ich ihn einfach, statt ihn anzuschnauzen und ging eilig weiter, wer weiß was noch so für Gestalten unterwegs waren.                                                                       
„Luuuust auf ne Spritztouuur Süßeeee?“, er war eindeutig angetrunken, so wie er die Wörter in die Länge zog und mich dreckig angrinste. Immer noch versuchte ich ihn nicht zu provozieren, er war angetrunken, bestimmt wusste er gar nicht genau was er da sagte, wie ich diesen Gedanken bereuen werde, wusste ich zu diesem Augenblick nicht.                                                
„Nein danke, fahr lieber nach Hause, es ist schon spät und du bist scheinbar angetrunken, da solltest du besser nicht mehr mit dem Auto fahren, nicht das noch etwas passiert. Gute Nacht.“
Schnell bewegte ich mich weiter, sein veränderter Blick, der eindeutig hungrig war, als ich die Worte sagte, war mir nicht ganz geheuer und allmählich kroch Angst in mir hoch, besonders als er ausstieg, mit den Worten:
„Ich kann auch laufen Süßee, das ist kein, wirklich kein Problem.“
Immer näher kam er mir und als ich panisch rief, er solle mich in Ruhe lassen, lachte er nur hämisch und schlenderte gemächlich weiter zu mir. Das war der Punkt, an dem es mir reichte, ich hatte Angst wie ich sie lange nicht mehr gehabt habe und sofort rannte ich los. Wind preschte mir in mein Gesicht, dadurch verschleierte sich meine Sicht leicht mit Tränen. Ich wusste nicht genau wo ich hinrannte, da ich einfach nur noch wegwollte, weg von diesem Mann und weg von seinen Blicken, die mir verdeutlichten, dass er etwas wollte, was für mich garantiert nicht gut enden würde. So rannte ich und rannte und rannte, bis ich an einem Park angelangt war, der mir im dunklen nur milde bekannt vorkam. Auf einmal stolperte ich und feste Schritte ertönten hinter mir, er war wohl doch nicht so betrunken, wie ich vermutet hatte. Indessen rappelte ich mich auf und eilte weiter voran, allerdings war er schneller. Er packte mich am Handgelenk und riss mich zu sich herum, die Panik musste mir ins Gesicht geschrieben sein, denn er amüsierte sich anscheinend prächtig darüber.                                                                     
„Du brauchst doch keine Angst haben Süße, wir wollen es doch beide. Ich mein sieh dir an wie du angezogen bist und warum sonst solltest du um diese Uhrzeit noch draußen sein?“ Lächerlich, einfach nur lächerlich, ich versuchte mich loszureißen und schnaubte auf seine Worte hin verächtlich.                                                                                                  
„Wir wollen es beide? Nein, da hast du dich getäuscht. Lass mich los und dir werden keine weiteren Konsequenzen drohen.“                                                                                     Nun war es an ich verächtlich zu schnauben und der Griff um meinen Arm wurde fester, so fest, dass ich merkte, wie mein Handgelenk taub wurde.                                                                   
„Konsequenzen? Von dir? Oder wen meinst du? Denkst du irgendwer würde dir glauben, dass du es nicht wolltest? So wie du dich aufgehübscht hast, es ist offensichtlich Schätzchen, mach dir nicht vor.“                                                                                 
Meine Gegenwehr störte ihn deutlich, mit einem Ruck lag ich auf dem harten, kühlen Steinboden und erschrocken schrie ich auf. Dies schien ihn auch zu stören und ich schrie weiter, so laut ich konnte schrie ich. Ich rief nach Hilfe, schrie und brüllte meine Situation in wenigen Wörtern und kratzte und trat um mich. Konnte mich denn niemand hören? Irgendwer musste doch mitbekommen was hier vor sich ging, ich schrie doch schon so laut ich konnte. Plötzlich wurde mir der Mund zugehalten und er lag halb auf mir. Alles zog sich in mir zusammen, das konnte doch nicht, das durfte doch nicht passieren. Wieso ich?                                       „Ach komm, so schlimm? Gefällt dir das etwas nicht?“, er fuhr grob an meiner Seiter entlang.
„Oder dass?“, er fasste an meinen Ausschnitt und ich versuchte weiter mich zu wehren, ich würde nicht aufgeben, auch wenn mir schon längst die Tränen herunterflossen. Hilflos murmelte ich:
„Bitte. Stopp. Hör auf.“, doch das alles brachte nichts, meine gedämpften Schreie und Hilferufe schienen ihn nicht mehr zu stören und meine Gegenwehr war schwächer geworden. Ich musste mitansehen, wie er sich seine Hose auszog und es trotzdem schaffte mich festzuhalten. Als er dann auch noch meine Kleidung von mir riss, zog alles an mir vorbei, wie ein Film, den ich schaute und nicht so als würde es ich sein, die das alles erlebte.                                                                        
Ich fühlte alles und nichts, fühlte seine Berührungen an meinem Körper, wie er in mich drang und alles in mir sich wehrte, sich alles verkrampfte und er mir innerlich schmerzen zufügte, welche psychischen Schaden hinterlassen würden. Was ich nicht fühlte, war das es wirklich mir passierte, dass ich es war und nicht irgendein kranker Film, den ich mir ansah, denn realisiert hatte ich die Situation immer noch nicht.                                                                             
Richtig bemerken tat ich erst wieder was, als er fertig war, sich fertig an mir und meinen bis dato noch jungfräulichen Körper ausgetobt hatte. Ich fühlte mich leer und klare Gedanken konnte ich auch nicht mehr fassen, es fühlte sich an wie das schlimmste, was ich je erlebt habe und das war es auch, ich fühlte mich dreckig, nein war dreckig. Ich wurde beschmutzt und besudelt und war auch noch selbst schuld. Ich hätte es früher bemerken müssen, hätte früher ahnen müssen, was er vorhatte und hätte früher das Auto hören müssen, doch jetzt war es zu spät.                                                                               
Wie ich es nach Hause geschafft hatte wusste ich nicht mehr und auch wie ich es geschafft hatte, nicht zusammenzubrechen, als ich meiner Mutter erklärte wo ich so lange war und was passiert war. Meine Mutter war so geschockt, wütend und keine Ahnung was noch, sie hatte geweint und geschrien, geflucht, die ganze Welt hatte sie verflucht, aber ich bekam nicht wirklich etwas mit. Ab diesem Tag war alles anders und nichts mehr so wie früher. Ich fühlte mich schmutzig, besudelt, dreckig und verabscheuungswürdig, denn alles war anders, alles hatte sich geändert und das nicht zum Positiven.

                         --Ende--
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