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The lady of iron toughts (3)

GeschichteAbenteuer, Romance / P18 / Gen
Dis Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
04.04.2021
13.06.2021
9
38.940
17
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
02.05.2021 5.055
 
Hallo ihr Lieben :)

Eine Woche ausgesetzt aufgrund SEHR VIEL ARBEIT, aber ich bin noch da und es geht weiter.
Ich wünsche euch erst einmal einen schönen ersten Mai. Auf das das Wetter endlich mal schöner wird...
Vielen Dank für eure Revis, ich beantworte sie heute oder morgen noch.

Einen schönen Sonntag,
eure CasseyCass *-*

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Judy
Als hätte die Gemeinschaft geahnt, dass hier etwas im Argen lag, tauchten nur wenig später mehr als genug Helfer auf. Bofur und Bifur brachten Äxte und Sägen mit, Bombur zog eine riesige Schubkarre herbei, Ori brachte uns von Dis etwas Fingerfood und Getränke und Dwalin und Gloin rückten mit einem riesigen Rollbrett an, auf dem bereits neue Bretter für die Bettgestelle ruhten. Ich konnte bei so viel Hilfsbereitschaft nur mit dem Kopf schütteln. Manchmal war es nervtötend, doch gerade jetzt könnte ich die Zwerge für ihre Loyalität abknutschen. Zum Glück hatte ich mir nach der Dusche bequeme Sachen angezogen, in denen ich gut arbeiten konnte. Mit einem Kleid wäre das weniger möglich gewesen. Während Dwalin und Bofur die kaputten Bretter zersägten, bildeten wir eine Kette, um alles hinaus zu tragen. In das Fass mit der ruinierten Kleidung, warf Dwalin kurzerhand eine Fackel. “Tut mir Leid, die wären nicht mehr zu retten gewesen”, brummte er. “Es ist nur Stoff”, erwiderte ich, “wir können ihn ersetzen.” Wie so gut wie alles hier. Glücklicherweise war der Großteil unserer Spenden in der Schatzkammer verwahrt. Das bisschen Geld, was gestohlen worden war, war zu verkraften.

Peppy versuchte in den herumfliegenden Pergament-Haufen im Büro etwas Ordnung reinzubringen, was genauso ein hilfloses Unterfangen war, wie das Küchengeschirr zu sortieren. Wer machte sich die Arbeit und zersägte Gabeln? Ich seufzte leise. “Verbessere mich, wenn ich falsch liege”, ertönte da Thorins warme Stimme, “aber das hier ist nicht unser Gemach-” Ich fuhr zusammen, stieß mich an dem umgekippten Küchenregal und verzog das Gesicht schmerzvoll, ehe ich mich vorsichtig aufsetzte und zerknirscht zu Thorin blickte. Er sah nur halb so böse aus, wie erwartet, aber definitiv war er nicht begeistert über meine Anwesenheit hier. “Woher weißt du, dass ich hier bin?”, fragte ich leise. “Das habe ich ihm gesagt”, ertönte Dwalins Stimme aus dem Schlafraum. Natürlich. Wer auch sonst. Thorin sah sich um, schüttelte fassungslos den Kopf. “Was ist hier passiert?” “Zwei unserer Soldaten sind Amok gelaufen”, murmelte ich, “und sie haben ganze Arbeit geleistet-”, ich hielt ihm den Mülleimer hin. “Sie haben selbst die Gabeln zerbrochen.” Weiteres Kopfschütteln seinerseits. “Das ist kaum zu glauben… Dennoch, Amrâlimé, du gehörst ins Bett. Das war die Abmachung, wenn du dich nicht dran hältst-”

“Was hätte ich tun sollen, Thorin, huh?! Das hier ist mein Projekt! Amira hätte verletzt sein können, sie und Penny waren hier-” Als hätte das Mädchen mich verstanden, strampelte es in dem Laufstall auf mich zu und dotzte gegen mein Bein. Ich bückte mich und hob sie auf meinen Arm. Griff in die Kiste mit noch brauchbaren Lebensmitteln und holte einen der Baby-Kekse hervor, die wir hier auf Vorrat lagerten. “Ich habe nie gedacht, dass jemand dieses Projekt derart hassen würde, dass er es in seine Grundbestandteile zerlegt-”, wisperte ich. Obwohl ich nicht hatte weinen wollen, spürte ich erneut Tränen hinter meinen Lidern brennen, weshalb ich vorsichtshalber das Gesicht an Penelopes Kopf drückte. “Ich verstehe, dass es dich mitnimmt”, sagte Thorin sanft und kam auf mich zu, “aber sieht - hier sind alle gut aufgestellt-” “Ich werde nicht oben sitzen und Däumchen drehen, während andere mein Chaos beseitigen, Thorin!” “Du bringst niemanden etwas, wenn du dich überarbeitest!” Es war unser ewiger Streitpunkt. Seit ich nach der ganzen Aufstand-Geschichte kaum einen Tag ohne nahen Nervenzusammenbruch überlebt hatte, sorgte sich Thorin, ich würde demnächst wieder theatralisch zusammenbrechen. “Du bist nicht so belastbar wie zu deiner Ankunft in Mittelerde”, sagte Thorin gezwungen ruhig. “Das ist nicht schlimm, wir müssen nur damit umgehen können-” “Ich kann das, deshalb bin ich hier!”, fauchte ich.

Penny sah zu uns, etwas erstaunt über meine heftigen Worte. Ich biss mir auf die Unterlippe, versuchte die Wut in mir irgendwie wieder einzufangen. “Tut mir Leid”, flüsterte ich und fuhr mir über das Gesicht. Setzte Penelope vorsichtshalber wieder in den Laufstall, ehe ich ihr Angst machte oder ähnliches und verschränkte die Arme vor der Brust. “Namad, die Bilder kriege ich vielleicht wieder gereinigt-”, Kili kam mit den Zeichnungen aus dem Schlafraum, “-hast du ein Tablett oder irgendetwas, wo ich sie sicher drauf legen kann?” “Ja, da… da hinten”, ich zeigte zur Anrichte, wo ein Tablett stand, dessen linker Henkel gebrochen war. Er legte die Bilder versetzt zueinander auf das Brett und sah immer wieder zu mir und Thorin und der fröhlich mampfenden Penny. “Störe ich?” “Nein”, sagten Thorin und ich unisono. “Gut… Dann unterhaltet euch doch, hm? Oder habt ihr das verlernt? Zu viel Aktion zu wenig Kommunikation, hm?” Er wackelte provozierend mit den Augenbrauen und Thorin seufzte. “Wenn ich es mir recht überlege, störst du doch, Neffe.” Ich unterdrückte ein Schmunzeln. “Nun gut, dann lasse ich euch mal wieder allein-” Kili zwinkerte uns zu und verschwand wieder ins Schlafzimmer. “Kommt es mir nur so vor oder hat er bessere Laune als die vergangenen Tage?”, fragte Thorin. “Hat er. Vermutlich haben er und Tess ebenfalls weniger agiert und mehr kommuniziert-”

Nun konnte auch Thorin sich ein Lächeln nicht mehr verwehren. Ich löste meine verschränkten Arme und machte einen zaghaften Schritt auf ihn zu. Ohne zu zögern, wanderten Thorins Arme um mich herum. Manchmal hatte ich Angst, dass sich wieder diese Mauer zwischen uns hochzog, wie damals nach dem Angriff auf Thal, wie nach seinem Zusammenbruch. Diese Mauer, wo wir glaubten, einander nicht alles erzählen zu können, wo wir uns mit unseren eigenen Gefühlen zurückhielten, um den anderen nicht noch mehr zu vertreiben. Und es war schwer gegen die Mauer anzukommen, wenn sie sich erst einmal hochgezogen hatte. “Ich weiß, dass dir das nahe geht”, flüsterte Thorin, “ich weiß, dass es dich traurig macht und frustriert und das ist in Ordnung. Und ich weiß auch, dass du diesen Gefühlen mit Arbeit entgegen kommen willst, aber wenn wir eines gelernt haben in den vergangenen Monaten, dann dass das nichts bringt, hm?” Ich grub das Gesicht fest an seinem Hals. Meine Tränen tropften leise in seinen Hemdkragen. Irgendwann gewöhnte man sich ans Weinen. Ich hatte mal geglaubt, dass Weinen nur Ausdruck von einem besonderen Schmerz war und das stimmte vermutlich auch. Jeder Mensch konnte nur ein gewisses Maß an Schmerz ertragen und meine Schmerzgrenze war eben etwas gesunken. Das machte mich nicht schwächer, nur… empfindsamer.

Sanft begann Thorin meinen Nacken zu massieren. Erschöpft schloss ich die Augen, bettete den Kopf an seiner Schulter. “Bleib noch etwas, aber ich will dich heute Abend nicht vor Erschöpfung wankend ins Zimmer kommen sehen”, mahnte Thorin sanft. “Sondern?”, murmelte ich. “Oh… Wenn du so fragst-” Er drückte mein Gesicht hoch und gab mir einen Kuss auf die Lippen. “Du und ich und die Badewanne”, wisperte er und grinste. “Uh, das klingt tatsächlich nach einer Alternative”, gab ich zurück. “Siehst du. Treffen um sechs? Wir können im Zimmer zu Abend essen.” Ich seufzte. “Na gut. Weil du es bist.” Ich schmiegte mich an ihn und küsste ihn. An seine Küsse hatte ich mich auch in einem Jahr nicht gewöhnt und ich hoffte, es niemals zu tun. “ich will immer nur, dass es dir gut geht”, sagte Thorin, “gerade nach dem letzten Jahr. Ich habe dich leiden sehen und ich ertrage es nicht. Du hast vor wenigen Stunden noch eiskalt neben mir im Bett gelegen und jetzt hier zu stehen, ist gefährlich. Denk an deine Gesundheit, so wie du an meine denkst.” “Ja, ja, ja”, nörgelte ich.

“Apropos”, hielt ich ihn zurück, als er sich bereits vorsichtig von mir löste, “hast du dein Obst gegessen?” Ich und Tess hatten die fleisch- und weinhaltige Nahrung der Zwerge nie besonders gut verstanden und nachdem wir Thorin aufgepäppelt hatten, hatten wir dem König eine gesunde Schonkost verschrieben, voller Obst und Gemüse und gesunden, mageren Fleisch. Zwerge waren vielleicht anders gebaut als Menschen, aber auch eine zwergische Leber oder Niere oder ein zwergisches Herz sollten nicht unbedingt verfetten. Wo an diesem Zwerg schon sonst nichts irgendwie verfettet war. Thorin verdrehte bei meinen Worten die Augen. “Ja, habe ich. Du kannst Lord Salysan fragen, er war dabei.” “Aber nicht er, hat es gegessen?” “Judy-!” “Ich mein ja nur. Du bist nicht der einzige, der alles über seinen Partner herausfindet.” “Offensichtlich…” Ich lächelte schief, als er mir einen Handkuss gab. “Bis nachher, Eure Hoheit.” “Bis nachher-”  Hm. Ich glaube ich würde vorsichtshalber Obstsalat auf unsere Speisekarte heute Abend setzen…

Thorin
Er wusste ganz genau, dass es heute Abend Obstsalat geben würde. Nicht, dass Thorin kein Obst mochte, aber reichte nicht ein Apfel in der Woche? Wieso jeden Tag? Und er bekam ja nicht nur einen! Er bekam sicher drei Äpfel, eine Birne und eine Orange täglich und im Winter noch mehr, weil der Körper da weniger Sonne bekam und seinen Vitaminhaushalt anders auffüllen musste. Dabei war er ein Zwerg! Zwerge konnten für Monate ohne Tageslicht auskommen, sie brauchten nicht zwangsläufig eine derart ausgeklügelte Ernährung. Sie waren nicht so anfällig wie Menschen. Was er Judy natürlich nie sagen würde. Sie würde ihn mit ihrem ernsten, undurchdringlichen Noch-ein-Wort-und-ich-führe-ein-Gesetz-dafür-ein-Blick ansehen und Thorin hätte verloren. Denn wenn er Judy eines zutraute dann ein Tägliches-Obstportion-Gesetz einzuführen oder so… Thorin hatte im Büro zwar noch eine Menge Papierkram zu erledigen, doch er wollte vorher ein Wort mit seinem Neffen wechseln, dem Nori gerade eines von Filis Gemälden reichte, von dem Tomatensaft tropfte. “Kili.” Sein Neffe fuhr herum. “Kann ich kurz mit dir reden?” “Natürlich, Onkel. Bifur, übernimmst du kurz?” Bifur sprang herbei und nahm das Bild entgegen, das den Erebor im Sonnenuntergang zeigte und Kili ging zu Thorin.

“Draußen”, murmelte er und nickte gen Tür. Im Flur räusperte Thorin sich kurz. “Ich wollte mich bei dir für meine harschen Worte gestern entschuldigen”, sagte er ruhig. “Ich hatte Stunden damit verbracht euch im Berg zu suchen und herauszufinden, wohin ihr geritten seid und als ihr dann zwar wieder zurück wart, aber definitiv aus einer Schlacht kamt, war ich etwas an meine Grenzen gelangt. Auch dem erfahrensten Krieger kann einmal die Geduld ausgehen. Wie gesagt, es tut mir Leid und ich hoffe, du kannst mir verzeihen.” Kili hörte ihm stumm zu und nickte dann knapp. “Natürlich Onkel.” Er zögerte kurz. “Ich… wollte nicht… Judy mitzunehmen war nicht geplant und dass wir in einen Hinterhalt geraten… Ich hatte darüber nachgedacht und niemanden eine Chance geben wollen, aber dann ist mir etwas durchgebrannt und ich… Es tut mir auch Leid-” “Ich weiß.” Thorin legte ihm eine Hand auf die Schulter. “Und ich hoffe du weißt, dass es mir nicht nur um Judy in dieser Geschichte geht. Sie kann sich verteidigen und ich womöglich die mutigste Frau im gesamten Erebor, sie hätte sich zu wehren gewusst und ich vertraue ihr, wenn sie sich einer Herausforderung stellt. Mir ging es genauso um dich, Kili. Und um ehrlich zu sein werde ich aus dieser Aktion nicht schlau. Du warst immer ein größerer Hitzkopf als Fili, aber in letzter Zeit hast du dich mehrfach sehr leichtsinnig verhalten. Wieso?”

Kili hob unschlüssig die Schultern. “Nein, damit kommst du mir nicht davon”, erwiderte Thorin hart, “ich will eine Antwort, die einem erwachsenen Zwerg würdig ist.” Die Lippen seines Neffens bildeten einen dünnen Strich und kurzzeitig dachte Thorin, er würde ihm die Antwort verweigern. Doch dann ließ Kili sich auf den Stapel Hölzer vor Circe’s Eingangstür fallen und seufzte tief. “Um ehrlich zu sein, weiß ich es wirklich nicht, Thorin. Seit wir… Kinder waren, hast du mir und Fili vom Erebor erzählt und ich hatte immer das Gefühl, dass die Rückeroberung des Berges das Ziel unseres Lebens sein wird. Nun haben wir den Erebor und ich… habe Tess und einen Beruf und mein ganzes Leben liegt noch vor mir und ich habe keine Ahnung, was ich hier tue. Soll ich noch weitere 150 Jahre jeden Tag in die Minen gehen, abends mit Tess schlafen gehen, irgendwann vielleicht ein Kind großziehen und das war’s? Der Gedanke macht mich wahnsinnig, Thorin, ich fühle mich mit Mitte 80 am Ende meiner Fähigkeiten und manchmal habe ich das Gefühl keine Luft mehr zu kriegen, als wäre ich eingesperrt. Und jeder ist so glücklich und zufrieden und ausgelastet und ich bin es nicht. Ich bin nicht zufrieden. Ich weiß nicht einmal, ob ich glücklich bin-”

Dafür, dass Kili nicht wusste, wieso er sich so verhielt, wie er es tat, war das ein recht langer Monolog gewesen. Thorin musterte den jungen Zwerg, dessen Bart deutlich dichter wurde und dessen Haare vor Schmuckschließen nur so blinkte. Hatte Tess nicht letztens etwas von einem neuen Tattoo gesagt? Hm. Das klang für ihn nach einer sehr tiefen Sinnkrise. Wenn er schon in Frage stellte, ob er glücklich war… Thorin setzte sich neben Kili und stützte die Ellbogen auf seinen Knien ab. “Wusstest du, dass ich in deinem Alter mit einer Zwergin durchbrennen wollte?” Kili hob den Blick. “Wie bitte?” “Ja.” Thorin grinste etwas und zuckte mit den Schultern. “Ich hatte meine Ausbildung fertig und mein Vater schleppte mich zu jeder Sitzung, die er nur ausfindig machen konnte. Er war der Meinung, ich solle meine Geduld schulen, da ich als König häufig an langen, nichts bringenden Sitzungen teilnehmen würde-” “Bitte sag mir nicht, dass ich das auch tun muss-” “Nein, sei unbesorgt. Nicht die Sitzungen geben dir Geduld und ein starkes Nervenkostüm sondern neue Situationen und Herausforderungen, wie… Nächte in Regen und Kälte, auf der Suche nach einem Unterschlupf für ein ganzes Zwergenvolk oder Diskussionen mit hunderten Zwergen, die nach einem Jahr Herumwandern keine Lust hatten, ein neues Zuhause aus puren Stein zu schlagen.” Thorin winkte ab.

“Auf jeden Fall waren mir mein Vater und der Thron ziemlich egal. Ich war jung und angeberisch und verliebt und… unruhig, wie du auch. Also dachte ich, wenn das Abenteuer nicht zu mir kommt, muss ich es eben suchen gehen. Ich packte meine Sachen, schnappte mir Hilde - so hieß die Zwergin - und ritt mit ihr davon.” “Wie weit seit ihr gekommen?”, fragte Kili neugierig. “Bis zum nächsten Gasthaus. Es hatte geschneit und Hildes Pony verknackste sich den Huf. Vaters Soldaten fanden uns noch am selben Abend bei einer Schüssel Lammeintopf-” Kili grinste. “Nun, wir wurden zurück in den Berg gezwungen und um mich an meinen rechtmäßigen Platz zu erinnern, wurde ich einem Baby versprochen, das nicht einmal geboren war-” “Breeda.” “Genau. Ich weiß noch, wie ich in meinem Gemach saß und das Gefühl hatte, mein Leben wäre beendet ehe es begonnen hatte. Durchgeplant bis zum letzten Atemzug, gefangen in einer Endlosschleife aus wachen, schlafen, essen, Sitzungen und, und, und.” Es war ein schrecklich frustrierendes Gefühl gewesen. Niederschmetternd. “Was hast du getan?”, fragte Kili. “Zuerst einmal musste ich mich beugen. Ich hätte noch immer abhauen können, aber Vater machte ziemlich deutlich, dass mich keines der Zwergenreiche aufnehmen würde und ich sicher nicht mit Gold versorgt würde-” Und damit wäre er ziemlich aufgeschmissen gewesen.

“Ich nahm also an den Sitzungen teil und an den Feierlichkeiten und an Beurkundungen und was weiß ich nicht alles. Alles, was am König-Sein nur langweilig und nervenzehrend sein kann. Aber ich tat noch etwas und das würde ich dir auch ans Herz legen-” Kili hob fragend eine Augenbraue. “Such dir ein Ziel. Irgendetwas für das sich die nächsten 150 Jahre zu leben lohnen. Und ich meine nicht nur Tess als Partnerin oder einen… sicheren Beruf oder eine Familie. Sondern etwas Spezifisches, nur für dich.” “Was war dein Ziel?”, fragte Kili. Sah ihn aus den braunen Augen heraus an, die Dis’ so ähnlich waren. “Ich wollte einst ganz Mittelerde bereist haben”, gestand Thorin. “Ganz allein, einfach durchs Land ziehen, bleiben, wo es mir gefällt, weiterreisen, wenn ich mich langweilte und eben danach fühlte. Ich wollte warten, bis ich genug Reputation bei meinem Vater angesammelt hatte, um ihn zu bitten, mich freizustellen, aber dann kam Smaug und alles änderte sich mit einem Schlag. Ich bekam mein Abenteuer und meine Reisen, aber auf andere Weise, als ich sie mir gewünscht hatte.” “Hast du jetzt noch ein Ziel?”, fragte Kili. “Ich meine”, schob er hinterher, “du wolltest immer den Berg zurück und den hast du jetzt. Der Erebor floriert und du hast Judy… Du hast doch auch alles.” “Gewiss. Sagen wir… eine Ziele sind etwas bescheidener geworden.” “Aha?”

Thorin lächelte etwas. “Ich will die Krönung deines Bruders erleben”, gestand Thorin offen. “Und ich will dich mit deiner Familie erleben und wie Dis es endlich schafft dieses Kuchenrezept unserer Urgroßmutter umzusetzen, woran sie seit Jahrzehnten scheitert. Und ich will… jeden Tag neben der Frau aufwachen, die ich liebe. Je älter du wirst, desto kleiner werden deine Ziele und ich rechne nicht mehr mit einer Zeitspanne von 150 Jahren sondern nur noch mit einem Drittel davon-” “Wobei du bei Judys guter Pflege vermutlich die 300 knacken wirst”, warf Kili ein. “Das und deiner Partnerin, die vermutlich jedes noch so kleines Gebrechen meinerseits heilen wird, ehe es zum Problem werden kann.” Kili grinste. “Eine Woche”, forderte Thorin da und stand auf, “dann will ich wissen, was deine Ziele sind.” Das Grinsen wich aus Kilis Gesicht. “Eine Woche?! Wie soll ich das schaffen?!” “Du bist jung, dir wird was einfallen.” Kili starrte ihn mit offenem Mund an. “Und… wie viele Ziele so?” “Nun, so viele, wie du findest. Aber ich denke drei sollten das Minimum sein.” “DREI?!” “Sind dir fünf lieber? Wir können auch fünf Ziele festlegen-” “NEIN! Nein, drei Ziele sind.. großartig. Große Klasse, Onkel Thorin.” Dieser musste ein Lachen unterdrücken. “Sehr gut. Dann erwarte ich in einer Woche deine Ausführungen.” “Hmm”, machte Kili kläglich. Thorin wandte sich zum Gehen, hielt jedoch noch einmal inne.

“Ach, Kili-” Er sah auf. “Ich weiß, dass Judy dir sehr wichtig ist und dass du sie niemals wissentlich in Gefahr gebracht hättest. Und ich gehe davon aus, dass dein Ziel dich davor bewahrt, dich regelmäßig in gefährliche Situationen zu bringen, einfach weil dir langweilig ist. Aber ich werde kein weiteres Mal dulden, dass du das Leben meiner Frau gefährdest.” “Natürlich nicht, Thorin. Ich… Ich wäre ähnlich wütend, wenn jemand Tess verletzt und unterkühlt nach Hause gebracht hätte, Selbstheilungskräfte hin oder her. Tut mir Leid-” Thorin nickte bloß. Dass sein Neffe bereute in diese unsinnige Schlacht zu reiten, wusste er. Er sollte es aber nicht nur seinetwillen bereuen sondern auch um Judys Willen. Sobald man an die Leben anderer dachte, die von einer Handlung beeinflusst werden konnten, änderte sich der Blickwinkel und manchmal auch das Resultat.

Kili
Er saß noch für ein paar Augenblicke auf den Holzbarren und dachte über das Gespräch gerade nach, während aus Circe die Geräusche von Sägen und Äxten erklangen. Eigentlich sollte er zurück und weiter helfen, aber irgendwie war ihm gerade nicht nach Gesellschaft zumute. Zumindest nicht nach der Gesellschaft seiner Freunde, die er in den letzten Tagen rund um die Uhr in der Nähe gehabt hatte. Aber Kili hatte sich von dem gescheiterten Heiratsantrag ablenken wollen und da waren Bofur und Nori die beste Wahl gewesen. Das und eine viel zu hohe Menge an Alkohol- Nein, er brauchte andere Gesellschaft. Kili erhob sich, klopfte sich die Sägespäne von der Hose und schielte nur kurz durch die Eingangstür. Judy hatte Penelope auf der schiefen Anrichte sitzen und ließ sie gerade vorsichtig hinunterrutschen, was dem Kind ein erfreutes Giggeln entlockte. So unnahbar sie manchmal auch rüberkam, so liebenswürdig und herzlich war sie in anderen Momenten. Womöglich machte sie das zu einer so guten Regentin. Sie war weder schwach und leicht zu beeinflussen oder ließ sich von den Ansichten ihres Gegenüber blenden, noch war sie gegenüber allen anderen Ideen abgeneigt, hartherzig oder gar grausam. Thorin hatte eine gute Wahl getroffen. Kili schlich sich an der Tür vorbei, bevor Judy ihn bemerkte und ihm neugierige Journalistinnen-Fragen stellen konnte, für die er weder Zeit noch Geduld hatte, dann eilte er die Treppen hinauf zur Eingangshalle und weiter gen Westflügel.

Der einstige Krankentrakt war massiv vergrößert worden. Nicht, weil es mehr Kranke gäbe, die es zu verarzten gab - im Gegenteil. Zeiten des Friedens bewirkten weniger Kranke, Verletzte und Gebrechliche. Aber Tess hatte Schulungsräume ausbauen lassen, es gab Räume für Zwerge, die stationär behandelt werden mussten und Räume für Kurzzeitpatienten, neue Zimmer für Schwangere, wenn sie niederkamen, einen Raum nur für Operationen und nicht zu vergessen, die Kinderstation und ein riesiges Lager, das alles beherbergte, was eine Krankenstation benötigte: angefangen bei Kräutern über Verbände und Operationsbesteck bishin zu Ersatzmatratzen und Bettwäsche. Alles da. Während Kili seine Freundin suchte, kamen ihm deutlich mehr Frauen als Männer entgegen, obwohl Tess alle für die unterschiedlichen, ärztlichen Berufe anwarb. Aber Krankenschwester zu sein, war ein Frauenberuf und so schnell würden sich Zwerge nicht als Pfleger ausbilden lassen. “Eure Majestät-” Eine Gruppe Zwerginnen knickste höflich und Kili nickte brav zurück, was eine kleine Lachsalve auslöste. Früher hatte er diese Art der Aufmerksamkeit echt genossen, doch seit er Tess hatte, wurde es ihm zunehmend unangenehm. Manchmal hatte er das Gefühl, dass nicht jeder seine Beziehung zu der Heilerin für voll oder für die Ewigkeit sah.

Schließlich fand Kili Tess in einem Schulungsraum, der gerade jedoch nicht für Unterricht genutzt wurde sondern zur Therapie. Auf dem Boden lagen Matten, große Bälle und Bänder herum und Tess tastete einen älteren Zwerg ab, dessen Augen man vor lauter Augenbraue kaum sah und nervös seine Tunika in den Händen knetete. Vermutlich war es ihm unangenehm mit nacktem Oberkörper vor der Partnerin des Prinzen zu hantieren. Kili blieb im Türrahmen stehen, verschränkte die Arme und sah zu, wie Tess den Zwerg abtastete. “Au- Da zieht es.” “Hm, das kann ich sehen”, brummte Tess, deren Finger akribisch den Schultermuskel entlang fuhren. “Das kann ich Ihnen natürlich heilen, Sir, aber ich verspreche Ihnen, dass Sie in einem halben Jahr wieder hier stehen werden-” “Achja?” “Ja. Ihre Haltung hat etwas von einer Schnecke, als würden Sie sich am liebsten zusammenrollen. Sitzen Sie oft am Schreibtisch?” “Nun, ich bin Gutacher, Miss. Ich betrachte all die funkelnden Steinen, die unsere Arbeiter aus den Minen hochbringen und sortiere sie nach ihrem Wert.” “Ja, das dachte ich mir. Stellen Sie sich einmal gerade hin. Schultern zurück, genau, Bauch anspannen, Brust raus, sehr gut, und Kinn nach vorn- Schultern. Schultern… Jetzt. So stehen Sie gerade und richtig.” “Ich falle nach hinten um-” “Genau! Wenn Sie das Gefühl haben, stehen Sie gut.” “Das ist anstrengend.” “Ich weiß, Ihr Körper ist an eine andere Haltung gewohnt und wird nun etwas zicken. Machen Sie diese Haltungsübung fünfmal am Tag jeweils fünf Runden. Halten Sie sie immer etwa… fünf bis zehn Sekunden.”

Tess ließ die Hände wieder sinken und stemmte sie stattdessen in die Hüfte. “Ich schreibe Sie an eine unserer frisch ausgebildeten Therapeutinnen weiter, die Sie etwas massieren wird”, sagte sie nachdenklich, “und die wird Ihnen auch weitere Übungen mitgeben. Denn durch Ihre krumme Haltung, verzieht sich ihr Trapezmuskel und wenn wir den nicht in den Griff bekommen, werden sie in ein paar Monaten auch einen kaputten Brustmuskel haben.” “Sagten Sie massieren?”, hakte der Zwerg nach, dessen Haltung wieder in sich zusammensackte. Tess grinste. “Es wird nur halb so spaßig, wie Sie annehmen-” Sie drückte ihm einen Zettel in die Hand. “Die Massagestunden sowie eine Creme, die Ihre Frau Ihnen auftragen soll, morgen und abends. Sie wird etwas warm, nicht wundern.” “Ich danke Ihnen, Miss.” “Keine Ursache. Kommen Sie wieder, wenn Ihre Massagestunden abgearbeitet sind.” “Gewiss.” Der Zwerg zog seine Tunika wieder über den Kopf und bemerkte jetzt erst Kili im Türrahmen. “Eure Majestät-”, er verbeugte sich, eine verräterische Röte auf den Wangen, “-das ist nicht wonach es aussieht-” “Keine Sorge, Sir”, winkte Kili ab, “ich kenne den Beruf meiner Frau mittlerweile gut genug.” Tess lächelte amüsiert und hob die Hand zum Abschied, während sie die Matten aufrollte. “Brauchst du auch eine Massage, Chaoszwerg?”

“Wenn sie bei dir sind immer.” Sie lachte etwas. “Wie kann ich dir helfen, hm?” “Hast du von Circe gehört?” “Nein, was ist passiert?” “Zwei unserer Soldaten haben alles zerlegt-”, Tess ließ fast die Matte fallen. “WAS?!” “Ja. Die Matratzen zerfetzt, die Bilder beschmiert, auf die Wäsche uriniert-” Fassungslos legte Tess eine Hand vor den Mund. “Wurde jemand verletzt?” “Nein, glücklicherweise nicht. Aber Judy hantiert unten natürlich herum, was Thorin wiederum beunruhigt, nachdem ich sie gestern fast umgebracht habe und-”, Kili schüttelte etwas den Kopf. “Und ich brauchte einfach mal jemand anderen zum Reden als Bofur, mit seinem Hang zur Lächerlichkeit-” Ein sanfter Zug erschien um Tess’ Mund herum. “Du willst mit mir reden?” “Wenn du Zeit hast? Wir könnten etwas im Garten spazieren gehen-” Kili spürte, wie er etwas Rot wurde. Er war sie in den vergangenen Tagen ein paar Mal heftig angegangen, sie hätte alles Recht ihm auch hier einen Laufpass zu geben. Doch Tess wäre nicht Tess, wenn sie nachtragend wäre, weshalb sie die aufgerollte Matte an die Wand lehnte, sich Hände abklopfte und nickte. “Dann los. Ich habe meinen nächsten Termin in einer Stunde, bis dahin bin ich ganz deins.”

Dankbar lächelte Kili sie an und griff nach ihrer Hand, als sie auf seiner Höhe ankam. Er hatte die Nacht noch einmal auf dem Sofa verbracht und er vermisste ihre Nähe. Mittlerweile war es nicht mehr wichtig, ob er oder sie berechtigt waren, auf den anderen sauer zu sein. Er wollte nur seine Frau wieder in seiner Nähe haben. Nun drückte Kili die Stirn gegen Tess’ ihre und sah von herab auf ihre hellen Wimpern und die gerade Nase. Sog ihren Duft nach Kräutern und Lavendel ein. “Ich bin so ein Idiot, Ghivashel”, wisperte Kili und schluckte hart. “Falls es dich beruhigt, ich bin auch manchmal eine Idiot-in.” Er lachte trocken auf. “Ja, aber deutlich weniger als ich.” Sie drückte seinen Kopf etwas hoch und gab ihm einen Kuss auf die Wange. “Ist doch egal, Liebster. Wir… raufen uns doch jedes Mal wieder zusammen.” Das stimmte zwar, aber es wäre für alle Beteiligten angenehmer, wenn es erst gar nicht nötig wäre, sich zusammen zu raufen. Fest umschloss Kili Tess’ Hand und sie gingen zum Rosengarten. Sie waren bis auf ein paar Gärtner allein im Park und Kili sah zu, wie Tess im Gehen vorsichtig über eine der Rosen strich. “Ich habe dir mal jeden Morgen eine aufs Kissen gelegt”, murmelte Kili. “Hm.” “Ich weiß gar nicht, wieso ich damit aufgehört habe-” “Ich schon.” “Achja?”

Ein Schmunzeln glitt über Tess’ Gesicht. “Ja. Du lagst dann ja irgendwann selbst direkt neben mir. Die Rose war für mich immer nur ein Versprechen, dass wir beide irgendwann… mehr wären. Du hast das Versprechen eingelöst, also-” Kili blieb abrupt stehen. “Ich habe dir nicht nur einen Antrag gemacht, Tess, weil ich dich liebe, sondern… weil ich keine Idee habe, was ich sonst tun könnte.” Überraschung blitzte in ihren Augen. “Ich fühle mich so unendlich nutzlos”, gestand Kili beinahe verzweifelt. “Ihr alle macht so tolle Sachen - du bist so… grandios, Ghivashel, mit deiner Arbeit und deinem Buch und allem was du tust. Genauso wie Thorin und Judy und mein Bruder in Moria. Alle haben diese großen, schillernden Ziele und ich… klopfe Steine aus der Wand.” Er schloss die Augen und atmete bebend ein. “Ich dachte mir… Ich bin so ein langweiliger Versager, dass du irgendwann genug hättest. Dass du dir einen Zwerg suchst, der dich… der dir eher gewachsen ist. Und bevor das geschieht, dachte ich, dich zu heiraten.” Kili hob die Schultern. Nicht, dass seine Worte ihn irgendwie weniger als Versager dastehen ließen… “Du hast Recht, du bist ein Idiot”, sagte Tess da kopfschüttelnd. Sie machte einen Schritt auf ihn zu. “Wie kann man sich so viele wirre Gedanken in den Kopf legen und sie auch noch glauben?”

Das wusste er selbst nicht so genau. “Du bist erstens nicht langweilig, Liebling”, sagte Tess ruhig, “du bist der größte Chaoszwerg, den ich kenne. Du hast erst letzte Woche Salz mit Zucker verwechselt, als du mir die Arbeit mit dem Apfelkuchen abnehmen wolltest-” Großartiges Beispiel. “Und du bist auch kein Versager”, hängte Tess hinten dran. “Du hängst fest, das ist alles, solche Phasen hat jeder mal. Denn - und damit hast du definitiv recht - ich wäre nicht mit einem Mann zusammen, der langweilig und ein Versager ist.” Sanft strichen ihre Hände über seine Brust. “Du rennst doch nicht seit über 80 Jahren planlos durch die Gegend oder?”, fragte sie. “Was war dein Ziel bisher? Ich meine - du musst es ja erreicht haben, wenn du jetzt ein neues suchst.” “Der Berg hier”, sagte Kili ohne zu zögern. “Thorin sagte uns immer irgendwann würden wir den Erebor zurückerobern und dann stürzte er eines Abends in unser Wohnzimmer und meinte, wir würden losziehen. Wir bekamen den Berg in der ersten Runde - keine Belagerungen oder sonst was und schwupp hatte ich mein Lebensziel mit 80 erreicht-” “Okay, ich… ich sehe, dass dich das geprägt hat, aber Kili… Das war nicht dein Traum sondern Thorins.” Tess tippte ihn fest auf die Brust. “Dein Traum steckt dort, Chaoszwerg, nicht hier-”, sie tippte ihn an die Stirn.

“Ich weiß nicht…” “Ich aber.” “Ich brauch drei von denen”, seufzte Kili, “Thorin nötigt mich.” “Hm.. Das klingt als hätte er mal wieder sein Obst nicht gegessen, weshalb Judy ihn zu Obstsalat nötigen wird und er seinen inneren Groll gegen dich auslässt.” “Das könnte sogar sein”, murmelte Kili nachdenklich. “Wie auch immer, du musst in dir drin mal richtig wühlen”, meinte Tess. “Was wolltest du als Kind werden und wie- könntest du das jetzt erreichen?” Kili seufzte. Ließ sich auf eine Bank fallen und grub den Kopf in den Händen. “Ich habe keine Ahnung”, wisperte er. “Keinen blassen Schimmer.” “Okay. Gut, dann… Helfe ich dir. Hm?” Tess hockte sich vor ihm hin und stützte den Kopf auf seinen Beinen ab. Wie von selbst musste Kili die Hand in ihre dichten, blonden Haare graben. “Ich liebe dich”, wisperte er. “Dich an meiner Seite ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.” Ein winziges, aber echtes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. “Das ist ein guter Start.” “Ja?” “Ja-” Sein Lächeln fiel etwas trauriger aus. “Weißt du, wie wir weitermachen?” “Hm?” “Indem du endlich wieder im Bett schläfst.” “Willst du mich da überhaupt noch? Nach all dem Chaos-” “Oh, das bin ich gewöhnt, mach dir keine Gedanken-” Sie lachten etwas und Kili überbrückte die letzten Zentimeter zwischen ihnen, um ihr einen Kuss zu geben. Mit Tess hatte er wohl die besten Chancen einen Traum für sich zu finden.
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