Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Action / Lizard

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Lizard

Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteThriller, Freundschaft / P18 / Mix
03.04.2021
26.12.2021
7
15.749
6
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.05.2021 1.660
 
Intro:
https://youtu.be/EfUdvxPWEwU

Lisa konnte noch immer nicht glauben, was gerade passierte. Doch als dieses Wesen mit den Schlangenarmen und den weißen Schuppen zu einem Menschenmädchen wurde, fiel sie in Ohnmacht. „Hey!", hörte die 17-jährige plötzlich. „Hey, aufstehen!"
Lisa blinzelte ein paar Mal, und dann erkannte sie über ihr ein Mädchen mit schwarzen mittellangen Haaren und grünen Augen. Sie trug einen schwarzen dünnen Pullover über einem weißen T-Shirt, blaue Jeansshorts und braune Stiefel. Unter ihrem linken Auge erkannte Lisa eine kleine Narbe. „Wer bist du und was willst du von mir?!", fragte Lisa noch erschrocken nach. Das Mädchen stand auf und reichte der Riesin eine Hand, um ihr beim aufstehen zu helfen. Lisa nahm diese entgegen, wenn auch etwas skeptisch.
„Wer bist du und was willst du in unserem Haus?", fragte Lisa nochmals lauter nach. „Ich will nur reden", erklärte die schwarzhaarige. „Raus aus meinem Haus! Das ist Hausfriedensbruch!", verlangte Lisa von ihr. Die schwarzhaarige rollte nur mit den Augen. „Okay, wenn du nicht wissen willst, was mit dir los ist, fein", erklärte die 16-Jährige resigniert. Gerade als sie aus dem Fenster klettern wollte, fasste Lisa einen Entschluss, während sie auf ihre Hände starrte. 'Ob sie wirklich weiß, was mit mir passiert?' fragte sich Lisa. Bevor das Mädchen verschwand, rief die Brünette: „Hey, warte!"
Das schwarzhaarige Mädchen sah zu Lisa rüber und saß auf der Fensterbank. „Okay, erzähle es mir bitte. Ich weiß nicht, was gerade mit mir passiert", bat Lisa schon fast verzweifelt. Das Mädchen sah die 17-Jährige schmunzelnd an und sagte: „Um 17 Uhr nach der Schule in der Silver Street auf der verlassenen Baustelle", ehe sie verschwand. „Hey, warte!" rief Lisa der schwarzhaarigen hinterher.
Doch als die Riesin aus dem Fenster sah, war das Mädchen auch schon verschwunden. Dann hörte sie plötzlich ein Klopfen an ihrer Zimmertür. „Lisa? Bist du da?", hörte Lisa die vertraute Stimme ihres kleinen Bruders Luke. Die Brünette starrte kurz auf ihre Hände und grübelte. „Was, wenn jemand meinen Zustand sieht..." Lisa wusste, dass diese Mutanten in der Stadt ihr Unwesen trieben. Auch wenn es meistens nachts geschah, sollte man auf alles gefasst sein. Sie machte sich Sorgen, dass sie vielleicht genauso endete sie diese Monster da draußen.
Aber das fremde Mädchen vorhin war gar nicht wie diese. Lisa fasste nun neuen Mut und öffnete ihre Zimmertür. „Kommst du oder nicht?" fragte der 10 Jährige vor ihr. Die Riesin nickte als Antwort, nahm sich ihre Schultasche und Turnbeutel zur Hand und machte sich wieder auf den Weg zur Schule, als wäre nichts gewesen. „Was war denn mit dir vorhin?", fragte Luke seine Schwester. Lisa überlegte, was sie nun sagen sollte. Auf der einen Seite wollte sie ihren Bruder nicht belügen, aber auf der anderen Seite konnte, oder eher WOLLTE, sie ihm nichts von ihrer Mutation erzählen, da er bestimmt Angst vor ihr haben würde, und dies wollte sie ihm nicht antun oder ihren Eltern. Mit ihrem Vater hatte sie vorhin schon Zoff. Aber konnte sie dem fremden Mädchen vertrauen?
Immerhin war sie eine Fremde. Jedoch schien sie im selben Zustand zu sein wie Lisa jetzt gerade. Sie fragte sich nur, wie lange sie schon so war. Aber darauf würde sie hoffentlich Antworten erhalten. „Bis später, kleiner Mann", sagte Lisa zu ihrem Bruder und wuschelte in seinen Haaren herum, als sie vor seiner Schule waren. „Hey, lass das!" verlangte Luke lachend und versuchte sich aus dem Griff zu befreien. Lisa lachte ebenfalls und ließ schließlich von ihm ab.
„Wir sehen uns später, Kleines", hörte Lisa plötzlich jemand hinter ihr. Sie sah einen jungen Mann, der bestimmt so um die 15 Jahre alt war. Er hatte mittellange weiße Haare und runde graue Augen. Er trug eine schwarze Jacke und schwarze Hosen. Er verabschiedete sich von einem kleinen Mädchen im Alter von 7 Jahren.
„Bis später“, sagte plötzlich ihr kleiner Bruder und schloss sich seinen Freunden an, die am Schultor auf ihn warteten. Lisa sah weitere Kinder hinter dem Schulzaun, die sie mit offenen Mündern anstarrten. Lisa war schon ziemlich groß für ihr Alter, womit sie immer auffiel. Doch Lisa machte sich schließlich auf den Weg zu ihrer Schule, der Hawk Liberty High. Der Junge von vorhin ging ein paar Meter entfernt in ihre Richtung. Lisa hatte diesen Jungen bis jetzt schon einige Male gesehen. Jedoch hatte sie kaum mit ihm gesprochen. Vielleicht sollte sie ihn mal ansprechen.
Denn fragen kostete ja nichts. Lisa nahm ihren Mut zusammen und sprach den Jungen an. „Hey, du." Der angesprochene drehte sich um und sah Lisa mit offenen Mund an. „Boah!", brachte der weißhaarige als Antwort heraus, als dieser die Riesin sah. Lisa sagte darauf nichts.
„Ähm, ich...ich meine...also ähm...nicht persönlich nehmen", stotterte der Junge nervös vor sich hin. Lisa musste sich kurz ein Glucksen verkneifen. Der Junge räusperte sich kurz. Dann fing er an zu reden. „Entschuldige, ich werde normalerweise von niemanden angesprochen", erklärte der weißhaarige sich entschuldigend. Lisa nickte daraufhin und sagte: „Ist schon in Ordnung, ich habe dich erschreckt. Daher muss ICH mich entschuldigen", lächelte Lisa freundlich.
„Du musst Lisa sein, habe ich Recht?", fragte der Junge mit den weißen Haaren und musterte die Riesin neugierig. Die Brünette blickte den Jungen von 15 Jahren erstaunt an und antwortete: „Ja, stimmt, aber woher weißt du das?" Der Junge erklärte etwas schüchtern: „Meine kleine Schwester Annabeth kennt deinen kleinen Bruder und hat mir ein wenig von dir erzählt." „Dann ist es das erste Mal, dass wir uns treffen", stellte Lisa fest.
„Wie heißt du eigentlich?" fragte die größere der beiden. „Oh, ähm...ich bin Kyle. Kyle Morrison", stellte sich der 15-Jährige vor. „Freut mich, dich kennenzulernen. Ich bin Lisa Flennigan", stellte sie Lisa nun vor. Doch bevor einer von beiden noch etwas sagen konnte, hörten sie auch schon die Schulklingel der Hawk Liberty High. „Da wären wir wohl", sagte Lisa. „Scheint so..."
„Nun, hat mich sehr gefreut, dich kennenzulernen, Kyle Morrison", sagte Lisa und hielt dem weißhaarigen seine Hand hin. Kyle zögerte etwas und schüttelte diese leicht rot. „Mich auch." „Vielleicht sehen wir uns später", sagte Lisa und sah Kyle an. „Wer weiß, bis dann", sagte Kyle und ging in eine Richtung.
Doch als Lisa den 15-jährigen und etwas kleineren ansah, hörte sie plötzlich ein Rattern und Klappern in ihrem Kopf. Die Riesin rieb sich kurz die Augen und schüttelte daraufhin ihren Kopf, um das Geräusch zu verdrängen. 'Was war das gerade?', fragte sich Lisa. Aber schließlich kam sie zu dem Entschluss, dass sie durch den Nachrichten und ihrem unbekannten Zustand paranoid wurde.
Die erste Stunde verbrachte Lisa fast jeden Tag mit Basketballtraining. Heute ebenso, nur das sie mit ihrem Team ein Spiel hatte. Lisa fand dies auch gut, denn wenn man sechs Stunden lang in einem Raum saß und nichts weiter tat als zuhören und Fragen beantworten, wurde man müde und hatte auf Sport keine Lust.
In der Umkleide zog Lisa sich ihr weißes Basketballtrikot und ihre kurze Stoffhose der Hawk Liberty High mit dem Seeadler Logo darauf an. Sie griff auch nach ihren Schuhen und band sie sich fest zu. „Hey, Lisa, komm jetzt! Das Training fängt an!", hörte sie auch schon die Stimme einer Teamkollegin.
Mit selbstbewusstem Auftreten und der Uniform war Lisa bereit. „Gegen wen spielen wir heute?", fragte die Riesin eine Kameradin. Diese antwortete darauf: „Gegen das Team der Destiny Phoenix High." Dies waren die Rivalen der Hawk Liberty High.
Gerade als alle Spieler auf dem Feld ihre Plätze einnahmen, stand Lisa vor einem kleineren jungen Mann. Er hatte rötliche kurze Haare und blaue Augen und war um die 30 Zentimeter kleiner als Lisa. „Hey Große, welche Schuhgröße hast du?", fragte er auch schon. „54", antwortete die Riesin kurz und knapp darauf. „Boah, dann sind deine Füße sogar noch größer als die von Elefanten", flüsterte der rothaarige belustigt darüber.
„Hey, Flash Robinson!", hörte Lisa von einer Kollegin ihres Teams. „Lass unsere beste Spielerin in Ruhe oder geh nach Hause!" Der Junge, der auf den Namen Flash hörte, erwiderte dies nur mit einem amüsierten Lächeln und Augenrollen. Schließlich ertönte der Pfiff vom Schiedsrichter. „Sind alle bereit?", fragte er nochmal nach. Alle Spieler nickten.
„Bereit...los!", sagte er und leitete das Spiel ein. Ein Schüler der Destiny Phoenix High hatte den Ball in der Hand. Lisa wusste, was zu tun war, und versuchte, sich den Ball zu schnappen. Doch ein Schüler aus ihrem Team kam ihr zuvor. „Schnell zu mir! Ich steh frei!", rief die Riesin zu ihrem Teamkollegen. Lisa fing den Ball und rannte zum Korb.
Doch dieser Nolan Crump und andere Schüler aus seinem Team waren ihr dicht auf den Fersen. Lisa war fast am Korb. Sie sprang so hoch sie konnte, und viele Mitschüler sahen sich Lisa mit offenen Mündern an, da sie so hoch sprang.
Lisa warf den Ball zwar in den Korb, doch sie hielt sich an dem Korb fest und riss diesen mitsamt Netz, gefolgt von Glassplittern aus dem Basketballkorbbrett aus Glas raus. Lisa landete auf den Füßen, und ihr stand der Schock ins Gesicht geschrieben, als sie den Korb sah. Dann bemerkte sie wieder diese Schuppen auf ihren Armen und blickte sich um.
Die Riesin wurde von allen angestarrt, sowohl vom Schiedsrichter als auch von den Teams und von den Zuschauern. Ein Schüler machte sogar ein Foto mit seinem Handy. „Lisa Flennigan!", hörte Lisa die Stimme ihres Direktors. Er sah die Verwüstung, die Lisa da angerichtet hatte, und bat sie in sein Büro. Lisa sah kurz auf ihre Arme, und die Schuppen verschwanden wieder, ohne dass die anderen es mitbekamen. Sie hoffte, dass dieses fremde Mädchen ihr helfen oder ihr Tipps geben konnte. Nun war guter Rat echt teuer...

Outro:
https://youtu.be/LSvOTw8UH6s
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