Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Was im Wald passiert...

von Yuriy
GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / MaleSlash
Neji Hyuga
03.04.2021
08.04.2021
5
3.710
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.04.2021 1.077
 
Wie vorgenommen lief Neji am nächsten Vormittag zum Hokage. Er schilderte kurz sein Anliegen, dass er einfach Urlaub bräuchte und wirklich mal raus müsse, um den Kopf frei zu kriegen. Man sah dem Tod schließlich nicht täglich ins Auge und obwohl er schon öfter schwierige Missionen übernommen hatte, belastete es ihn diesmal.

Tsunade äußerte Verständnis und stimmte seiner Bitte zu. Er durfte das Dorf verlassen, sollte sich erholen und in einer Woche die nächste Mission abholen kommen. Ab da würde sie fest mit ihm rechnen.

„Versprochen. Ich bin pünktlich.“ Und verschwand mit diesen Worten.

Neji packte sich Zuhause einen Rucksack und spazierte los. Tatsächlich konnte er sich erinnern wo er gewesen sein musste, als er bewusstlos wurde und lief in diese Richtung. Den Turbo setzte er ein, als er sicher wusste,  dass man ihn nicht verfolgte – dafür gab es zwar keinen Grund, aber manchmal?!– und man ihn vom Dorf aus nicht mehr sah.

Die Stelle im Wald fand er relativ bald und von da aus suchte er die Hütte. Dies wiederum erschien nicht so einfach. Gegen späten Nachmittag schaffte er aber auch das. Doch… hier war niemand mehr und so wie es aussah, stand die Hütte leer, seitdem man ihn daraus rettete.

Oh man. Wo sollte er jetzt anfangen zu suchen? Er wollte den Anderen wiedersehen. Seine Stimme hören.

Moment mal! – schoss es ihm durch den Kopf: Kakashi erzählte etwas von einer Rabenfeder und wirkte so, als wäre dies für ihn ein Zeichen. Als hätte er gewusst, mit wem man sie verbinden musste.

Also suchte er nach Federn. Mithilfe seines Byakugans funktionierte das ziemlich gut und so entfernte er sich immer weiter vom Dorf. Angst hatte er dabei jedoch keine. Warum auch!?

Die Federn lagen wirklich sehr weit auseinander, aber dennoch gerade so dicht genug, dass er sie sah. Da konnte man dem Anderen glattweg Absicht unterstellen und das Wissen um die Funktion des Byakugans. Dementsprechend musste dieser Akatzuki Ninja wissen, wer Neji war. Doch da er aus Konoha kam, kannte er sicherlich auch den Hyuga Clan. Lag zumindest auf der Hand.

Weil inzwischen richtig dunkel, beschloss der junge Jonin an einem kleinen See Halt zu machen und sein Lager unter einem Baum aufzuschlagen. Eine Wurzel stand in einem Bogen hoch, sodass er es sich dort mit einem Feuer gemütlich machte.

Was er nicht merkte: Er wurde beobachtet. Und das schon eine ganze Weile. Der Nukenin hatte sich einen Spaß daraus gemacht den fremden Jonin ein bisschen an der Nase herum zu führen. Dieser fixierte sich so auf die Federn, dass er ihn gar nicht registrierte, obwohl er ihn seit der Hütte verfolgte. Neji musste als Jonin intelligent sein und optisch gefallen, tat er ebenfalls. Und deshalb freute ihn irgendwie, dass dieser ihn finden wollte. Andersherum wäre es schwierig geworden. Immerhin durfte ein Abtrünniger nicht einfach in ein Ninjadorf hereinspazieren.

Nun ja, aber auch für ihn war irgendwann Zeit zum Schlafen und er verschwand in der Dunkelheit.

Am nächsten Morgen wachte Neji einigermaßen erholt auf. Als Ninja kannte er es draußen zu schlafen. Schnell aß er eine Kleinigkeit und packte alles Andere wieder weg, sodass man weitergehen konnte.

Erneut lief er ziemlich weit und musste zwischendurch rasten. Schlussendlich lagen rund zwei Tagesmärsche zwischen ihm und Konoha, doch außer den Federn, keine weitere Spur.

Enttäuscht seufzend ließ Neji sich an einem riesigen Baum auf den Boden gleiten. Ihm blieb nichts anderes übrig als hier sein Nachtlager aufzuschlagen.

Schade.

Er versprach sich mehr von der Suche und nun musste er drüber nachdenken wie weit er noch gehen konnte, um wieder pünktlich im Dorf für die nächste Mission zu sein.

Und wie er da so auf dem Boden saß, um erneut sein Lager aufzubauen, beschloss der andere Ninja ihm ein Zeichen zu schicken. Inzwischen war er weit gelaufen und zeigte somit, dass er ihn wirklich wiedersehen wollte. Deshalb wollte er ihm entgegen kommen.

Eine Krähe landete in der Nähe von Nejis Rucksack und sah zu diesem auf. Sie neigte den Kopf erst links, dann rechts herum und begutachtete den anderen Shinobi.

„Kraah!“

Erst überrascht, schließlich leicht erschrocken sah Neji den Vogel an. Dieser flatterte daraufhin auf einen niedrig hängenden Zweig und krächzte erneut, ehe er richtig abhob und losflog.

Ohne darüber nachzudenken, dass es sich um eine Falle handeln könnte, schnappte Neji sich seine Tasche und folgte dem Tier immer tiefer in den Wald.

Der Nukenin beobachtete das amüsiert, freute sich gleichzeitig aber wirklich. Auch er war letztlich nur ein Mensch und gefallen hatte der Andere ihm schon.

Die Krähe brachte den jungen Jonin wieder zu einer Hütte. Diesmal jedoch achtete er auf seine Umgebung! Mit seinem Byakugan sah er zuerst mal in die Holzhütte, entdeckte jedoch niemanden. Stattdessen stand der eigentlich fremde Ninja plötzlich hinter ihm.

„Du bist sehr unvorsichtig. Das könnte dir zum Verhängnis werden.“

Endlich! Die tiefe, warme und wohlklingende Stimme des Anderen. Neji stockte der Atem, dann traute er sich umzudrehen. Fragend sah er den Fremden an, überrascht und erschrocken von seiner Leichtsinnigkeit. Der Akatzuki hatte recht. Vielleicht war er geradewegs in eine Falle gelaufen.

Das Byakugan nicht mehr aktiviert, blickte Neji seinen Gegenüber an, der langsam näher kam.

„Du musst aufpassen, wenn du dich mit mir sehen lässt. Sich mit einem Verstoßenen zu treffen, ist nicht unbedingt das, was ein Kage von seinen Truppen möchte.“

„Ich…“ Doch ihm blieben die Worte im Hals stecken. Es konnte nicht leugnen, was gesagt wurde. Würde man ihn erwischen, bekäme er entweder eine harte Strafe oder müsste das Dorf verlassen. Wobei man ihm vorher die Augen nähme. Darauf wäre er natürlich nicht so erpicht.

„Warum hast du nach mir gesucht?“ im Gegensatz zu Neji vor etwa zwei Wochen, konnte der Nukenin völlig klar denken und die wichtigste Frage direkt am Anfang stellen.

„Ich… wollte dich einfach wiedersehen…“ kam es zögerlich, aber ehrlich vom Angesprochenen.

Okay, damit rechnete er nicht unbedingt, dass ihm so direkt geantwortet würde. Doch gefiel ihm die Antwort , weshalb er die Tür zur Hütte öffnete. Dass sie sich hier draußen nicht sollten sehen lassen, war ihnen beiden klar.

„Es wird dunkel. Hier drinnen sind wir besser aufgehoben.“ Stimmte wohl. Er ließ Neji rein und schloss die Tür hinter ihnen.

Viel zu nah standen sie beieinander und ob der fehlenden Erfahrungen, wusste der Shinobi nicht so recht weiter. Da musste er sich eingestehen, dass er nicht darüber nachgedacht hatte, was wäre, wenn er IHN fand.

„Was wirst du jetzt tun?“ Fragte Neji deshalb leicht verunsichert wegen der Situation.

„Das, warum du zu mir gekommen bist...“
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast