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Tochter eines Helden

von Bad luck
GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / Het
Dabi Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Shoto Todoroki Toshinori Yagi / All Might
03.04.2021
13.05.2021
24
53.508
6
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09.04.2021 1.947
 
Eine Stimme weckte mich. Verschlafen setzte ich mich auf und stellte fest das ich in einem Bett lag. Verwirrt stand ich auf und ging der Stimme entgegen und sah Dabi im Wohnzimmer stehen, mit einem Handy am Ohr. Kaum das er mich bemerkt ging er auf mich zu. Im nächsten Augenblick küsste er mich einfach und hielt mir dann das Telefon hin.
„Dein Vater“, meinte er zu mir.
„Äh was“, kam es nur verwirrt von mir.
„Dein Vater, ich hielt es für gut ihn zu informieren das du bei deinem Freund bist“, sagte er. Ich sah ihn nur fassungslos an, als er mich wieder küsste und in einen anderen Raum verschwand.
„Yui“, kam es besorgt aus meinen Handy.
„Ja“, sagte ich unsicher, nach dem ich mir das Gerät ans Ohr hielt und hörte ein erleichtertes seufzen.
„Ist alles gut bei dir. Aizawa hat mich angerufen und erzählt was passiert ist“, sagte er mich besorgt.
„Ja, ja. Mein Freund hat schon mit mir geschimpft und hat auch meine Arme versorgt“, seufzte ich.
„Seid wann hast du einen Freund und wer ist es“, meinte mein Vater mit einer Stimme, die mich grinsen ließ.
„Ich habe ihn vor ein paar Tagen kennen gelernt und er ist ein bisschen älter wie ich“, entgegnete ich ihn.
„Wieviel älter“, kam es aufgebracht von ihm.
„Dad komm runter, er ist echt okay“, seufzte ich. „Aber etwas anderes, wenn du das nächste Mal Enji Todoroki triffst solltest du nicht meinen Namen erwähnen, ich glaube ich habe seinen Stolz verletzt. Ich habe ihn durch die Gegend geschubst und so wie es sich anhörte hat sein Kopf mit etwas hartem Bekanntschaft gemacht!“
Plötzlich hörte ich ein lautes Lachen und sah Dabi mit zwei Tassen im Türrahmen stehen. Nachdem er sich beruhigt hatte reichte er mir eine der Tassen und dessen Inhalt stellte sich als Kaffee da.
„Yui, ich bin morgen Mittag wieder zu Hause und ich möchte dann das du auch zu Hause bist“, sagte mein Vater ungewohnt ernst.
„Wieso, es reicht doch wenn ich am Abend nach Hause kommen“, sagte ich und setzte mich, konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, als sich Dabi dicht neben mich setzte.
„Yui, ich bin immer noch dein Vater und ich will das du mittags zu Hause bist“, kam es ungewohnt streng von ihn.
„Was du willst alter Herr ist mir egal, ich bin am Abend zu Hause“, sagte ich und legte dann auf.
„Verstehst du dich nicht mit deinem Vater“, fragte mich Dabi.
„Das ist es nicht. Es ist nur nicht ganz einfach. Ich kenne ihn jetzt erst seit einem Jahr und es ist nicht ganz leicht für mich“, seufzte ich. „Er ist mit Herz und Seele ein Profiheld und er ist anders wie diese ganzen Vollidioten, aber es ändert nichts daran das wir oft andere Ansichten haben.“
„Ich kann dich schon verstehen, mein Alter ist auch ein Profiheld, aber meiner weis nicht einmal das ich überhaupt lebe“, sagte er und lehnte sich zurück. „Er wollte aus mir eine große Nummer machen, aber als es nicht so lief wie erhofft, ließ er mich fallen.“
„Also so ähnlich wie bei mir“, sagte ich erstaunt.
„Du siehst, ich kann dich ziemlich gut verstehen“, sagte er. Ich schwieg, lehnte mich gegen ihn und trank meinen Kaffee. Wenig später waren wir draußen etwas unterwegs bis ich vor einem Laden stehen blieb. Ich bewunderte eine schwarze E Gittare, mit blauen Flammen.
„Kannst du etwa spielen“, fragte er mich.
„Ja, ein Straßenmusiker brachte es mir bei und ich sparte lange auf eine Gitarre“, antwortete ich ihn. „Ich verdiente mir mit ihr immer mal wieder etwas Geld, wenn es besonders schlecht lief, aber man hat sie mir geklaut. Später fand ich sie zertrümmert in einer Seitenstraße!“
„Möchtest du die Gitarre haben“, fragte er mich.
„Hast du Mal auf den Preis gesehen, die ist viel zu teuer, außerdem habe ich gar keinen Verstärker“, antwortete ich ihn und ging einfach weiter. Er sah nicht kurz das Instrument an und folgte mir dann. Wir verbrachten den ganzen Tag miteinander und auch die Nacht verbrachte ich bei ihn, sowie den nächsten Tag, bis zum späten Nachmittag.
„Ich mach mich dann langsam auf den Weg“, meinte ich.
„Ist gut, aber denk dran, wenn etwas ist kannst du jederzeit anrufen oder herkommen“, sagte er und drückte mir einen Schlüssel in die Hand. Ich verstaute den Schlüssel in meiner Tasche, küsste ihn schüchtern und machte mich dann auf den Weg. Grade als es anfing dunkel zu werden kam ich zu Hause an und da ich Hals über Kopf abgehauen bin musste ich klingeln, da mein Schlüssel in der Wohnung lag. Kaum das die Tür geöffnet wurde, fand ich mich schon in einer Umarmung wieder.
„Dad Luft“, sagte ich atemlos, den er hatte seine Muskelform angenommen und machte keine Anstalten mich wieder los zu lassen.
„Ich habe mir Sorgen um dich gemacht, nachdem ich dich nicht erreichen konnte“, sagte er, ließ mich los und schob mich in die Wohnung. Erst jetzt da merkte ich das wir nicht alleine waren. Auf der Couch saßen mein Klassenlehrer, Recovery Girl, der alte Sack aus dem Krankenhaus und was mich am meisten störte Endeavor.
„Was macht der Schädel“, fragte ich letzteren frech. Wütend funkelte mich der Kerl an, aber sagte nichts.
„Yui“, kam es vorwurfsvoll von meinem Vater.
„Was erwartest du bitte? Da komme ich nach Hause und stehe einem Tribunal gegenüber“, sagte ich trocken.
„Was erwartest du Mädchen. Du fällst in dein altes Verhalten zurück, verletzt dich selber ernsthaft und da erwartest du das man nicht reagiert“, meinte der Alte.
„Wo bitte falle ich bitte in mein altes Verhalten. Ich habe mich nicht geprügelt, gestohlen oder sonst was in der Art“, entgegnete ich ihm trocken. „Ich habe diese Arschlöcher nur festgesetzt und bin gegangen.“
„Du hast einen von ihnen verletzt“, meinte Endeavor.
„Ich habe ihn gegen die Stirn geschnipst, wo ist das bitte verletzen und nein ich habe dabei nicht meine Macke eingesetzt“, sagte ich, zog meine Jacke aus und legte sie über einen Stuhl. Nun sah man zwar die Verbände, aber diese verbargen meine gesamten Unterarme.
„Und was war das gestern Morgen“, fragte mein Lehrer.
„Ich mag es nicht, wenn man mich in die Enge drängt, da reagieren ich gelegentlich etwas über. Sagen wir mal so, ist so etwas wie ein Schutzreflex, den man nur schwer wieder ablegen kann“, antwortete ich.
„So geht es nicht weiter Tanaka“, meinte mein Lehrer. „Du kannst nicht jedes Mal so reagieren, wenn du dich in die Enge getrieben führst. Und auch das selbstverletzen kann irgendwann schlimm für dich ausgehen.“
„Ich bin ganz seiner Meinung Mädchen“, sagte nun Recovery Girl ernst.
„Denken eigentlich alle das es mir Spaß macht“, wurde ich nun laut. „Ich wäre gerne ganz normal, aber das werde ich niemals sein können, dafür haben die schon gesorgt.“
„Yui, wovon sprichst du“, fragte nun mein Vater mit ernster Miene.
„Hast sich wirklich noch keiner von euch gefragt, wieso ich eigentlich so gut kämpfen kann“, fragte ich ihn. „Sie haben mich gezwungen immer wieder an äußerste zu gehen und wenn ich nicht das erreicht habe was sie wollten, gab es Konsequenzen für mich. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und haute ab, doch man glaubte mir nicht und brachte mich immer wieder zu ihnen zurück, bis sie mich dann auf die Straße setzten. Sie haben mich nur aus dem Heim geholt, wegen meiner Macken!“
Fassungslos sahen mich alle an, was mich nur noch wütender machte. Ich ging in die Küche und holte mir eine Flasche Wasser und ging dann zurück zu den anderen die sich immer noch nicht gerührt hatte.
„Yui, was haben diese Leute dir angetan“, fragte nun mein Vater, sah mich im nächsten Moment erschrocken an, denn der Inhalt meiner Wasserflasche war innerhalb von Sekunden verdunstet. Erschrocken sah ich die Flasche an, die im nächsten Moment zu Staub zerfiel. Ich hatte schon seit Jahren nicht mehr die Kontrolle über meine Fähigkeit verloren, doch tat ich es grade.
„Ich muss hier raus“, sagte ich nur und stürmte im nächsten Moment zur Tür raus. Ich lief auf die Straße, zögerte und lief zu einem Park in der Nähe, der nach Einbruch der Dunkelheit so gut wie leer war. Ich hielt mich mit einer Hand an einem Baum fest und versuchte mich zu beruhigen, doch sah ich erschrocken zum Baum, als dieser anfing unter meiner trocken und rissig zu werden.
Panisch sah ich hinter mich, als ich Schritte hörte. Er waren mein Vater und die anderen.
„Bleib weg, bitte bleib weg“, schrie ich sie aufgelöst und stolperte vor ihnen zurück.
„Yui, bitte beruhig dich“, sagte mein Vater und ging auf mich zu.
„Bleib weg“, schrie ich ihn an und im nächsten Moment bekam der Boden um mich herum Risse. Ich hatte Angst, Angst vor mir selber. Ich wollte ihnen nicht weh tun, aber im Augenblick war ich für jeden eine Gefahr. Doch plötzlich passierte nichts mehr und mir klar weswegen.
„Hören sie auf Herr Aizawa, sie können das nicht ewig machen, sie werden sich nur selber Schaden“, flehte ich meinen Lehrer regelrecht an. Mein Vater nutzte die Situation aus, lief zu mir und zog mich wieder in eine Umarmung. Ohne es verhindern zu können fing ich an zu weinen. Ich klammerte mich an ihn und es war mir egal das es die anderen Erwachsenen sahen wie ich zusammenbrach.
„Ich habe Angst, ich habe so schreckliche Angst, vor der Vergangenheit, vor dem was vor mir liegt und vor mir selber“, weinte ich. „Ich will niemanden unabsichtlich töten!“
„Ist schon gut, Yui. Zusammen bekommen wir es schon hin“, sagte mein Vater leise und streichelte mir immer wieder über den Kopf, bis ich mich langsam beruhigt hatte. Ich ließ ihn aber nicht los, so das er mich hochhob und mich zurück nach Hause brachte. Er brachte mich in sein Schlafzimmer und legte mich in sein Bett. Sorgsam deckte er mich zu und setzte sich auf die Bettkante. Ein paar Minuten später kam Recovery Girl mit einer Tasse warmen Kakao und meinte zu meinem Vater, das sie gerne mit mir alleine reden wollte.
„Schon gut, ich möchte mich nur mit dir über deinen Freund unterhalten. Dein Vater hat ihn erwähnt und er hat wohl kurz mit ihm geredet“, sagte sie freundlich, als ich sie ängstlich ansah.
„Ich habe ihn vor ein paar Tagen kennen gelernt und ich fühle mich wohl bei ihn. Ich konnte ihn ein wenig von dem erzählen was passiert ist“, sagte ich leise und nippte an meiner Tasse. „Als er meine Arme sah hat er mit mir geschimpft und sie versorgt. Er hat auch gesagt das ich ihn jederzeit anrufen kann oder zu ihn kommen kann, wenn es mir nicht gut geht.“
„Das hört sich nach einen guten jungen Mann an“, sagte sie grinsend. „Aber da gibt es etwas über das ich mit dir reden will…!“
„Wenn sie grade versuchen mich aufzuklären, das hat schon jemand anderes getan“, meinte ich und grinste in meine Tasse, als ich noch etwas trank.
„Dann ist ja gut“, lächelte sie mich freundlich an. „Wirst du ihn deinen Vater vorstellen?“
„Die Sache ist nicht ganz einfach. Er weiß zwar das mein Vater ein Profiheld ist, aber ich habe ihn nicht gesagt wer es ist. Irgendwie habe ich Angst davor das er mich dann anders behandelt, außerdem ist es nicht ein wenig früh“, fragte ich sie nervös.
„Mädchen das wird schon, es ist nicht schlimm, wenn du noch ein wenig wartest, bis du dir sicher bist“, antwortete sie mir aufmunternd. „Aber wie es aussieht hat es dich schwer erwischt.“
Augenblicklich wurde ich rot und sie fing an laut zu lachen. Wenig später ließ sie mich alleine mit der Bemerkung da sich mich etwas ausruhen sollte. Erst als sie gegangen war merkte ich wie müde ich eigentlich war.
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