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The Last Of Us 2 - Fortsetzung Teil II

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18 / Mix
Abby Anderson Ellie
03.04.2021
05.05.2021
36
57.639
5
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05.05.2021 1.031
 
„Seit Sonnenaufgang hab ich die beiden noch keine Minute getrennt gesehen.“ Ellie sah hinüber zu Steven und Bill, die die zusammengesammelten Gartenwerkzeuge in eine Schubkarre warfen.
„Waren wahrscheinlich auch zusammen auf dem Klo.“ Lee grinste und setzte sich neben Ellie auf eines der leeren Holzfässer vor der Stadthalle.
„So gut, dass die beiden wieder zusammen sind. Zumal sie jetzt auch endlich wieder die Mehrheit in Abstimmungen gegen Maria haben.“ Ellie zog den Reißverschluss ihres Parkers höher und versteckte beide Hände in ihren Taschen. Die meisten haben sich so früh am Morgen noch nicht vor die Stadthalle getraut. Einige lagen noch im Bett, andere beendeten gerade ihr Frühstück. Nur Ellie musste so früh es ging frische Luft schnappen und die Nacht verarbeiten. „Hast du eigentlich mal was gehört?“
„Was gehört?“ Lee sah sie an, doch Ellie blickte weiter auf den Eingang der Stadthalle, als hätte sie eine Wette abgeschlossen, wer wohl als nächstes durch die Tür marschierte.
„Naja, der eine mag den anderen ganz gern, die andere ist verknallt. Sowas halt.“
„Seit wann interessiert dich sowas?“ Lee grinste.
Ellie zuckte mit den Schultern. „Möglich, dass ich ein Interesse daran habe, jemanden sehr liebgewonnenes den richtigen Partner zu schenken. Jemanden, der sich ihr an den Hals werfen würde.“
„Geht es um Abby?“
„Kann ich nicht sagen.“
„Du bist so schlecht in dem was du gerade tust, Ellie.“ Lee grinste und klopfte seine Lederschuhe vor das Fass.
„Es geht um Abby. Zufrieden?“ Ellie grinste. „Aber häng es nicht an die große Glocke.“
„Klar.“
„Und?“
„Er auf jeden Fall nicht.“ Lee sah zur Tür, in der Javier stand, seinen staubigen Cowboyhut ausklopfte, ihn aufsetzte und flüchtig Ellie und Lee grüßte.
„Jetzt mach es nicht so spannend.“ Ellie atmete die kalte Luft des Frühlingsmorgen ein.
„Von den beiden ist es auch niemand. Also, soweit ich weiß.“ Lee grinste, während Jenny die Tür für Alex aufhielt, die mithilfe eines stabilen Stocks aus der Tür humpelte. Grinsend sah sie zu Ellie und Lee herüber und humpelte auf sie zu.
„Was ein blödes Spiel, Lee. Weißt du jetzt was oder weißt du nichts?“
„Ich weiß mehr als du denkst, aber ich befürchte, dass du abhaust, wenn ich es dir verrate. Und gerade genieße ich die Zeit, die wir nebeneinander in der aufgehenden Sonne sitzen.“
„Also gut.“ Ellie lächelte. „Was ist mit ihm?“ Sie machte eine Kopfbewegung zu Joe, während sich Alex schweigend in den Schotter vor Ellies Fass setzte und zuhörte.
„Joe steht auf Dina. Weißt du doch.“ Lee stupste Alex mit seinem Schuh an und lächelte zu ihr hinab.
„Stimmt. Das hatte er im Flaschendrehen verraten. Sofern das ehrlich war. Ich mein, ihr hängt ja mehr zusammen ab und unter Kerlen erzählt man sich doch schon ein wenig mehr Wahrheit, oder?“ Ellie sah zu Lee.
„Er hat die Wahrheit gesagt, an dem Abend.“ Lee sah wieder zur Tür. Maria trat hinaus. „Negativ, Ellie.“
„Ach was.“
Auch Maria grüßte höflich in ihre Richtung und machte eine Handbewegung, die definitiv Ellie darauf hinwies, genug zu essen. Ellie nickte, doch gefrühstückt hatte sie noch nicht. Ellie liebte Marias fast penetrante Fürsorglichkeit. Mit jedem Blickkontakt konnte Ellie Marias Liebe spüren. Als hätte sie nun die Pflichten einer Mutter übernommen, nachdem Joel und Tommy nicht mehr für sie da waren.

Dann verschwand Maria hinter der Stadthalle, um nach Steven und Bill zu sehen, die auch die Schubkarre hinter das Gebäude gefahren hatten.
„Keiner von denen“, sagte Lee, als Dina, JJ und Sophia die Stadthalle verließen. Dina stellte JJ auf den Schotter der Straße. Wie ein Blitz stolperte JJ hinter Maria her, die er scheinbar gerade noch um die Ecke bogen sah. Dina ließ den Kopf hängen, als hätte sie nicht gut geschlafen und warf Ellie einen Luftkuss zu, den Ellie wiederum mit einem Lächeln beantwortete. Dann bog sie hinter JJ hinter das Gebäude.
„Wollen sich heute alle das Gemüse ansehen. Hoffentlich gibt es bald welches. Ich hab keine Lust mehr auf Wild“, maulte Ellie.
„Auch nicht.“ Lee grinste Abby und Lev entgegen. Lev schien sich rasch zu verabschieden und nahm ebenfalls die enge Kurve ums Gebäude. Abby hingegen trat auf Ellie und Lee zu.
„Hey“, murmelte sie und warf Ellie einen verschämten Blick zu.
„Hey“, antwortete Ellie. Noch wusste sie nicht, wie sie sich am besten verhalten sollte. Wahrscheinlich ist es die klügste Entscheidung, einfach sie selbst zu bleiben.
„Aha.“ Lee sah wieder zur Tür, aus der Floyd heraustrat und sich scheinbar nach Alex umsah.
„Was für „Aha“?“ Abby sah in ratlos an, während Ellie scheinbar grinste.
„Schon gut“, sagte Ellie und sah, wie Floyd für Ellie und Lee die Hand zum Gruß hob, dann sah, dass Abby sich umdrehte und seine Hand auf seinen Kopf legte, um sich zu kratzen. Schließlich suchte er weiter nach Alex.
„Verheimlicht ihr mir irgendwas?“ Abby musterte Lee.
„Alles okay.“ Lee lächelte.
Schließlich trat auch Michael aus der Stadthalle und setzte sich auf die erstbeste Stufe, um durchzuatmen.
„Was ist mit ihm?“, fragte Abby.
„Ist wahrscheinlich auch erleichtert, wieder an einem sicheren Ort aufgewacht zu sein.“ Ellie sah zu ihm herüber, doch Michael starrte angespannt vor sich in den Schotter. „Waren wahrscheinlich harte Nächte. Und Michael wurde vielleicht nicht so gut aufgefangen wie Steven gestern Abend von Bill.“
„Wir sollten mit ihm was unternehmen, nachher. Also vorausgesetzt, ihr habt nichts dagegen.“ Bill analysierte die Reaktionen von Abby und Ellie.
Abby schüttelte den Kopf. Auch Ellie lächelte.
„Oha.“ Lee wandte seinen Kopf hinter Michael zur Tür.
„Er?“ Ellie legte den Kopf zur Seite. „Aber er ist doch zu alt?“
„Zu alt für was?“ Abbys Fragezeichen über dem Kopf wurde immer größer. „Könnt ihr mich mal aufklären?“
„Bin mir auch nicht sicher. Aber er hat mal so einen Andeutung gemacht.“ Lee überhörte Abbys Bitte und sprach weiter mit Ellie.
„Ich gebe auf.“ Abby grinste und sah, wie John langsam über die Straße auf sie zuging.

„Ellie? Abby? Ich habe gestern euer Gespräch über die Fireflies mitbekommen. Also nicht alles. Nur im Vorbeigehen.“ John musterte Ellie, Lee und schließlich Abby.
„Und?“ Ellie sah ihn fragend an.
„Ich war im letzten Jahr doch viel unterwegs, bevor ich dich in Portland gefunden habe. Michael habe ich es vorhin auch erzählt. Wenn ihr die Fireflies sucht: Ich weiß, wo sie sind.“
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