Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Last Of Us 2 - Fortsetzung Teil II

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18 / Mix
Abby Anderson Ellie
03.04.2021
05.05.2021
36
57.639
5
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
03.04.2021 2.131
 
Ellie war einverstanden, dass Michael und John eine weitere Nacht in ihrer Garage schliefen. Eigentlich hätte sie es auch gern, wenn sie erst nach dem Winter auf Wohnungssuche in Jackson gingen. Je mehr Leute in der Garage waren, desto wärmer wurde es. Doch selbstverständlich konnte sie verstehen, wenn die beiden bald ihre Unabhängigkeit einforderten. Zudem hatte auch Dina um mehr Privatsphäre gebeten. Ellie hingegen konnte sich nur schwer von ihrer Garage trennen. Auch Übernachtungen bei Dina gestalteten sich als äußerst schwierig, da zu viele Personen das winzige Reihenhaus bewohnten. Zudem schliefen Robin und JJ in ihrem kleinen Zimmer.
Nachdem sie den Geländewagen an der Straße vor Jackson parkten und via Funk um Hilfe beim Tragen baten, stapelten sie die Vorräte neben der Theke im Diner, aßen zu Abend und machten sich geschlossen auf den Weg zu Garage. Es wurde später als Ellie dachte und die Sonne ging bereits unter, als sie die Garagentür öffnete und zusammen mit John und Abby eintraten. Dina und Michael saßen bereits auf dem Sofa und warteten. Lev hingegen schien sich noch herumzutreiben.

„Wie war es bei euch?“ Dina sah zu Ellie, die ihre Jacke faltete und auf den Boden legte.
„Erstaunlich ruhig,“ antwortete Abby und legte ihre Jacke auf Ellies.
„Endlich mal etwas, das wirklich nach Plan lief.“ Dina grinste.
„Ich hab nicht mehr dran geglaubt“, lächelte Ellie.
Abby verschwand im Bad. Ellie sah Michael an. Er schien bereits geduscht zu haben, denn seine Haare waren noch nass. Dann setzte sie sich im Schneidersitz von den kleinen Tisch.
„Du musst nicht auf dem Boden sitzen, Ellie.“ John zeigte auf seine Matratze, die direkt neben ihr lag.
„Hab noch meine dreckigen Sachen an. Die Einladung nehme ich aber nach dem Duschen gern an.“
Lev öffnete die Tür. Joe folgte ihm. Sie hatten große Krüge Bier in den Händen und stellten sie auf den Tisch.
„Hab gehört, hier noch jemand Durst?“ Joe grinste. Dina griff dankend zu und auch Michael nahm ein großes Glas.
Ellie drehte sich zu Lev, um ihm für das Bier zu danken, sah aber, dass er zusätzlich die gesamte Wäsche gewaschen hatte. Zumindest war die immens große Haufen dreckiger Kleidung nicht mehr dort, wo sie ihn heute Morgen hinterlassen hatte.
„Lev, du musst das nicht tun.“ Ellie strahlte ihn an.
„Mir macht das nichts. Genau wie du bin ich froh, wieder in Jackson zu sein. Lieber wasche ich Wäsche, als von Plünderern durch Pocatello gejagt zu werden.“
„Jetzt trink schon, Ellie“, mahnte Dina und schob ihr einen riesigen Krug vor die Nase.
„Das schaff ich nicht.“
„Dann teil es mit Abby. Oder mit mir.“ Sie lachte und trank aus ihrem Glas.
Ellie trank, während Abby aus dem Bad kam und das Bier sah. Ellie schleppte sich hoch, holte sich ein neues Shirt und eine Shorts aus dem Schrank und verschwand im Badezimmer.


Nur ein paar Minuten später öffnete Ellie die Badezimmertür und trat heraus. Dina stand bereits mit ihrem Bier vor ihr und drückte es Ellie in die Hand.
„Komm schon. Wenn es heute schon keine Tanzveranstaltung im Diner gibt, müssen wir es wenigstens hier feiern.“
„Was feiern wir eigentlich?“
„Trink auf John, Abby und Michael. Dafür, dass sie dich aus Portland geholt haben.“
„Also gut. Die haben es sicher mehr verdient als ich. Nur weil ich mich feige ergeben habe. Also auf euch.“ Ellie nahm den halben Krug und trank ihn aus. Dann wischte sie sich den Mund ab.
„Du hast dich nicht ergeben, Ellie. Das war ein Opfer für die Gemeinschaft.“
Ellie zuckte mit den Schultern und gab Dina den leeren Krug zurück. „Alles nochmal gutgegangen, egal, wie rum man es nun sieht.“ Sie setzte sich auf ihr Bett und legte die Bettdecke über ihre Schultern und hielt sie vorne zu, sodass nur ihr Kopf zu sehen war. Auch Abby hatte sich bereits ins Bett gelegt. John hingegen hatte sich ins Badezimmer verdrückt.
Alkohol war Ellie nicht mehr gewohnt. Nur selten trank sie viel. Sie schloss ihre Augen und genoss den Moment, in dem sich ihr Kopf begann zu drehen. „Eigentlich ein schönes Gefühl“, dachte sie und genoss die Wärme ihrer Bettdecke. Dina kam auf sie zu. Erst, als sich ein Schatten über Ellies Augenlieder ausbreitete, öffnete sie ihre Augen. Dina küsste ihre Wange.
„Bleibst du heute bei mir?“, fragte Ellie und sah sie an.
„Möchtest du?“
„Und wie.“
„Dein Wunsch sei mir Befehl“, sagte Dina und reichte ihr ein weiteres Glas Bier.
„Was hast du vor? Ich bin gleich betrunken.“ Ellie grinste, nahm aber das Glas und trank. „Danke für das Armband. Ich hätte es nie mitnehmen dürfen.“
„Es hat doch Glück gebracht?“
„Naja. Zumindest bin ich nicht an Ort und Stelle erschossen worden, auf der Farm.“
„Noch Platz, unter deiner Decke?“
„Für dich immer.“ Ellie öffnete eine Seite und streckte Arm und Decke wie ein Vogel seinen Flügel. Dina kroch hinein und setzte sich neben sie. Ellie legte die Decke auf Dinas Schultern ab.
„Wie fühlst du dich?“ Dina legte den Kopf auf Ellies Schultern.
„Schön warm. Auch vom Alkohol. Und viel besser als gestern.“
John betrat das Zimmer und legte sich auf seine Matratze. Er hatte bereits so viel Bier getrunken, dass er vermutlich keine fünf Minuten brauchte, um tief und fest einzuschlafen. Ellie fand es bemerkenswert, wie ruhig er blieb. Sie hatte ihn mit einer großen Klappe kennengelernt, damals in Santa Barbara. Seit Portland jedoch hatte er sich stark verändert. Nicht nur ihr gegenüber.
Michael, der als Einziger noch nicht im Bett war, schlich um John herum zum Lichtschalter und schaltete das Licht aus. Schlagartig wurde es finster. Ellie hörte, wie er auf dem Rückweg gegen John stolperte. Dieser brachte aber nicht mehr als ein fieses „Ey“ heraus, auf das ein „Sorry“ folgte.

Noch bevor Ellie sich hinlegen konnte, rutschte Dina hinter sie und legte die Beine neben Ellies. Sie stütze ihr Kinn auf Ellies Schulter und sah mit ihr in den Raum. Nach ein paar Sekunden gewöhnten sich Ellies Augen an die Dunkelheit. Schemenhaft konnte sie John erkennen. Er hatte sich von ihr weggedreht und sich seit Minuten nicht mehr bewegt. Abby und Lev schliefen bereits auf der anderen Seite des Zimmers.
„Und, bist du bereit?“, hauchte Dina Ellie ins Ohr.
„Bereit wofür?“ Ellie hatte gerade die Augen geschlossen, um sich auf die Drehungen in ihrem Kopf zu konzentrierten.
„Dich zu bedanken. Oder andersherum: Heute Abend bedanke ich mich bei den Jungs.“
„Was hast du vor? Eigentlich will ich dich gar nicht teilen.“
„Wirst du auch nicht, Ellie. Ich werde ihnen danken, indem ich dich mit den beiden teile.“
„Hab ich da auch noch was zu entscheiden?“ Ellie protestierte. Dennoch mochte sie die Spannung und den Moment, John und Michael am nächsten Morgen gegenüberzutreten und zu wissen, was sie verpasst hatten.
„Glaube nicht“, hauchte Dina in Ellies Ohr. „Bereit?“
„Nicht wirklich.“
„Arme hoch.“ Dina zog Ellie ihr Shirt aus und legte es neben sich. „Und, wie fühlt es sich an?“
„Aufregend?“ Ellie sah an sich herunter und dann wieder zurück zu Michael. Sie konnte nicht erkennen, ob er die Augen geöffnet oder geschlossen hatte, aber er war der Einzige im Raum, der sie hätte sehen können. Alle anderen hatten ihr den Rücken zugekehrt.
Dina zog ihren Pullover aus: „Jetzt bist du wieder dran. Ich kann doch nicht mit leeren Händen dastehen.“
„Hab nichts mehr, was ich ausziehen könnte.“
„Ellie.“ Dina zupfte an Ellies Shorts.
„Nein, Dina. Ich mach das nicht. Welchem Zweck sollte das dienen?“
„Es macht mich tierisch an.“ Dina küsste sanft Ellies Hals.
Ellie spürte das Kribbeln. Sie wusste, dass sie kaum widerstehen konnte.
„Wenn du das für mich machst, verstecke ich dein Shirt morgen früh nicht.“
„Du hast es nicht versteckt. Es lag direkt neben Michael.“ Ellie drehte ihren Kopf und sah zu Dina.
„Kann schon sein.“ Sie lächelte.
„Ach man.“ Ellie lupfte ihren Po nach oben, Dina zog ihre Shorts aus und legte sie zum Shirt. Schnell presste Ellie ihre Beine zusammen, bemerkte aber, dass Dina bereits eine Hand zwischen ihre Oberschenkel geschoben hat.
„Komm schon, Ellie. Nur kurz.“
„Wenn er das sieht und uns morgen darauf anspricht, erklärst du es ihm.“ Ellie öffnete ihre Beine. Durch die Anspannung hörte man Ellies Schweiß zwischen den Oberschenkeln, als sie sich öffneten. Ihr wurde unfassbar heiß. „So?"
Dina nahm Ellies Arme hinter ihren Rücken und hielt sie fest.
„Ich glaube, da geht noch was.“
Ellie begann, langsam durch den Mund ein- und auszuatmen. „Und jetzt?"
„Warten wir.“
„Worauf warten wir?“
„Na ob Michael unser Geschenk annimmt.“
„Dina, hör auf mit dem Scheiß.“
Dina begann, Ellie über den Oberschenkel zu streicheln. „Achtung!“
„Dina. Wenn du mich jetzt berührst, explodiere ich.“ Ellie hielt die Luft an.
Doch es war zu spät. Ellie zuckte unwillkürlich zusammen.
„Huch. Stehst du etwa auf Michael?“ Dina hielt Ellies Arme noch immer fest.
„Dina. Hör auf.“
„Ich hab dir das nie geglaubt, aber gut: bereit für dein erstes Mal?“
„Was? Dina?“
Dina nahm Ellies Shorts und wollte sie gerade Richtung Michael werfen, da donnerte eine Explosion durch Jackson. Die Garage wackelte durch die Wucht der Detonation. Ellie schlug die Beine zusammen. Dina legte die Decke um sie. In Windeseile zog Ellie ihre Shorts an, da klickte der Lichtschalter. Michael stand an der Eingangstür. Doch das Licht ging nicht an.
„Habt ihr das gehört?“, sagte er in den dunklen Raum.
„Es war nicht zu überhören“, sagte Dina panisch. „Ellie?“

Ellie stand kerzengerade vor ihrem Bett und zitterte am ganzen Körper. „Dina.“
„Scheiße, Ellie. Warte.“ Dina zog ihr das Shirt über und holte eine neue Jeans aus dem Schrank sowie das dicke karierte Hemd aus dem Schrank. Dann half sie Ellie beim Anziehen.
In diesem Augenblick schaffte es Abby eine Taschenlampe anzuschalten. Auch sie hatte bereits ihre Jacke an. „Hier, Ellie“. Sie warf ihr die zweite Taschenlampe rüber. Doch sie prallte von Ellies Jacke auf den Boden. „Sorry.“
„Schon okay.“ Dina hob sie auf, nahm Ellie an die Hand und führte sie aus der Garage. Panisch drehte sie sich im Kreis. Schnell konnten sie ausmachen, aus welcher Richtung die Detonation kam. Orangener Himmel flimmerte hinter dem Dach der Garage.
„Es ist das Kraftwerk. Deshalb kein Licht.“ Dina schlug die Arme über den Kopf zusammen. Ellie stand auf der Wiese und regte sich nicht.
„Wir müssen zu den Gewehren. John, Michael, Ellie?“ Abby sah erschrocken in ihre Gesichter.
„Ich.“ Ellie wusste nicht, was sie sagen sollte.
„Scheiße Ellie. Ich bin genauso angetrunken wie du. Jetzt komm.“ Abby riss an ihrer Hand und Ellie rannte los. Eisiger Wind schoss in ihr Gesicht.


„Es ist kein Angriff, hört ihr. Wir wurden nicht angegriffen?“ Maria rannte ihnen auf der Hauptstraße entgegen. „Ich hatte gerade Funkkontakt.“
Abby stoppte vor ihr, noch immer hielt sie Ellies Hand. „Was war das zur Hölle?“
„Kevin vermutet, eine Wasserkraftturbine ist in die Luft geflogen. Ohne Vorwarnung. Kommt mit.“
Wieder zog Abby an Ellies Hand. Sie rannte mit. Langsam wurde ihr wieder klarer im Kopf.
Keine drei Minuten später erreichten sie außer Atem den dichten Rauch am Kraftwerk. Männer hatten begonnen, das Feuer in der Halle mit Wasser aus dem Fluss zu bekämpfen.
„Wie können wir helfen?“ Abby sah zu Maria, die fassungslos vor der brennenden Halle stand.
„Wie konnte das passieren?“ Maria schüttelte den Kopf. „Kevin? Sind da noch Leute drin?“
„Maria. Ich vermute, dass es ein paar unserer Männer schwer erwischt hat. Die meisten sind allerdings heile herausgekommen. Nachts ist Gott sei Dank weniger Betrieb als am Tag.“ Kevin sah seinen Männern zu, wie sie weiterhin versuchten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Ellie hatte sich von Abby losgerissen und sich einen Eimer geschnappt. Sie rannte Richtung Fluss, stolperte über einen leblosen Körper, dem es scheinbar die Arme weggerissen hatte. Geschockt sah sie in das verbrannte Gesicht. Unmöglich in dieser Dunkelheit zu erkennen, wer es war. Dann wandte sie sich ab, tauchte den Eimer in das eiskalte Flusswasser und kippte ihn sich über den Kopf. Kräftig pustete sie durch. Dann tauchte sie ihn erneut ein und warf den Inhalt durch ein Fenster in die Flammen. Sie wiederholte es.
Tatsächlich schafften sie es, nach einer Viertelstunde Herr über die Flammen zu werden. Der verbaute Stahl fing nicht so leicht Feuer wie die Holhäuser in Jackson. Dennoch war die Verwüstung deutlich. Tonnenschwere Stahlteile sind durch die Fenster geschossen worden und lagen auf der Wiese davor.
„Es wird Monate dauern, bis wir wieder Strom haben.“ Maria stand außer Atem vor der Halle.
„Auch das schaffen wir, ganz sicher.“ Abby sah, wie Maria erst sie ansah, dann kehrtmachte, um mit Kevin die Lage zu besprechen. „Alles okay, Ellie?“
„Geht schon.“ Ellie stützte ihre Arme auf die Knie und pustete durch. „Meine Fresse, was passiert hier?“
„Wir sollten heim. Das Feuer ist gelöscht. Die Schäden sehen wir sowieso erst morgen. Und auch, ob es wirklich ein Defekt war oder mehr dahintersteckt?“
„Mehr?“ Ellie sah Abby in die Augen.
„Man weiß ja nie. Komm jetzt.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast