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To belong to

von penitence
GeschichteRomance / P16 / Het
Negan OC (Own Character)
03.04.2021
12.04.2021
4
2.747
3
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03.04.2021 662
 
Dort, noch ein paar gute Meter von dir entfernt, kannst du die Hütte bereits sehen.
Sie ist größer als du gedacht hast.
Mann kann sehen, dass er einige Dinge ausgebessert hat.
Hier und da etwas erneuert hat. Von außen sieht es eigentlich recht gemütlich aus und du fragst dich, ob es auch wirklich so ist — gibt nur einen Weg es herauszufinden, nicht wahr?

Du klopfst an die Tür.
Wartest ein wenig, doch als du nichts hörst, klopfst du noch einmal und dieses Mal etwas fester.
Dann passiert etwas: erst nur Schritte, dann wird die Tür geöffnet und vor dir steht ein, mit einer Schrotflinte ausgerüsteter, Negan.
Er sieht etwas wild aus, mit seinem unfrisierten Haar und seinem Gesichtshaar, das man nicht mehr wirklich als Drei-Tage-Bart durchgehen lassen kann.
Du begrüßt ihn fröhlich, trotzt der Tatsache, dass er eine, wahrscheinlich geladene, Waffe auf dich richtet. Er scheint wohl nicht mehr zu wissen, wer du bist. Immerhin habt ihr euch jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen.
Du gibst ihm ein paar Infos, aber da er noch immer auf dem Schlauch steht, wirst du etwas ungehaltener.
,,Ok, wow, ganz schön unhöflich, Mister’’, meinst du und verschränkst die Arme vor deiner Brust. ,,Zur Info: Ich war eine derjenigen, die dir eigentlich ziemlich regelmäßig Essen in deine Zelle gebracht hat und — womit ich jetzt nicht so gerne herum prahle — auch hin und wieder deinen Piss-Eimer geleert hat.’’
Jetzt scheint tatsächlich etwas bei ihm zu klingeln, das kann man ihm ansehen und dann ist der Groschen gefallen.
,,Sam?’’
,,Japp, wie sie leibt und lebt’’, zwinkerst du. ,,Ja, ich weiß, das letzte Mal als wir uns gesehen haben, war ich noch blond und wir haben eigentlich auch nie so viel miteinander geredet, wenn ich mich recht entsinne. Vielleicht hast du mich deswegen nicht sofort erkannt. Naja, ist ja auch egal’’, winkst du ab und trittst einfach so an Negan und seiner Flinte vorbei in seine Hütte hinein. Du schaust dich ein wenig um und pfeifst dann anerkennend. ,,Nett hast du’s hier’’, meinst du und siehst ihn dann über deine Schulter hinweg an. Negan steht noch immer im Türrahmen. Er hat sich keinen Millimeter bewegt; wohl unschlüssig darüber, was er von all dem hier halten soll. ,,Na komm’ schon, ich beiß’ auch nicht. Zumindest nicht feste’’, versuchst du die Stimmung etwas aufzulockern, was dir jedoch nicht so wirklich zu gelingen scheint. ,,Gut’’, seufzt du dann. ,,Eigentlich wollte ich es nicht so weit kommen lassen, aber du lässt mir wohl keine andere Wahl.’’ Du kramst in deinem Rucksack herum und holst dann ein paar Konservendosen hervor, die du auf den Tisch stellst. ,,Dann muss ich dich wohl oder übel bestechen. Du kannst alles haben, auch den Rest, der noch im Rucksack ist, wenn ich dafür ein bisschen hierbleiben kann. Höchstens ein oder zwei Wochen, schätze ich…’’
,,Schätzt du…’’, kommt nun doch etwas von ihm.
,,Jaahh, schätze ich. Ganz ehrlich? Ich denke ’n bisschen Gesellschaft würde dir sogar ganz gut tun. Wie lange bist du jetzt schon hier? Ein Jahr? Also ich hab’ zwar nicht Psychologie studiert, aber ich denke, dass muss man auch nicht, um zu wissen, dass zu wenig Kontakt zu anderen Menschen keiner Psyche auf Dauer gut tut. Aber ich will mich auch nicht aufdrängen. Aber dann nehm’ ich auch die Sachen hier wieder mit.’’
Du beginnst damit deinen Proviant wieder einzupacken, doch Negans leises ,,Warte’’ lässt dich innehalten. Er blickt auf die Konserven, dann in dein Gesicht, dann wieder auf die Konserven.
,,Höchstens zwei Wochen…und darauf kann ich mich verlassen?’’
,,Indianerehrenwort’’, nickst du — und so eins bricht man schließlich nicht.
Negan überlegt.
Es ist schon ziemlich lange her seitdem er mal etwas anderes gegessen hat als irgendein Wild und wenn er seiner Nase trauen kann, hast du sogar frisches Brot dabei.
Auf Gesellschaft kann er gut und gerne verzichten.
Er kommt auch alleine zurecht, aber wenn er so an den ganzen Proviant kommen sollte, ist deine Gesellschaft wohl das geringste Übel.
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