Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / BTS / rain boy

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rain boy

von LxchNxssx
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
J-Hope Suga
02.04.2021
11.06.2021
12
7.392
4
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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11.06.2021 876
 
Hoseok zuckte leicht zusammen, als Yoongi etwa drei Minuten später plötzlich neben ihm stand und zwei weiße Tassen auf die Theke stellte. Yoongi schenke Hoseok ein leichtes Lächeln bevor er sich auf den zweiten Hocker daneben fallen ließ.

"Verbrenn dir deine Zunge nicht.", warnte Yoongi schnell, bevor Hoseok überhaupt zum Henkel der Tasse greifen konnte.

"Du auch nicht.", erwiderte Hoseok leicht lächelnd und beobachtete, wie Yoongi bereits nach der Tasse griff und zu pusten begann, damit der Tee schneller abkühlte. Er konnte den Blick einfach nicht von ihm abwenden. Yoongi wirkte wie ein verschlossenes Buch für Hoseok - nicht, dass er besonders gern Menschen las, aber Hoseok wusste immer, mit was für Personen er Zeit verbrachte, doch dieser junge Mann neben ihn.. Hoseok konnte einfach nicht sagen, welche Vergangenheit er hinter sich hatte, welche Gegenwart er nun lebte, welchen Charakter er mit sich trug oder überhaupt irgendein Anhaltspunkt. Yoongi war etwa das große Meer, von dem die Menschen nicht viel wussten.

Hoseok konnte beobachten, wie Yoongi einen kleinen Schluck vom Tee nahm und dann genießerisch die Augen schloss, um die Wärme noch etwas länger zu spüren. Hoseok konnte super Yoongis Seitenprofil betrachten. Seine Augen fingen bei den Haaren auf der Stirn an, diese waren immer noch nach, die Spitzen tropften noch, doch der Ansatz war bereits etwas getrocknet. Die nassen Spitzen verdeckten seine Augenbrauen, dennoch konnte man sie durch sehen, wahrscheinlich nicht mehr, wenn die Spitzen wieder trocken waren. Hoseoks Augen wanderten zu seiner Nase. Würde Yoongi liegen, könnte Yoongis Nase einer Wasserrutsche ähneln, die Nasenspitze der oberste Bereich und zwischen den Augenbrauen wäre das Wasser, das die Leute auffangen würde. Bei dem Gedanken musste Hoseok einfach grinsen, er konnte es einfach nicht unterdrücken.

"Was schaust du so?", riss Yoongis Stimme Hoseok aus den Gedanken, eine Wasserutsche bauen zu müssen, die Yoongis Nase ähnelte. Yoongi hatte seine Augen wieder geöffnet, schaute Hoseok von der Seite an, hatte seinen Kopf nur leicht zu ihm gedreht. Die weiße Tasse hielt er noch in der Hand, so als würde erneut einen Schluck nehmen wollen.

"Deine Nase ist schön.", erklärte Hoseok einfach und nahm nun einen Schluck von seinem noch dampfenden Tee - davon hatte er aber nichts mitbekommen. Zischend, weil Hoseok sich am Tee verbrannt hatte, auch wenn es nur leicht war, stellte er die Tasse wieder hin. Innerlich verfluchte er die Erfindung, Tee heiß machen zu müssen. Dann schaute er zu Yoongi, der ihm bereits eine Flasche Wasser hinhielt, welche Hoseok dankbar annahm. Etwas kühles wie Wasser würde ihm guttun. Also nahm Hoseok ein paar Schlücke aus der Flasche und stellte sie zwischen sich und Yoongi auf den Tisch.

"Ich habe dir noch gesagt, dass du dir deine Zunge nicht vebrennen sollst.", kicherte Yoongi und hatte seine Tasse bereits abgestellt, damit nichts verschüttet wurde.

"Ich bin manchmal ungeschickt.", antwortete Hoseok grinsend und schaute zu Yoongi, welcher ehrlich lächelte.

"Wie ein Kind?", fragte er.

"Wie ein Kind.", erwiderte Hoseok.

Dann schauten sich beide an, in die Tiefe der braunen Augen des anderen.

"Süß.", kommentierte Yoongi.

Hoseok wusste nicht, dass Augen so tief wirken konnten, so ruhig wirken konnten. Auch wenn die Augen des anderen nicht besonders glitzerten, wie es sonst immer in Bücher geschrieben stand, waren Yoongis Augen einer der Schönsten, die Hoseok jemals gesehen hatte. Das fahle Licht der Laternen draußen neben dem Haus leuchtete durch das Fenster, doch beleuchtete es Yoongis Gesicht nicht, weil das Licht hinter ihm schien.

Langsam, den beiden jungen Männern fiel es nicht auf, näherten sie sich zueinander, so als würde ein Magnet sie zusammenziehen wollen. Sie spürten den ruhigen Atem des anderen bereits auf ihrer Haut, schauten sich dennoch in die Augen, bis sie sich so nah waren, dass der jeweils andere unscharf wurde. Das war der Moment, in dem beide ihre Augen schlossen und die letzten Zentimeter überbrückten und nicht weniger liebevoll und saft wie auf der Bank ihre Lippen aufeinandertrafen. Das Gefühl, warme Haut auf ihre Lippen, ließen sie sich wärmer fühlen, wärmer als ohnehin schon. Bevor sie ihre Lippen gemeinsam bewegten, trennten sie sich kurz voneinander, um den anderen anzuschauen, auch wenn ihre Augen den anderen nicht fokussieren konnte, wollten sie sich vergewissern, dass es für den anderen okay war. Nach etwa fünf Sekunden näherten sie sich wieder und schlossen ihre Augen. Ihre Lippen trafen aufeinander und ohne zu zögern, bewegten sie sie, erwiderten den hingebungsvollen Kuss. Sie dachten nicht an sich, um ihre Gelüste zu befriedigen, es ging immer um den anderen. Hoseok dachte an Yoongi, ihm all seine noch unbekannte Liebe zu geben. Und Yoongi dachte an Hoseok, ihm seine Zuneigung zu zeigen.

Langsam löste Yoongi sich von Hoseok, doch völlig trennten sie sich nicht, ihre Hände fanden zueinander. Ohne etwas großartig zu sagen, stand Yoongi auf und zog Hoseok mit in den hinteren Bereich, die enge Treppe hinauf. Zeit und das Bedürfnis, sich umzuschauen, hatte Hoseok nicht. Während er von Yoongi die Treppe hinauf zu einer Tür, Ende des kleinen Flures, gezogen wurde - wobei gezogen nicht das richtige Wort war, denn Hoseok kam aus freien Stücken mit in den privaten Bereich des Apothekers -, starrte er auf Yoongis Hinterkopf.

Sein Gedanke galt nur dem, wie wunderschön dieser junge Mann war.
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