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Escape the Arena <MMFF>

von Filou
MitmachgeschichteFreundschaft, Action / P16 / Gen
02.04.2021
04.05.2021
5
6.648
3
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Dieses Kapitel
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04.05.2021 1.672
 
Der Ferraner humpelte noch einen Schritt vom ihm weg und sah sich aufmerksam in der Zelle um, doch hier gab es überhaupt nichts Interessantes. Sie war kahl, vielleicht zwei auf drei Meter groß und wurde nur von der kleinen Lampe erhellt. Zudem war ihr Gefängnis total ausbruchsicher, er hatte auch schon jeden Winkel untersucht.
Der Klon hatte noch nicht viele Ferraner gesehen in seinem Leben, eigentlich erst zwei und das auch nur im Vorbeieilen, weshalb er den anderen neugierig betrachtete. Weißes Fell, welches ihm im Gesicht auch mal in die Augen kam und sich von der Kehle an abwärts hellgrau verfärbte, konnte man sehen, wenn es nicht gerade von der matschbraunen, Rüstung in Tarnfarbenversteckt wurde. Hellgrüne Augen, die jeden Winkel erforschten, spitz zulaufende Ohren, welche immer wieder aufmerksam zuckten und sich drehten, sowie die wolfsähnliche Schnauze vervollständigten sein Aussehen.
„Wie heißt du?“, wollte der schwarzhaarige Klon wissen, woraufhin der andere leicht zusammenzuckte und etwas an ihn vorbeisah, als er antwortete. „Kio“, erklang es leise vom Ferraner, bevor er ihn direkt ansah und die stumme Frage nach seinem Namen in den grünen Augen aufleuchtete. Der Klon selber wollte seinen richtigen Namen jedoch noch nicht preisgeben. „Blackguard“, meinte der Schwarzhaarige deswegen, was sein neuer Rufname war, wenn sie ihre Missionen oder Aufträge erledigten. Sein Kollege nannte er Greyhound. Zu seinem Glück schien der Ferraner ihm zu glauben, denn dieser fragte nicht weiter nach.
„Hast du Schmerzen?“, fragte Blackguard den Ferraner, welcher seinen linken Fuß entlastete. „Ein bisschen. Ist wohl gestaucht, wird aber wieder heilen“, murmelte Kio. „Was wollen die von uns?“, kam eine leise Frage zurück. Seufzend setzte sich der Klon an die Wand, welche der Türe gegenüber war. Auch der Ferraner humpelte nun zur Wand und ließ sich mit etwas Abstand zu ihm an ihr heruntergleiten. „Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Ich bin mit jemanden in eine Falle geraten. Wir sind betäubt und hierher verschleppt worden. Glaube ich zumindest, denn ich bin hier aufgewacht, aber mein Kumpel war nicht hier und ich bin auch erst seit ein paar Stunden hier, wenn mich mein Zeitgefühl nicht komplett verlassen hat“, erzählte der Schwarzhaarige, bevor er wieder leise seufzte und den Blick kurz senkte. Er fragte sich, was man mit Greyhound gemacht hatte und hoffte zudem, dass es ihm den Umständen entsprechend gut ging.
„Und du? Weißt du etwas?“, fragte er nach einer kurzen Pause zurück. „Nicht viel mehr. Eines der Reptile hat noch gemeint, dass ich vielleicht gegen ihn antreten würde und er gespannt sei, mich kämpfen zu sehen, aber mehr nicht... oder doch, er sagte, dass er Crassot hieß“, murmelte Kio nachdenklich. Doch in Blackguard zog sich alles zusammen.
„Moment! Crassot?!“, vergewisserte der Klon sich nochmals, worauf er ein Nicken erhielt. Er kannte den Namen. Bisher war er ihm erst einmal zu Ohren gekommen, doch die Geschichte dahinter, war zu grauenvoll gewesen, als dass der Name ein weiteres Mal hätte ausgesprochen werden können. „Was weißt du über ihn?“, hauchte der Ferraner leise. Blackguard antwortete ihm nicht, sondern raufte sich kurz die schwarzen Haare, bevor er aufstand und in der Zelle herumtigerte. „Firefek!“, fluchte er und schlug mit der Faust gegen die Wand, vor welcher er gehalten hatte. Er spürte die hellgrünen Augen von Kio auf sich ruhen. „Sklavenhändler und ein Jäger“, gab der Klon schließlich eine knappe Antwort. Zu mehr war er gerade nicht im Stande. Dieser Name hatte ihn zu sehr aus dem Konzept gebracht, doch trotzdem ratterte es in seinem Hirn.
Ein Piepsen erklang, woraufhin Blackguard sofort zur Türe sah, die mit einem Zischen aufglitt. Etwas wurde hineingeworfen, als auch schon die Hochsicherheitstüre wieder zu glitt. Dieses Etwas war genauer gesagt jemand. Ein braunhaariger Mann, der triefend auf der Seite lag, sich krümmte und zugleich hustete. Nasse Haarsträhnen hingen dem Menschen ins Gesicht, doch der Klon erkannte den anderen.
„Deam!“ Sofort stürzte der Klon Blackguard zum Mann hin und berührte ihn an der Schulter, doch mit einem panischen Schrei, rollte sich der Braunhaarige zusammen und legte die Hände schützend über den Kopf. Stahlgraue Eisenringe blitzte an den Handgelenken auf, genauso an beiden Fußgelenken und am Hals. Der schwarze Kampfanzug klebte an Deams Haut. „Es ist alles gut Deam. Ich bin es, Flag! Hier will dir keiner etwas antun“, redete der Klon ruhig weiter, beachtete dabei nicht die fragenden und verwirrten Blicke des Ferraners. Er versuchte gerade irgendwie zum Braunhaarigen durchzudringen, welcher noch gar nicht kapiert zu haben schien, dass er bei ihm war. Wieder hustete der Neuankömmling, bevor er vor einer weiteren Berührung am Oberarm zurückzuckte. „Hey, Deam! Ich bin hier und passe auf dich auf“, immer weiter redete er mit sanfter Stimme auf den total verängstigten Menschen ein, bis dieser die Arme langsam sinken ließ und ihn endlich zu erkennen schien.
„F-Flag“, wimmerte er leise, bevor er sich zitternd versuchte aufzurichten, aber dafür zu wenig Kraft hatte. Nur mit der Hilfe des Klons schaffte er es, in eine sitzende Haltung zu kommen und sich an Flag zu lehnen, der ihm Halt gab und die Arme beschützend um den anderen gelegt hatte. Deam suchte die haltgebende Umarmung von ihm und krallte sich schluchzend an seiner Rüstung fest. Er spürte das Zittern des anderen durch diese hindurch.
„E-Er ist es... Crassot! Er hat... m-mich wieder... und d-dich jetzt auch. Er hat m-mich wieder... be-bewusstlos werden lassen... im Wasser“, wimmerte der Mensch fast lautlos, doch durch das Zucken der Ohren von Kio, wusste der Klon ganz genau, dass dessen besseres Gehör ihn mithören ließ. „Ich weiß“, flüsterte der Schwarzhaarige besorgt und strich dem anderen beruhigend über den Rücken.  
Deams zitternde Finger langten zu dessen Hals, wo er kurz zurückzuckte als er den metallenen Halsreif spürte.
„Wie heißt du jetzt wirklich? Wer ist er?“, Kio war aufgestanden und hatte etwas mehr Abstand zwischen die beiden Menschen und sich gebracht. Er seufzte leise. „Früher nannte man mich Flag, aber es ist viel passiert, als ich noch mit meinen Brüdern gekämpft habe, weswegen ich unter dem Namen Blackguard unterwegs bin. Es ist sicherer für mich. Das hier ist Deamon Barat. Er war die ersten fünfzehn Jahre seines Lebens Crassots Sklave. Wir haben uns zufällig getroffen und einander geholfen. Nun jagen wir zusammen Separatisten oder allgemein Wesen, die der Republik schaden wollen. Manchmal kriegen wir noch Kopfgeld dafür, wenn sonst noch jemand diese Person tot sehen will“, sprach Flag ruhig, während er spürte, wie Deams Griff an seinem Arm sich verstärkte beim Namen des Trandoshaners.

„Hier kann man sich ja nicht einmal umsehen. Also wirklich, diese Zelle erhält von mir keine gute Bewertung. Höchstens zwei von zehn Punkten, wenn es hochkommt, würde ich sagen. Wenn wir wenigstens eine schöne Aussicht hätten, dann würde ich wohl eine sieben geben, aber wir haben ja nicht einmal ein Fenster“, entrüstete sich Trill lautstark. Eigentlich hieß sie Shi'Ximena Pekkala, aber zum einen war der Name für die meisten zu schwierig und sie mochte Trill sowieso mehr.
„Kannst du endlich mal deine Klappe halten? Wir sind hier nicht auf einer lustigen Erkundungstour, falls dir das noch nicht aufgefallen ist!“, fauchte ihr Gabrielle Shaw, wie sich die junge Menschenfrau ihr vorgestellt hatte, entgegen.
„Ich versuch nur das Positive in unserer Situation zu sehen und ein bisschen gute Laune zu machen.“ Trill strich sich durch ihre braunen Haare, während sie weiterhin die Zelle inspizierte. „Du siehst wohl den ernst unserer Lage nicht! Vermutlich warst du noch nie in so einer Situation, wenn du dich so verhältst“, giftete die Kleinere, während sie die andere giftig anblickte.
„Mach mal langsam, man muss sein Leben genießen. Ich habe gesehen, wie schnell es vorbei sein kann. Ich weiß, wovon ich rede und damals warst du vielleicht knapp zwölf gewesen, also darf ich das wohl sagen“, entgegnete Trill, was die andere mit einem Schnauben abtat. „Ich habe bei den besten mein Handwerk gelernt uns das schon mit zwölf, also weiß ich, was ich kann und was ich schon alles erlebt habe“, fauchte Gabrielle genervt, während sie ihre rot-braunen Haare hinter die Ohren strich, weil sie ihr in die Augen gefallen waren.
Ein Piepsen durchbrach ihr ‚Gespräch‘. „Was ist das?“, wollte Trill wissen, während sie sich im Kreis drehte. Auf einmal tauchte in der Mitte der Decke etwas auf, woraufhin plötzlich flackernd ein bläulich leuchtendes Hologramm auftauchte. Ein Trandoshaner war zu sehen, der hämisch grinsend auf sie hinabstarrte.
„Wie schön, dass nun endlich alle versammelt sind, der Aufwand hat sich gelohnt. Ihr alle seid für die Arena erwählt worden. Ihr alle habt die Ehre in meiner extra für euch errichteten Arena euch zu beweisen. Die drei besten von euch werden gegen mich antreten. Ich bin der große Crassot und der beste Jäger der Trandoshaner. Die große Zählerin wird mich reich belohnen.“ Ein gieriger Ausdruck zierte sein Gesicht.
„Der hat ja einen an den Schuppen“, nuschelte Trill stirnrunzelnd, verstummte jedoch schnell wieder, als das Reptil weitersprach. Sie wollte wissen, was das hier alles sollte. Die Braunhaarige konnte sich noch nicht wirklich einen Reim drauf machen, da sie immer mal wieder in Ärger reinstolperte und dies wortwörtlich.
„Ihr seid ausgewählt worden, weil ihr euch entweder in meine Geschäfte eingemischt habt oder auch Fähigkeiten habt, die ich endlich einmal in Aktion sehen will. Manch eine Spezies kennt ihr vielleicht gar nicht, weswegen ich hier testen will, was diese können. Ihr werdet bald in die Arena gelangen, wo es alles gibt, aber das werdet ihr selber herausfinden. Es gibt keine Regeln. Ihr könnt euch gegenseitig abschlachten oder zusammenarbeiten. Mir ist es egal, aber seid gewarnt, ich kann mich einmischen in alles, was passiert. Ich bin die Arena, also amüsiert mich schön.“


***

Hey:D

Passend zum Star Wars Tag kommt auch noch was von mir :D


Ja, alle die meiner erste MMFF kennen, die kennen zwei Personen (die eigentlich tot sein sollten... sorry, konnte es nicht lassen, euch etwas vorzugaukeln xD ), aber für die anderen ist es nicht wichtig, dass sie diese Geschichte kennen, denn ich werde hier einiges noch erläutern ;)

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, ums Reviewschreiben kümmere ich mich Morgen (die Angesprochenen wissen, wen ich meine) ;)

Man liest sich
LG Filou
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