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Verlorenes Glück

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Mattes Seeler Melanie Hansen
02.04.2021
08.04.2021
3
1.138
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02.04.2021 471
 
,,Mattes nein, tu das nicht", schrie Melanie, doch es war zu spät. Er war schon weg. ,,Wieso is er auch immer so ein Sturrkopf?", fluchte die Hauptkommisarin, und rannte sofort hinterher. Das Gebäude sollte gesprengt werden, doch dies musste aufgehalten werden. ,,Mattes wo bist du?", die blonde Polizistin sah sich suchend nach ihrem Streifenpartner um, doch dieser war verschwunden. Sie hörte Schreie. Hilferufe. Sofort folgte Melanie diesen, und sie konnte die Geisel des Überfalls finden. Doch wo war Mattes? Schnell brachte die Polizistin das Opfer nach draußen, wo sie sofort von zwei Sanitätern entgegen genommen wurde. Melanie jedoch, lief zurück ins das voll mit Sprengstoff gelegte Gebäude. ,,Mattes? Mattes?", wiederholte sie immer wieder seinen Namen. Er könnte doch nicht weg sein. Ihr Partner schien plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Mit gezogener Waffe suchte die blonde weiter das Gebäude ab, als ihr ein etwas größerer, grauhaariger Mann entgegenkam. Der Geiselnehmer. Er hielt ein Brecheisen in der Hand, und zielte sofort auf Melanie. Doch diese war um einiges Schneller und zog ihm den Boden unter den Füßen weg, als plötzlich ein lauter Knall ertönte. Die Hauptkommisarin zuckte zusammen und kauerte sich sofort schützend auf dem Boden zusammen. Erst nach ein paar Minuten, traute Melanie sich, sich langsam wieder aufzurichten. In ihren Ohren lag ein lautes Piepen, und um sie herum hatte sich dunkler Rauch ausgebreitet. Eine der Sprengladungen, musste explodiert sein. Doch aufeinmal viel ihr wieder ein, was Melanie hier eigentlich wollte. Sie wollte zu Mattes. Augenblicklich schoßen ihr Tränen in die Augen. Was war, wenn Mattes, ihrem Mattes, etwas passiert war? Die Hauptkommisarin kämpfte sich durch die dunklen Rauchwolken. Je weiter sie sich dem Explosionsherd näherte, desto schwerer wurde der Weg. Immer mehr war der Weg von Betonteilen und einzelnen Holzteiln verschüttet, doch das hinderte Melanie nicht daran, Mattes zu finden. Und plötzlich, zwischen all den Trümmern und Flammen, erkannte sie im Rauch seine Uniform. Sein Körper war unter einem Holzbalken und unzähligen großen Betonstücken begraben. Sein Gesicht war voller schwarzen Ruß, er lag auf dem Steinboden, ohne jegliche Bewegung. Melanie erstarrte, als sie diesem Anblick ausgesetzt war. Was war, wenn er nicht einmal mehr am Leben war? Was war, wenn Melanie ihn für immer verloren hatte? Was war, wenn Melanie nie wieder in seine blauen Augen schauen konnte, die beiden nie wieder zusammen lachen konnten, nie wieder eine Feierabend Bier trinken konnten, sie sich nie wieder seine doofen Sprüche anhören müsse und Melanie sich nie wieder über seinen Alleingänge aufregen müsse? Was war, wenn keiner mehr Ausreden um sich vorm Berichte schreiben zu drücken erfand so wie er, wenn keiner mehr sie in den Arm nahm, so wie er und sie mit keinem mehr den Sonnenuntergang genießen konnte, wie mit ihm? Was war dann? Was war, wenn sie ihren besten Freund für immer verloren hatte?
 
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