Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kill My Mind

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Louis Tomlinson
01.04.2021
03.06.2021
11
24.404
3
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.05.2021 1.951
 
Locker und entspannt joggte Louis zur Erwärmung um das Fußballfeld. Tief sog er die frische, kühle Luft in seine Lung und atmete langsam aus. Gleichmäßig arbeiteten seine Muskeln, brachten ihn Meter um Meter voran.
Plötzlich rammte ihn jemand im vorbei gehen. Strauchelnd machte Louis erschrocken einen Ausfallschritt nach vorne und sah auf. Grinsend lief Harry Rückwerts an ihm vorbei.

„Pass auf wo du hin tritts, Tomlinson!“ sagte Harry herablassend, drehte sich um und joggte weiter.

Wütend biss Louis die Zähne zusammen, zeigte ihm den Stinkefinger und lief ebenfalls weiter. Er würde sich von Harry heute sicher nicht die Sportstunde versauen lassen, nicht wo sie endlich Fußball spielen würden. Es gab nicht gerade viele Sportarten in den er glänzen konnte, doch Fußball war eine der Wenigen, in der er es konnte.

Nachdem ihr Sportlehrer sie mit genügend Aufwärmübungen gequält hatte, ließ er sie Paarweise einige Pass- und Trippelübungen durchführen. Louis schnappte sich sofort Niall und einen Ball und lief zum anderen Ende des Feldes. Hauptsache er war soweit wie möglich von Harry entfernt. Sein Freund quittierte dieses Verhalten mit einer hochgezogenen Augenbraue.

„Kein Kommentar!“ knurrte Louis.

Grinsend schloss Niall sein Mund und folgte ihm kopfschüttelnd. Mit dem ausreichenden Abstand zu Harry entspannte Louis sich wieder. Kurz bekam er ein schlechtes Gewissen wegen Liam, dass sich wieder legte als er sah das dieser auch einen Partner fand. Zayn hatte sich mit Harry zusammengetan. Hm, interessant. Er wusste gar nicht, dass die beiden befreundet waren. Obwohl es ihn eigentlich nicht groß überraschen sollte, immerhin waren die zwei Sitznachbarn.

Eine halbe Stunde vor dem Ende der Stunde, wurden sie von ihrem Sportlehrer erneut zusammengerufen, für einen kleines Match zum Abschluss. Wahllos teilte dieser sie in zwei Teams auf. Louis war zusammen mit Liam und Zayn in einer Mannschaft. Niall war mit Harry in der Anderen. Besorgt runzelte er die Stirn. Nicht sicher ob es gut war, dass er und Harry in getrennten Teams waren oder nicht.

Aber seine Sorge sollte unbegründet bleiben. Harry nahm die Position eines Verteidigers ein und er die eines Stürmers. Da sich das Spiel bedauerlicherweise größten Teils vor ihrem Tor abspielte, kamen sie sich nicht in die Quere. Kurz vor dem Ende des Spieles schaffte Liam es schließlich sich doch noch mit dem Ball freizukämpfen. Erwartungsvoll spannte Louis seine Muskeln an, den Blick starr auf den Ball gerichtet, gab er ihm ein Zeichen, dass er freistand. Liam sah es und passte ihm den Ball zu.

Das Blut pumpte durch seine Adern, als er den Ball annahm. Schnell drehte er sich um und bahnte sich seinen Weg durch die gegnerische Abwehr. Und da war es. Das Tor zum Greifen nah. Würde er es treffen, könnten sie noch ein Unentschieden schaffen. Leicht sah er im Lauf über die Schulter. Der nächste Spieler aus dem anderen Team, war weit genug entfernt, als dass er ihm gefährlich werden konnte, aber immer noch nah genug, als dass er ein Abseits riskiert. Perfekt. Er hob sein Fuß zum Schuss und sah vor seinem Geistigen Auge bereits, wie der Ball ins Tor fliegen würde. Doch bevor er den Ball berührte, traf ihn etwas äußerst Hartes und gleichzeitig Weiches von der Seite. Unkontrollierte fiel er zur Seite. Louis stöhnte laut auf, als er mit der Schulter unsanft auf dem Boden aufkam. Blinzelnd lag er einen Moment nach Atem ringend auf dem feuchten Gras. Seine Schulter pochte stark und er hatte etwas sorgen, dass sie ausgekugelt war. Probehalber bewegte er sie, als das einwandfrei funktionierte atmete er ehrleichtert aus.

„Was sollte der Scheiß?!“ hörte er Niall irgendwo vom anderen Ende des Feldes rufen. Im selben Moment beugte sich jemand über ihn. Natürlich musste es Harry sein. Louis verzog das Gesicht.

„Ich habe dir doch gesagt, pass auf, wo du hin tritts.“ Sagte Harry mit diesem arroganten Lächeln im Gesicht.

Pass auf, wo du...! Noch bevor er genauer darüber nachdenken konnte, hatte er sich auf Harry gestürzt und zu Boden gerissen. Wut vernebelte seinen Verstand und schenkte ihm Kraft. Überrascht weiteten Harrys Augen sich etwas, als er überrumpelt auf dem Boden aufschlug. Doch das wehrte nicht lange und Harry wehrte sich. In einem Knäuel aus Armen und Beinen rollten sie über den Boden. Louis griff nach allem was er zufassen bekam. So kam es, dass er Harry ziemlich unmännlich in den Haaren zog. Dieser fauchte wütend und biss Louis in den Oberarm. Auaaaa! Scheiße verflucht! Er versetzte Harry einen Stoß, sodass dessen Kopf zurückfiel.

Plötzlich umschlangen zwei starke Arme seine Hüfte und er wurde von Harry weggezerrt. Blind wehrte Louis sich. Er wollte sich wieder auf Harry stürzen und solange auf ihn einprügeln bis dieses arrogante Lächeln aus dessen Gesicht verschwand.

„Verflucht Louis, jetzt beruhig dich!“ rief ihm jemand ins Ohr. Niall!

Seine Gegenwehr erschlaffte. Schwer atmend starrte er zu Harry herüber, der von Liam festgehalten wurde. Die Haare standen diesem wild vom Kopf ab, die Unterlippe aufgeplatzt, war Harry von oben bis unten mit Erde besudelt. Wenn Harry so schlimm aussah, wollte Louis gar nicht wissen wie er aussah. Sein Blick traf Harrys. Die Belustigung war aus dessen Gesicht gewichen. Dieser Umstand hätte Louis fast zum Grinsen gebracht. Aber auch nur fast.

„Styles! Tomlinson! Was wird das?“ herrschte ihr Sportlehrer sie an. Doch sie schwiegen und warfen sich weiterhin finstere Blicke zu. Ihr Sportlehrer schnaubte und massierte sich kurz die Nasenwurzel. „Okey, sie verschwinden beide in der Umkleide. Passiert sowas noch einmal ist Nachsitzen ihre geringste Sorge. Verstanden?“ Streng sah ihr Lehrer sie an. Wiederwillig nickten sie. „Gut alle anderen 15 Minuten Ausdauer zum Abschluss.“ Mit diesen Worten dreht ihr Lehrer sich wieder um und lief zum Spielfeld rannt.

Louis riss sich von Niall los und stürmte in die Umkleide. Wütend schlug er mit der Faust gegen den erstbesten Spint.

„Fuck!“ rief er und fuhr sich verzweifelt durch die Haare.

Erst vor zwei Tagen hatte er Lottie versprochen sein Scheiß auf die Reihe zukriegen und heute prügelte er sich mit Harry und bekam dafür beinahe einen Tadel.
Als Louis hört wie jemand die Umkleide betrat, dreht er sich um. Mit verschränkten Armen sah er zu Harry. Er war sich nicht genau sicher auf was er wartete, aber eine Entschuldigung von Harry erschien ihm schonmal ein guter Anfang.

„Willst du dich nicht entschuldigen?“ fragte Louis und folgte Harry in den hinteren Teil der Umkleiden.

„Für was denn?“ fragte Harry verständnislos und zog missmutig einen Grasklumpen aus seinen Haaren.

„Hm ich weiß nicht, vielleicht für die Nummer eben auf dem Spielfeld.“ Sagte er sarkastisch. Harry seufzte genervt und drehte sich zu ihm um. Überrumpelt blieb Louis stehen.

„Ich habe dich nur getakelt, ich kann ja nichts dafür, dass du so klein bist.“

„Ich bin nicht Klein!“ knurrte Louis und drückte ihn verärgert neben sich gegen den Spint.

„Oh DAS weiß ich nur zu gut!“ feixte Harry. Das Harry dabei dieses mal nicht auf seine geringe Körpergröße anspielte, wusste Louis in dem Augenblick als dieser auf seinen Schritt starrte. Hitze stieg ihm in die Wangen.

„Könntest du nur einmal ernst bleiben?“ fauchte Louis verlegen.

„Oh ich bin sehr ernst, wenn es um solche Sachen geht, honey.“ Haucht Harry ihm ins Ohr. Seine Härchen stellten sich auf und stockend atmete er aus. Noch bevor Louis eine Ahnung hatte was geschah, hatte Harry sie beide herumgewirbelt und Louis gegen die Spinte gedrückt.
Louis schluckte schwer. Mit stark geweiteten Pupillen sah Harry auf ihn herab, drückte sich leicht an ihn, blieb ansonsten aber bewegungslos. Ließ Louis den Raum und die Zeit ihn von sich zu stoßen und das Ganze zu beenden.

Fuck er sollte das wirklich beenden!

Sein Verstand nickte heftig mit dem Kopf und flüsterte flehend Eleanors Namen. Zitternd vor Anspannung grub Louis seine Hände in Harrys Hüfte. Einerseits wollte er ihn wegstoßen, gleichzeitig war da dieses unglaublich große Verlangen ihn noch näher zu sich heran zu ziehen.
Plötzlich rollte Harry seine Hüfte leicht, aber doch bestimmend gegen Louis.

Shit!

Louis grub die Zähne in seine Unterlippe und hielt die Luft an. Was stellte Harry bloß mit seinem Körper an?! Seine Haut fühlte sich hochsensibel an. Der leichte Stoff seiner Sportsachen bei nahe mehr als er ertragen konnte. Ihre Schwänze rieben sich an einander, nur getrennt von ihrer Unterhose und durch die dünne Sporthose.
Louis Verstand hatte sich verabschiedet und alles woran er denken konnte, war das Harry erneut diese Bewegung mit der Hüfte machen sollte.

Als hätte dieser sein unausgesprochenes Flehen gehört rollte er die Hüfte erneut gegen seine. Fester und bestimmter noch als beim ersten mal. Louis flog davon. Laut stöhnend lehnte er seinen Kopf gegen Harrys Arm, mit welchen dieser sich rechts von Louis am Spint abstützte.
Louis legte seine Hände auf Harrys Hintern und rieb sich leicht an ihm. Harry keuchte und vergrub seinen Kopf an Louis Hals. Heiß traf dessen Atem auf seine viel zu sensible Haut.

„Scheiße Tomlinson!“ stöhnte Harry.

Louis hatte keine Ahnung was er tat und ob das was er tat Harry Freude bereitete. Er wusste nur das er verdammt hart war, genauso wie Harry und nicht mehr fiel fehlte, bis er kommen würde.

In diesem Moment wurde die Tür zur Umkleide aufgestoßen. Das laute Stimmengewirr der anderen Jungs riefen Louis zur Besinnung. Panisch stieß er Harry von sich. Überrascht taumelte dieser einen Schritt nach hinten, blickte aber ebenfalls leicht besorgt in Richtung Tür. Sie waren zwar im hinteren Teil des Raumes und einige Reihen Spinte standen zwischen ihnen und den Anderen, doch das änderte nichts an dem Umstand, dass sie beide einen Steifen hatten und immer noch ihre vor Dreck strotzenden Sportsachen trugen.

Louis sah Harry an. Dieser musste die Verzweiflung in seinen Augen sehen oder vielleicht tat er es auch nicht. Louis hatte keine Ahnung, doch Harry drehte sich um stopfte seine sauberen Sachen in die Sporttasche, schulterte diese und stürmte aus dem zweiten Ausgang, der ins Innere der Schule führte.
Eilig wechselte Louis seine Sachen. Er würde zu Hause duschen gehen. Schnell warf er sich den Träger seiner Tasche über die Schulter und benutze ebenfalls den zweiten Ausgang. Wenn er sich beeilte würde er Harry noch einholen können, um ihm… Ja, was würde er dann tun? Sich bedanken? Ihm drohen? Sich entschuldigen?

Was auch immer er tun würde, in der Umkleide konnte er nicht bleiben, ohne dass es er in ernste Erklärungsnot kam. Am besten wartete er am Auto auf Niall und dachte während dessen sehr lange und vor allem intensiv an schimmliges Brot oder die abgelaufene Limo, welche er mit 10 ausversehen mal getrunken hatte. Ja die Limo würde es tun, bereits bei der Erinnerung ergriffen seine Geschmacksnerven schreiend die Flucht und er schüttelte sich angewidert.

Louis erreicht gerade den Schulparkplatz, als er sah wie Harrys Auto diesen verließ. Vielleicht war es besser so. Was dachte er da!? Es war definitiv besser! Soweit kam es noch, dass er es bedauert nicht mit Harry reden zu können.

Wütend auf Harry, aber vor allem auf sich selbst pfefferte er seine Tasche auf den Boden und lehnte sich mit verschränkten Armen gegen Nialls Auto.
Harry hatte Recht gehabt, es war wieder passiert. Und sie beide hatten gewusst, dass es so kommen würde, auch wenn Louis das nicht hatte einsehen wollen. Wohl oder übel musste er sich selbst eingestehen, dass er Harry nicht wiederstehen konnte. Zumindest nicht, wenn sie allein waren, wenn es rein gar nichts gab das Louis einen Grund liefert ihm zu wiederstehen.
Louis verstand sich ja selbst nicht, wenn er an Harry dachte empfand er nichts, außer pure Abscheu und das dringende Bedürfnis ihm eine runter zu hauen, wenn dieser die ganze Welt mit seinem falschen, überheblichen Lächeln beehrte. Doch wenn Harry ihn berührte, wenn sich ihre Körper so dicht an einander pressten, dass nicht einmal ein Blatt zwischen ihnen Platz finden würde, wurde all das hinfällig. Jeder vernünftige Gedanke verlor an Bedeutung.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast