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Kill My Mind

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Louis Tomlinson
01.04.2021
13.05.2021
8
16.142
 
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15.04.2021 1.988
 
Eigentlich war es sein Plan gewesen Harry nachdem Sport in der Umkleide abzupassen und zur Rede zu stellen, sobald die anderen Jungen gegangen waren. Doch ein ungünstiges Ereignis auf dem Schulflur brachte ihn dazu seine Pläne zu überwerfen.
Seine Freunde waren bereits im nächsten Raum, als er noch ein paar Bücher aus seinem Spind holte.

„Hallo, Lover Boy.“ Höhnte jemand leise hinter ihm.

Erschrocken zuckte Louis zusammen. Er drehte sich um. Starrte direkt in Harrys grüne Augen, welche ihn äußerst herablassend betrachtet.

„Was tust du hier?“ zischte Louis. Besorgt sah er zu einer Gruppen Schüler, die neugierig zu ihnen herübersahen.

„Ich weiß nicht. Mir war irgendwie…“ nachdenklich tippt Harry sich gegen das Kinn. „Langweilig.“

„Das ist nicht witzig!“ knurrte Louis leise. Den Blick weiterhin starr auf die Gruppe Jugendlicher gerichtet, welche nun tuschelnd ihre Köpfe zusammengesteckt hatten. Vielleicht litt er unter Paranoia, aber ihn beschlich das ungute Gefühl, dass sie über ihn und Harry redete.

„Oh ich finde das äußerst witzig. Besonders dein alberner Versuch mich mit deiner Freundin eifersüchtig zumachen.“

Okey, genug war genug! Louis knallte sein Spint zu, packte Harry an seiner Jacke und schleifte ihn hinter sich her. Ehrlich gesagt hatte er erwartet das dieser sich gegen die rüde Behandlung wehren würde. Was Harry nicht tat. Vor einer Abstellkammer blieben sie stehen. Louis öffnete die Tür, von welcher er wusste, dass sie nie verschlossen war und deutete Harry mit einem Kopfnicken an rein zu gehen.

„Eine Abstellkammer? Ich wusste doch, dass deine Gedanken insgeheim unglaublich schmutzig sind.“ Verspottete Harry ihn und leckte sich dabei über die Lippen.

Louis erbleichte und schnappte kurz nach Luft. Kräftig schubste er Harry in den kleinen Raum und schloss hinter ihnen die Tür. Die nackte Glühbirne, welche von der Decke hing, spendete gerade genug Licht, dass er das amüsierte Grinsen auf dem Gesicht des anderen Jungen sehen konnte.
Nun, wo Louis sich keine Sorgen mehr machen musste, dass irgendjemand sie sah, ließ er seine Hemmungen fallen.

„Was willst du von mir?“ rief er aufgebracht. Der Fakt, dass er dabei sein Kopf ein Stück nach hinten lehnen musste, damit er Harry direkt in die Augen sehen konnte, schmeckte ihm gar nicht.  

„Oh, es gibt eine menge Dinge, die ich von dir will.“ Raunte Harry und ließ seinen Blick langsam über seinen Körper wandern.

„Ich hab Eleanor! Und wir sind glücklich zusammen.“ sagte Louis warnend.

„Und? Letztes Mal hat es dich auch nicht abgehalten, soweit ich weiß.“ Winkte Harry ab. „Ich frage mich aber, was sie dazu sagen würde, wenn sie es erfährt. Würde sie immer noch mit dir zusammen sein wollen, nachdem du sie betrogen hast?“

Das war der Moment, wo Louis für eine Sekunde Rot sah. Wütend stieß er Harry gegen die Wand.

„Jetzt höre mir mal ganz genau zu, wenn du nur ein Sterbenswörtchen darüber verlieren solltest was am Freitag passiert ist, egal zum wem, schwöre ich bei Gott, dass ich dich eigenhändig umbringen werden.“ Zischte Louis.

„Keine Sorge, von mir wird niemand etwas erfahren.“ Harry verzog das Gesicht. Dann kehrte sein Grinsen jedoch zurück. „Aber du wirst es ihr sagen. Spätestens nach dem nächsten Mal.“

„Es wird kein nächstes Mal geben.“ Entschieden schüttelte Louis den Kopf.
Das Funkeln in Harrys Augen hätte ihm eigentlich Warnung genug sein müssen. Harrys lehnte sich zu ihm herunter, bis dessen Mund direkt über seinem Ohr schwebte. Heiß traf Harrys Atem seine Haut. Die Härchen auf seinem Körper stellten sich auf. Er wollte einen Schritt zurücktreten, doch Harry legte die Hände auf seine Hüfte und zog ihn zu sich heran. Louis keuchte als seine Mitte gegen Harrys gepresst wurde.

„Oh love, wir wissen beide, dass du mir nicht wieder stehen kannst.“ Wispert Harry heißer und streifte mit seinen Lippen über die dünne Haut an Louis Hals.

Verzweifelt grub Louis die Zähne in seine Unterlippe und kniff kurz die Augen zusammen. Der Fakt das Harrys recht hatte jagte ihm eine scheiß Angst ein. Bereits jetzt spürte er, wie die Lust in ihm zu brodeln begann, je länger Harrys Unterleib so verführerisch gegen seines gepresst wurde. Doch das bedeutete noch lange nicht, dass er es auch zugab.

Die Schulklingel kündigte den Beginn der nächsten Stunde an. Es wurde Zeit zu gehen. Er fuhr mit einer Hand in Harrys Haare und zog dessen Kopf zurück. Harry entschlüpfte ein überraschendes Keuchen und grub die Finger fester in seine Hüfte.

„Ich habe dich gewarnt mich nicht herauszufordern, Styles.“ Flüsterte Louis neben seinem Kopf. Sanft bis er in Harrys Ohrläppchen und entlockte ihm so ein leises Stöhnen. Fasziniert, beobachtet er wie Harry flatternd seine Lieder schloss. Und einfach, weil es so viel Spaß machte, schob Louis seine andere Hand zwischen ihre Körper und legte sie direkt auf Harrys Schritt. Harrys Brust vibrierte vor dem unterdrückten Stöhnen, als Louis dessen Schwanz leicht massierte.

„Wir sehen uns dann im Unterricht, Curly.“ Zwitscherte Louis und trat von ihm weg. Mit stark geweiteten Pupillen starrte Harry ihn an. Die Hände auf seinen Schritt gepresst ging er leicht in die Knie. Berauscht von der Situation zwinkerte Louis ihm zu, bevor er die Tür aufstieß und auf den Flur trat.

„Fick dich, Tomlinson!“ rief Harry ihm hinter her. Louis lachte.

Seine Beine zitterten und das Blut rauschte viel zu schnell durch seinen Körper, während er beschwingt zum Unterricht lief. Die Situation mit Harry hatte ihn angeturnt, doch nicht so sehr als das es peinlich für ihn wurde. Trotzdem kontrollierte er ein letztes Mal seine Hose, bevor er die Tür zu ihrem Raum öffnet. Er murmelte eine leise Entschuldigung in Richtung des Lehrers und huschte zu seinem Platz. Seine Freunde warfen ihm verwirrte Blick.

„Wo warst du?“ flüsterte Niall leise neben ihm, sobald er sich gesetzt hatte.

„Erzähl ich dir später.“ Murmelte er. Niall schien noch etwas sagen zu wollen, hielt sich bei dem missbilligenden Räuspern des Lehrers aber zurück.
10 Minuten später öffnete sich die Tür zum Raum erneut und Harry trat ein. Verärgert, dass sein Unterricht ein zweites Mal unterbrochen wurde, warf der Lehrer ihm einen genervten Blick zu. Harry zog seine Schultern hoch und beeilte sich zu seinem Platz zukommen. Als Harry an ihm vorbeikam, sah dieser Louis vernichtend an. Wenn er sich nicht täuschte knurrte Harry sogar leise. Louis grinste. Himmel machte das spaß.
Die restliche Unterrichtsstunde verlief verhältnismäßig ruhig. Ein paar mal sah er noch heimlich zu Harry nach hinten. Nicht das es etwas Aufregendes zu sehen gegeben hätte. Unaufmerksam starrte dieser bei nahe die ganze Stunde über auf sein Handy, welches er unter dem Tisch in seinen Händen hielt. Langweilig.
Das einzige interessante war, als Harry kurz vor dem Ende der Stunde leise fluchte und sein Handy wegsteckte. Irritiert runzelte Louis die Stirn. Mit wem hatte Harry die ganze Stunde über geschrieben? Was konnte so wichtig sein, dass dieser damit nicht zur nächsten Pause warten konnte und stattdessen lieber riskierte, dass man ihm das Handy einzog?
Mit dem erlösenden Klingeln sprang Harry auf und stürmte aus dem Klassenraum. Verwirrt sah Louis ihm nach, während er seine Sachen zusammenpackte. Das war sogar für Harry ein äußerst sonderbares Verhalten. Nicht das Louis viel Zeit damit verbrachte, Harrys Verhalten zu analysieren. Natürlich nicht.

„Hey Niall. Ich wollte fragen…ähm…also wie es dir geht?“ stotterte jemand leise vor ihnen.
überrascht sahen Louis und Niall auf. Ein äußerst zerknirschter Zayn stand vor ihrem Tisch. Die Backen leicht gerötet, huschte dessen Blick immer wieder unsicher zu Nialls Gesicht.

„Naja wegen deinem Auge.“ redete Zayn hektisch weiter, als keiner von ihnen antwortete. Die Röte auf seinem Gesicht vertiefte sich und er kratzte sich peinlich berührt auf Kinn. Man sah ihm mehr als deutlich an, dass er gerade überall lieber wäre als hier vor ihnen. Nachdem Niall immer noch kein Wort herausbekam und Zayn weiterhin stumm anstarrte, sah Louis es als seine Pflicht ihm als bester Freund, energisch den Ellenbogen in die Rippen zu stoßen und ihn so zum Reden aufzufordern.

„Ähm ja.“ Niall räusperte sich. „Es geht schon. El hat mir vorhin etwas von ihrem Make Up aufgetragen und jetzt sieht es gar nicht mehr so schlimm aus.“

„Shit. Man es tut mir so leid. Ich war so dicht Freitag, an die Hälfte des Abends kann ich mich ehrlich gesagt kaum noch erinnern.“ Beteuerte Zayn. Die Sache schien ihn echt mitzunehmen. Niall, der zu sich selbst zurückgefunden hatte, schien das auch zu merken. Beruhigend legte dieser seine Hand auf Zayns Schulter.

„Mach dir kein Stress, sowas passiert. Außerdem war ich selbst ziemlich hacke, frag Louis.“ Beide sahen sie ihn an und er fühlte sich dazu genötigt brav mit dem Kopf zu nicken. „Du siehst es ist also alles in Ordnung.“ Redete Niall weiter und drückte ein letztes Mal Zayns Schulter.
Liam trat neben Louis, welcher sich gerade seinen Rucksack aufsetzte.

„Ich habe gehört du hast unserem kleinen Nialler eine rein gehauen.“ Feixte Liam amüsiert.

Zayn, der sich gerade erst wieder etwas entspannt hatte, erstarrte und lief erneut rot an. Louis presste die Lippen zusammen, um das Kichern zu unterdrücken. Der schwarzhaarige konnte echte eine Portion Selbstbewusstsein vertragen.

„Lass den Quatsch Liam.“ Erbost sah Niall ihn an. „Hey, hast du vielleicht Lust jetzt beim Mittagessen in der Cafeteria an unserem Tisch zu sitzen?“ fragte Niall anschließend deutlich sanften den anderen Jungen.

„Wenn das für euch okey ist, gerne.“ Antwortete Zayn und sah unsicher zu Liam und Louis.

„Wir haben kein Problem damit.“ Sagte er und legte El, die gerade neben ihn getreten war, einen Arm um die Schulter. „Wie es aussieht, wird Zayn uns heute beim Mittag Gesellschaft leisten.“ Klärte Louis sie auf.

„Dann haben wir heute ja zwei neue Mitglieder. Ich habe Maya eben angeboten, dass sie sich beim Mittag gerne zu uns setzen kann.“ Eleanor deutete auf ein unscheinbares, braunhaariges Mädchen, welches hinter ihr stand. Als Maya bemerkte, dass wir sie alle ansahen, lächelte sie uns freundlich an. Louis kannte sie nicht wirklich, sie war erst Mitte des letzten Schuljahrs in ihre Klasse gewechselt und seitdem hatten sich noch nicht viele Gelegenheiten ergeben in denen sie sich hätten unterhalten können. Doch sie erschien Louis eigentlich immer recht nett. Nur etwas schüchtern eben.

„Hey, ich bin Liam.“ Sagte sein Freund und reichte ihr die Hand. Überrascht blickte sie ihn an, bevor sie mit einer leichten Röte auf den Wangen seine Hand ergriff.

Louis rollte mit den Augen, als er das faszinierte Funkeln in Liams Gesicht sah. Sein Freund hatte schon immer eine Schwäche für kleine, zerbrechliche Geschöpfe gehabt. Und Maya´s gesamte Ausstrahlung, inklusive ihres Puppengesichts und der Porzellanhaut, schrien praktisch danach.

„Kommt wir gehen schon mal vor. Nicht das wir am Ende keinen Platz mehr bekommen.“ Sagte er zu den Anderen. Sie nickten und folgten ihm. Liam und Maya – sich immer noch dümmlich angrinsend – würden schon nachkommen.

Während sie in der Cafeteria saßen und ihr Mittag aßen, stellte sich Louis die Frage, wie es kam, dass sie vorher nie mit Zayn gesprochen hatten. Sobald die anfängliche Scheu von ihm abgefallen war, musste er feststellen, dass Zayn einen ganz eigenen Humor besaß, welcher nicht zu unterschätzen war. Vermutlich hatten sie nie mit ihm geredet, weil dieser stets mit seinen alten Freunden, alles Künstler und Kiffer, wenn Louis sich nicht irrte, abgehangen hatte, die im Sommer nun ihren Abschluss gemacht hatten. Zayn war vor zwei Jahren in ihre Klasse gewechselt, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen das Jahr wiederholen musste. Auch wenn es Louis brennend interessierte und er auch sonst eigentlich nicht auf den Mund gefallen war, traut er sich nicht Zayn danach zu fragen, warum es ihm gesundheitlich so schlecht ging? Schien ihm die Frage, dann doch etwas zu persönlich dafür, dass sie sich kaum kannten.

Eleanor lachte neben ihm gerade über etwas das Zayn gesagt hatte, während Louis mit den Überresten seines Apfels spielte, als sein Handy in der Hosentasche vibrierte.
Verwundert runzelte er die Stirn. Eine unbekannte Nummer hatte ihm eine Nachricht geschickt. Neugierig öffnete er sie. Das Gespräch seiner Freunde rückte in den Hintergrund und Louis spürte, wie ihm kurz das Blut aus dem Gesicht wich.

„Du willst spielen? Dann lass uns spielen!“
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