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Drarry

von Deidara-
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
01.04.2021
20.04.2021
10
15.300
6
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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09.04.2021 2.542
 
Die Hochzeit von Harry und Hermine fand ohne Draco statt. Niemand wusste, was ihn dazu bewegt hatte die Stadt zu verlassen, ohne sich vorher von seinen engsten Freunden verabschiedet zu haben. Blaise wusste nichts und auch Pansy schien nichts zu wissen. So vergingen Monate und Hermine bekam ein Kind. Es traten während der Geburt jedoch so schwere Probleme auf, das die junge Hexe bei der Entbindung starb und einen völlig aufgelösten Harry mit einem kleinen, aber süßen Baby zurückließ. In liebevoller Erinnerung nannte er seinen kleinen Sohn Draco Damian Potter. Für ihn war es schwer Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, stellte deswegen sogar eine Nanny ein und diese erzog größtenteils seinen Sohn. Damian bekam jedes Jahr zu seinem Geburtstag einen Brief von seiner verstorbenen Mutter welchen ihm immer Harry oder das Kindermädchen vorlasen. Damian wurde sehr schnell groß, heute schon acht Jahre alt und bekam somit den letzten Brief, welchen er sogar schon alleine lesen konnte. In diesem letzten, besonderen Brief erfuhr Damian von Draco, einem sehr guten Freund seines Vaters und ein bisschen mehr, wie seine Mutter ihm schrieb. Hermine wusste von Pansy dass Draco Harry geliebt hatte, hatte es einige Tage vor der Entbindung erfahren und machte daraus auch kein Geheimnis.

Damian der den Brief zu Ende gelesen hatte, hatte sich in den Kopf gesetzt diesen Draco zu finden, packte das beigelegte Bild ein und machte sich ganz alleine auf den Weg diesen zu suchen. Er kaufte sich ein Bahnticket, stieg in den Zug und machte sich auf den Weg zu dem Ort wo Draco scheinbar lebte. Beinah vier Stunden fuhr er mit dem Zug, stieg aber am nächsten Bahnhof aus und sah sich erst einmal um. Groß war der Ort nicht, hier würde er den Blonden ganz sicher finden. Damian schritt fröhlich durch die Ortschaft, sah sich alles ganz genau an und holte sich etwas Süßes vom Bäcker. Die lange Fahrt hatte ihn hungrig gemacht und nun setzte er sich mit seinem Teilchen in den Park. Nachdem er sein Teilchen aufgegessen hatte, stand Damian auf, ging ein bisschen durch den Park und schaute sich verloren um. Da sah er plötzlich einen blonden Mann auf einer der Bänke sitzen, zog das Foto vor und fing an dieses mit dem jungen Mann zu vergleichen. Er war sich ganz sicher, dass dieser Mann Draco war und so ging direkt auf diesen zu und setzte sich frech neben ihn. „Du heißt Draco", rutschte es Damian einfach so heraus, ehe er sich die Hand vor den Mund schlug und leicht errötete. Wie kam er nur auf die Idee einen Fremden anzusprechen und dann auch noch mit dessen Namen! „Woher weißt du das?", fragte Draco gefasst und sah dennoch neugierig neben sich auf den Jungen an. „Meine Mama und mein Papa kennen dich und auch Tante Pansy", kicherte er leise und holte nun das Bild raus, welches er Draco gleich zeigte. Dieser schaute überrascht auf das Foto und sah Harry und Hermine. „Bist du Harrys Sohn?", wollte er wissen und betrachtete ihn genauer.

„Ja, der bin ich", fiepste er vergnügt, nahm dann wieder das Foto an sich und steckte es weg. „Mama lebt nur nicht mehr, ich hab sie nie kennengelernt. Sie ist bei meiner Geburt gestorben", erzählte er leise und traurig. „Das tut mir leid, ich mochte Hermine sehr." Betroffen senkte Draco den Blick, besah sich den Kies unter seinen Füßen und stutzte plötzlich. „Und was machst du hier? Weiß dein Vater das du hier bist?", wollte er wissen. Damian sah Draco mit einem nun wieder fröhlichen Lächeln an. „Das muss dir nicht leidtun, das ist immerhin schon acht Jahre her und nein, Papa weiß nicht das ich hier bin. Ich hab dich nämlich gesucht", kicherte der Kleine leise. „Warum hast du mich denn gesucht?", fragte Draco neugierig weiter und ihm gefiel der Junge irgendwie. Er fand ihn nett und er war von weit her gefahren, um ihn extra zu suchen. "Wegen Papa. Na ja, das heißt auch wegen Mama. Sie hat mir jedes Jahr zum Geburtstag einen Brief von sich geschenkt. In einem stand sogar drinnen, dass du Papa mal geküsst hast und er auch dich. Mama wusste, dass du Papa sehr lieb hast und deswegen such ich dich jetzt, weil ich denke, dass Papa dich genauso lieb hat", grinste er altklug und freute sich mit kindlicher Begeisterung. „Das hätte ich gemerkt. Er hatte damals nur Augen für deine Mama und deswegen bin ich auch weggegangen", erzählte Draco und seufzte. So richtig konnte er es noch nicht glauben und er wusste nicht, wie er darüber denken sollte. „Damals vielleicht, aber er redet sehr viel von dir. Papa vermisst dich sogar und nachts weint er auch", gestand Damian leise, erhob sich dann aber von der Bank und steckte die Hände in seine Hosentaschen.

„Ach ist da so?", fragte er und konnte es sich gar nicht vorstellen. Trotzdem sah er den Jungen prüfend an und wusste immer noch nicht was er davon halten sollte. „Und was willst du jetzt? Was soll ich machen?" Damian sah Draco an und zuckte leicht mit seinen Schultern. „Ich möchte, dass mein Papa wieder lacht, er wieder glücklich ist und jemanden an seiner Seite hat", sagte er leise. „Und das soll ich sein? Eigentlich wollte ich nicht mehr zurück." „Du musst aber mitkommen, nur du kannst Papa helfen", murrte der Kleine auf und drückte schon auf die Tränendrüse. „Ich überleg es mir noch, okay? Willst du nicht erst mal mit kommen und dann sagen wir irgendwie deinem Papa Bescheid? Er macht sich sonst Sorgen", versuchte er den Kleinen zu beruhigen, als er sah, dass ihm schon die Tränen kamen.

Damian sah den Blonden mit Kulleraugen an, nickte dann aber und schluckte den dicken Kloß in seinem Hals herunter. „Papa wird ziemlich sauer sein das ich hier bin, aber das ist mir egal", lächelte er schon wieder. „Das wird schon. Ich werde ihm eine Eule schreiben und Morgen fährst du zurück oder er holt dich ab", redete Draco beruhigend auf ihn ein, nahm den Kleinen an die Hand und lief langsam mit ihm zur seiner Wohnung. Er wusste immer noch nicht, ob er mitkommen sollte. Jetzt würde sowieso bald jeder wiesen, wo er wohnte, dank dieses Jungen. Brav folgte Damian Draco, nahm sogar dessen Hand entgegen und freute sich wieder, strahlte mit der Sonne um die Wette und war sehr glücklich. „Ich denke eine Eule wäre besser", nickte er leicht und wusste nur zu genau, dass sein Vater sehr sauer sein würde. Schweigend liefen die beiden zu Dracos kleiner Wohnung und doch schweiften seine Gedanken immer wieder zu Harry. Bestimmt war er bereits krank vor Sorge um den Jungen und doch war er sich sicher, dass er ihn nicht hart bestrafen würde. „Fühl dich wie zu Hause hier kannst du Fernsehe schauen", lächelte er, nachdem er an dem kleinen Haus angekommen war, die Tür aufschloss und er Damian ins Wohnzimmer führte. Er nahm die Fernbedienung, schaltete den Fernseher ein und übergab sie dem Jungen, während er den Brief schrieb. Damian schaute sich im Wohnzimmer kurz um, beschloss dann aber wirklich einen Film zu gucken und schaltete sich durch das Programm. Er fand es hier ganz schön, die Wohnung sehr geschmackvoll eingerichtet und hell.

Draco überlegte, was er schreiben konnte, schrieb den Brief an Harry und dass sein Sohn bei ihm war. Dann rief er seine Eule und schickte sie los. „Na wie sieht es aus? Hast du Hunger?", fragte Draco, nachdem er den Brief weggeschickt hatte und Damian kichernd auf dem Sofa vorgefunden hatte. Er hatte er den Jungen schon in sein Herz geschlossen. Damian blickte auf, sah den blonden Mann vor sich an und nickte leicht. „Ja, Hunger habe ich", gestand er etwas leiser und schämte sich nun, da er so einfach in Dracos Leben geplatzt war. "Dann koch ich uns was. Magst du Nudeln?", fragte er, da er nicht der beste Koch war und nicht ausreichend eingekauft hatte. Meistens zauberte er sich etwas oder er ließ sich etwas liefern. „Ich liebe Nudeln", quiekte Damian freudig, rutschte dabei fröhlich auf dem Sofa hin und her und schaute Draco mit einem strahlenden Lächeln an.

„Gut, Nudeln", wiederholte Draco, ging wieder in die Küche, um alles vorzubereiten und stellte Wasser auf. Der Kleine war süß und er dachte nach. Ging es Harry wirklich so schlecht? Würde er seinen Sohn holen, wenn er die Eule bekam? Damian freute sich schon richtig auf die Nudeln, folgte dem Blonden sogar in die Küche und schaute ihn von der Seite her an. „Kann ich dir etwas helfen?", fragte er Draco höflich und mit einem kindlichen Lächeln im Gesicht. „Im Moment nicht. Du kannst ruhig weiter Fernsehe schauen", antwortete Draco. Der Kleine war wohl gut erzogen, aber er kochte lieber alleine und musste schließlich nur Tomatensoße warm machen. „Gut, dann geh ich wieder rüber", lächelte der Kleine zufrieden, trat rüber ins Wohnzimmer und setzte sich zurück auf das Sofa. „Mach das." Es war schön mal wieder Besuch zu haben und ab und zu sah er gewissenhaft nach dem Jungen. Damian saß ruhig auf dem Sofa, sah sich einen Anime an und wunderte sich ein wenig darüber, das drei Jungen in Mädchenkleidern durch die Schule laufen sollten. Er fand das ganze ganz lustig und musste des Öfteren einfach lachen.

„Essen ist fertig", rief Draco schließlich und deckte nebenbei den Tisch. Damian stand auf, ging rüber zu Draco in die Küche und setzte sich auf einen der freien Stühle. „Das riecht aber lecker", lächelte er kurz und wartete brav bis sich auch Draco setzte. „Hoffe es schmeckt auch", sagte dieser und tat ihm etwas auf den Teller, ehe auch er sich etwas nahm und sich setzte. „Guten Appetit", wünschte er lächelnd und sah den kleinen kurz an. Damian begann seine Nudeln zu essen, wünschte Draco aber vorab ebenso einen guten Appetit und aß leise schmatzend seine Portion Nudeln auf. „Hmm~ die schmecken wirklich gut", lobte er den blonden Mann und aß mit Begeisterung schweigend weiter. „Das freut mich", grinste Draco und aß weiter. Damian lächelte vergnügt, zuckte aber beim Schellen der Tür zusammen und starrte auf die Uhr. Wer konnte das denn sein, etwa schon sein Papa? Draco wirkte verwundert auf und ging zur Tür. Wer könnte das jetzt sein? Langsam machte er die Tür auf und sah geschockt Harry an. „Hallo Draco", begrüßte er seinen alten Freund freundlich, reichte ihm sogar die Hand und lächelte.

„Hey", murmelte er nur und wusste nicht, was er davon halten sollte. Es war komisch ihn nach all der Zeit wiederzusehen und er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte. Lächelnd schüttelte Harry dem Blonden nun die Hand, ließ diese dann aber wieder los und wurde ernst. „Ich bin hier, um Damian abzuholen. Ich hoffe, dass er nicht frech war oder dir auf die Nerven fiel", sprach er gleich den Grund seines Besuches an. „Nein, er war ein ganz lieber", erwiderte Draco lächelnd und ließ Harry in die Wohnung. „Ich hab gekocht. Willst du auch etwas essen?", fragte er weiter. Es erstaunte Harry, das Damian so brav gewesen war, folgte dann Draco aber in dessen Wohnung und schaute sich kurz um. „Danke, aber ich hab schon daheim gegessen", lehnte er dankend ab und trat schon in die Küche. „Na kleiner Mann", sprach er seinen Sohn an und dieser fiel ihm gleich um den Hals.

„Er ist echt süß.“ Draco beobachtete die beiden. Damian kam sehr nach seinem Vater, doch schon jetzt war er klug wie seine Mutter. „Ich komm ja auch noch meinem Papa“, kicherte Damian darauf hin und sah Draco schmunzelnd an. “Das stimmt, er hat genauso Flausen wie ich im Kopf, sonst wäre er wohl kaum alleine zu dir gekommen“, grinste auch Harry und wuschelte seinem Sohn durch das pechschwarze Haar. „Er hat mir einen ziemlichen Schrecken eingejagt, als ich bemerkt habe das er weg war“, erklärte Harry dem Blonden und wandte sich dann aber seinem Sohn zu. „Mach sowas nie wieder, ich hatte echt Angst um dich!“ „Kann ich verstehen. Ich hab mich auch gewundert, dass er so ganz alleine unterwegs war“, lenkte Draco ein, freute sich aber auch insgeheim, dass er zu ihm gekommen war und er so Harry wieder sehen konnte. „Ich frag mich, wie er überhaupt auf diese Idee kam, dich zu suchen. Das ist mir noch immer ein Rätsel“, überlegte Harry laut, sah Damian auffordernd an und dieser fing nun an, rumzudrucksen. „Also ich wollte ihn suchen, wegen Mamas Briefen“, erklärte er sich leise und schaute seinen Vater mit Kulleraugen an. „Das hat er mir auch erzählt“, sagte Draco leise den er wusste nicht, wie Harry darauf reagieren würde und seufze. „Das mit Hermine tut mir leid.“

„Wegen Hermines Briefen? Was denn für Briefe? Ich versteh hier nur Bahnhof.” Harry kratzte sich am Kopf und sah erneute zu Draco. „Es muss dir nicht leidtun, du kannst ja nichts dafür“, versuchte er seinen alten Schulfreund anzulächeln. Damian sah zwischen den beiden hin und her, setzte sich auf den Küchenstuhl und fing an zu erzählen. „Mama hat mir jedes Jahr zum Geburtstag einen Brief geschenkt und im letzten hat sie geschrieben, das ihr beide euch geküsst habt und das Draco dich liebt. Deswegen ist er auch damals gegangen, das weiß Mama von Pansy", erklärte er altklug und mit kindlicher Freude. Draco schaute verlegen auf den Boden, denn er wusste nicht, ob Pansy das Harry erzählt hatte und wie er darauf reagiert hatte.

Harry verstand die Welt nicht mehr, schaute zwischen Draco und seinem Sohn hin und her. Es stimmte, er hatte ihn geküsst, aber das war damals doch nur ein Spiel und kein Ernst. Wie kam Hermine nur darauf, dass er etwas für Draco empfinden würde? Da war nicht mehr als Freundschaft, etwas Platonisches, aber nicht mehr. „Das schmeichelt mir ungemein Draco, aber …“ Er machte eine kurze Pause, runzelte die Stirn und fuhr fort. „Es ist nur eine tiefgründige Freundschaft, nicht mehr aber auch nicht weniger.“ „Damit habe ich gerechnet“, murmelte Draco und schaute traurig auf den Boden. Vielleicht sollte er doch hier bleiben. Das war wirklich besser für alle auch, wenn es Damian gut gemeint hatte.

„Es tut mir leid“, murmelte Harry leise, nahm Damians Hand und wollte gehen. „Das stimmt doch gar nicht. Du hast mir selber gesagt, dass du einen ganz besonderen Freund vermisst, das du diesen sogar ein ganz kleines bisschen liebst“, protestierte Harrys Sohn und zog ungeduldig an seiner Hand. „Weißt du was du da sagst Damian? Das hab ich im Schlaf gesagt, aber es stimmt, es ist wahr. Nur würde es momentan nicht mal für eine Beziehung reichen“, versuchte Harry seinem Sohn klar zu machen und sah erneut rüber zu Draco. „Ich sollte besser gehen, das hat keinen Sinn.“ „Ja ist wohl besser so“, sagte dieser und doch wollte er in am liebsten nicht gehen lassen und aufhalten. Harry nickte Draco nochmals zu, nahm seinen Sohn an die Hand und ging aus der Wohnung seines Freundes. Damian war todtraurig darüber, dass sein Vater einfach so ging, dass dieser Draco nicht mal eine Chance gab und sich einfach so feige davonstahl.
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