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Quarantäne

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller
31.03.2021
31.03.2021
13
14.210
2
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31.03.2021 1.017
 
Um Verwirrungen entgegenzuspielen und auch die Handlung nachvollziehbar zu machen- hier eine kurze Aufklärung.
Die Geschichte spielte Anfang/Mitte März 2020, sprich Anfang von Corona.
Es gibt bereits die ersten Fälle, aber noch keine Lockdown, Maskenpflicht, Abstandsregeln etc.
Außerdem i know Girwidz ist noch immer der Chef, Hansi ist auch noch da und anja auch. i know! Tun wir so als würde es niemanden auffallen. Danke

„HUBERT!STALLER! IN MEIN BÜRO!!“ hörten die beiden Polizisten ihren cholerischen Chef wieder mal quer durchs ganze Revier schreien. Genervt trotteten Hubsi und Hansi in das Büro von Girwidz. Anscheinend hatte man in einem Hotel in Wolfratshausen eine Leiche gefunden und da mussten sie jetzt natürlich hin. Dort angekommen ließ Hansi Hubsi aus dem Auto hüpfen und fuhr kurz zur nächsten Tankstelle, da er unbedingt tanken musste.
Hubsi war wieder einmal voll motiviert #nicht. Genervt betrat er das Hotel, webei ihm die Leiche weniger störte. Seine Exfrau war das Problem, die als Pathologin natürlich auch hier sein musste. Schon am Hoteleingang konnte er sie erkennen. „Servus wos hauma denn.“ Begrüßte er sie mürrisch. „Na a Leiche, sunst wa i ja ned da. Frag ned so bled.“ Kam wie aus der Pistole geschossen zurück. Na das konnte ja was werden, hoffentlich kam Hansi bald. „Hubsi kumst du? De Leiche rennt zwoa ned davon, aba i dad trotzdem gern weiter machen.“ Holte ihn Anja aus seinen Gedanken, die schon ein paar Schritte vorgegangen war. Hubsi folgte ihre lautlos in das Hotelzimmer. Nach mehreren kurzen Untersuchungen konnte ein Mord ausgeschlossen werden, welcher Grund für den Tod trotzdem vorlag musste Anja erst in der Pathologie untersuchen.

Hubsi saß gelassen auf dem Hotelzimmerbett und starrte durch die Gegend. Plötzlich wurde er von einem Anruf auf seinem Handy aus seinen Gedanken geholt „Duu Hubsi.“ „Was isn Hansi, wo bistn du?“ „Ähm. Oiso i was jetzt ned genau wie i des song soid.“ „Hansi sog jetzt afoch, wo bist du. I will jetzt wieder fahren. Wir san do fertig.“ Erwiderte Hubsi genervt. „Jo genau des is jo des Problem. Mechast mi bitte mal auf Lautsprecher stellen, sodass mi de Anja a hört.“ Verwirrt stellte er ihn auf Lautsprecher. „Alsooooo… emm ihr habts doch sicher schon wos von dem Corona Virus Zeig ghead oda? Ja also, emm… Die Leiche de ihr da grad vor eich liegen habts is damit infiziert. Also die Person war in dem Hotelzimmer quasi heimlich in Quarantäne. I hab grad mit seinen Angehörigen telefoniert und die haum ma des erzählt. Da ihr natürlich somit grad mit der Person in Kontakt warts, müsst ihr in Quarantäne. Für 14 Tage. Also ihr gemeinsam, damits ned mehr ansteckts.“ Zum Schluss war er immer leiser geworden. Anja starrte Hubsi nur an und wurde weiß wie die Wand. „Wir zwa, 14 Tog in an Raum?? Wie soidn des geh. Wir erschlagn uns ja.“ Bemerkte Anja verzweifelt.

„Na guad i muss wieder aufhören. Werfts ma bitte eure Wohnungs- und Hausschlüssel vom Balkon runter und i hol euch alles was ihr brauchts für die Zeit.“ Hubsi hatte bis jetzt noch kein Wort gesagt, lautlos trat er auf den Balkon raus und hielt nach Hansi Ausschau. Anja trat wortlos neben ihn. „I hoff, dass uns wenigstens wer de Leiche abtransportieren, du reichst ma.“ Als er die Worte ausgesprochen hatte, bereute er sie auch zugleich. Wie sollten sie das überleben? Sie würden sich ja die Haare ausreißen. „Danke, Depp“ antwortete sie ihm nur. „Ah Hansi da bist ja, da hast mein Wohnungsschlüssel. I schreib da a SMS was i alles brauch und wo du alles findest.“ Rief Anja ihm zu und verschwand wieder im Hotelzimmer. „Da Hansi da hast eam, i schreib da dann a.“ rief Hubsi seinem Freund zu. „Passt, es wird a randl dauern bis i alles hab. Aja und Hubsi. Bitte bringts euch ned um, des is eure Chance, dass ihr wieder zu einander findets. Nutzts de Chance. Und sei ned gemein zu ihr, i weiß, dass du sie nu imma liebst.“

Hansi grinste, zog eine Augenbraue hoch und bevor Hubsi ihm auch nur irgendwie antworten konnte verschwand er schnell. „Haha, danke fia den tollen Rat, Amor! Sie mi aba nimma“ sprach Hubsi leise zu sich selbst, was er aber nicht mitbekam war, dass Anja in der Tür stand und alles mithörte. Diese wusste gar nicht was sie mit diesen Worten anfangen sollte. Was hatte das zu bedeuten? Er liebte sie immer noch? Mit einem weniger liebenswürdigen Satz wurde sie jedoch aus ihren Gedanken gerissen „Erde an Anja! Steh da ned so bled rum, i will rein.“ Diesen Satz kommentierte sie nur mit einem Augenverdrehen.

Gott sei Dank durften sie aber doch ihr Zimmer wechseln. Beide waren sehr froh darüber, doch nicht in dem Raum schlafen und für 14 Tage Leben zu müssen, wo zuvor eine Leiche gelegen hatte. Das neue Hotelzimmer war auch besser für die lange Zeit. Es gab den einen großen Raum, der das Schlafzimmer war, zusätzlich grenzte noch ein großes Badezimmer and und noch ein anderer kleiner Raum mit einem kleinen Whirlpool. Außerdem gab es noch einen großen Balkon mit gemütlichen Gartenmöbeln.
Anja las gerade in einer Zeitung und Hubsi schaltete sich gerade durch alle möglichen Fernsehsender, als plötzlich Hubsis Handy laut zu klingeln begann.
„Hallo Hubsi, da is da Hansi. Du i weiß, dass i euch gsagt hab, dass ihr heit nu euer Zeig griagts. Aba da Girwidz schickt mi nur von einem Haus zum nächsten. I hab absolut keine Zeit, dass i euch des hol und wieder bring. I machs morgen in da Früh glei, versprochen. Ok da Girwidz ruft scho wieder an, i drah glei durch. Servus. Habts a schene Nacht.“
„Voidepp.“ Grantelte Hubsi nur. „Wasn los, was is mit unsam Gwand?“ fragt Anja, als sie Hubsis finsteren Blick sah. „Ja nix is mit unsam Gwand, da Girwidz lasst in Hansi ned aus und jetzt hat er keine Zeit. Wenn ma Glück haben, bringt er des uns morgen.“ „Na supa, i hab ja ned amal was zum schlafen mit. I bin ja nu in meina Dienstmontur.“ Anja war sehr aufgebracht. „Jo was soi i denn sagen, i hab a nu de Uniform an.“
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