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Was die Zukunft bringt

von Lewira
GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16 / Gen
Amara / die Finsternis Chuck Shurley / Gott Dean Winchester Lucifer OC (Own Character) Sam Winchester
30.03.2021
22.07.2021
3
5.030
 
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12.04.2021 1.801
 
Raya war umgeben von einem hellen Licht, so grell, dass sie ihre Augen nur langsam öffnete. Sie stand noch auf dem Schiffsdeck.
„Hallo?“ rief sie.
„Dad? Sam? Cas? Kevin?“ fragte sie, in der Hoffnung das noch jemand anderes da war, doch sie war ganz allein.
„Hallo Raya“ sagte da eine Stimme hinter ihr und sie drehte sich um. Ihre Hand glitt zu der Scheide, in der das Messer steckte, doch sie stellte fest das es nicht da war.
„Wer bist du?“ wollte sie von dem Mann wissen, der ihr gegenüberstand
„Ich bin Gott“ antwortete er.
„Ja klar und ich bin eine Königin“ gab Raya zurück.
Der Mann in der Jeans und mit dem Hemd, der aussah wie ein ganz normaler Mensch, aber garantiert nicht so wie sie sich Gott vorgestellt hatte, grinste amüsiert.
„Zweifle nicht an mir. Ich habe dich von den Toten zurückgeholt“ erinnerte er sie.
Raya musste sich eingestehen, dass dies tatsächlich so was wie ein Wunder war.
„Okay und was willst du von mir?“ wollte Raya wissen, den ganz bestimmt wollte Gott irgendwas. Er hatte sie nicht ohne Grund zurückgeholt.
„Nun ja es gibt schon etwas was du für mich tun kannst. Als das Mal entfernt wurde, ließ es sich nicht vermeiden, dass ein mächtiger Gefangener freigelassen wurde. Hilf mir diesen Gefangenen wieder einzusperren“ verlangte Gott.
„Und wenn ich es nicht tue?“ fragte Raya.
Gott zog die Augenbrauen hoch.
„Ich habe dich von den Toten zurückgeholt. Ich kann dich dahin zurückschicken“ antwortete Gott und Raya sah ihm an, dass er es ernst meinte.
„Also Raya habe wir eine Abmachung? Du hilfst mir diese Gefangene wieder einzusperren und wenn du erfolgreich warst, werde ich dich in Ruhe lassen“ meinte Gott.
„Ja. Ich denke alles ist besser als zu sterben“ gab sie zurück.
Gott grinste und verschwand, genauso wie das blendende Licht.

„Raya“ hörte sie Sam über das Schiffsdeck rufen. Sie wollte zurückrufen, doch ihr Mund war trocken und es kam nur ein Krächzen daraus hervor. Plötzlich hatte sie Hunger und Durst und wollte nur noch schlafen. Sie wusste schon gar nicht mehr wann sie das letzten mal eines dieser drei Dinge getan hatte.
„Raya“ rief Sam wieder und diesmal war er näher.
Sie räusperte sich.
„Ich bin hier“ rief sie zurück gefolgt von einem Husten.
In diesem Moment kam Sam.
„Wie geht es dir?“ fragte er.
„Gut. Was war das für ein Nebel? Und was war das für ein Licht?“ wollte sie wissen.
„Welches Licht?“ fragte Sam etwas besorgt.
„Erst war alles schwarz und dann war da ein weißes grelles Licht und mir ist ein Mann erschienen der behauptete Gott zu sein“ erklärte Raya.
„Keine Ahnung was das bedeuten soll. Kevin, ich und Castiel wir waren bewusstlos“ meinte Sam und ging zu der Leiter, die vom Schiff hinunterführte.
Raya folgte ihm und stellte dabei fest das sich der Himmel schon langsam rosa färbte. Wann hatte sie zuletzt geschlafen? Sie konnte das Gähnen nicht unterdrücken und wäre fast gestolpert.
„Daran gewöhnst du dich auch noch“ meinte Sam.
Unten erwarteten sie schon Dean, Kevin und Castiel, der sich kurz verabschiedete und dann wegteleportierte. Jeder hatte Fragen, doch als sie sich gegenseitig ansahen und feststellten, wie müde sie alle waren, beschlossen sie das auf später zu verschieben.
Raya schlief sofort nach dem sie sich angeschnallt hatte ein und auch Kevin und Sam taten es ihr nach.

Dean war es erst vergönnt zu schlafen als er im Bunker in seinem Bett lag.
Doch er schlief nicht richtig fest und schreckte nach nur zwei Stunden schlaf aus dem Bett hoch. Er hatte einen Albtraum gehabt in dem Raya endgültig gestorben war.
Er stand auf und öffnete vorsichtig die Tür zu ihrem Zimmer. Sie schlief tief und fest, eine Strähne rutschte ihr ins Gesicht und sie strich sie zur Seite, während sie friedlich weiterschlief. Deans schlagendes Herz beruhigte sich wieder. Es ging ihr gut. Sie war wieder sie selbst. Er ging zurück in sein eigenes Zimmer und schlief wieder ein, ohne dass ihn weitere Albträume quälten.

Raya war nicht die erste als sie am Mittag aufwachte und in die Küche ging, um sich einen Tee zu machen.
Dean stand in der Küche und machte Spiegelei.
„Morgen“ sagte Raya und machte den Wasserkocher an.
Nachdem alle am Tisch saßen, jeder einen Schluck von seinem Kaffee oder Tee getrunken hatte und ein wenig gegessen hatte, musste ein Thema angesprochen werden was jeder gerne vermieden hätte.
„Wie bist du dem Tot entkommen?“ fragte Dean an Raya gewandt.
„Ich habe ihm versprochen, dass ich die letzte Winchester sein werde. Ich darf keine eigenen Kinder zeugen. Mit meinem Tod endet die Blutlinie der Winchesters. Im Gegenzug hat Tod mir versprochen, dass ich durch Krankheit oder Alter sterben werden. Aber eigentlich war es gar nicht Tod, der mich zurückgeholt hat, sondern Gott“ fasste Raya kurz zusammen.
„Gott?“ entfuhr es da Dean „Es gibt keinen Gott“
„Er sah auch nicht aus wie einer, aber er hat behauptete er hätte die Macht mich wieder in das Reich der Toten zu schicken, aber er lässt mich in Ruhe, wenn ich ihm helfe einen Gefangengen einzusperren, der freigelassen wurde, als das Mal entfernt wurde“ sagte Raya.
„Großartig“ murmelte Kevin.
Sam lacht freudlos auf und Dean atmete tief durch und rang nach Worten. Raya sah etwas schuldbewusst von Sam zu Dean.

„Du hast einen Deal gemacht mit dem Tod und mit jemandem der behauptet Gott zu sein, aber auch ein Dämon oder etwas anders sein könnte?“ entfuhr es Dean.
„Ja ich wollte in diesem Moment einfach nur eins, und zwar Leben, weil ich mich noch viel zu jung fühlte, um zu sterben“ ereiferte sie sich.
Dean sah Raya mit zusammengekniffen Augen an.
„Was? Du hättest es auch getan“ behauptete sie.
„Nein hätte ich nicht. Ich mache keine Deals, wenn ich nicht die Konsequenzen weiß“ erwiderte er.
„Jetzt denkst du so, aber was hättest du mit 17 gemacht, wenn du an meiner Stelle gewesen wärst?“ fragte sie und es war kein Trotz in ihrer Stimme, sondern es klang tatsächlich wie eine ganz normale Frage.
„Darum geht es hier nicht. Du hast einen Deal gemacht, ohne zu wissen auf was du dich einlässt“ schimpfte er.
„Dean! Es reicht. Wir müssen uns auf das wichtige konzentrieren, und zwar darauf was freigelassen wurde, als das Mal entfernt wurde und wie wir es wieder einsperren können“ unterbrach Sam seinen Bruder. Dean und Raya funkelten sich noch eine Weile an, dann wand sich Raya wieder ihrem Spiegelei zu und Dean trank einen Schluck Kaffee.
„Ich habe eine Idee wer die Gefangengen sein könnte“ meinte er dann und alle blickten ihn überrascht an.
„Sie?“ fragte Kevin.
„Ja es ist eine Sie. Die Finsternis. Sie wurde von Gott eingesperrt und freigelassen als das Mal entfernt wurde und sie war eigentlich hinter Raya her, weil sie als letzte das Mal getragen hat, doch konnte sie, sie nicht finden und ist stattdessen zu mir gekommen“ sagte Dean.
„Und hat sie noch irgendetwas gesagt?“ wollte Sam wissen.
„Sie hat sich bedankt“ war das Einzige, was er noch sagte.
„Okay also müssen wir die Finsternis finden und wieder einsperren“ meinte Kevin.
„Und nach was suchen wir?“ wollte Raya wissen.
„Alles was verdächtig aussieht“ gab Sam zurück.

Jeder schnappte sich einen Laptop und die vier begannen zu recherchieren und fanden eine ganze Menge. Amara hatte ganze Arbeit geleistet in der Zeit, in der sie auf der Erde war. In einem Waldstück waren mehrere Bäume verdorrt und anschließend umgefallen und an der Küste war ein ganzer Hafen zerstört worden.
Deans Handy klingelte.
„Hi Jodi“ begrüßte er sie und stellte sie dann auf Lautsprecher. Jodi verzichtete jedoch auf eine Begrüßung.
„Was habt ihr da wieder angestellt?“ wollte sie wissen. Sie klang als wäre sie fertig mit den Nerven.
„Was ist den passiert? Und wo bist du gerade?“ wollte Dean wissen.
„Ich bin in einem Altersheim in Oklahoma City und ihr laufen lauter… Ich weiß auch nicht Zombies? Herum“ erklärte Jodi.
„Es gibt Zombies?“ fragte Kevin.
„Wer war das den? Hat Dean jetzt auch noch einen Sohn?“ scherzte Jodi.
„Nein, das ist Kevin. Er hilft uns neuerdings auch bei der Jagd“ klärte Sam sie auf.
„Gut ist mir auch egal wer alles da bei ist kommt bloß schnell her und gibt euch am besten als jemand von der Seuchenschutzbehörde aus, mit dieser Ausrede konnte ich meine Männer bis jetzt davon abhalten das Heim zu betreten“ riet Jodi ihn noch.
„Danke Jodi wir kommen so schnell wie wir können“ versicherte Dean ihr.
„Danke euch“ meinte Jodi und legte auf.

„Hier ich habe es gefunden“ sagte Kevin und schob den Laptop so hin, dass alle ihn sehen konnten.
„Masseninfektion im Rosenstolz“ lautete die dicke fette Überschrift. Im weiteren Text war zu lesen das sich gestern in den frühen Morgenstunden innerhalb weniger Stunden zuerst die Patienten und dann das Personal angesteckt haben soll, sowie einige der Angehörigen, die gerade zu besuch gewesen waren. Die Presse hatte davon erfahren, weil es einigen Personen gelungen war das Gebäude zu verlassen, allerdings konnten sie nicht das Gelände verlassen.
„Da habe ich gearbeitet“ stellte Raya fest.
„Du hast gearbeitet?“ wollte Kevin verwundert wissen.
„Ja ich habe tatsächlich versucht ein normales Leben zu führen“ sagte Raya.
„Also gut. Sam und ich wir geben uns als jemand von der Seuchenschutzbehörde aus und Raya und Kevin ihr könnt Reporter sein, oder so“ meinte Dean und beschloss den beiden in nächster Zeit gefälschte Ausweise zu machen.
„Oder wir schleichen uns rein“ schlug Raya vor „Es gibt einen Hintereingang. Den habe ich genommen als ich einen Geist gejagt habe“ erklärte Raya als sie die etwas erstaunten Blicke sah.
„Einen Geist? Ganz allein?“ rief Dean.
„Ja ganz allein“ erwiderte Raya.
„Das machst du nie wieder. Ist das klar du gehst nur auf die Jagd, wenn ich es dir erlaube“ meinte Dean.
„Ist ja schon gut“ meinte Raya.
„Gut und jetzt geht eure Sachen holen“ sagte er noch. Dabei sah er Raya kopfschüttelnd hinterher, doch er konnte es ihr nicht übelnehmen, denn schließlich floss das Blut von drei Jägerfamilien durch ihre Adern. Das der Winchesters, Der Colts und möglicherweise hatte sie auch etwas von einem Campell und dazu kam noch die Neugierde Geheimnisse und Rätsel zu lösen, wahrscheinlich eine Eigenschaft der Männer der Schriften.

In ihrem Zimmer packte Raya nicht nur Waffen ein, sondern auch ihre Karte mit der sie, als sie noch im Altersheim gearbeitet hatte durch jede Tür gekommen war. Das Ganze kam ihr vor, als wäre es schon eine Ewigkeit her, dabei war seitdem gerade mal ein Jahr vergangen.
Es war viel passiert seitdem. Raya wischte ihre Gedanken beiseite, beschloss nicht weiter darüber zu grübeln und sich zu fragen, wie sie in dieses Leben gerutscht war. Sie war jetzt Jägerin und auf dem Weg zu einem neuen Fall.


Ganz schön viel Gerede in diesem Kapitel... Hoffe das hat euch nicht gestört.
Schönen Start in die neue Woche und bis zum nächsten Kapitel.

Lewira
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