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FUCHSFEUER

von Snowfoxy
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Satoru Gojo Shoko Ieiri Yuji Itadori
30.03.2021
23.02.2022
69
238.515
111
Alle Kapitel
315 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
02.01.2022 5.129
 
Das war die längste Wartezeit auf das nächste Update, gomenasai! T_T

Fangt niemals kurz vor den Feiertagen einen neuen Job an, bei dem nach 2 Wochen Einarbeitungszeit dann einen Nachzügler selber einarbeiten dürft...
Just kill me! (╯°□°)╯︵ ┻━┻

Nun bin ich aber mal still, denn ihr seid bestimmt alle heiss darauf, dieses Monster an Kapitel zu lesen. Mann, hat der Schreibprozess dazu mich aufgewühlt uff...
Wir nähern uns mit Monsterschritten dem Ende von Teil 1, ich kanns kaum glauben.

Nach diesem Kapitel kommt ein Kapitel, die halb aus Satoru POV und Junkas normaler POV besteht und danach ENDLICH das Yuuji/Sukuna Bonus Chapter :3
Mann, juckt es mich in den Fingern endlich wiedermal fluffy-steamy Stuff zu schreiben, obwohl J&S-Steam mir am liebsten ist...

So, isch habe fertig! :3

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No love, no feelings
I choke on the air I'm breathing
Undone, unhealin'
Ain't nobody stoppin' the bleeding

I'm death with demons on both sides
Can't take no angel left inside
Take to the static in my mind
And I can't hide

This rage, I just can't escape
Screaming at my face
So loud I can't hear my voice
Breaking through my mistakes
Free falling to grace, I'm not insane
It's time to kill the noise
Kill the noise, oh

My scars keep screamin'
I lived through the pain for a reason
My gut, my anger
It drives me down like an anchor

I'm death with demons on both sides
Can't take no angel left inside
Take to the static in my mind
And I can't hide

This rage, I just can't escape
Screaming at my face
So loud I can't hear my voice
Breaking through my mistakes
Free falling to grace, I'm not insane
It's time to kill the noise

Shut up
Shut up

This rage, I just can't escape
Screaming at my face
So loud I can't hear my voice
Breaking through my mistakes
Free falling to grace, I'm not insane
It's time to kill the noise
Kill the noise, oh

Breaking through my mistakes
Free falling to grace, I'm not insane


Interpret: Papa Roach: Kill The Noise - INARIS Version https://www.youtube.com/watch?v=_90GB5T73XI

Interpret: Papa Roach: Kill The Noise (Acoustic) - JUNKAS Version https://www.youtube.com/watch?v=RENMiny4Qhw



.......................




Das Geräusch einer Person, die sich auf ekelerregende Weise übergab, weckte mich unsanft. Ich verzog das Gesicht, kräuselte angeekelt meine Lippen und presste mein Kissen auf meinen Kopf, murrte schlecht gelaunt, da ich erst wenige Stunden geschlafen hatte.
Wieso übergibt sie sich in letzter Zeit ständig. Hat sie sich den Magen verdorben?
Winzige Pfoten, eigentlich zu klein, um solchen Druck auszuüben, bohrten sich in meinen Bauch, als Sato-chan von hoch oben sich auf mich fallen liess. Mit einem erschrockenen ‘Oof!’ zuckte ich zusammen und hob den Kopf, starrte auf den kleinen Kater, der stolz auf mir sass und sich unschuldig das Pfötchen leckte.
«Kleines Biest. Irgendwann mache ich dich einen Kopf kürzer.», verschlafen räusperte ich mich und fuhr mit meinen Fingerspitzen über sein weiches Köpfchen, rieb mir mit der anderen den Schlaf aus dem Gesicht.
Seit diesem kurzen Moment meiner Schwäche von vor ein paar Tagen, war Satoru uns auf den Fersen, so als ob er immer genau wüsste, wo wir uns aufhielten. Jedes Mal entkamen wir nur haarscharf seinem allsehenden Blick und flüchteten der Küste entlang weiter Richtung Süden.
Obwohl mein Verlangen, meine Freunde inklusive ihm vor den Folgen und Gefahren, die meine Anwesenheit bedeutete, beschützen zu wollen, nach wie vor stark vorhanden war, konnte ich einen kleinen Teil in mir nicht unterdrücken. Der sich wünschte und darauf hoffte, dass wir ein winziges bisschen zu langsam, er zu schnell war und er mich endlich fand.
Dieses nervenzerreissende Katz und Mausspiel bald ein Ende hatte.
Ich weiss nicht,wie lange ich noch durchhalten kann.
Nun, da der Schlaf sich endgültig verflüchtigte, wurde ich von dem mittlerweile vertrauten Flüstern begrüsst, welches unablässig in den Tiefen meines Bewusstseins erklang, mal lauter, mal leiser. Die Bestie in mir wartete nur auf einen Moment der Schwäche, darauf das die Kontrolle mir entglitt und sie Oberhand über diesen Körper erlang, den wir uns notgedrungen teilten. Ich starrte auf meine Handfläche, nahm das ungesunde, orangene Flackern meiner Fluchkraft war, welches um die Ränder meiner Silhouette loderte wie Flammen.
Ich muss dringend wieder das Juryoku eines Menschen zu mir nehmen. Die Energie von Cursed Spirits lässt mich zwar durchhalten aber vergiftet mich auf lange Sicht von innen. Wir brauchen einen Plan.
Ich unterdrückte den Drang mit meinen Augen zu rollen, als ich an Matos ‘Plan’ zurückdachte, den er mir von vor ein paar Wochen unterbreitet hatte.
Die ‘Muttsu’ der Muratas finden und besiegen und mir Inaris fragmentierte Kraft Stück für Stück zurückholen. Aber wie? Mit den jetzigen drei Teilen komme ich schon an die Grenzen meiner geistigen Gesundheit.
Gedankenversunken füllte ich ein Glas mit Wasser, schob das verlorene Gefühl, welches mich zu lähmen drohte zur Seite und fühlte kleine Zähnchen, die an meiner Feste knabberten. Kaum blickte ich auf das kleine, weisse Fellknäuel zu meinen Füssen, fühlte ich meine Mundwinkel zucken und sich heben.
«Du kriegst gleich etwas zu essen, aber zuerst schauen wir nach derjenigen, die so einen Krach verursacht.», mit einem bemüht neutralen Gesichtsausdruck klopfte ich gegen die dünne Tür, die ins Badezimmer führte, fühlte, wie meine Oberlippe sich angewidert zurückzog, als Ichika einen weiteren Schwall Flüssigkeit erbrach.
Peinlich berührt räusperte ich mich, lehnte meinen Kopf gegen den Türrahmen und fragte: «Ähm, ist- ist alles okay? Brauchst du etwas?»
Mit einem Klicken öffnete sich die Türe und Ichika tupfte sich gerade mit einem Handtuch über die blasse, schweissnasse Stirn, tiefe Schatten unter ihren Augen und ihre pastellgrüne Aura, die von zartem Rosa durchzogen war und mich immer an eine bunte Frühlingswiese erinnerte, dunkel und matt.
«Du siehst ja echt schei-», die Worte blieben mir im Halse stecken als mein Blick von dem pochenden, leuchtenden Punkt in ihrem Unterleib angezogen wurde. Mein Mund öffnete sich und das mordlüsterne Flüstern in meinem Kopf verstummte, ich erstarrte zur Salzsäule.
Mehrere Emotionen durchtosten mein Inneres; Wehmut, Unglaube, Sorge, eine verächtliche Anwandlung, Schmerz, der beinahe mein Herz zerquetschen schien. Und hell leuchtende, warme Freude, die mich aufkeuchen und eine Hand gegen meine Brust pressen liess, da ich das erste Mal seit meinem Weggang aus Kyoto mich wieder so fühlen konnte. Als würden Sonnenstrahlen eine unendlich dicke Wolkendecke durchbrechen und mich mit wohltuendem Licht erfüllen.
«Ichika, du bist… schwanger.», ihre hübschen, grünen Augen weiteten sich und begannen traurig zu glänzen, ein herzzerreissend glücklicher und gleichzeitig verzweifelter Ausdruck auf ihrem Gesicht, als sie eine Hand an ihren Brauch drückte. «Es könnte kein schlechterer Zeitpunkt dafür sein. Weil…», die junge Frau verstummte, biss sich auf die Unterlippe und sah zur Seite. Ein freudloses, aalglattes Grinsen formte sich auf meinem Mund, als ich das Glas Wasser gegen ihre Brust drückte und sie mit schräg geneigtem Kopf betrachtete.
Mein Grinsen wuchs und nahm starre Züge an, kaschierte wie sehr ihre unausgesprochenen Worte mich verletzt hatten.
«Weil solange ihr gemeinsam mit mir auf der Flucht seid, eine grosse Zielscheibe auf dem Rücken tragt. Keine guten Bedingungen für einen eigenen Sprössling.»
Im Gegensatz zu vorhin war der schneidende Schmerz, der Neid und die Missgunst, die die Spitzen meiner Fangzähne über meine untere Zahnreihe schaben liess, meine eigene. Ich sah auf sie herab, was durch unseren Grössenunterschied gut möglich war und säuselte zuckersüss.
«Das lässt sich einfach lösen-», ich wurde jäh unterbrochen, als Mato mit einem gehetzten Gesichtsausdruck wortwörtlich mit der Türe ins Haus fiel. Seine schwarzen Augen waren weit aufgerissen und rastlos, ohne uns einen weiteren Blick zu zuwerfen, nahm er unsere Rucksäcke hervor und packte eiligst unsere Sachen. «Gojo Satoru ist gerade in der Stadt eingetroffen, er hat uns gefunden. Wir müssen los, sofort.»



Badump badump badump.
Mein Herzschlag dröhnte in meinen Ohren und blendete alle Geräusche aus, ich befand mich nahezu in tranceartigem Zustand. Meine Sinne waren alle auf eine Sache gerichtet, und zwar auf einen Fleck, einen Klecks purpurnes Juryoku, nach dem ich Ausschau hielt.
Auf der einen Seite beunruhigt, da ich wusste das es kein Entkommen geben würde, sobald er mich gefunden hat. Eine andere, dunkle Seite in mir hoffte darauf, bekam aufgeregtes Herzklopfen, bei der Vorstellung, dass er seine Drohung wahrmachen und mich buchstäblich an die Leine legen würde.
Jetzt dreh ich vollkommen durch… Ich hab ihn so lange nicht mehr gesehen. Sie alle.
Mato führte uns gerade durch entlegene Winkel des komplizierten Gassensystems der Küstenstadt, in der wir uns gerade aufhielten. Da wir seit meinem Patzer von vor ein paar Tagen täglich unseren Aufenthaltsort wechseln mussten, hatte ich keinerlei Überblick mehr, ich folgte nur noch seiner Führung.
«Wartet. Ich muss Inpei anwenden.», Ichika holte angestrengt Luft und presste beinahe beiläufig eine Hand auf ihren Bauch, die sie sofort wegnahm, als sie meinen Blick bemerkte. Sorge, die nicht nur von mir stammte, kam in mir auf, als ihre Fluchaura erschöpft zuckte, ihr körperlicher Zustand schien sie zu fordern und heute schien ein besonders schlechter Tag zu sein.
Unruhig kaute ich auf meiner Oberlippe, als Ichika ihre verbergende Fluchtechnik anwandte und uns so vor den Augen geübter Jujutsu Sorcerer sowie Curse User verbarg.
Inpei war eine extrem machtvolle Technik, wenn man sie als Support-Fähigkeit anwandte, da sie den Träger nahezu vollständig unsichtbar machte, nur Ichika hatten wir es zu verdanken, dass wir all die Monate unentdeckt bleiben konnten. Doch ich erkannte nun die Menge an Fluchkraft, die sie benötigte, die Art wie sie angestrengt blinzelte, ihr Atem schwer wurde und das helle Licht, das in ihrem Bauch unruhig aufblinkte.
Ich packte ihr Handgelenk, sah bedeutungsvoll zu Mato, der mich irritiert anstarrte und meinen Griff mit einem leisen ‘Baka’ löste.Meine Augenbrauen wanderten in die Höhe und rutschten beinahe unter meinen Haaransatz, als Ichika meinem Blick auswich.
Er weiss es nicht?! Fan-tas-tisch.
Ich überlegte gerade, wie ich geschickt das Thema in die richtige Richtung lenken konnte, als mein Instinkt ausschlug. Dieser besondere Sinn, der leicht über meine Haut trippelte und ein sachtes Kitzeln auslöste, wann immer etwas meiner Aufmerksamkeit bedurfte oder falls Gefahr sich nähern sollte.
Nun empfand ich in diesem Moment kein sachtes Kitzeln, nein, eine Empfindung messerscharfer Stacheln, die die Haut meines Nackens zerfetzten, liess mich zusammenfahren und meine Schultern ruckartig hochziehen.
Mein Blick zuckte hinter uns und ich erkannte vier glimmende Silhouetten, die Signaturen ihres Juryoku mir gänzlich unbekannt. Und doch wirkte das Leuchten, die Stärke, mit denen zwei davon strahlten, vertraut.
«Wir müssen los. Schnell!», ich drängte zur Eile, schubste Ichika sanft vor und warf immer wieder gehetzte Blicke hinter uns, obwohl das Mal auf meiner Hand vor Wochen verblasst und somit wirkungslos war, konnten unsere Verfolger genau vorausahnen, in welche Richtung wir uns begaben.
Entweder spielen meine Sinne mir Streiche oder die können mich trotz Inpei wahrnehmen. Was aber unmöglich ist, nicht mal Satorus Rikugan kann mich damit finden. Ausser…
Das Hoju in meiner Brust erbebte und eine Handinnenflächen kribbelten auf, mein Instinkt sagte mir, dass sie meine Energie ähnlich registrieren konnten, wie ich die ihre.
«Mato-», ich blickte zu meinem Bruder, der mit grimmigem Gesichtsausdruck seine beiden Klingen hervorholte und seinen Nacken aufzulockern begann.
«Zwei davon gehören der Muttsu an. Ich kann es spüren.», seine Augen weiteten sich und sein Blick zuckte zu Ichika, die sich unauffällig Luft zu fächerte. Ich wollte ihn erneut auf ihren Zustand ansprechen, als die Energie Silhouetten hinter uns sich aufteilten und zwei davon ruckartig verschwanden.
Was zur Hölle?
Ich zog meinen Reissverschluss herunter und holte Sato-chan hervor, der wie üblich auf meinem Dekolleté ruhte und sein Köpfchen unterhalb meines Kinns hervorstreckte. Vorsichtig drückte ich seinen kleinen Körper Ichika in die Hände, wogegen er mit einem gereizten Fauchen rebellieren wollte. Streng blickte ich ihn mit angelegten Ohren an, die Zähne leicht gebleckt und wies ihn so stumm nur mithilfe meiner Körpersprache zurecht.
Ich drückte Ichikas Schulter und umfasste Matos Oberarm, zog ihn näher zu mir und raunte leise: «Wir machen es so, wie wir es geplant haben. Ich locke sie in eine Falle und schliesse sie mit meiner Barriere ein.» Während ich stichwortartig den Plan erklärte, schlüpfte ich aus meiner Jacke und lockerte meine Arme und Beine, fühlte wie meine Herzfrequenz sich langsam steigerte.
«Du bringst Ichika in Sicherheit und kommst dann nach. Ich weiss nicht wie gut die beiden sind, aber mit vier Gegnern sollte ich eine Zeit lang klarkommen. Ich habe mich ganz gut gegen einen Special Grade Spirit inklusive Curse User gehalten.», Matos Gesichtsausdruck verfinsterte sich und er rollte mit seinen Augen, schnippte mir gegen meine Stirn.
«Kein Grund überheblich zu werden, Baka. Die Muttsu sind die Besten der Besten, allesamt auf meinem Level. Und wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, hat Masaru an ihnen ähnliche Experimente durchgeführt wie an mir.», mit distanzierter Stimme kratzte Mato sich an seinen Unterarmen und starrte irritiert Ichika an, deren Gesichtsfarbe stark erblasste. Ich konnte sehen wie seine Lippen stumm die Worte ‘Was ist los?’ formten. Die verloren gegangenen Curse User erschienen plötzlich unweit hinter uns, so als ob sie aus dem Nichts aufgetaucht wären.
«Gibt’s bei den Muratas einen Curse User mit Teleportationsfähigkeit?», ich formte das Handzeichen vor meiner Brust und öffnete die direkte Verbindung zu Inari, presste zischend eine Hand gegen meine Stirn als das gewalttätige Flüstern massiv zunahm.
Sei still, sei bitte einfach nur still.
Ein beunruhigter Ausdruck verhärtete Matos Züge als er langsam nickte, Reue im Schwarz seiner Iriden.
«Ayato, noch ziemlich grün hinter den Ohren. Ihn… solltest du schnell ausschalten können. Seine Technik ist auf wenige Meter begrenzt.», seine Stimme strafte seine Worte Lügen, ich konnte hören und riechen, dass er sich wünschte, ich würde es nicht tun.
Ein Freund also. Ganz toll.
Ein scharfer Schmerz stach in meine Schläfen und ich fühlte wie die Haut meiner Unterarme spannte, Inaris Gesäusel so laut, das ich glaubte sie flüstert mir direkt ins Ohr.
Verrat kennt kein Alter. Und wird mit dem Tode bestraft.
Ich streichelte verabschiedend über Sato-chans Köpfchen und schüttelte meinen Kopf in dem Versuch, den Yokai abzuschütteln, der mir abartige Gedanken eintrichterte.
Halt's Maul.
Ichika und Mato rannten los, letzterer warf mehrere Male Blicke zu mir zurück und gestikulierte mir, dass er gleich da sein würde. Ich machte eine wegwerfende Handbewegung und drehte mich dann um, griff vollständig auf mein Juryoku zu, wissend das der Gebrauch mich einem Leuchtfeuer gleich erstrahlen lassen würde.
Die Silhouetten näherten sich nun schnell und ein gönnerhaftes Lächeln formte sich auf meinen Lippen, beiläufig und versteckt formten meine Finger die Zeichen für die komplexe Barriere, die sich unsichtbar Stück für Stück um meine Gestalt aufbaute.
Wie die Motten zum Licht.
Die undurchdringbare Wand aus Fluchkraft wird für jeden, der die Energiesignatur von Inari trägt undurchdringbar sein und sie somit mit mir einsperren.
Dann gibt’s kein Entkommen, bis ich zurückgeholt habe, was ich verloren habe.
Verwirrt schloss ich meine Augen, schüttelte erneut meinen Kopf, knirschte mit meinen Zähnen, bis ich den Einfluss des Yokais niederrang.
Bis ich die Fragmente von dem Ara-Mitama mir wieder verinnerlicht habe. Das ist der Plan.
Zwei Curse User vor und hinter mir durchschritten die Barriere, die ich mit einem Schnippen zuschnappen liess wie eine unsichtbare Falle. Meine Augen erfassten zwei männliche, erwachsene Curse User, der eine mit der hellstrahlenden Aura eines Muttsu, eine schlaksige Silhouette eines Jungen und die weitere Muttsu, eine Frau mit hellem, asymmetrisch geschnittenem Haarschopf.
«Das soll sie also sein? Sie ist ja noch ein junges Gör, wie soll die so viele unserer Leute ausgeschaltet haben?», der Curse User, der sich beschützend vor die Frau stellte, zog verächtlich die Augenbrauen zusammen.
Ich sog unbewusst tief Luft durch meine Nase ein, konnte die Kraft riechen, die in den Körpern der Muttsu steckte und fühlte, wie der Yokai aufknurrend mit scharfen Zähnen nach ihnen schnappen wollte.
Mein… Mein!
Unwillkürlich presste ich nach vorn, fühlte wie die schwarzen Krallen sich durch meine Fingerbeete weiter rausschoben, sich klauenartig verkrümmten und die Haut meiner Unterarme bis über meine Ellenbogen hinaus aufplatzte, schwarzes Fell darunter hervorspross.
«Passt auf! Beschützt die Geheimwaffe!», aus dem Nichts tauchten der Junge und der weitere Muttsu vor mir auf, bildeten zu Dritt eine Art Schutzwall vor der Frau, deren hellgraue Augen einen herausfordernden, irren Glanz annahmen. Feuer leckte um meine Finger, die Flammen vermehrten sich rasch und hatte bald schon meine beiden Arme umfasst, beinahe mechanisch wehrte ich Klingen und Hiebe ab, die Frau, die als ‘Geheimwaffe’ bezeichnet wurde fest im Visier.
Ich beobachtete, wie sie mit ihren Händen begann ein Handzeichen zu formen, ihre granitgraue Aura sich ruckartig ausdehnend, als leuchtendes Rot in meinem Augenwinkel mich herumwirbeln liess.
Der andere Muttsu hatte gerade mit einem scharfen Messer einen tiefen Schnitt an seinem Unterarm entlang erbracht, aus dem frisches Blut hervorquoll. Mit flüsternden Worten fuhr er mit der anderen Hand dem Schnitt entlang, die Blutstropfen sich in die Luft erhebend und zu einer zuckenden Kugel formend.
Ich ignorierte diese offensichtliche Ablenkung, spürte wie Inari an meiner Schulter riss und mich aus der Reichweite eines Peitschenhiebes beförderte, der von der Curse Userin rührte.
Am Ende der Peitschenschnur war eine Metallstück angebracht, welches sternförmig mit Widerhaken gezackt war und tiefe Wunden gerissen hätte. Gereizt bleckte ich meine Zähne, ein dunkles Knurren erklang in meiner Kehle und setzte meinen Visus in Brand.
Je länger ich die Verbindung zu Inari aufrechterhielt, desto lauter wurde das blutrünstige Flüstern, das mittlerweile zu einem gutturalen Singsang anschwoll und an meiner Kontrolle zerrte.
Wo bleibt Mato?
Ich bekam die Curse Userin beinahe zu fassen, als die Klinge eines Katana mich unterhalb meines Kiefers erwischte und die rechte Seite meines Halses aufschlitzte. Fluchend zuckte ich zur Seite und presste eine glühende Handfläche auf die Wunde, versuchte keine Panik über die Flüssigkeit zu empfinden, die in alarmierendem Tempo durch die Wunde floss.
Das Hoju in meiner Brust reagierte auf die Verletzung, ich fühlte seine Wärme in meiner Brust pochen und den Schnitt augenblicklich heilen. Inari machte sich meine Schwäche sofort zu Nutze und übernahm für wenige Sekunden die Kontrolle, öffnete ihre Handflächen, um sie gegen vorne zu richten.
Energie sammelte sich in einer krachenden, knisternden Sphäre vor meiner Brust. Der Junge spannte eine Armbrust und schoss mehrere Bolzen ab, die jedoch an meiner Uniform abprallten, als seine Augen sich panisch weiteten, formte sich ein teuflisches Lächeln auf meinen Lippen.
«Wir sollten uns zurückziehen.», der Junge zerrte an der Curse Userin, die ihn abschüttelte und weiter ihr Handzeichen formte, eine Beschwörung sprach.
«Shinku ist gleich so weit, dann kann sie nichts mehr ausrichten.», der Junge riss sich von dem Griff des Curse Users mit dem Katana los und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an.
«Grosser Fehler.», mit diesen Worten entfesselte mein Körper Haiame, den einäschernden Angriff Inaris, der sich in halsbrecherischer Geschwindigkeit ringsherum mich ausbreitete und auf die Curse User zuraste.
Ihr Tod schien sicher, als die Curse Userin sich in den Vordergrund drängte und ihre beiden Handflächen lautstark gegeneinanderschlug. Das Klatschgeräusch schien eine Druckwelle zu erzeugen, einen leicht schillernden Film, der sich zuerst um die Curse User legte und sich dann ausweitete.
Mein Feuer prallte an dem Film ab, schien davon verschluckt zu werden und verursachte keinen Schaden. Ich ballte meine Hände zu Fäusten, konzentrierte erneut Feuer in meine Hände und preschte los, mit gebleckten Zähnen und zu Klauen gekrümmten Händen.
Kurz war ich darüber irritiert, dass die Curse User sich mechanische Masken anlegten, die ihren Mund bedeckten, doch sobald ich den dünnen Film überwand, verstand ich wieso.
Das Feuer um meine Hände erstarb augenblicklich und ich presste meine Hände gegen meinen Hals, rang plötzlich nach Luft.

Unbarmherzig krachte ich zu Boden, der Aufprall trieb die restliche Luft, die in meinen Lungen vorhanden war, hinaus und liess mich zuckend nach Luft schnappen.
Was zur Hölle?!
«Fantastisch! Wir hätten dich nicht mal gebraucht, Zombie Boy.», der Katanaträger liess seine Hand auf dem Rücken des anderen, schweigsamen Muttsu niedergehen, dessen Blut in einer zuckenden Kugel oberhalb seiner geöffneten Handfläche schwebte. Kehlige, erstickende Geräusche erklangen aus meinem geöffneten Mund, ich konnte hören wie der Yokai in meinem Kopf aufbrüllte, sah wie der Sauerstoffmangel meinen Visus dunkler werden liess.
Scheisse scheisse scheisse. Ich muss etwas tun. Tu etwas!
Zitternd hob ich meine Hände, fühlte wie Panik mein Herz kickstartete, als die Curse User mir immer näherkamen und mich aus vorsichtigen Augen betrachteten.
Während ich unruhig meine Hände von meinem Hals hob und versuchte ein Handzeichen zu formen, rumorte Inari lautstark in meinem Kopf, zerrte an meinen Gliedern und grub ihre scharfen Krallen in mein Bewusstsein.
Wirklich eine grosse Hilfe! Halt’s Maul, bitte sei einfach still. Sei still!
Der Junge materialisierte sich an meiner Seite, sein Haar sowie seine Augen tiefschwarz. Unsere Blicke trafen sich und ich sah ihn innehalten, ich konnte für den Bruchteil einer Sekunde Anteilnahme darin erkennen, das sich jedoch sehr schnell in Hass verwandelte.
«Du hast meinen kleinen Bruder getötet. Er war gerade mal Vierzehn, noch ein Kind!», er holte metallene Fesseln aus seiner Tasche hervor, auf denen antike Runen eingraviert waren. Erkennen blitzte in meinem Kopf auf, ich wusste ich hatte diese Zeichen schon mal gesehen, war mir aber nicht mehr sicher wo genau.
Doch Inari schien sich sofort zu erinnern, defensiv wollte sie nach dem Jungen schlagen, Feuer beschwören, irgendetwas tun, um zu verhindern, dass er die Fesseln um meine Handgelenke legen konnte.
Plötzlich konnte ich einen vertrauten Geruch wahrnehmen, warmes Rotbraun blinkte in meinem Augenwinkel auf und im nächsten Augenblick riss Mato mit Kanzen Kyanseru das Vakuum nieder, das mich beinahe in die Ohnmacht geschickt hätte. Würgend schnappte ich nach Luft, sog gierig den Sauerstoff ein und rollte mich hoch, verpasste dem Jungen einen harten Tritt unter sein Kinn.
«Masato der Verräter. Tötet ihn!», die Curse Userin zischte hasserfüllt, doch mein Instinkt warnte mich nicht vor ihr, sondern vor dem anderen Muttsu. Der flüssige Ball aus seinem Blut erbebte und mit einem stummen Wort, das seine Lippen formten, zischten Projektile daraus hervor, an mir vorbei in Richtung Mato, der nicht mal reagieren konnte, so schnell ging dies von statten.
Mit einem kehligen Schrei katapultierte ich vom Boden, fühlte meine Glieder protestieren und einen scharfen Schmerz in meiner Wadenmuskulatur, als ich direkt nach einem Beinahe-Ersticken derart Kraft ausübte.
Meiner Yokai-Instinkte sei Dank schaffte ich es noch rechtzeitig und schubste Mato mit meiner Schulter aus dem Weg. Die scharfkantigen Speere, welche aus Blut und Juryoku geformt waren, kamen auf mich zu und ich dachte, sie prallen an meiner Uniform ab, als sie sich durch das eigentlich undurchdringbare Gewebe hindurchfrassen und mein Inneres zerfetzten.
Die Kraft, mit der die Geschosse abgefeuert wurden, hievten mich von den Füssen und nagelten mich an der Wand hinter mir Fest. Schmerz erblühte in meinem Bauch und unterhalb meiner Schulter, ein brennendes Stechen brachte mich dazu zu husten und Blut drang aus meinem Mund, lief warm an meinem Mundwinkel hinab.
Keuchend sah ich an mir herab, erkannte die dicken Geschosse, die meinen Unterbauch und meine Brust penetriert hatten, ein weiterer hatte sich durch meinen Oberschenkel gebohrt.
Scheisse.
«Junka!», Mato warf mit tödlicher Präzision Wurfdolche auf den Muttsu, erwischte seinen Oberarm und traf die Curse Userin ebenfalls, leider nicht tief genug, um sie auszuschalten. Besorgt rannte er mir entgegen, umfasste eines der Blutgeschosse mit seiner Hand und versuchte es rauszuziehen, was aufgrund der scharfen Kanten beinahe unmöglich war, die sich in meinen Innereien verhakt hatten.
Schmerzerfüllt schrie ich auf, packte sein Handgelenk und schüttelte meinen Kopf. Erneut musste ich husten, erbrach einen Schwall Blut und lachte leise.
«Ich habe mich wohl überschätzt, die Muttsu sind wirklich auf einem anderen Level.», Mato liess eine Rauchbombe niedergehen, raufte sich verzweifelt die Haare und riss erneut an dem Geschoss, welches in meinem Oberschenkel steckte. Die Schwere meiner Verletzungen machte es mir unmöglich Hitze zu beschwören, ich konnte jedoch die Selbstheilung fühlen, die unermüdlich weiterarbeitete und versuchte die Löcher, die in mich geschlagen worden sind, zu schliessen.
Fluchend liess Mato den Blutspeer fallen, mein Magen rebellierte, als ich das blutige Gewebe erkannte, welches an den vielen Zacken klebte, versuchte nicht auf die klaffende Wunde zu schauen, welches mein linkes Bein lahmlegte.
Solche tiefen Verletzungen kann ich nicht in Sekundenschnelle heilen. Ich kann nicht gehen, geschweige überhaupt stehen.
Ein Windstoss erfasste uns und blies den Rauch hinfort, ich erblickte den Blut-Muttsu, der seinen anderen Unterarm aufgeschnitten hatte, mitsamt seinem Handgelenk und so mehrere Kugeln erschuf.
Mich wird das nicht töten, aber Mato ganz bestimmt.
«M-Mato. Lauf.», ein weiterer Hustanfall schüttelte meinen Oberkörper durch, ein Speer hatte meinen Brustkorb durchbohrt und machte es mir zunehmend schwerer zu atmen. Rückstände des kristallinen Blutes wütete in dem wunden Gewebe, hinderte es daran sich mithilfe meiner Selbstheilung schneller zu schliessen.
Wir beide kommen da nicht heil raus. Mato hat im Gegensatz zu mir jedoch viel mehr zu verlieren. Eine Frau und ein Kind, von dem er noch nichts weiss.
Sein Kiefer spannte sich an und er stellte sich schützend vor mich hin, schüttelte ruckartig seinen Kopf.
«Kannst du vergessen. Die Hälfte davon habe ich ausgebildet, mit den anderen zusammen trainiert. Wenns sein muss, schalte ich sie alle aus.»
Die Curse Userin, die Sauerstoff manipulieren konnte, kicherte belustigt, der Junge wandte den Blick ab und der Blut-Muttsu beobachtete uns mit starren, dunklen Augen. Ich stemmte mich gegen die beiden Blut-Geschosse, die noch in meinem Körper steckten, fluchte und spürte, wie lebensnotwendiges Rot mich sekündlich verliess.
«Mach dein Kind nicht zu einer Halbwaise wie mich. Finde Ichika und lauft so weit weg wie ihr könnt. Passt für mich gut auf Sato-chan auf.», ich presste meinen Handrücken auf meinen Mund als ich hustete, wischte die roten Sprenkel an meiner Hose ab.
Mato drehte sich mit ungläubigen, verdächtig glitzernden schwarzen Augen zu mir um, seine Nasenflügel bebten und seine Stimme klang kratzig, den Tränen nah.
«Ich kann dich nicht zurücklassen. Allein.», ich zwang ein Lächeln hervor, täuschte ein selbstbewusstes Grinsen hervor, als ich eine geballte Faust gegen meine Brust presste, auf die volle Kraft des Hoju zugriff. Keuchend atmete ich aus, heisser Dampf drang aus meiner Kehle und die Risse, aus denen schwarzes Fell hervorklaffte, zogen sich bis zu meinen Oberarmen hoch, ich konnte fühlen wie meine Knochen unter der Macht des Ara-Mitama sich bogen und beinahe brachen.
«Ich bin nie alleine. Und ich werde einen Weg zu euch zurückfinden, versprochen. Auch wenn es mich alles kosten wird, ich komme zurück.», helle, goldene Flammen erfasste meine Gestalt, ich fühlte seltsamerweise einen umfassenden Frieden in mir, als würde ich unbewusst meine Lage akzeptieren.
Kein mordlüsternes Flüstern in meinem Kopf, Inari war ruhig, schien ebenfalls entschlossen und spendete mir Kraft. Sie wusste, ich würde ihrem Wunsch gleich nachkommen und mehrere Verräter ausschalten.
Endlich Ruhe. Endlich Stille.
Ich konnte ihre Ungeduld spüren, während der göttliche Gegenstand in meiner Brust sich mehr und mehr mit zerstörerischer Energie auflud, obwohl die Kraft meinen Körper im Sekundentakt gemeinsam mit meinem Blut verliess.
Stöhnend schloss ich meine Augen, flüsterte leise ein ‘Nun geh schon’, während ich das Hoju mit Müh und Not zurückhielt. Trotz meiner geschlossenen Augen konnte ich mir Matos Gesicht vorstellen, als er seine Stirn an meine drückte, seine Finger sanft meinen Nacken umfassten und er ebenso leise flüsterte: «Ich werde Hilfe holen. Wir holen dich zurück, auch wenn es uns alles kosten wird.»
Feuchtigkeit benetzte meine Wangen, seine Tränen mischten sich mit den meinen und dann war die Wärme hinfort, ich öffnete meine Augen, sah wie er die Peitsche der Curse Userin abwehrte, mir einen letzten, gebrochenen Blick zuwarf und davonrannte.
Satoru ist nicht weit weg. Vielleicht schafft er es ihn zu holen, bevor ich zu weit weg bin.
Hoffnung erfüllte mich, liess das Hoju noch heller, noch heisser brennen und mit entschlossenem Blick voller Endgültigkeit erwiderte ich die Blicke der Curse User der Muratas, der beiden Muttsu, die mit gestohlener Kraft agierten.
«Mal sehen, ob ihr das abwehren könnt.», mit einem erleichterten Seufzen entfachte ich die Kraft, die das Hoju regelrecht zum Vibrieren gebracht hatte, knisternd und hellgolden leuchtend schoss sie wellenartig auf die Curse User zu. Das Vakuum der einen Muttsu machtlos gegen die gebündelte, reine Energie des göttlichen Wunschjuwels, das in meiner Brust ruhte.
Die Curse Userin namens Shinku schubste den Katanaträger vor sich, der von der Machtwelle entzweigerissen wurde, der Junge teleportierte sich ausserhalb der Barriere und der Blut-Muttsu rannte davon, versuchte zu entkommen.
Meine Barriere, welche jeden mit der Kraftsignatur Inaris einsperrte, hielt ihn gefangen und besiegelte sein Schicksal.
Er schien dies zu realisieren und nahm sein Messer hervor, glitt mit der Klinge über seine Kehle und entfesselte einen letzten, ultimativen Angriff. Noch während die Kraftwelle seinen Kopf vom Körper trennte, schossen kristalline Blutgeschosse in meine Richtung.
In einem naiven, kindischen Reflex schloss ich meine Augen in der Hoffnung dem Schmerz zu entgehen. Die Agonie war so allumfassend, dass ich nicht mal mehr hören konnte, wie die vielen Speere meinen Körper durchdrangen und mich erneut an die Mauer hinter mir nagelten.
Durch Bauch, Brust, Hals, Beine, Arme, mein Leib rebellierte, zuckte und krampfte instinktiv gegen die vielen Fremdkörper, die mich aufspiessten und meine Eingeweide zerrissen. Keuchend öffnete ich meine Augen, fühlte meine Muskeln erzitterten, spürte wie ich trotzdem weiterhin dagegen ankämpfte, gegen die Dunkelheit und die Kälte, die sich mir langsam bemächtigte.
Der Junge materialisierte sich vor mich, betrachtete mich aus mitfühlenden Augen, in denen ebenfalls Hass und Abneigung funkelten.
Das verdiene ich. Ich habe ihm die Familie genommen, ich verdiene das alles.
«Stirbt sie?», seine Frage war an Shinku gerichtet, die sich gerade Blut und Eingeweide ihres menschlichen Schilds von sich klopfte.
«Wir sprechen hier von der Vessel der Kitsune no Megami. Wenn dann haben wir sie für kurze Zeit ausgeschaltet.», sie pustete sich eine helle, aschblonde Haarsträhne aus dem Gesicht, deren Spitzen sich aufgrund von getrocknetem Blut rötlich verfärbt hatten.
Ihre Stimmen dumpften ab, wurden undeutlich, ich konnte lediglich die Kälte von Metall wahrnehmen, das um meine Handgelenke und meinen Hals gelegt wurde.
Bitte beeil dich Mato. Satoru… finde mich… Bitte. Bring mich zurück nach Hause.
Als ich meine Augen schloss und mich der Dunkelheit ergab, die bereits lockend flüsterte, war da ein irisierend blaues Licht, welches mich umhüllte und mir Trost spendete, die Erinnerung an surreale Iriden, welche trotz der kalten Farbe voller Hitze auf mich hinabblickten.
Der Schmerz verebbte, meine Angst und Sorgen, alles rückte ab in weite Ferne, als ich meine Hände dem blauen Licht entgegenstreckte, es mit meinen Handflächen umfasste und aufgrund der tröstlichen Wärme, die es spendete, leicht lächelte.
Fest drückte ich es an meine Brust, gab mich der Illusion, diesem Tagtraum hin und schenkte meine letzten Gedanken der einen Person, die mein Herz heller strahlen und singen liess, als es Hoju oder göttliche Fluchkraft jemals konnte.
Ich will nach Hause…
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